Instinkthandlungen bei Tieren werden über eine Abfolge von Reizen ausgelöst, zunächst der Hungerreiz, der das Tier dazu bewegt auf die Suche nach Nahrung zu gehen. Wird dann ein Tier gesichtet, ist das ein weiterer Reiz, der dann das Heranpirschen usw. auslöst. Also die Beutewahrnehmung ist zumindest nach biologischen Maßstäben Teil des Instinkts.
Wenn man Bewusstsein so definiert, dann würde ich behaupten, dass auch der Mensch kein Bewusstsein besitzt.
Im Prinzip basieren die Menschlichen Entscheidungen auch nur auf dem Kausalitätsprinzip. Durch Ursache XY werden Botenstoffe ausgesendet, die die Wirkung YZ auslösen, das Nachdenken ist demnach ebenfalls in allen Facetten dem Kausalitätsprinzip unterworfen (z.B. Assoziationsketten) und ein vollkommen automatischer Prozess, der keinen Spielraum lässt. Demnach wären Bewusstsein und Freiheit nur eine große Illusion, wenn man ausschließen würde, dass in irgendeinem Hintertürchen sowas wie eine Seele sitzt und uns das, was wir Intuition nennen ins Ohr flüstert.
Ich denke das Problem liegt bei der Definition des Wortes Bewusstsein, Wikipedia sagt dazu folgendes:
Nach dieser Definition hätten wir und eine vielzahl von Tieren also definitiv ein Bewusstsein, doch so wie wir den Begriff im allgemeinen verwenden, würde ich eher sagen, dass es darum geht, ob man bewusst Entscheidungen treffen kann, ob man die Konsequenzen des eigenen Handelns abwägen kann und ob man imstande ist, dies zu tun, bevor man agiert.
Das ist mir jetzt aber ein zu weites Feld.
