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Und das geht nur, wenn Gott sich aufteilt und diese Teile vergessen, wer sie sind.
Gott kann sich nicht teilen, da er dann nicht mehr Gott sein würde. Gott kann sich erweitern, aber Er bleibt immer ein und der selbe, unwandelbare Gott.
om purnam adah purnam idam purnat purnam udacyate
purnasya purnam adaya purnam evavasisyate
"Der Persönliche Gott ist vollkommen und vollständig, und weil Er völlig vollkommen ist, sind alle Dinge, die von Ihm ausgehen, wie zum Beispiel die vor uns manifestierte Welt, als vollständige Einheiten vollkommen ausgestattet. Was immer vom Vollständigen Ganzen hervorgebracht wird, ist ebenfalls in sich selbst vollständig. Weil Er das Vollständige Ganze ist, bleibt Er die völlige Ausgeglichenheit, obwohl so viele vollständige Einheiten von Ihm ausgehen."
Sri Isopanisad (Anrufung)
Wir sind seine Teile, das is korrekt, allerdings werden wir nie zu Gott werden oder sind sogar selbst Gott. Es verhält sich wie mit der Sonne. Die Sonne und Lichtpartikel weisen die gleichen Eigenschaften von Wärme und Licht auf. Dennoch ist die Sonne als Ursprung immer unabhängig von den Strahlen, während die Lichtpartikel nie von der Sonne unabhängig sind. So sind wir als Lebenwesen qualitativ von gleichem göttlichen Wesen wie Gott, jedoch nicht in der Quantität, d.h. weder unabhängig von Ihm noch unbegrenzt wie Er.
isavasyam idam sarvam yat kinca jagatyam jagat [...]
"Der Herr beherrscht und besitzt alles Beseelte und Unbeseelte im Universum. [...]"
Sri Isopanisad (1. Mantra)
Wir sind alle eins und alles ist eins in dem Sinne, dass wir alle ewige Teilchen und Teile, Diener, Gottes sind, die ihre wahre Natur vergessen haben, und dass alles Gottes Eigentum ist, aber nicht, dass wir alles sind. Wir werden auch nie unsere Individualität verlieren, nie aufhören zu sein. Gott ist kein Puzzel, wo man Teile von wegnimmt und irgendwann wieder dransetzt (Aussagen wie: Man verschmilzt mit Gott / geht in seine Existenz ein). Unsere unseigene Natur ist es, Dienst darzubringen. Jeder Dient immer auf irgendeine Art und Weise, sei es selbstischen, eigennützigen, gemeinnützigen oder sonstigen Motiven. Die Frau dient ihrem Mann, der Mann seiner Frau, der Angestellte der Firma, der Arbeiter dem Chef / der Familie / dem Staat, der Hund dem Herrchen, das Kind den Eltern, die Eltern dem Kind, etc. Jeder is ein Diener und zieht daraus sein Glück bzw. Leid.
Die Aussage "Alles ist Gott - ich auch" kommt daher, dass man sich nich nirgendwo / irgendwem unterordnen und Verantwortung für sein Handeln übernehmen will. Es sind ebenfalls egoistische, selbstische und machthungrige Motive.
Jede Begegnung hat seinen Sinn. So passen Opfer und Täter immer perfekt zusammen, weil das Opfer durch seine Angst ein Ereignis erschafft an dem der Täter teilnimmt, der wiederrum auch Angst hat und diese an dem Opfer auslebt.
Alles hat seinen Sinn, stimmt. Aber jeder ist für sich und sein Schicksal selbst verantwortlich. Es sind prädestinierte (vorherbestimmte) Situationen, in die wir hineingesteckt werden, gemäß unseres Karma, wie wir aber in dieser Situation reagieren, liegt an uns - an unserem freien Willen.
Täter A muss dem Opfer B nichts antun. Aber wenn er es tut, wird Opfer B dann irgendwann die Gelegenheit bekommen, zu Täter B zu werden und Täter A wird zum Opfer A. Und das geht solange, bis einer von den beiden seine Wut / Angst / Lust oder sonst was nicht an dem anderen auslebt.
so long ... l8ter
spectrumizer
[Dieser Beitrag wurde von spectrumizer am 20. März 2001 um 12:31 Uhr editiert.]