Zu der Zeit als die Bibel entstand glaubte man (im Judentum), dass man stirbt und in eine Art Totenreich kommt, in dem die Seele "lebt". Dann, wenn das Gericht Gottes kommt, werden die Lebenden und die Toten gerichtet. Die "Guten" kommen in das Himmelreich/Reich Gottes. Die "Bösen" kommen in die Hölle.
Diese Vorstellung wurde vom Christentum zuerst übernommen.
Irgendwie hat sich daraus dann aber die Vorstellung entwickelt, dass man gleich in Himmel/Hölle (bzw. im Mittelalter erstmal ins Fegefeuer) kam.
Du mußt unterscheiden zwischen "Vorstellungen" und dem, was in der Bibel steht. Was einige (auch Theologen) aus der Bibel "herausinterpretieren" (Vielfach völlig aus dem Zusammenhang gerissen) und mit eigenen Vorstellungen vermischen, ist etwas anderes als das, was dort steht. Wohlgemerkt: im Gesamtzusammenhang.
Es ist noch immer in etwa so, wie Du es an erster Stelle beschrieben hast.
Nur, Du mußt unterscheiden zwischen denen, die bei der Rückkehr von Jesus Christus noch leben und denen, die zu diesem Zeitpunkt schon verstorben sind. Und: Es ist ein Unterschied zwischen denen, die dem Sohn Gottes vertraut haben (geglaubt haben) und ihm demzufolge mit ihrem Leben nachgefolgt sind...
Diese werden nicht gerichtet, sondern gehen direkt ins ewige Leben.(Joh 5,24 s.u.) und denen, die dies nicht tun. Sie kommen vor Gottes Gericht.
Wenn der Menschensohn wiederkommt (das ist Jesus Christus) dann findet das Gericht statt. Er richtet im Auftrag Gottes:
Die Vollmacht des Sohnes 19 Jesus erwiderte auf ihre Vorwürfe: »Amen, ich versichere euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun; er kann nur tun, was er den Vater tun sieht. Was der Vater tut, genau das tut auch der Sohn.a a) 1,34S 20 Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selber tut. Er wird ihm noch größere Taten zeigen, sodass ihr staunen werdet.a a) 3,35S 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und ihnen das Leben gibt, so gibt auch der Sohn das Leben, wem er will.a a) 11,25 22 Auch seine ganze richterliche Macht hat der Vater dem Sohn übergeben; er selbst spricht über niemand das Urteil.a a) (Jesus als Richter) 3,18; 5,27.30; 9,39; 12,47-48; 1Joh 2,28; Apg 10,42S; Jud 14-15 23 Denn alle sollen den Sohn ebenso ehren wie den Vater. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.a a) Phil 2,10-11 24 Amen, ich versichere euch: Alle, die auf mein Wort hören und dem glauben, der mich gesandt hat, haben das ewige Leben. Sie kommen nicht mehr vor Gottes Gericht; sie haben den Tod schon hinter sich gelassen und das unvergängliche Leben erreicht.a a) (ewiges Leben) 3,16S; 8,51; 10,28; 11,25-26; 14,6; 17,2; 20,31; 1Joh 2,25; 3,14; 5,11; (Gericht) 5,22S 25 Amen, ich versichere euch: Die Stunde kommt – ja, sie ist schon da –, dass die Toten die Stimme des Gottessohnes hören werden, und wer sie hört, wird leben. 26 Wie der Vater der Geber des Lebens ist, so hat er auch dem Sohn Macht verliehen, Leben zu geben.a a) 1,4 27 Und er hat dem Sohn die Macht verliehen, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, da werden alle Toten in den Gräbern seine Stimme hören 29 und ihre Gräber verlassen. Alle, die Gutes getan haben, werden auferstehen, um das Leben zu empfangen, und die Böses getan haben, um verurteilt zu werden. 30 Ich kann nichts von mir aus tun, sondern entscheide als Richter so, wie ich den Vater entscheiden höre. Meine Entscheidung ist gerecht, denn ich setze nicht meinen eigenen Willen durch, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.«a
a) 4,34S
Johannes 5,19-30
Vergleiche auch
Matthäus 24-25,46
Wie genau dieses "Leben" der Seele im Totenreich (es ist ja der Geist) aussieht, kann ich Dir nicht sagen. Auf jeden Fall gibt es einen Ort, in dem sich die Seelen (Geister) befinden, solange das Gericht noch nicht erfolgt ist. Siehe dazu
Offenbarung 1,18; 20,13 Es gibt verschiedene Himmel, -unterschiedliche Gewölbe oder wie auch immer (Vgl. 2.Korinther 12,2-3) In einem dieser Himmel (Teilbereich) herrschen auch die bösen Geister (
Epheser 2,2; 6,12) , die nach Epheser 2,2 Einfluß auf die Welt hier haben.
Das Leben, zu dem die Gerechten (die die Gottes Willen getan haben, siehe auch
Lukas 14,14) erweckt werden, ist ein ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott in einer Neuen Welt, ohne Hass, ohne Tod, ohne Gewalt, ohne jegliches Leid:
Offenbarung 7,17; 21,4; Jesaja 25,8; Hebräer 13,20; Zum anderen gibt es für mich keine "guten" oder "bösen" Menschen. Jeder Mensch sucht nach seinem Glück. Dabei macht jeder seine Fehler. Das finde ich völlig normal. Warum sollte man jemanden dafür verurteilen, dass er so ist wie er ist und andere nicht?
Jeder Mensch ist böse, sündig vor Gott. Alle, ohne Ausnahme. (
Römer 5,12; 3,23; Jakobus 2,10; Matthäus 5,21-24) Deshalb haben vor Gott auch
alle den Tod verdient. Es gibt jedoch Menschen, die auf den Sohn Gottes vertrauen und demzufolge auf ihn hören und sich nach seinen Worten (das ist Gottes Wille) richten. Also danach handeln.
Weil sie bemerkt haben, was Jesus Christus (Gottes Sohn) für sie getan hat, sind sie sehr dankbar.
Sein Opfer erfüllt sie mit so grosser Dankbarkeit, und beschämt sie so (wegen ihrer Schuld, weil sie etwas anderes verdient hätten)
daß sie in Zukunft bereit sind, Gottes Willen
aus eigenem Antrieb/Willen zu tun.(also nicht mehr aus Zwang, wie im alten Bund, d.h. alten Testament!)
Das ist der "Glauben" von dem immer die Rede ist.
Ein Beispiel dazu:
Jesus und die Ehebrecherin 2 Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. 3 Die Schriftgelehrten und die PharisäerA aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte
A) religiöse Partei im Judentum, die auf genaue Einhaltung des Gesetzes Wert legte
4 und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. 8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber <dies> hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinausa, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr! Johannes 8,2-11
Weil sie versuchen Gottes Willen von ganzem Herzen zu tun, sind sie zwar noch sündig, aber nicht mehr bewusst. Sie tolerieren auch nicht mehr bewusst irgendwelche schlechten Charakterzüge.
Sie versuchen ernsthaft sich zu ändern.
Weil sie das tun, vergibt ihnen Gott ihre Schuld (durch das Opfer von Jesus Christus am Kreuz) und hilft durch seinen heiligen Geist bei dieser Veränderung. Die Folge ist:
Sie verändern sich tatsächlich:
Wir alle sehen in Christus mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Gottes wie in einem Spiegel. Dabei werden wir selbst in das Spiegelbild verwandelt und bekommen mehr und mehr Anteil an der göttlichen Herrlichkeit. Das bewirkt der Herr durch seinen Geist.a
a) 4,6; Röm 5,2S
2.Korinther 3,18
Das sind die
Christen. Die, welche im obigen Text in
Johannes 5,24 genannt wurden.
Wiedergeburt finde ich gut. Da wird niemand dafür verurteilt, dass er so ist wie er ist. Und jeder kriegt eine echte Chance es beim nächsten Mal besser zu machen.
Täusche Dich nicht. Gottes Wort sagt eindeutig, daß es keine zweite Chance gibt. (
Lukas 16,19-31; Hebräer 9,27) Du hast in diesem Leben reichlich Chancen, Dein Leben zu ändern und Jesus Christus nachzufolgen.
Nicht nur zwei oder drei! Aber: Wann eines jeden Tage zu Ende sind, das weiß niemand. Nur Gott weiß es.
Als ich einmal in Österreich auf Lehrgang war, hörte ich eine sehr tragische Sache in den Nachrichten:
Da war ein Mann, der hatte einen Herzinfarkt erlitten (mittleres Alter) und hatte diesen gut überstanden. Er kam aus der Rehabilitation nach Hause und war wieder einigermaßen fit. Zuhause setzte er sich auf sein Motorrad, gab Gas und... in der nächsten Kurve stieß er mit einem anderen Motorradfahrer frontal zusammen. Sie meinten, selbst der Motorblock hätte nur noch in Einzelteilen gelegen. Alles war zerfetzt.
So kann es jedem/jeder von uns gehen. Eben noch hatten wir viel Zeit zum Nachdenken, mehr als genug Zeit. Wir hatten Zeit, ein Neues Leben anzufangen, zu Gott umzukehren. Doch irgendwann, ganz plötzlich, wenn wir es vielleicht am wenigsten erwarten, haben wir nicht einmal mehr eine Sekunde Zeit dazu. Dann ist es zu spät.
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Manchmal gehts mit dem Ende langsamer:
Hurt http://www.youtube.com/watch?v=SmVAWKfJ4Go
über Johnny Cash:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Cash
Und manchmal geht´s eben schnell:
Chasing the wind Teil 1:
http://www.youtube.com/watch?v=_gdxJdUMTlk
Teil 2:
http://www.youtube.com/watch?v=zJnMGpUe-sI&mode=related&search=
Teil 3:
http://www.youtube.com/watch?v=Tg_ZPZb5DKQ&mode=related&search=