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glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod????

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Jazhara
Alt 24.11.2004, 21:45   #26
Standard

Original geschrieben von Sasch
Ich bin zwar nicht strenggläubig aber es reicht um an Gott und ein Leben nach dem Tod zu glauben. Wieso sollte es sowas nicht geben? Ich glaube das ich mein Leben nicht so ertragen könnte wie ich es tue wenn ich nicht daran glauben würde...
also ich leb ganz gut ohne den glauben an gott
 
 
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Sasch
Alt 25.11.2004, 09:06   #27
Standard

Original geschrieben von Jazhara


also ich leb ganz gut ohne den glauben an gott
Jedem das seine...
 
 
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Peter Falk
Alt 25.11.2004, 16:21   #28
Standard

Nach dem Tod ist alles wieder wie vor deiner Geburt.
 
 
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Jazhara
Alt 25.11.2004, 20:28   #29
Standard

Original geschrieben von Sasch


Jedem das seine...
ja! sowieso!
 
 
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buscHmÄdL
Alt 25.11.2004, 20:48   #30
Standard

lol..ich würd ma sagen : nö

wozu wär n dann son "Tod" gut ? ich dachte imma alles was unsere persönlichkeit ausmacht is durchs hirn an unseren fleischlichen körper gebunden und wenn der nich mehr is - is halt aus..!?
 
 
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Spax
Alt 18.12.2004, 22:40   #31
Standard

ich glaube nicht daran.Lieber Gott ich will nur in den Himmel.Mehr verlange ich ja nicht
 
 
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Sed!ce
Alt 19.12.2004, 05:30   #32
Standard

ich schliess mich der meinung von Jazhara an!!!
 
 
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hackvresse
Alt 19.12.2004, 14:26   #33
Standard

Nach dem Tod ist alles wieder wie vor deiner Geburt.
Das scheint wohl wirklich die einzig gesicherte Erketniss zu sein
 
 
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Jonaz
Alt 19.12.2004, 18:28   #34
Standard

Vielleicht lebt man ja inner Parallelwelt weiter :-)
ansonsten iss meiner Meinung nach dem Tod endstation
 
 
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Bi-Zar
Alt 19.12.2004, 21:52   #35
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Ich lese grad ein Buch über Bewusstseinsforschung.
Obwohl immer noch vieles ungeklärt ist zeigt die Tendenz doch in Richtugn Entmystifizierung. Früher erklärte man Blitze nicht als elektische Entladungen, sondern als Gotteswerk, so wie man es heute teils noch mit den Empfindungen tut. Aber in 20 Jahren gehört dsa vielleicht der Vergangenheit an. Und wenn dsa Bewusstsein entschlüsselt und als Funktion des Gehirns identifziert ist, dann spricht mehr dafür dass der Tod auch wirklich das Ende ist.
 
 
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Morris
Alt 19.12.2004, 22:40   #36
Standard

Ist eine elektrische Entladung widersprüchlich zum Wirken Indras?
Kann nicht auch der feinstoffliche Geist die grobstoffliche Materie im Gehirn beeinflussen?

Und zum eigentlichen Thema:
Was ist mit den zwar recht wenigen, doch vorhandenen Leuten, die 100 Sprachen sprechen oder als Kinder nie gesehene Personen identifizieren?
Alles schon dagewesen...
 
 
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hackvresse
Alt 20.12.2004, 13:15   #37
Standard

es wird niemals gesichert irgendwas sicher nachgewiesen werden können..findet euch damit ab.


aller glaube - ob an gott oder nicht etc - resultiert doch letztendlich nur aus Ängsten vor dem nicht mehr sein. Wer meint sich damit abgefunden zu haben belügt sich selber meiner Meinung nach. Das kann mir keiner erzählen.
 
 
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Jonaz
Alt 20.12.2004, 21:28   #38
Standard

Hmm die Angst wie früher habe ich nicht mer . Von den Nahtoderfahrungen weiß man ja, dass die meisten Leute wieder zurück wollten, da es so schön war.
über das danach weiß ich nichts :-)
 
 
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Ripper08
Alt 20.12.2004, 23:31   #39
Standard

Wer meint sich damit abgefunden zu haben belügt sich selber meiner Meinung nach.
Ich hab mich damit abgefunden zu sterben. Wieso auch nicht, hab ich denn die Wahl ? Und wenn man an Nichts glaubt dann ist das Leben völlig sinnlos... gut, manch einer sagt vielleicht es macht im Spaß aber sinnlos wär's trotzdem. Soll man sich nur wegen der Verwandschaft am Leben erhalten, weil sie es nicht ertragen könnte, einen zu verlieren ? -Sinnlos, die sterben auch alle einmal !
Ein Atheistisches Weltbild ist Schwachsinn, das ist mir inzwischen klar geworden. Immerhin ist es kein zerstörerischer Glaube -so wie manch anderer- aber so wirklich sinnvoll ist er nicht...


Warum lebt ein Atheist ?
Damit er die Menschheit 'weiterbringen' kann ? Weil er neues Leben zeugen kann ? Was zum Teufel ist der Sinn dahinter ? Die Erde wird irgendwann verrecken, wenn nicht wegen uns dann eben später und die Menschen wirds dann auch nicht mehr geben, wofür dann alles ? Für nichts ? Selbst wenn wir uns auf andere Planeten ausbreiten und wie ne Heuschreckenplage im Universum herumkolonisieren... Am Ende zieht sich das Universum wieder zusammen und wusch... nix mehr da ! Alles was wir zu erreichen geglaubt haben hat sich in nichts aufgelöst. War das alles ? o_O

Ich glaub nicht dran, ich weiß es besser ! Und auch dem halbwegs präsenten Menschen fällt doch wohl auf, dass ALLES was es gibt für irgendwas gut ist. Wieso sollte alles miteinander so fein verknüpft und abgestimmt sein, wenn es am Ende als Gesamtes keinen Sinn ergibt ? -Völlig unlogisch

Und an ein Leben nach dem Tod zu glauben oder wenigstens an etwas 'göttliches' oder lenkendes im entferntesten Sinne zu glauben hat auch nichts mit Fanatismus und Religion und so nem Scheiß zu tun das ist alles abstrus und ohnehin hat jede der Weltreligionen nur ein extrem eingegrenztes Blickfeld, wenn es denn nicht gleich ganz & gar völlig verdreht ist

MfG, Ripper
 
 
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Bi-Zar
Alt 21.12.2004, 00:49   #40
Standard

Um zu später Stunde nicht zu philosophisch zu werden:

Es gibt einfach genug Menschen die garnicht so viel über das Leben nachdenken. Die gehen tagsüber zur Arbeit, haben dann ihre Freizeit in der sie Spaß haben, ihren Partner den sie lieben, ihre Wochenenden an denen sie feiern. Ohne Glauben an Gott kommen sie zurecht, weil sie über die Leere nicht nachdenken.

Wenn ich zulange über die Welt nachdenke, dann bekomme ich auch als Atheist ein sehr pessimistisches Weltbild, dass teilweise dem der Hölle in nichts nachsteht(mal abgesehen von der Ewigkeit der Qualen).

Aber auch wenn ich viel drüber nachdenke bestimmt es mein Leben doch nicht. Ich bin derzeit vom Liebeskummer und vom Studium geplagt, da wärs wohl unklug sich das Leben noch trüber zu machen. Und im Sommer war ich gerne am Strand, manchmal auf ner Party, lebte eifnach nur in den Tag hinein. Nette Zeit das.
 
 
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raffis
Alt 21.12.2004, 16:06   #41
Standard

Odimwe, du solltest dir doch aber auch selbst als Atheist und als wissenschaftlich orientierte Person eingestehen, dass gerade die Wissenschaft von heute, auf welcher sich der Atheismus stützt, in gewissen Bereichen sehr schnelllebig auf der einen Seite, und in gewissen Bereichen unschlüssig auf der anderen Seite ist.
Es werden Theorien aufgestellt, dann wieder verworfen, dann plötzlich spricht man von mehreren Urknällen, dann von etwas anderem, etc.

Ansonsten geb ich dir recht: Menschen, die zwischen Körper und Geist, bzw. zwischen spontaner, momentaner Aktivität und geistiger Aktivität, bzw. zwischen "mit dem Fluss gehen" und "intellektuellem Philosophieren" (um es vereinfacht auszudrücken) keinen Ausgleich haben, die ihr Gewicht deutlich mehr auf den geistigen Pol verlagert haben, die Menschen sind, welche mit dem Philosophieren anfangen, um diese von dir angesprochene "Leere" mit einem Seinsgrund zu füllen.

Deswegen bin ich deiner Meinung: Man sollte seinem ausgeklügelten Intellekt (falls man in intellektueller Hinsicht stark genug ist) die Arbeit etwas abnehmen und mehr auf Aktivitäten setzen, wie z.b. die Strandparty und was du noch alles für Möglichkeiten aufgezählt hast.

Aber Menschen, welche die geistige Kapazität besitzen, geistig tiefgründig zu werden, können diese drängende Frage bzw. diese anscheinende "Leere" nicht ewig vor sich hinschieben, sondern werden sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen.
Der Bauarbeiter, der vielleicht intellektuell nicht mithalten kann, wird sich diese Gedanken gar nicht, oder erst viel später (nach Unmengen praktischer Erfahrung im Leben) machen.
Man könnte also sagen: Intellektuell weniger begabte Menschen haben einen Vorteil, weil sie sich nicht mit solchen Fragen herumschlagen müssen.
Aber vom Standpunkt des intellektuell begabten Menschen ist das meiner Meinung nach ein Stück weit eine Ausrede bzw. eine Flucht vor dem "Geheimnis des Lebens", denn früher oder später wird er sich der Seinsfrage stellen müssen und seine eigene Antwort finden müssen.

Gruss Raffis
 
 
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IVI
Alt 22.12.2004, 13:21   #42
Standard

Ich denk mir, wer sich mit Spiritualität beschäftigt, braucht keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. Wer das kharmische Prinzip verinnerlicht hat, handelt eher "gut" als "böse" (wenn ich das mal eben so schwarz/weiß malen darf ohne jetzt direkt 100kb Beschwerden zu bekommen) und hat den Vorteil, mit seinem Schicksal besser klarzukommen...denn für ihn gibt es keine Ungerechtigkeit.
 
 
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hackvresse
Alt 22.12.2004, 18:24   #43
Standard

Ich denk mir, wer sich mit Spiritualität beschäftigt, braucht keine Angst mehr vor dem Tod zu haben
Meiner Meinung nach beschäftigen sich GERADE die Leute damit, die Angst davor haben. Ich glaube der Begriff Angst ist in diesem Falle auch nicht wirklich richtig...nur es gibt kein anderes Wort dafür. Alle Menschen versuchen irgendwie sich damit abzufinden dass sie sterben werden, keiner findet sich aber damit ab. Es bleibt immer dieses Ungewisse übrig und das wird versucht zu erklären. Die Menschen die sich mit Spiritualitä beschäfigen veruschen dies halt auf eine andere Weise als bspw. Atheisten.

Wer das kharmische Prinzip verinnerlicht hat, handelt eher "gut" als "böse"
Darüber lässt sich streiten..
 
 
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Bi-Zar
Alt 22.12.2004, 18:52   #44
Standard

Tatsächlich gibt es auch im Buddhismus gewisse Ströumgen die längst nicht so liberal und tolerant sind wie man es denn gerne hätte. Was Gewalt angeht ist der Buddhismus allerdings verglichen mit anderen Religionen eine echte Wohltat.

Allerdings lassen sich einige Glaubensinhalte dennoch zum schlechten umdeuten. Die Lehre der Wiedergeburt ermöglichte es einigen Herrschern ihren Untertanen zu sagen, dass diese durch schlechte Taten in vorherigen Leben nun zu einem Leben in Armut bestimmt wären(immerhin besser als der Hinduismus, wo der soziale Aufstieg strikt verboten ist). Ebenso wird auch das Gebot des Nichttötens teils zu konsequent angewandt. Radikaler Pazifismus macht letzlich wehrlos. Abtreibungen sind ebenso durch das Tötungsverbot untersagt. Außerdem ist der Buddhismus nicht sehr liberal was die Sexualität angeht.

Einiges gibt es auch am Buddhismus zu kritisieren(is ja schließlich ne Religion), aber immerhin ist all das im Vergleich zu anderen Religionen noch vertretbar.
 
 
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hackvresse
Alt 22.12.2004, 19:24   #45
Standard

Radikaler Pazifismus macht letzlich wehrlos.
Nicht wenn ihn alle praktizieren

Die Lehre der Wiedergeburt ermöglichte es einigen Herrschern ihren Untertanen zu sagen, dass diese durch schlechte Taten in vorherigen Leben nun zu einem Leben in Armut bestimmt wären
Das ist so sicher nicht. Sie sind zwar dazu vorbestimmt aber können diese Situation auch ändern. Das hat nichts mit Herrschern zu tun..
 
 
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Bi-Zar
Alt 22.12.2004, 19:42   #46
Standard

Original geschrieben von hackvresse
Das ist so sicher nicht. Sie sind zwar dazu vorbestimmt aber können diese Situation auch ändern. Das hat nichts mit Herrschern zu tun..
Hab ich doch geschrieben.
 
 
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hackvresse
Alt 23.12.2004, 00:25   #47
Standard

Dann formuliere demnächst auch so.
 
 
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Alt 23.12.2004, 09:47   #48
Standard

Original geschrieben von Ripper08


Ich meine gut, 'Carpe Diem' - Nutze den Tag. Die Atheisten unter uns haben helt Spaß am Leben und das zählt für sie. Aber irgendwie hat doch das Leben dann keinen wirklichen Sinn.

Ich mein gut, für die Kinder sorgen...
Und dann ? Die sterben auch mal, genau wie deren Kinder und irgendwann wird auch die Menschheit aussterben, denn die Ewigkeit überdauert nichts ! Und was dann ?
Wofür haben wir dann alle gelitten ? Um 'im Nichts' zu schweben ?

Toller Gedanke, was sollte mich denn dann noch daran hindern, selbstmord zu begehen, wenn doch letztendlich alles sinnlos ist ?

Du beantwortest deine Frage ja fast schon selbst oder? Ich glaube auch nicht an Gott und bringe mich nicht um weil ich einfach Spass am Leben habe und auf all das nicht verzichten will was ich momentan habe. Ich hingegen frage mich immer wenn ich den Spruch: Der Mensch lebt um zu Arbeiten oder Ora et Labora (oder wie das heisst) höre, dann frage ich mich wieso man dann noch Leben sollte? 60 Jahre lang immer das selbe : aufstehen,arbeiten,schlafen gehn - um fit für den nexten Tag zu sein dass man sich wieder abrackern kann ... wollt ihr so leben? Was hat man davon? Natürlich kann man jetzt sagen was du nach diesem Leben hast ist viel besser und das wirst du geniessen wenn du dieses Leben dafür opferst - kann mir das irgenwer/irgendwas beweisen bzw versichen etc? Das was ich momentan habe, habe ich - das ist Tatsache und das koste ich lieber aus.
Ich glaube zwar auch, dass es irgendetwas nach dem Leben geben muss aber was das sein soll entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Um kurz was eher unpassendes zu sagen: Ich denke Himmel und Hölle gibt es, da man früher irgendwas brauchte wo man sagen konnte wenn ihr euch nicht an die Regeln haltet kommt ihr da und dahin (in dem Fall eben die Hölle da ja keiner rein wollte und sich somit an die Regeln hielt ... mehr oder weniger eben). Das mit Himmel und Hölle ist eh wiedersprüchlich, da es in der Biebel ja heisst, Gott hat **alle** Menschen gleichgern also wieso sollte er ein paar in die Hölle schicken und andere wiederum nicht wenn doch alle gleich sind ?!
 
 
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raffis
Alt 23.12.2004, 10:31   #49
Standard

" Die Lehre der Wiedergeburt ermöglichte es einigen Herrschern ihren Untertanen zu sagen, dass diese durch schlechte Taten in vorherigen Leben nun zu einem Leben in Armut bestimmt wären(immerhin besser als der Hinduismus, wo der soziale Aufstieg strikt verboten ist)"

Das hinduistische Kastensystem ist bzw. war in der Tat sehr menschenverachtend. Buddha war ja auch derjenige, der sich strikt gegen Kastensysteme, Opferrituale, und dem Anbeten von Gottheiten bzw. dem Akzeptieren auch nur EINER Gottheit auflehnte.
Und das obwohl er in eine indische Familie hineingeboren wurde, welche in der zweithöchsten Kaste vertreten war, und ihm damit einer glorreichen Zukunft nichts im Wege gestanden hätte.
Glücklicherweise sind die heutigen philosophischen Systeme, welche den Hinduismus ausmachen, nicht nach dem Kastensystem orientiert, auch wenn besagtes System noch deutliche Spuren im sozialen Umfeld Indien's hinterlassen hat.

"Radikaler Pazifismus macht letzlich wehrlos."
Hmmm, unter uns, was bspw. Gandhi durchgeführt hat (und dem radikalen Pazifismus mehr als nahe kommt), ist in meinen Augen eine echte "Leistung" und zeigt, dass Pazifismus Menschen mitziehen bzw. Menschen die Augen öffnen kann.

Die Wiedergeburtslehre kann in der Tat von einigen missinterpretiert bzw. missbraucht werden. Jene japanische Untergrund-Organisation, welche (1994?) einen Anschlag auf die Tokyo-U Bahn verübt hatte, war ja auch stark zen-buddhistisch orientiert. In einem Interview sagte ein hoher Krimineller dieser Organisation, dass er jemanden umbringen würde, wenn er wüsste, dass derjenige danach in ein besseres Leben hineingeboren werde. Das grenzt dann, oder ist gar schon religiöser Fanatismus.
Desweiteren darf man nicht die Zen-Mönche Japans vergessen, welche sich während dem 2ten Weltkrieg hinter Hitler stellten.

Ansonsten find ich es schön zu sehen, dass auch heutzutage noch Glauben praktiziert werden können, ohne dass man dafür die Waffen hervornehmen muss.
Denn umso mehr eine Religion auf politischer Ebene erwähnt wird, umso mehr wird sie ihrem Sinn nicht gerecht. Hierfür sind Buddhismus und der Hinduismus in meinen Augen vorbildlich.

Gruss Raffis
 
 
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Bi-Zar
Alt 23.12.2004, 12:24   #50
Standard

Original geschrieben von sid-vicious4019
Der Mensch lebt um zu Arbeiten oder Ora et Labora (oder wie das heisst) höre, dann frage ich mich wieso man dann noch Leben sollte? 60 Jahre lang immer das selbe : aufstehen,arbeiten,schlafen gehn - um fit für den nexten Tag zu sein dass man sich wieder abrackern kann ...
Die calvinistische Idee.

Ora et labora bedeutet: Bete und arbeite!

Laut calvinistischer Prädestinationslehre hat Gott jedem Menschen ein bestimmtes Schicksal zugedacht, dass er immer mehr erfüllt je plichtbewusster diese Person betet und arbeitet. Alles Gute was einer Person wiederfuhr war also gottgewollt, auch wenn andere Menschen drunter leiden mussten. Perfekt für die damaligen Niederländer, die ganz Indonesien ausbeuteten und später dann für die Amerikaner.
 
 
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