Sorry, dass das gleich so viel ist aber ich hoffe ihr lest es trotzdem...
Also, ich habe eigentlich nie so recht an Gott geglaubt wenn ich ehrlich bin... als ich ein kleines Kind war, wurde ich von meiner Großmutter oft zur Bibelstunde geschleift, wo ich mit meiner Kinderbibel die ganzen Geschichten 'verinnerlicht' hab. Aber wenn mich jemand fragt, ob ich damals an Gott geglaubt habe muss ich gestehen, dass ich das wirklich nicht mehr weiß...
In der Grundschule hab ich dann eben immer mitgespielt, einfach der Tradition wegen und hab auf unbequeme Fragen verzichtet. Ich muss auch sagen, dass mich damals das 'warum' allen Seins nicht wirklich interessiert zu haben scheint und mir meine bloße Existenz schon genug zu sein schien. Ich habe meinen Cousin damals auch immer schief angeschaut, als er vorm Mittagessen am Esstisch kurz betete... er war (und ist) nämlich n Arsch und zwar einer von der ganz üblen Sorte. Eigentlich kaum zu beschreiben -Jetzt ist er 18 und wenn ich schon dran denke mit Leuten wie ihm im Straßenverkehr konfrontioert zu werden...
Wie können solche Penner eigentlich gleichzeitig Arschloch sein und doch an Gott glauben ? Wohl das gleiche wie ''Du sollst keine Menschen töten'' und gleichzeitig ''Alle Andersgläubigen müssen missioniert oder ausgerottet werden''
Naja, egal ich schweife ab
So richtig Gedanken über das alles habe ich mir erst bei meiner Konfirmation gemacht und habe dann eher zum Atheismus geneigt.
Begründet darin, dass ich mir mal die Bibel teilweise ein wenig genauer durchgelesen hab und zu der Schlussfolgerund gekommen bin, dass Gott ein ARSCHLOCH sein muss, wenn er denn der ist wie er in dem Buch dargestellt ist...
Dann habe ich wiederum vor rund 1-2 Jahren nochmal über alles insgesamt nachgedacht und musste meinen Atheistischen Glauben nochmals gründlich über den Haufen werfen und alles neu einordnen...
Mir wurde irgendwie bewusst, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, und eben auch die Wiedergeburt und dass ich tief in meinem Inneren immer daran glaubte und genau das der Grund war, warum ich auf Beerdigungen nie weite oder großartig schlecht drauf war...
Man darf sich das eigentlich nicht wie eine langsame 'besinnung' vorstellen sondern eine ganz plötzliche, die einfach dadurch kam dass ich zum ersten Mal wirklich versucht habe, alles vollkommen als Aussenstehender zu betrachten und nicht mehr in die Schulbalden 'gut & böse' zu ordnen und das ging wirklich sehr weit. Ich habe mich zu der Zeit auch viel mit Hitler und der Geschichte besonders um den 2 WK beschäftigt. Mich hat dieser Mensch äußerst fasziniert (nicht falsch zu verstehen), was mich an Menschen wie ihm und Stalin fasziniert hat war die Tatsache, dass sie auf der einen Seite mutwillig abermillionen Menschen brutalst vernichten und ein Terrorregime an der Stange halten aber auf der anderen Seite völlig normale Menschen sind und keine zwielichtigen Psychopaten wie man sie sich vorstellen würde!
Hitler war z.B. Kunstmaler und er war äußerst gut besonders bei archetektonischen Kunstbauten, er hat seine Familie und andere Menschen geliebt und geachtet aber auf der Anderen Seite war er der kalkulierende Massenmörder. Dieses Phänomen hat mich beschäftigt und als ich darüber stieß, dass er versuchte die christliche Kirche 'auszulöschen' bzw. langsam zu verweichlichen wurde mir klar, dass dieser Mensch eigentlich nur so gehandelt haben kann, wenn er an die Wiedergeburt glaubte...
Naja, soviel zu dem seltsamen Mann. Als ich lernte, die Welt als ein Aussenstehender zu betrachten -oder eigentlich falsch- viel eher alles so zu betrachten, dass ich ein kleiner Teil des ganzen hier bin aber alles wiederum in mir ist und alles was existiert eine gemeinsame Quelle hat;
Da habe ich auch gelernt auf meine eigene Intuition zu hören. Denn Gefühle und Sinne lassen sich täuschen aber das einzige was von nichts auf der Welt beeinflusst werden kann ist die Intuition -oder besser noch: Das, was einem die Seele zuflüstert-. Diese kleine 'Stimme' im Hinterkopf, die dir sagt ob du einem Menschen vertrauen solltest oder nicht, die dich vor Unheil bewahrt und die dir sehr helfen kann, wenn du nicht mehr weiter weißt...
Du horchst in dich hinein, hörst dir selbst zu und zwar nicht deinem Gehirn sondern dem Flüstern dahiner, das dir sagt -tus nicht !-. Darauf höre ich... nicht etwa auf Gesetze oder Moral, sondern nur darauf und ich muss ehrlich sagen, dass sie mich noch nie im Stich gelassen hat...
Zeitgleich wurden mir noch viele andere Dinge -auch durch Literatur- bewusst, wie z.B. dass es keinen puren Zufall gibt (und geben kann) sondern alles gelenkt wird. Ich wusste garnicht, wie ich so blind sein konnte, dies zu übersehen wo doch eigentlich schon allein meine Existenz (Gesundheitsbedingt) das totale 'Wunder' darstellt...
Und viele, viele weitere ''unglaublichen Zufälle'' haben mich darin bekräftigt, dass es Zufall einfach nicht gibt !
Und ich 'wusste' eigentlich auch schon immer tief in mir, dass es Gott eben doch gibt nur eben anders als in der Bibel und dass der Mensch Fähigkeiten besitzt, die er leider verloren hat, jedoch durchaus wiedererwerben kann und noch einiges mehr...
Mit dem Verständnis dass wir alle nicht nur aus der 'Quelle' Gott kommen sondern eigentlich selber Teil Gottes sind, wird jedwedes huldigen und beten und sonstiger Mist völlig sinnlos.
Wir sind meiner Vermutung nach auf der Erde um einen Sinn zu erfüllen... wir geben uns hier einer völligen Illusion hin, die eigentlich nichts anderes ist als ein 'isoliertes' Experiment, nur ein Versuch indem es gilt etwas zu entdecken und zu ergründen. Etwas was der unpersönliche Gott nicht besitzt und nicht besitzen kann...
Die Liebe (hört sich jetzt etwas kitschig an). Denn ich glaube wenn man sich all das ansieht, was Gott aus sich heraus geschaffen hat und zu dem wir als Teil von ihm geschickt worden (oder freiwillig gegangen ?) sind kann ich beim besten Willen keine Liebe entdecken.
Deswegen womöglich dieser ganze unerträgliche Mist hier ! Wir sollen für ihn herausfinden, was das für ein Gefühl ist und damit ist nicht nur die geschlechtliche Liebe gemeint sondern genauso auch die Nächstenliebe !
Das ist das, woran ich glaube und womit die Welt sehr schnell wieder genesen würde insofern DAS alle akzeptieren könnten und danach handeln würden...
Doch man sollte eben bei sich selbst anfangen und das ist für mich schonmal der schwierigste Schritt ! Viele wollten die Welt verbessern aber sind alle daran gescheitert, weil sie vielleicht besser damit begonnen hätten selbst ein 'besserer Mensch' zu sein, einer der an alle denkt, statt immer nur an sich selbst...
Es ist sehr schwer, diesen Glauben zu leben, das gebe ich zu aber dafür bin ich umso stolzer auf mich selbst, wenn ich es mal geschafft habe irgendweine schlechte Gewohnheit von mir auszumerzen, oder einen sonstigen Schritt richtung 'besserer Mensch' geschafft habe !
MfG, euer zur Weltverbesserung strebender Ripper
