Zitat von Fränze: Zitat von sailor
Wir wissen doch alle, dass Gott das Gebet von Sündern nicht hört. Er hört nur auf die, die ihn ehren und seinen Willen befolgen.
Auch das wieder so eine Ketzerei, da wir doch alle wissen, dass Gott voller Gnade ist und gerade Gebete von Sündern hört, was die Sache mit dem verlorenen Sohn beweist.
Das ist biblische Aussage (Joh 9,31). Belegt durch viele weitere Stellen im Textzusammenhang der Bibel (z.B.: Psalm 66,18; Jesaja 1,15; Jakobus 4,3; Psalm 145,19; Sprüche 15,29; 1.Petrus 3,12) , und Tatsache.
Was beweist die Sache mit dem verlorenen Sohn? Dort betet nicht ein Sünder zu Gott und er erhört ihn, sondern ein Sohn entfernt sich von seinem Vater (im Gleichnis steht der Vater für Gott, der Sohn für einen Menschen) und er findet trotz seiner Schuld -und nachdem er alles verloren hat, sich seine eigene Stärke in Bruchstücke aufgelöst hat-, zu seinem Vater (also Gott) zurück. Dieser stösst ihn aber nicht etwa von sich, oder lässt ihn nicht mehr teilhaben an allem, sondern er liebt ihn sehr und freut sich überschwenglich, daß sein (verlorener) Sohn zu ihm zurückgekehrt ist.
Genauso geht es einem jeden Menschen bei Gott, der seine Fehler (Sünden, Bosheiten) einsieht, zu Gott kommt und ihn um Vergebung bittet, mit dem festen Willen, sich von jetzt an zu ändern. Das ist die Botschaft, die Jesus mit diesem Gleichnis uns vermittelt.
Gott lässt uns die Freiheit zu eigenem Willen und Handeln, er lässt uns auch erkennen, wohin dieses Handeln führt, und er lässt uns die Wahl: Einsichtig und reumütig (war der Sohn, lese Lukas 15,18-20) zu ihm zu kommen, oder weiter auf eigene Stärke und Stolz zu bauen und letztlich endgültig verloren zu gehen, auch für alles in Gottes Gericht verurteilt zu werden. (Matthäus 25,31-46). Jesus sagt uns mit diesem Gleichnis: So ist Gott, wie dieser Vater! Jesus war in seinem Handeln nicht anders, durch sein Handeln hat er uns ebenso gezeigt, wie Gott ist.
Noch etwas: Gott erhört solche Gebete, die in Wahrheit darauf abzielen, von seinem alten (sündigen) Leben zu lassen. Wenn wir ihn deshalb bitten, weil wir uns ändern wollen. Wenn dies durch seinen Sohn (Jesus Christus) oder in seinem Namen geschieht. Der Weg zu ihm ist also nicht verbarrikadiert (im Gegenteil, er ist durch Jesus eröffnet, er hat uns auch den Weg gezeigt), aber er ist doch solchen gegenüber verschlossen, die beharrlich weiter sündigen, und meinen, dies nicht tun zu müssen. Beichte beim Pastor wird dann rein gar nichts helfen, und jegliches Kirchengerenne am Sonntag ist schlicht sinnlos. Von solchen Sündern sprach auch der Blindgeborene, der von Jesus geheilt wurde, in obigem Zitat (Johannes 9,30-33). Und von diesen (Sündern) gibt es leider sehr viele.
Sailor