bevor ich mit dem religionszeug anfang noch kurz was zum thema ausserirdische:
1. es ist bewiesen, dass es mehr sterne am himmel gibt als sand am meer (ehrlich!!!). da muss irgendwo noch anderes intelligentes leben sein, aber wenn wir das näher ausdiskutieren wollen, dann bitte in nem anderen thread
2. der beste beweis dafür, dass es irgendwo da draussen intelligentes leben geben muss, ist die tatsache, dass bisher noch niemand versucht hat, mit uns menschen kontakt aufzunehmen! (fun)
aber jetzt zurück zum thema:
ich glaube auch nicht an gott und erst recht nicht an die kirche. bin agnostiker, wahrscheinlich sogar eher atheist.
Auch an keine sonstige höhere instanz, denn ich denke, wenn es so was wirklich gäbe, ist es garantiert kein „Guter Gott“ und darum auch nicht wert, dass man daran glaubt.
Die 10 gebote waren vielleicht mal ganz sinnvoll, sind aber absolut veraltet und haben in der heutigen zeit und in ihrer jetzigen form keinen sinn mehr!
Bin auch getauft und konfirmiert und so, kann dazu aber nur eines sagen: „Ich war jung und brauchte das Geld!“ Zum Beispiel damals für einen neuen Rechner *g*.
Bin der Ansicht, dass man die sogenannten christlichen Werte auch leben kann, ohne Christ zu sein oder an irgendeinen Gott zu glauben.
Und ansonsten halte ich den Glauben an eine bestimmte Religion in erster Linie mal für eine Einschränkung meines freien Denkens und eine Einengung, besonders in philosophischer Hinsicht.
Hier mal noch ein paar Zitate dazu, die Meine Meinung momentan ganz gut wiederspiegeln:
Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerdern.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)
Je mehr Licht man in die Kirchengeschichte bringt, desto dunkler wird's.
(Heinrich Wiesner, dt. Aphoristiker, 1925-)
'Ich flehe euch an, meine jungen Freunde: Bringt nicht eure unsterblichen Seelen durch ein Vergnügen in Gefahr, das, wie man mir glaubhaft versichert, nicht länger als eindreiviertel Minuten dauert.'
(Aus einer Predigt eines Geistlichen vor Studenten in Oxford) so genial!!!, vor allem, wenn man sieht, wer das gesagt hat
Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph und Sozialkritiker, 1872-1970)
Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des
Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.
(Spinoza, Theologisch-politisches Trakat 14)
Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.
(Rudolf von Delius)
Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben.
(Nietzsche (1844-1900), Menschliches, Allzumenschliches)
Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so hilflos, daß er nicht von sich aus Seelen für sich gewinnen könnte? Religion ist immer die persönliche Angelegenheit jedes einzelnen.
(Mahatma Gandhi, ind. Politiker u. Reformator, 1869-1948)
Der Atheismus ist eine Form der Religion, vielleicht sogar der echten.
(Hans F. Geyer)
Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
(Epikur, grich. Phil., 341-270 v.Chr.)
Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.
(Bertrand Russell, engl. Phil., 1872-1970, 'Warum ich kein Christ bin')
Der Atheist ist das größte Kompliment, das Gott sich selbst zollt:
Er schafft ein Wesen, das stark genug ist, von ihm abzusehen.
(Ernst Wilhelm Eschmann, dt. Schriftst., 1904-)
Auch Götter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt.
(Jean Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)
Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist.
(Bertrand Russell, engl. Phil., 1872-1970, Autobiographie)
Was die Welt braucht, ist nicht ein Dogma, sondern eine Bejahung der wissenschaftlichen Forschung zusammen mit dem Glauben, daß die Qualen von Millionen nicht wünschenswert sind, ob sie nun von Stalin oder einer Gottheit, die
sich der Gläubige als sein Ebenbild vorstellt, verhängt werden.
(Bertrand Russell, engl. Phil., Religion und Moral)
Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern durch die Beweggründe seiner gewöhnlichen Handlungen festgestellt werden.
(George Bernard Shaw, ir. Dramatiker, 1856-1950)
Es ist üblich geworden, immer dann, wenn die Haltung der offiziellen katholischen Kirche in Deutschland während der Nazizeit angezweifelt wird, die Namen der Männer und Frauen zu zitieren, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen gelitten haben und hingerichtet worden sind. Aber jene Männer, Prälat Lichtenberg, Pater Delp und die vielen anderen, sie handelten nicht auf kirchlichen Befehl, sondern ihre Instanz war eine andere, deren Namen auszusprechen heute schon verdächtig geworden ist: das Gewissen.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-)
Gott ist tot.
(Fr. Nietzsche, dt. Ph¡losoph, 1844-1900)
Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.
(Charles-Lois Baron de Montesquieu, fr. Philosoph, 1689-1755)
Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes.
(Friedrich von Schiller)
Atheismus ist ein notwendiger Protest gegen die Gottlosigkeit der Kirchen und die Enge ihrer Dogmen. Gott benutzt ihn als Stein um diese beschmutzten Kartenhäuser zu zerstören.
(Sri Aurobido, ind.-engl. Philosoph u. Mystiker, 1872-1950)
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
(L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage steht.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Phil., 1875-1965)
Glaubt ihr denn, daß der liebe Gott katholisch ist?
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller u. Physiker, 1742-1799)
Nackt duschen widerspricht katholischer Moral.
(Generalkirchenvikariat Köln)
Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)
Ich verteidige den Atheismus als die notwendige und selbstverständliche Form menschlicher Intelligenz.
(Max Bense, Professor der Philosophie und Wissenschaftstheorie)
Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zzu geben, heißt ihren Schöpfe beleidigen.
(Rousseau, Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars)
Er ist ein heller Geist und also ungläubig.
(Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre III, 15)
Das Wort Gottesdienst sollte verlegt und nicht mehr vom Kirchengehen, sondern bloß von guten Handlungen gebraucht werden.
(G. Lichtenberg, dt. Physiker, 1742-1799, Moralische Bemerkungen)
Wer Gott definiert, ist schon Atheist.
(Oswald Spengler, dt. Geschichtsphil., 1880-1936, Gedanken, Von der Religion)
Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.
(Charles Baudelaire, 1821-1867)
In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 179-1856, Aphorismen und Fragmente)
Der Volksmund sagt: Religion ist Opium für das Volk. Das ist irreführend. Opium ist eine bewußtseinserweiternde Droge.
(Volker Pißpers)
Dieser Gott von dem so viel die Rede ist _ wo ist denn seine Gerechtigkeit, wo ist seine Güte? Gefällt es ihm,Sterbende in seinem Namen verfolgt zu sehen, lacht er über seine wichtigtuerischen Priester, ist er zufrieden wenn Menschen tot umfallen, während sie Steine für seineTempel meisseln, dieser verdrehte kleine Gott, der mit duldendem Gesichtsausdruck an einem Kreuze stirbt...?
Die Kirche lehrt uns, in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Jesu Christi zu sehen Ich hingegen sehe in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Unzähliger, die im Namen des Kreuzes ihr Leben lassen mussten: Sei es durch das Feuer des Scheiterhaufens, durch die Hand der Folterknechte oder durch sogenannte 'heilige Kriege'.
(Markus Gansel)
so, das waren jetzt doch ziemlich viele und respekt an all diejenigen, die bis hierher mitgelesen haben. Aber wenn wir schon beim thema sind, wollte ich die auch loswerden, sind echt ein paar gute Gedanken dabei. Ich hoffe, es waren auch für euch ein paar interessante dabei.
Ciao
kritzi