Ursprünglich waren wir beim Thema Homosexualität.
Wir sind in unserer Diskussion etwas abgewichen und bei Gottes Gesetz gelandet.
Heute wird gerne eine Bibelstelle aus dem Neuen Testament zitiert, in der es heißt: "...
aber <da> wir wissen, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus..."
Was aber bedeutet das und in welcher Bedeutung steht es in Bezug auf die Worte von Jesus Christus, in denen es heißt:
"...nicht ein Punkt oder Komma vom Gesetz vergeht. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen." (Mt 5,17-18) An anderer Stelle heißt es auch: "ihr seid nicht mehr unter dem Gesetz..." (Röm 6,14) Was also hat das zu bedeuten? Ein Widerspruch?
Für alle, die eine interessante und entscheidende Frage bewegt, die einerseits scheinbar die Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage stellt und andererseits bei vielen Kirchen für Uneinigkeit sorgt, könnte es interessant werden.
Ich füge dann die alten Beiträge aus dem Thread
Homosexualität und Gott - die Aussagen der Bibel hier ein.
Von Michaelg:
Sehr viel zutreffender und vor allem auch in Beziehung zur Gesamtheit der christlichen Logik finde ich das Ergebnis folgender Analyse:
Homosexualität und Gott
Es werden hier die absolut wichtigen Fragen aufgeworfen:
-Um wen geht es eigentlich?
-Und um was?
-in welchem Kontext?
Es wird eine sehr wichtige Entscheidung gemacht, aber lest ruhig selbst.
Ich werde daraus jetzt nicht weiter zitieren oder Dinge hinzufügen, weil ich mit dem komplett einverstanden bin.
In diesem Sinne,
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet Von Sailor:
@michaelg
Ich bringe mal einen Auszug aus Deinem Text, mit dem Du so einverstanden bist:
Zitat:
Es geht hier, im ersten Kapitel des Römerbriefes, also nicht um Christen, sondern um Menschen, die nicht an Gott glauben und tun was sie wollen. Es geht hier nicht um Christen - egal, ob sie homo- oder heterosexuell sind.
Nun ist es aber so, dass es homosexuelle Christen gibt. In vielen christlichen Gemeinden ist dies zwar undenkbar, aber es gibt tatsächlich Christen, die auch homosexuell sind. Was ist nun mit Christen, die schwul oder lesbisch sind?....
....Es geht in Römer 1 um Abgötterei, um Vergötterung von Sexualität, die auch in homosexuellen Geschlechtsverkehr zum Ausdruck kam. Es geht nicht um eine ganz normale Liebesbeziehung zwischen zwei lesbischen oder zwei schwulen Christen.
Die Autorin stellt hier krasse Behauptungen auf, wirklich krass. Mit dem Wort Gottes hat es nichts, aber auch gar nichts mehr gemeinsam. Ich will Dir erläutern, warum:
Mt 12,50
"Denn wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."
Mt 7,21
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist."
Wenn also jemand
nicht den Willen Gottes tut und demnach auch
kein Bruder oder Schwester von Christus ist, und
nicht ins Himmelreich kommt, was soll er dann sein? Christ? Ganz sicher nicht, denn Christus tat den Willen Gottes allezeit.
Was aber ist der Wille Gottes? Daß schwule schwul und heterosexuelle heterosexuell sind?
3Mo 18,22 "Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel." 3Mo 20,13 "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen." Das sind Gottes Worte und
das ist sein Wille. Jesus sagt uns ganz klar und deutlich, daß diese Worte Gottes
gültig sind:
Mt 5,17-18
Meint nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (-->vgl.
Lk 16,17; Mt 3,15)
Jak 1,17
"Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten." (-->vgl. Mal 3,6; Jes 46,4; 4.Mo 23,19)
Jesus erklärt das Gesetz für gültig und Gott verändert sich nicht. Es bleibt also dabei: Wer Homosexualität praktiziert, tut
nicht den Willen Gottes.
Wer aber nicht den Willen Gottes tut, ist weder der Bruder oder die Schwester von Jesus Christus
noch kommt er ins Himmelreich (obige Worte!)
Wenn Gott hier in 3.Mose 20 vom Sterben spricht, dann meint er den sogenannten
"zweiten Tod", die Hölle (
Offb 21,8; 20,10; Mt 25,41), da wir alle in mehr oder weniger gehobenem Alter sterben. Was aber nach dem ersten Tod und dem Gericht folgt, ist eine ewige Qual für alle, die diese Worte verwerfen (vgl auch Hes 18,4) und nicht annehmen.
Zitat:
In diesem Sinne, Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet
So ist es. Sage ich nach dem Wort Gottes die Wahrheit, wenn ich mich zu diesem konkreten Fall
allgemein zur Homosexualität auf Gottes eigene Worte (3.Mo 20,13) beziehe, oder nicht?
Die genannten Worte beziehen sich auf den Fall, wo ich nichts konkretes über einen Menschen weiß, ihn nicht wirklich beurteilen kann (wozu ich als Mensch nie in der Lage bin), und dann ein Urteil
über ihn persönlich fälle. Denn ich kenne ja nicht seine Gesinnung, sein Denken, seine Motive.
Wenn ich also beispielsweise zu irgendeiner Person (ob homosexuell oder nicht) sage:
"Du kommst in die Hölle!" oder
"Der hat das Todesurteil verdient.", dann richte ich.
Es geht also um die persönliche endgültige Zusage zu einer konkreten Person. Spreche ich allgemein über den Fall einer konkreten Sünde, dann kann ich durchaus sagen, daß wer diese Sünde bewußt tut, er sich damit die ewige Qual einhandelt,
wenn er sich nicht ändert. Wenn ich das aus dem Wort Gottes weiß.
Gott wird nach diesen (seinen eigenen) Worten richten, etwa auch:
Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, 21 Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorher sagte, daß die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
Galater 5,19-21
Ich möchte betonen, daß ich geschrieben hatte:
"
Es ist deshalb keinesfalls richtig, Homosexuelle auszugrenzen, zu beschimpfen, zu verprügeln, und was da sonst noch alles geschieht, im Gegenteil. Genauso falsch ist es aber, die Homosexualität als etwas normales darzustellen und es gut zu heißen. Wer dies tut, der hilft dem Betroffenen nur oberflächlich, schmeichelt ihm/ihr, doch er hilft nicht wirklich, sondern im Gegenteil."
Wer dies tut, der sorgt dafür, daß der Betroffene (oder andere, mit welcher Form von Unzucht auch immer) ihre Sünden vor Gott
nicht erkennen und in der Folge
nicht umkehren und sich
nicht ändern und
gerettet werden.
Genau das ist aber die Absicht Gottes, uns auf diese Weise zu erretten. Deshalb handelt die Interpretin Deines aufgeführten Textes Gott
zuwider.
http://www.biblegateway.com/passage/...28;&version=54; ----> Genau davon spricht Gott, die innere Reinigung vom "ES", dem Ego, der Selbstsucht: Durch seinen heiligen Geist. Dazu gehört auch die Homosexualität. Er reinigt uns von der Sünde und gibt uns ein NEUES HERZ. Ein Herz, das für ihn schlägt und gerne sein Gesetz tut. Aus Liebe.
So hat auch Petrus gepredigt. Er sprach nie "
Jesus hat die Sünden abgewaschen, deshalb könnt ihr so weitermachen, es wird alles gut." NEIN.
Als er zu den Menschen sprach, passierte folgendes:
37 "
Als sie aber <das> hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder?
38
Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße....und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden!..." D.h. Kehrt um!, ändert Euch! Fangt ein Neues Leben an!
(Apg 2,37-38 vgl. Apg 3,19)
und Petrus sagte:
"Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden."
(Apg 2,21)
Das ist der Name des HERRN
Jesus Christus, den wir anrufen können, um errettet zu werden. Wir können ihn bitten, wir müssen es nur von ganzem Herzen tun. Dann werden wir errettet.
http://www.youtube.com/watch?v=5-UDWk6e_aE http://www.youtube.com/watch?v=RfHTk3sGcyY
Ich gebe Dir einen guten Rat, Michael...wenn Du ihn annehmen willst. Pass auf, was Dir andere als die Wahrheit verkaufen wollen!
Auch mich hat man -gerade von theologischer Seite- schon genug für dumm verkauft. Bis ich angefangen habe, selbst in der Bibel zu lesen.
Von baedr:
Zitat:
Gott verändert sich nicht.
Doch. Im alten Testament war Gott eher rachsüchtig und bestrafend, und im neuen Testament war er gütig und gnädig... Man könnte meinen, das liegt daran, dass die Bücher zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben wurden, aber wahrscheinlich hatte Gott nur eine schlechte Phase. Gott ist auch Morgens immer gut drauf, was sich dadurch äußert, dass es morgens nie Blitzt und donnert. Außerdem findet er Gefallen am Versteckspiel, das war früher auch nicht so.
Aber nochmal meine Frage von vorhin:
Warum sorgt Gott dafür, dass ca. 10% "seiner" Menschen homosexuell sind? Er schickt sie damit fast alle von vorn herein in die Hölle.
Von michaelg:
Das mit der Änderung Gottes ist eine Gratwanderung, gewiss. Um das zu zeigen werde ich einmal, nicht ganz ernsthaft, ein Gegenargument dazu zu bringen
Mt 12,50
"Denn wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."
Mt 7,21
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist."
auf Levitikus zu beziehen, gar auf alles.
Zitat:
Zitat von sailor
Das sind Gottes Worte und das ist sein Wille. Jesus sagt uns ganz klar und deutlich, daß diese Worte Gottes gültig sind:
Wenn du in Bezug auf die Worte des Herrn Jesus Christus sagst, nur wer treu ist, und hier durchaus mal gesetzestreu, denn es wurde ja ganz klar Lev 20, 13 genannt, der wird ins neue Reich kommen. Sollten wir denn nicht alle Judenchristen sein?
Für mich als Christen sind maßgeblich die Worte des Herrn, Jesus Christus. Levitikus ist unzweifelbar das Wort des Herrn. Aber wie steht es mit der Gültigkeit für Christen?
Nach den beiden schon genannten Stellen aus Matthäus soll das gültig sein. Dann sind wir aber wieder bei der Frage, was ist mit dem Rest aus den Büchern Mose? Das kann es nicht sein.
Zitat:
Zitat von sailor
Mt 5,17-18
Meint nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (-->vgl. Lk 16,17; Mt 3,15)
Was folgt dem denn nach, ab Vers 21?
Da sind also doch ein paar "Änderungen" oder zumindest etwas neues. Paulus hat sich doch sehr mit der Frage von Jesu und altem Gesetz auseinandergesetzt:
Die Schrift aber hat es zuvor gesehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht; darum verkündigte sie dem Abraham: "In dir sollen alle Heiden gesegnet werden."
Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: "Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue." Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn "der Gerechte wird seines Glaubens leben." Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern "der Mensch, der es tut, wird dadurch leben." Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!") (Gal 3, 8-13) Von sailor:
Michael, Du hakst genau an der Stelle, die auch immer wieder so in der lutherischen Kirche verkündet wird. Es ist dort eine typische Theologie.
Lese bitte nochmal gründlich nach:
http://www.biblegateway.com/passage/...28;&version=54;
Wovon spricht Gott da? Er spricht davon, daß er unser Herz verändern will richtig? Er will uns ein
neues Herz schaffen. Des weiteren steht dort:
"...und ich werde machen, daß ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut."
Dafür gibt er uns ein Neues Herz, damit wir diese Ordnungen und Rechtsbestimmungen (sein Gesetz) in Zukunft
halten können, was uns zuvor
nicht möglich war.
Es war uns nicht möglich, weil das Gesetz als Zwang betrachtet wurde: "Du sollst...", es entsprach nicht unserem eigenen Willen.
Gott aber möchte mit der Sünde in die wir uns alle verstrickt haben (dazu diente das Gesetz auch, die Sünde zu definieren und damit erst als schlimm zu kennzeichnen) , der darauffolgenden Erkenntnis unserer Verlorenheit, und der anschließenden Vergebung bewirken, daß wir Dankbarkeit empfinden.
Er möchte, daß wir uns wegen dieses selbstlosen Opfers von Jesus Christus aus Dankbarkeit zu ihm hinwenden.
Wer tiefe Dankbarkeit über Gottes Handeln empfindet, der kann ihn auch wirklich lieben.
Wer Dankbarkeit empfindet, der wird dazu in die Lage versetzt, Gottes Gesetz
nicht mehr aus Zwang zu tun, sondern aus Dankbarkeit und Liebe. Genau das meinen die genannten Verse aus Hesekiel 36. Die gleiche Prophetie ist übrigens noch häufiger in der Bibel zu finden, sie wird immer wieder erwähnt. Hast Du eine Computerbibel? Das kann ich Dir sehr empfehlen, mit Stichwortsuche.
Ansonsten würde das den erwähnten Aussagen Jesu vollkommen widersprechen, denn er spricht ganz eindeutig davon, daß "
nicht ein Tüpfelchen, Punk oder Komma vom Gesetz vergeht", und daß er nichts davon auflösen will.
Wir haben nur ein Gesetz zu halten, das aus zwei Geboten besteht: Gott zu lieben und die Mitmenschen zu lieben wie uns selbst.
In diesen zwei Geboten ist alles andere
zusammengefasst.
Wir können Gott aber nur lieben, wenn wir ihn auch ernstnehmen und uns an sein Gesetz halten. Genauso hat es Christus getan. Deshalb hat er sich sogar taufen lassen, obwohl er doch vollkommen ohne Sünde war. Er hat nur dort anders gehandelt, wo das Gesetz Gottes falsch interpretiert (da sind wir wieder beim verdrehen) wurde und dementsprechend gelehrt wurde. Beispielsweise sollten die Leute am Sabbat niemandem helfen, obwohl doch das höchste Gebot (das höchste!) sagt, daß wir unseren Nächsten lieben sollen.
Also wie sollte man dann sagen
"Du quälst dich? Pech gehabt, heute ist Sabbat?" Das war eine klare Fehlinterpretation und damit hat Jesus aufgeräumt, deshalb sagte er:
"...ich bin nicht gekommen aufzulösen
, sondern zu erfüllen." Also, wie gesagt: Gesetz ja, aber von Herzen. Das ist der Unterschied zu früher.
Wenn wir also Menschen helfen wollen, dann können wir ihnen nicht sagen "Es ist schon alles gut" , sondern wir müssen sie zu Erkenntnis ihrer Schuld führen. Denn genau
das ist das Problem. Wenn wir diese Schuld nicht erkennen, bereuen und umkehren, dann sind wir verloren!
Daran ändert auch der Tod Jesu nichts oder irgendeine "Säuglingstaufe".
Christus ist für alle die gestorben,
die auf ihn hören, an ihn glauben. Glaube bedeutet aber Vertrauen und Vertrauen bedeutet, daß ich auch Vertrauen zu Gott und seinem Wort habe (das Jesus verkündete) Wenn ich dazu Vertrauen habe,
dann tue ich, was Gott sagt und handle danach.
Er sagt aber: "
Tut Buße (Kehrt um!!!) und fangt ein neues Leben an!"
Darauf stösst Du neben den Evangelien und der Apostelgeschichte auch in Hesekiel immer wieder (etwa Kapitel 18 und 33)
Es ist der allergrösste Betrug, zu behaupten, Jesus sei für uns gestorben und hat die Sünde fortgeschafft und wir können so weitermachen. Schließlich seien wir arme Sünder und es müsste so bleiben, weil unabänderbar. Genau das ist die Theologie der lutherischen Kirche.
Selbstverständlich ist Jesus für uns gestorben! Aber er ist für uns gestorben,
damit wir die Chance haben, ernsthaft zu bereuen und zu Gott umzukehren und wir dann -wirksam durch sein Opfer- die Vergebung erhalten. In der Folge soll dann die Taufe erfolgen, in der das Gewissen rein gewaschen wird. Welchen Sinn hätte das als Säugling gehabt, wenn wir unser Gewissen danach wieder voll Schuld laden?
Hinterfrage Michael, und lese selbst nach!
Von michaelg:
sailor, wo genau hakt mein Gedanke da, oder eben auch die das lutheranische Verständnis? Geht es um die Differenzierung zum jüdischem?
Zu Ezechiel, gleiches Kapitel: nicht nur Vers 28, das ganze Kapitel, mehr noch das ganze Buch ist lässt sich schwer auf das Problem der Einhaltung alttestamentlicher Gesetze durch zeitgenössische Christen beziehen. Vers 26 für sich alleine zwar sehr, aber zu wem spricht Gott da?
Vers 28 beispielsweise zeigt doch sehr deutlich worum es da geht, Gott spricht zu seinem Volk Israel.
Zitat:
Zitat von sailor
Wir haben nur ein Gesetz zu halten, das aus zwei Geboten besteht: Gott zu lieben und die Mitmenschen zu lieben wie uns selbst.
In diesen zwei Geboten ist alles andere zusammengefasst.
Sehr richtig.
Zitat:
Zitat von sailor
Also, wie gesagt: Gesetz ja, aber von Herzen. Das ist der Unterschied zu früher
Also Erfüllung des Gesetzes, ohne Auflösung auch nur einer klitzekleinen Sache. Eben von Herzem. Das darf auch gerne so genannt werden. Wie ist es denn mit Mat 5,38-39 oder gar Vers 44 ? Auch eine Korrektur von Fehlinterpretationen? Möchte ich gerne so erkennen, aber hier wird nicht ergänz, erfüllt, neuinterpretiert, hier wird eine
komplett neue Handlungsanweisung gegeben. Jesus weist an, im Widerspruch zu Exodus Kapitel 21 zu handeln.
Ich verweise erneut auf den Galater Brief:
Aber da ich sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen öffentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du denn die Heiden, jüdisch zu leben? Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden; doch weil wir wissen, daß der Mensch _durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum_, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzeswerke wird kein Fleisch gerecht.
Gal 2, 14-16
Denke auch an Röm 8, 3-4
Hier möge man sicher einwänden: Aber Christus sagt doch, er ist nicht gekommen das Gesetz aufzulösen. Und mehr noch: man solle weiter dem Gesetz folgen.
Dies zu tun kann aber nicht dem Glaube an Christus entsprechen. Der Glaube an Christus ist durch das wichtigste Gebot definiert, du hast es schon erwähnt.
... worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist dass Levitikus exklusiv jüdisch ist resp. sein kann. Jesus hat hat zu Juden gesprochen, wenn er über die Gesetze sprach. Wir - für uns jetzt heute - können alles, was Jesus zu Gehorsam, Wille des Vaters und Gesetzen komplett sagt nur dann anwenden, wenn wir das ganze alte Testament für uns als wirksam erachten.
Es gibt so viele Stellen im neuen Testament, die das Gesetz bejahen und hervorheben (z.B. Mt 5,19; Lk 16,17; Offb 12,17; Röm 7,12). Wenn wir das für uns als Grundlage nehmen, wie aber umgehen mit Apg 15?
Von Sailor: