[...]zum Nachdenken gebracht, was eigentlich eine Frau ausmacht. Fangen wir erst mal ganz breit an.
Ist eine Frau jemand, der Röcke trägt?
Nein,
da wird schon mal nichts draus.
Bei langen Haaren (Indianerhäuptling?), Schmuck (Zuhälter?), Schminke (Kabuki-Schauspieler?), langen Fingernägeln (Mandarin?) kommen wir auch nicht weiter.
Dann also funktional: Eine Frau ist jemand, der Kinder gebären kann? Nein, es gibt genug solche, die das aus den verschiedensten Gründen nicht können.
Werden wir anatomisch: Sind primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale eindeutige Indikatoren? Wohl nicht, denn sonst verlören Frauen, denen diese entfernt werden müssen, damit ihre Geschlechtszugehörigkeit. Das tun sie in zumindest in unserer Gesellschaft zum Glück nicht.
Kommen wir mit Chromosomen weiter? Eine Frau ist jemand mit XX-Chromosom? Das wäre eigentlich eine gute Arbeitsgrundlage, weil das die gesamte Bandbreite von Lebenswegen, Fertigkeiten, Kleidung, Haarschnitten, Partnerschaften enthielte.
Nur dass es dann noch die Menschen mit XY-Chromosom gibt, die sich als Frau fühlen. Manche davon setzen sehr viel daran, das auch äußerlich zu werden.
Es helfen also nicht mal die schlichtesten harten Fakten für eine Definition.
Dann ist es aber höchst leichtsinnig, das Geschlecht, also
as Dschenda, an sowas Auswechselbarem wie an Kleidung festzumachen.