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Generationsgeschichte

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PowerWapiti
Alt 02.08.2004, 03:13   #1
Standard Generationsgeschichte

bin gerade zufällig auf diese Geschichte gestoßen


ÜBERLEBT!
Genauso war das !
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!

Oder doch?

1. Kinder von heute werden in Watte gepackt!

2. Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!

3. Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.

4. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.

5. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

6. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

7. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

8. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

9. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

10. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

11. Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht" . Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.

12. Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.

13. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

14. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde!

15. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich?

16. Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

17. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

18. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

19. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

20. Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.

Und du gehörst auch dazu.

Herzlichen Glückwunsch


Grüße an alle, die überlebt haben
 
 
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Erdnuckel
Alt 02.08.2004, 20:42   #2
Standard

Hallo,

zuerst mal will ich sagen, dass erst nach 78 auf die Welt kam.
Aber ich muss sagen, der Thread gefällt mir sehr gut.
All das was du hier drin geschrieben hast, gibt es heute so leider nicht mehr.
Und dabei finde ich persönlich, dass es so wie es früher war, einfach schöner war. Schon allein, dass die/wir Kinder früher auch ohne irgend einen großen Firlefanz eine schöne Kindheit gehabt haben, vielleicht auch viel intensiver als heute. Denn heute haben die doch alles. Vorallem können sich die heutigen Kinder gar nicht mehr selbst beschäftigen und werden extrem bemuttert.
Wenn ich an meine Kindheit denke, wo einem schon alles früh beigebracht wurde, wie zum Bsp. im Haushalt mithelfen, kochen aufräumen ect. ...
Heute wird ihnen alles abgenommen, und dann wundert man sich, warum sein Kind kein bisschen selbstständig ist...
Ich auf jeden Fall wollte ich meine Kindheit niemals missen, denn nicht das materielle zählt, sondern einfach die Liebe die man von seinen Eltern erfahren hat. Was bringt es einem Kind wenn es alles an Spielsachen hat, die teuersten Klamotten trägt und dabei nicht weiss, was es heisst Verantwortung zu haben weil sie wie Du schon geschrieben hast, in nur noch Watte gepackt werden.
 
 
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Alt 03.08.2004, 05:18   #3
Standard

Naja wart noch mal etwas über die 20 Jahre ab, dann wird es wieder so ne Liste geben.

1. Mit 13 hatten wir Sex ohne verhütungsmittel, und starben trotzdem nicht an Aids.

2. Wir saßen 4 cm dicht vor der Glotze, und sind durch die Strahlen trotzdem nich blind geworden.

bla bla bla

So ist halt der lauf der Dinge, traurig aber wahr.
 
 
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Alt 03.08.2004, 12:50   #4
Standard

ich bin zwar ein knappes 79er-Kind, aber den Text kann man nur so unterstreichen

Damit meine ich nicht das heute alles scheisse ist... GRADE das internet / Handy sind entwicklungen die ich einfach geil finde... ich finde sie so geil weil das früher nicht möglich war, aber man von sowas geträumt hat. Mein Opa hatte zum beispiel eines der ersten Autotelefone.. ich fand allein die vortstellung sooooo faszienerend, irgendwo im Auto untwerwegs sein zu können und alle seine freunde anzurufen... heute... ist das für jeden 6-jährigen was total normales .

ABER, und das sagt der text ja auch ein bischen... andere Dinge im Leben sind wichtiger als Technische Errungenschaften... auf andere Inhalte kommt es maßgebend an: und wir sind im begriff diese Dinge zu vergessen und durch technik zu ersetzen.

Wenn wir uns früher treffen wollten ging das nicht über Telefon... mann ist bei demjeneigem vorbeigeradelt, klingelt (so richtig echt an der haustür, nich mim handy anklingeln lassen *g*), wenn derjenige dann nicht dawar und "irgendwo" unterwegs war... dann ging die sucherei erst richtig los... man fährt auf seinem drahtesel alle "ecken" ab... rufend... und etweder man hat glück und man findet sich - oder eben nid...

und obwohlo die welt dagegen heute viel einfacher geworden ist - ist sie auch viel komplizierter und komplexer geworden. Man kann einfach nicht mehr so einfach machen was man will - ohne mit schlimmen konsequenzen rechnen zu müssen. Ja, es wurde sich früher geprügelt und es gab verletzungen, und joar es ist auch so einges zu bruch gegangen... und die Spiele waren halt "andere" und beruhten teilweise auf a) entweder möglichst viel krach zu machen, b) möglichst vielen leuten auf den sack zu gehen, c) möglichst viel kaputt zu machen oder d) das ganze am besten möglichst ohne erwischt zu werden. Letzteres hat irgendwie ehh nie geklappt *g* - aber damals war es nicht sooo schlimm bis aus fen Rüffel den man bekommen hat - heutzutage könnte man sich solche Sachen wirklich nicht mehr erlauben und, mit verlaub, eure Jugend ist vor euren Flimmerkisten zwar einfach, aber ECHT total langweilig. Und wenn man dieses langweilige brechen will - dann wirds verdammt komliziert (und man behält es dann dabei wenn man eine neue aktivität sucht sich einfach ein neues Spielchen zu kaufen)

^glaube daher rührt auch ein bischen dieses immer ausgerägtere Verlangen ein Individualist zu sein und sich nicht ganz in dieses kontrollierbare Schema einzuordnen.
 
 
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Felicitas
Alt 03.08.2004, 14:03   #5
Standard

da ich oben geschriebenes wie es dasteht unterschreibe, stellt sich mir die frage: wie dagegen wehren? was für möglichkeiten habe ich mein kind zu solch normalen menschen zu erziehen?

hab ich eine chance gegen das was mein kind von aussen sieht und lernt anzukommen?

wenn alle kinder im kindergarten ein handy haben - was kann ich als mutter dagegen tun, ohne das mein kidn zum aussenseiter wird?

wie schaffe ich es dem kind ein selbstbewusstsein zu geben, das so groß ist um gegen diese trendhaftigkeit anzukommen?
 
 
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Alt 03.08.2004, 14:12   #6
Standard

Alte Werte beibringen würde ich jetzt sagen. Und wenn du dich selber für gut genug erzogen hälst, frag einfach deine Eltern.

Die Leute haben ihren Kindern damals auch ohne den ganzen Mist selbstvertraun beibringen können. Da wird das heute auch noch gehen, auch wenn es heute schwieriger ist. Aber machbar ist es auf jeden fall, solang man hoffnung hat.
Anstatt sein Kind vor die Glotze zusetzten, einfach von anfang an raus zum spielen schicken. Klar kann man dem Kind mit 12 oder so vielleicht ein Handy holen. Aber dann auch kein Ultra neues sonderen wirklich nur eins um Anzurufen wenn es brenzlig wird oder so. Ansonsten würde ich sagen dem Kind Hobbys nahe zubringen, wie das spielen eines Instrumentes. Den Wert von Büchern nahe legen, das Kind muss ja nich schon mit 6 ne eigene Glotze im Zimmer haben. Oder einfach auch in nem Sportverein anmelden und so. Man müsste aber auch allgemein für ne Familiäre Atmosphäre sorgen.
Okay eigentlich hab ich von erziehung keine Ahnung, aber ich glaub so würde ich versuchen mein Kind zu erziehen.
 
 
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Felicitas
Alt 03.08.2004, 14:40   #7
Standard

ja natürlich, das ist alles klar.

die frage ist, inwieweit eine gute erziehung was bringt wenn eben JEDES kind ein handy in der schule hat, wenn KEINER seiner klassenkameraden raus geht und spielt sondern eben daheim am pc sitzt.

was ist wenn mein kind bei nachbarn zu besuch ist und dort vorgelebt bekommt das man sand in in den mund steckt? dann macht es das nicht, weil ein verbot immer länger haften bleibt, als wenn ich danach versuche meinem kidn zu erklären das es wichtig für die entwicklung seines immunsystems ist auch mal dreck zu essen?

du stellst dir das sau einfach vor squdus, und sorry du laberst dünnes.

natürlich kann ich mein kind in einem sportverein anmelden und es krampfhaft für ein instrument begeistern. wenn er dann aber klassenkameraden hat die ihn nachmittags zum zocken einladen wollen und er sagt "nein ich hab geigenunterricht", was glaubst du wie schnell er da n loser ist? da kannst du mit heiler familienwelt und selbstvertrauen noch so viel versuchen zu erreichen - soetwas prägt das kidn mehr als jede gute erziehung. gerade in der pupertät sind eltern oft machtlos....

und das macht mir angst. ich wär sicher keine schlechte mutter, aber solchen sachen hilflos ausgeliefert zu sein.

und ich weiß wie das ist von seinen eltern noch "richtige" werte beigebracht zu bekommen. und ich weiß wie es ist wenn man vn der familie her mit genügend selbstbewusstsein ausgestattet ist.

und ich weiß das das nicht reicht. das es wesentlich schlimmer ist nicht dazu zu gehören, aus dem klassenverband raus zu sein, der loser zu, das mobbing opfer.

ich durfte auch nicht länger als 18 uhr raus, während andere 10jährige in dem alter heimkommen mussten wenns dunkel wird. ich weiß wie es ist wenn die eltern dir mit 12 keinen eigenen fernseher schenken und es nicht zulassen das man einem markenwahn hinterherrennt. wie es ist wenn deine 13 jährigen freundinnen zu konzerten gehen dürfen und deine eltern das nicht erlauben.

da stehst ne ganze weile über den lästerungen, aber irgendwann bricht das ein.

gute erziehung hin - gute erziehung her.
 
 
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Alt 03.08.2004, 14:53   #8
Standard

Original geschrieben von Squdus
Okay eigentlich hab ich von erziehung keine Ahnung, aber ich glaub so würde ich versuchen mein Kind zu erziehen.


1. Man beachte das ich zugebe keine Ahnung von Erziehung zuhaben.
2. Ich glaube nur das ich es so versuchen würde.
3. Ich hab nich behauptet das diese Erziehungsmethode erfolgreich ist.

Du willst nicht das dein Kind auch so wird, aber nen anderen Weg scheinst du auch nicht einschlagen zu wollen. Weil das Kind dann mit Negativen Sachen konfrontiert wird, die man nicht hätte wenn man doch den selben Weg geht. Egal wie du dein Kind erziehen wirst, es wird immer irgendwelche Sachen geben die Negativ sind. Niemand hat behauptet das Erziehung leicht ist oder gar die Kindheit. Ausserdem hab ich geschrieben "ein Hobby nahe zubringen", da is doch keine rede von krampfhaft dazu zwingen. Es kommt in meinem vorrigen Post vieleicht so rüber, aber wenn ich das damit ausdrücken wollte. Hätte ich etwas à la "Erziehung und Kindheit sind easy".
 
 
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moechen
Alt 03.08.2004, 23:19   #9
Standard

Als erstes finde ich die Sätze von PowerWapiti richtig. Damals war es anders.
Wenn Anarch damals davon so begeistert war, dass sein Opa mit das erste Autotelefon hatte, werden wohl heutzutage Kinder von etwas anderes begeistert sein, was für sie u. auch für Erwachsene völlig neu scheint.
In 20 Jahren sieht die Liste halt anders aus, so wie die Kinder heutzutage drauf sind...

Zu Felis alias Nee und Squdus kurze Diskussion kann ich nur zu sagen, dass es nicht so einfach ist, wie Squdus sich das vielleicht vorstellt. Das Kinder mit 6 Jahren keinen eigenen Fernsehr brauchen kann man vielleicht noch nachvollziehen. allerdings ist es doch so, dass die Kinder bzw. die Eltern schon im Kindergarten sehen/merken etc. wenn alle eine bestimmte Marke tragen und diese vielleicht auch wollen. Als Mädchen wollte man doch damals unbedingt eine Barbie, u. keine blöde nachgemachte Barbie, nein es musste DIE doofe puppe sein (wenn das auch nicht bei jedem mädel so war ) Das der Markenwahn zugenommen hat, weiß man wohl auch u. überhaupt spezielle Sachen zu besitzen ...
Man Kinder auch nicht zu irgendwas zwingen oder denen was aufdrängen ... kommt natürlich auch nicht prima rüber ...
 
 
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Alt 03.08.2004, 23:50   #10
Standard

Ich sehe überhaupt kein Problem darin, einem Kind gewisse Sachen zu verwehren, z.B. ein Handy im Kindergarten.

Ich bin ohne Fernsehen aufgewachsen und ich habe nie wirklich gelitten darunter. Denn es erschien mir als so unwichtig.
 
 
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moechen
Alt 04.08.2004, 11:33   #11
Standard

Natürlich kann man Kinder etwas verbieten. Das ist natürlich nicht das Problem.... aber alles dann wohl auch nicht .
Was dir damals verboten wurde, sieht heutzutage aber auch anders aus. Das sieht man doch schon an den Sätzen von PowerWapiti, dass diese Sätze heute gar nicht mehr für uns, für die nächste Generation zutreffen, oder?
ich bin früher auch ohne Handy aufgewachsen, aber weil das handy 1.noch nicht so weit verbreitet war, 2. die ersten für mich zu teuer waren, 3. ich das Ding gar nicht so kannte und ich nicht das Bedürfniss hatte, eins zu besitzen (ja, dörfler kriegen oft erst später was mit )
 
 
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