Zitat von fruehaufsteher Genau das ist eine Umdefiniton, die von wem sonst als den Medien durchgeführt wurde.
Eine Definition wird bewusst vorgenommen, die Entwicklung eines Wortes aber hat nie ein Ende und findet auch unbewusst statt. Dem Deutschen Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm zufolge, dessen Band 10 Seeleben-Sprechen im Jahr 1905 erschien, hat die negative Besetzung des Begriffs "Sekte" schon seit geraumer Zeit eingesetzt. Dort kannst du nachschauen, dass die Presse da definitiv nicht herummanipuliert hat. Eigentlich ist das bei einer Scientology-Diskussion eh zu vernachlässigen, aber du bzw. deine Organisation, für die du eintrittst, scheinen ja recht großen Wert auf die korrekte Benutzung dieses Worts zu legen. Dies geschieht wohl, um die eigenen Mitglieder zu beruhigen.
Zitat von fruehaufsteher Zur eigenen Meinungsbildung gehört natürlich auch die Selbstkritik. Ohne diese wäre es halt nur ein Nachplabbern.
Was kritisierst du denn an Scientology? Alle Aussteiger, die über Scientology kritisches berichten als Lügner zu diffamieren, scheint mir zunächst undifferenziert und sehr wenig selbstkritisch, vielmehr verblendet.
Zitat von fruehaufsteher Kranke Leute werden regelmäßig zum Arzt geschickt, bevor sie einen Dienst geliefert bekommen. Geistig kranke Menschen werden in der Psychiatrie häufig gequält (Elektroschock, Drogen, Hypnose u.s.w.) anstatt vernüftig behandelt. Das gibt die Psychiatrie auch offen zu und sagt einem direkt ins Gesicht, daß sie noch nie jemanden geheilt haben und daß Heilung eines geistig Kranken gar nicht erst möglich ist. Würdest Du da jemanden hinschicken?
Nun, wer krasse Behauptungen aufstellt, muss sie auch beweisen können. Bestimmt kann die psychiatrische Medizin sehr hart sein und fordert von den Patienten einiges ab, das glaube ich auch, doch glaube ich ebenso, dass sie Erfolge aufzuweisen hat, und zwar nicht nur innerhalb eines zu vernachlässigbaren Rahmen, sondern schon in größeren Dimensionen. Aber ich finde es dennoch sehr bedenklich, es vertraglich festzulegen, medizinische Hilfe abzulehnen; das ist in höchstem Maße gefährlich und du verteidigst diesen Vertrag auch noch.
Allgemein scheint die Psychiatrie das Feindbild schlechthin für die Scientology zu sein, wenn man mal von der vermeintlich nur Propaganda verbreitenden Presse absieht. Scientologen haben sogar ein Buch herausgebracht, welche die psychiatrische Lobby als Hintermänner zu Hitler beschreibt. Das scheint mir dann doch etwas zu paranoid.
Wieso, wenn in Deutschland keine Menschen mit eigener Meinung erwünscht sind, gibt es aber viele Minderheiten, die ebenfalls ganz andere Vorstellungen vom Leben und der Welt haben, als die meisten der Einwohner und dennoch geduldet werden und niemand Argwohn gegen sie hat? Oder hat Scientology den Durchblick als einzige von allen und wird deshalb bekämpft?