Zitat von Sivar ... warst du bei der Sitzung dabei oder kennst du die Frau persönlich, dass du von eigener Erfahrung sprechen kannst?
Ja, ich kenne die Frau persönlich. Ich habe mit ihr gesprochen, als sie noch kein Auditing hatte und und ich war auch dabei als sie vor andren Scientologen ihre Gewinne erzählt hat. Später habe ich sie wieder in einer höheren Organisation wieder getroffen aber inzwischen haben wir uns aus den Augen verloren.
Zitat von Sivar Und dann hab ich noch ein grosses Problem mit dem Auditing. Meines Wissens führen Mitglieder von Scientology Auditing-Sitzungen durch, ohne besonderes Hintergrundwissen über Psychologie zu haben. Auf der Seite über Kinder-Auditing stand zB auch, dass befreundete Eltern das eigene Kind auditieren sollen. Wenn nun also nahezu jeder mit jedem eine Auditing-Sitzung durchführen kann, finde ich das relativ gefährlich..
Auditoren sind Auditoren, weil sie dafür ausgebildet wurden. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Stufen der Ausbildung. Das Training dafür kann von ein paar Wochen bis zu einer Reihe von Jahren dauern. Das obige Beispiel hat einen anderen Hintergrund:
Auditoren unterliegen einem strengen Kodex, der sie dazu verpflichtet den PC (Die Person die auditiert wird ) nicht zu bewerten oder zu korrigieren. Das fällt Eltern bei ihren eigenen Kindern sehr schwer, da es sich oft um gemeinsame Geschehnisse handelt, die von verschiednen Gesichtspunkten her erlebt wurden. Auditing kann nur funktionieren wenn der PC seine eigenen gespeicherten Daten konfrontiert; die, welche er aus seinem Gesichtspunkt erlebt hat. Das funktioniert nicht wenn ein Elternteil den PC versucht zu berichtigen.
Zitat von Sivar Ich will damit sagen, dass das Auditing Menschen durchaus erheblichen Schaden zufügen kann, ohne dass er anschliessend mit diesen traumatischen Erfahrungen begleitet wird. Angenommen....
Ich habe diese Meinung sehr oft gehört. Um zu verstehen, daß dies nicht der Fall ist...daß Auditing nicht schadet... muß man ein paar den Verstand betreffende Gesetze kennen:
1. Der PC faßt in seinen Sitzungen immer nur das an, was er wirklich konfrontieren kann. Alles was er nicht bereit zu konfrontieren ist bleibt unangetastet.
2. Natürlich kommt bei der Konfrontation mit schlimmen Geschehnissen eine menge von Ladung hoch, die angestaut im reaktiven Verstand gelauert und den PC unbewußt beeinflußt hat. Die Konfrontation bringt auch die mit dem Geschehnis verbundenen Emotionen ans Tageslicht, die den PC durchaus traurig, ängstlich oder wütend machen, wenn er sich daran erinnert. Dies wird jedoch in den weiteren Schritten im Auditing behandelt indem es "ausgelaufen" wird. Das bedeutet, daß der PC immer wieder durch das Geschehnis hindurch geschickt wird, bis er es vollständig erkennen und damit auflösen kann. Die damit verbundenen Emotionen verschwinden Schritt für Schritt bis der PC mit einem Lächeln dem Geschehnis ins Auge blicken kann. Das geschieht regelmäßig, wenn das erste Engramm auf der Kette gefunden und konfrontiert wurde.
3. Das Autitieren eines Geschehnisses kann darüber hinaus nie so schlimm sein wie das Erlebnis selbst. Und das hat der PC schließlich überstanden.
4. Damit es keinen negativen Ergebnisse durch das Abbrechen des Auditings ohne vollständige Konfrontation geben kann muß der Auditor einen strengen Kodex befolgen und nicht aufhören mit dem Auditing bevor das Geschehnis konfrontiert wurde. Das wiederum wird sichergestellt, indem von der Sitzung genaue Aufzeichnungen gemacht werden und eine zweite Person, ein C/S (Case Supervisor = Fallüberwacher) die Sitzung auf mögliche Fehler hin untersucht und entsprechende Anweisungen an den Auditor gibt. Fallüberwacher sind sehr hoch ausgebildete Leute, die jahrelange Erfahrung in Ihrer Tätigkeit haben.
Anmerkung:
Ich habe das alles in meinen eigenen Worten widergegeben. Das mag unvollständig sein, gibt aber einen groben Ansatz zu der im Dianetik Buch beschriebenen Technologie des Auditings wider. Ich kann wiederum nur empfehlen es zu lesen.
Zitat von Sivar Wenn ich den allerersten Beitrag lese, wo Scientology den Verfasser so zum Gucken dieses Videos gebracht hat, und ihm dann noch ein weiteres aufdrängen wollte, denke ich dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Scientology jemandem in einer schwachen Situation nicht mehr Entscheidungsfreiheit bietet... deswegen behaupte ich, dass jemand in einer psychichen Notlage dann aggressiv in eine Abhängigkeit gedrängt wird.
Meine Meinung über das Verhalten so mancher Zeitgenossen auf der Straße habe ich schon weiter oben geäußert. Ich möchte mich da nicht wiederholen.
Eines ist vollkommen sicher: Scientology hat kein Interesse, Leute in eine Abhängigkeit zu drängen. Das ist völliger Blödsinn!
Scientology gibt den Leuten mehr Freiheit, mehr Selbstbewußtsein, mehr Selbssicherheit und bringt sie dazu, wirklich glücklich sein zu können. Das ist das genaue Gegenteil.
Was viele vielleicht nicht wissen ist, daß nur Leute auditiert werden, die von sich aus geäußert haben, daß sie sich verbessern wollen. Der Antrieb muß von den neuen Leuten kommen. Warum sollte sich jemand auditieren lassen, wenn er keinen Sinn darin sieht oder nicht das Ziel damit verfolgt sich oder seine Situation verbessern zu wollen?