zeigt doch am besten die enzyklika fides et ratio von papst ratzinger (gibts einen sehr guten artikel in der letzten spektrum).. die kirche war schon immer bestrebt wissenschaft zu vergeistlichen.. ebenso diese aufkommende intelligent design grütze.. alles versuche der christlichen religion die wissenschaft zu unterwandern..aus angst vor machtverlust.
Krashok, du hältst Dich doch sicher für einen rationalen und lernfähigen Menschen, oder?
Wenn, dann sei doch bitte so freundlich und vermische nicht ständig den Katholizismus und die katholische Kirche mit dem Christentum und damit mit den Christen und dem, was tatsächlich in der Bibel steht. Ich hatte das jetzt schon mehrmals erwähnt. (auch warum)
Schreib einfach: "
Die Katholische Kirche ist der Ansicht..." oder "Die lutherische Kirche vertritt die Ansicht..." oder "Bischof sowieso sagt...", aber nicht
"die Christen", "
das Christentum", "die christliche Religion" u.s.w. Das ist verallgemeinernd und verwischt fälschlicherweise die (absolut vorhandenen) Unterschiede.
Daß der Papst und seine Gefolgsleute (früher wie heute) letztlich an ihrem Machterhalt interessiert waren, das ist vollkommen richtig und da stimme ich Dir voll zu. Aber ich halte ihn für keinen Christen. Wenn er Christ wäre, würde er sich an das halten, was in der Bibel steht. Aber vollständig und
nicht in Teilen. Ich hatte dazu schon mal woanders was geschrieben, das werde ich hier mal einfügen....Wenn er Christ wäre, dann bräuchte er...
1. den ganzen Prunk und Reichtum nicht und würde alles daran setzen, das sofort abzuschaffen.
2. dann bräuchte er den ganzen Vatikan, mit seinem Machtapparat nicht
3. dann bräuchte er nicht seine Verbindungen zum Staat und würde sie auf der Stelle unterbinden
4. dann bräuchte er kein Papamobil mit Panzerglas, weil er sich nämlich auf Gott verlassen würde
5. dann würde er die ganze Hierarchie abschaffen und sich selbst als Papst entmachten. Die Gemeinden erhielten Älteste (mehrere langjährige und bewährte Christen) als Leitende der Gemeinde (das sind Männer, die bewiesen haben, daß sie Gott treu sind, sie werden nicht wegen des Studiums "ordiniert") ,ansonsten wären die Gemeinden autark. (für sich gestellt)
6. keine Universitäten für die Priester mehr
7. dann würde seine Kirche nicht irgendwelche Wohltaten (wie Spenden) zum Fenster raushängen lassen, sondern sie im Verborgenen tun
8. Dann würde er alle Klöster sofort abschaffen, weil man sich dort isoliert und nicht unter den Menschen ist
9. dann würde die Verehrung von Maria und Bezeichnung als "Gottesmutter" sofort abgeschafft, sie war nämlich nur ein Mensch
10. Dann würde die Verehrung und Anrufung irgendwelcher Heiligen sofort abgeschafft, auch das waren nur Menschen, viele taten noch nicht einmal Gottes Willen, sie wurde nur zu Heiligen erklärt.
11. Dann würde man in der Kirche keine Säuglinge mehr taufen, denn dies ist keine Taufe nach dem Wort Gottes
12. dann würde man alle, die Gott nicht mit ihrem ganzen Leben nachfolgen wollen, nach ausgiebigen Gesprächen aus der Kirche entfernen.
13. Dann würde man bei den Gemeindegliedern dieser Kirche erkennen können, daß sie Christen sind, weil sie liebevoll handeln würden. Sie wären z.B. keine Materialisten und Egoisten mehr.
14. u.s.w.
Vor Gott und Jesus Christus nützt ihm sein ganzes "netter alter Herr"- Tun gar nichts, denn Gott verlangt, daß all das geschieht, ohne Verzögerung.
Erst recht, weil er von sich behauptet, Christ zu sein. Und nicht irgendeiner.
@baedr
Wir sollten aufpassen, daß die Tatsache Seele nicht zu einer "Idee" verkommt, und letztlich verworfen wird, nur weil wir uns nicht lange genug und intensiv genug darüber Gedanken machen und das nachlesbare ernst nehmen.
Das ist doch eigentlich schon total verdreht... Früher war es klar: Die Frage, was unsere Emotionen ausmacht, wo unsere Persönlichkeit sitzt, wurde mit der Seele beantwortet, und diese Antwort akzeptiert, da man es nicht besser wusste...
Mir ist keine Stelle in der Bibel bekannt, wo steht, daß die Emotionen mit der Seele identisch sind. Im Gegenteil. Viele Emotionen (wie Wut, Hass, Zorn, Neid etc.) sind sogar lt. der Bibel aus der Selbstsucht erwachsen und hindern den Menschen daran, Gott näherzukommen. Sie können lt. der Bibel
mit Gottes Hilfe beseitigt werden.
Was die Leute sich zusammendenken, das ist also nicht zwangsläufig identisch mit der Bibel.
Was die Persönlichkeit/den Charakter betrifft, das könnte schon eher mit der Seele identisch sein. Zumindest denke ich momentan so. Aber wie gesagt:
Das nach Aussen wahrgenommene Verhalten eines Menschen ist nicht zwangsläufig identisch mit dem Charakter, weil sich dieses Verhalten situationsbedingt
ändern kann. (wie zuvor beschrieben) Um seinen Charakter beurteilen zu können, dazu muß man einen Menschen schon sehr gut (auch privat, längerfristig und in unterschiedlichen Situationen) kennen.
Du schreibst:
"...da man es nicht besser wusste..."
Man weiß es heute nicht besser. Man stellt doch nur Vermutungen an, mehr ist es nicht. Vermutungen und Theorien und Gedankengebäude, die oft genug einstürzen.
Das ist wie mit Blitz und Donner. Man wusste es nicht und erfand einfach die Lösung. Die Antwort erschien jedem plausibel, und die Menschen glaubten daran.
Was haben die Menschen denn Deiner Meinung nach erfunden und glaubten woran?
Man muss sich
Zitat:
lange genug und intensiv genug darüber Gedanken machen und das nachlesbare ernst nehmen.
Man kann es sich auch einreden.
Wenn ich schreibe "
das lesbare ernst nehmen" dann habe ich trotzdem durchaus Verständnis dafür, daß Menschen (ich bin nicht anders) gerne auch Beweise haben.
Nur wenn ich beispielsweise in der Bibel lese, und ich will insgeheim nur beweisen, daß es Unfug ist, was dort steht, oder ich lehne es innerlich ab, dann habe ich keine
wohlwollende Position eingenommen. Ich bin dann auch keineswegs
"Offen" für die Worte, die dort stehen. "Offen" meint nicht, daß ich alles gleich blind tue, was ich lese. Wer könnte das auch gleich tun?
Wer aber die Bibel "offen" liest, also wohlwollend, der wird zu einem ganz anderen Ergebnis kommen und durchaus feststellen, daß dort die Wahrheit steht. Ich kann nur wiederholen, daß sich bei mir bisher die offenen Fragen oder scheinbaren Widersprüche irgendwann (früher oder später) aufgeklärt haben. Es ist wie ein Puzzle, bei dem ich erst ein paar Teile habe. Um etwas zu verstehen/zu erkennen, benötige ich mehr davon. Ich muß also weiterlesen. Wer dies tut und Gott ernsthaft darum bittet, dem wird das Verständnis gegeben werden.
Wie weit ist es schon gekommen, dass man blind an irgendeine Schrift glauben muss, die tausend mal umgeschrieben und aktualisiert wurde, und die man sich trotzdem noch zurecht-interpretieren muss, damit sie überhaupt noch Aktualität besitzt.
Also wie gesagt, es ist nicht von "blind" die Rede, sondern von "wohlwollend." Zumindest rede
ich nicht davon, weil es mir ebenso am Anfang unmöglich gewesen wäre, einfach alles zu glauben, was dort steht.
Das Vertrauen in die tatsächliche vollkommene Wahrheit und die Unfehlbarkeit im Textzusammenhang (Kontext) ergibt sich dann von ganz alleine, so Gott will.
Zu dem "
tausendmal umgeschrieben und aktualisiert" lies mal bitte folgendes:
Wer ist eigentlich wirklich Christ ... oder -was ist "Glaube" genau? Beitrag #1 und #3
Edit:
Zurecht-interpretieren braucht man in der Bibel gar nichts. In den Kirchen wird oftmals "
interpretieren" gesagt, und in Wahrheit "
zurechtbiegen, dehnen und passig machen" gemeint. Die Bibel ist jedoch im Zusammenhang aller Schriften (Kontext) absolut klar in ihren Aussagen und braucht nicht "zurechtgebogen" werden. Daß dies häufig getan wird, ist eine andere Sache. Das liegt aber daran, daß viele Menschen Aussagen, die dort stehen, nicht wahrhaben wollen und nicht für sich annehmen wollen, weil sie dann in ihrem Leben vieles ändern müssten. In diesem selbstsüchtigen Interesse handeln ganze Kirchen (etwa auch die kath., luth. etc.) und "
interpretieren" (in Wahrheit biegen sie) die Bibel nach ihrem Gutdünken. Vieles davon wurde feinsäuberlich im Katechismus niedergeschrieben.
Notwendig ist es ganz und gar nicht, und wird auch selbstverständlich
nicht zum richtigen Ergebnis führen, sondern zu weiteren Verirrungen.
Deshalb gibt es so viele verschiedene Kirchen und so viele verschiedene Meinungen zur Bibel.