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Gedenken an Terri Schiavo

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Flame2
Alt 31.03.2005, 21:02   #1
Standard Gedenken an Terri Schiavo

Terri Schiavo, sie war ein Mensch und wurde mit einer Strafe verurteilt die Ethisch und Moralisch nicht vertret bar ist.
Stehlt euch mal vor ihr dürft nichts mehr Essen und trinken.
Sogar Massenmörder bekommen eine bessere und schmerzlosere Strafe als Terri.
ICh kenne sie nur von den Medien dennoch sehe ich dann wie beschissen das Rechtssystem ist und ich trauere um sie.
Schrieb euere Gedanken dazu.

13 Tage nach Abbruch ihrer künstlichen Ernährung ist die amerikanische Komapatientin Terri Schiavo am Donnerstag in Florida gestorben. Der erbitterte Familienstreit um ihr Schicksal begleitete sie bis in den Tod: Ehemann Michael Schiavo war in den letzten Minuten an der Seite der 41-Jährigen, während den Eltern Bob und Mary Schindler der Zugang verweigert wurde.

Der Ehemann habe den unmittelbaren Abschied für sich beansprucht, sagte der Geistliche und rechtskonservative Aktivist Frank Pavone. Mutter und Vater hätten Terri erst nach dem Ableben umarmen dürfen. Dies sei der "Gipfel herzloser Grausamkeit", fügte Pavone hinzu.

Im Abgeordnetenhaus von Florida wurde nach Bekanntwerden des Todes eine Schweigeminute eingelegt. Der Gouverneur des Staates, Präsidentenbruder Jeb Bush, sprach der Familie sein Beileid aus. Terri ruhe nun in Frieden, sagte Bush, der vehement für das Leben der Kranken gekämpft hatte.

Terri Schiavo hatte seit 1990 in einem Wachkoma gelegen. Seit 1997 bemühte sich Michael Schiavo darum, seine Frau sterben zu lassen, während sich die Eltern verzweifelt dagegen wehrten. Am 18. März war schließlich auf Wunsch des Ehemannes der Nahrungsschlauch aus dem Magen entfernt worden, der Terri Schiavo all die Jahre lang am Leben erhalten hatte. Noch am Donnerstagmorgen hatten Mutter und Vater ihren Schwiegersohn aufgefordert, ihnen zu gestatten, die letzten Minuten bei ihrer Tochter zu sein.

Nach Schilderungen von Pavone waren Terris Geschwister Susy und Bobby am Krankenbett im Hospiz in Pinellas Park (Florida), als ihr Tod unmittelbar bevorstand. Sie hätten ihre Schwester im Arm gehalten und seien dann zehn Minuten vor dem Ableben aufgefordert worden, den Raum zu verlassen.

Die Eltern äußerten sich zunächst nicht persönlich. Sie wollten zunächst etwas Zeit zum Trauern, sagte ihr Anwalt David Gibbs. "Es ist ein unheimlich schwerer Tag für sie." Das Fernsehen zeigte Bilder der Eltern beim Verlassen des Hospizes: eine weinende Mutter und einen völlig erschöpft und betäubt aussehenden Vater. Auch Michael Schiavo, der seit dem 18. März im Hospiz gewohnt hatte, äußerte sich zunächst nicht. Ein Freund, der nach dem Tod mit ihm gesprochen hatte, sagte dem Fernsehsender CNN, Michael habe am Telefon geweint.

Pavone nannte das Sterben der Amerikanerin "Mord". Er äußerte neben scharfer Kritik am Ehemann aber auch Worte des Trostes für die Trauernden, darunter Dutzende von Demonstranten, die vor dem Hospiz in Tränen ausbrachen und dann religiöse Gesänge anstimmten. Der Tod sei herzzerreißend für Terris Blutsverwandte, sagte der Geistliche, aber ihr Glaube und ihr Vertrauen in Gott gebe ihnen Kraft. "Gott liebt Terri, und sie hat nun ihren Frieden gefunden."

In der Nacht zum Donnerstag hatten die Eltern ihren letzten gerichtlichen Vorstoß zur Rettung ihrer Tochter verloren. Das Oberste Gericht der USA lehnte es ab, eine Wiederaufnahme der Nahrungszufuhr anzuordnen. Die Eltern hatten bis zuletzt darauf beharrt, dass ihre Tochter nicht so schwer gehirngeschädigt sei, wie von der Gegenseite behauptet. Sie sei bei Bewusstsein, und ihr Zustand könne sich durch geeignete Therapie verbessern. Dem hatten allerdings neben Michael Schiavo auch zahlreiche unabhängige Gutachter widersprochen.

Der Ehemann argumentierte, seine Frau habe ihm vor ihrer Erkrankung gesagt, sie wolle im Fall eines Siechtums nicht künstlich am Leben erhalten werden. Freunde stützten seine Version.

Terri Schiavo hatte 1990 im Alter von 26 Jahren plötzlich einen Herzanfall erlitten. Ihr Gehirn war Minuten lang ohne Sauerstoffversorgung. Die meisten Ärzte kamen im Laufe der Zeit zur Überzeugung, dass die junge Frau an einer Essstörung litt, die zu einem extremen Kaliummangel und als Folge dann zur Herzattacke führte.
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eneib
Alt 31.03.2005, 21:14   #2
Standard

Jo, ich finds auch traurig, dass ihre Eltern den Kampf um ihr Leben verloren haben... *schnief*
Ich finds auch echt scheiße vom Ehemann, dass es das zugelassen hat, ja sich sogar dafür eingesetzt hat.
Ok, keiner kann sagen, wieviel sie wirklich noch mitbekommen hat, ob sie vielleicht sogar gelitten hat oder ob sie selber leben wollte. Ich könnte so eine Entscheidung schon deshalb nicht treffen. Aber einfach die Nahrungszufuhr zu unterbrechen find ich das allerletzte!
 
 
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Flame2
Alt 31.03.2005, 21:30   #3
Standard

Das is es ja was mich so sehr stört weil sie einfach die trink und essenszufuhr gestoppt haben und das ist eigentlich eingrausamer tod wenn ich in amerika wem umbringe gehts mir gut ich bekomm ne spritze und aus is aber bei ihr kein essen kein trinken sterbehilfe ist ein heiles thema also die maschinen abstellen aber das mit Terri war


MORD
 
 
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nephthys
Alt 31.03.2005, 23:12   #4
Standard

ich finds eigentlich gut dass sie endlich sterben konnte. sie hat jahrelang im koma gelegen ich glaube nicht dass so eine person überhaupt viel mitbekommt. und tja das mit dem "aushungern" finde ich auch nicht gerade die beste lösung. ne spritze wäre schneller, schmerzloser gewesen. ich mein, es wusste keiner ob sie überhaupt nochmal aufwacht und ihr mann wird sie wohl sehr gut gekannt haben um in ihrem sinne zu entscheiden. sie war ja sozusagen schon jahrelang "tot" oder nennt sich das leben, in einem raum, in einem bett jahrelang einfach nur zu liegen und -wahrscheinlich- zu träumen,denken? schwieriges thema aber ich denke dass das die beste entscheidung war.
 
 
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PowerWapiti
Alt 31.03.2005, 23:29   #5
Standard

ja "endlich" ist sie tot, auch wenn das mit dem aushungern nicht korrekt war. Lieber eine Giftspritze, Maschinen abstellen oder so...

was würdet ihr machen wenn ihr 15 Jahre lang im Bett liegt und nur total belämmert in der Gegend rumschaut und nichts mitbekämt? da wär der Tod doch besser
 
 
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99er
Alt 01.04.2005, 01:51   #6
Standard

begrabt sie bitte und gut ist.. man kanns eh net rückgängig machen.. oder was bringt das den leuten festzustellen, ob die nun wirklich so tief gehirnkrank war oder nicht sodass man "aber hätte können wenn"..

mein beileid, hab das alles mitverfolgt im tv etc, find ich schockierend..

und ein dickes FUCK an den ehemann!


Prost!
 
 
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Breakbeat
Alt 01.04.2005, 02:24   #7
Standard

Was hättet Ihr nach 15 Jahren gemacht wenn es euer Partner wäre? noch 30 Jahre warten um ihr beim Altern zuzusehen?

Ich hätte es auch so gemacht wie der Ehemann, viele denken er wäre für Ihren Tot weil er 1 Million$ bekommen hat und jezt Ihren unterhalt zahlen muss. Wenn Ihr Mann 3000$ bekommen hätte wären alle wieder unruhig weil es vielzuwenig gewäßen wäre! hmm..?
 
 
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Felicitas
Alt 01.04.2005, 07:30   #8
Standard

ich hoffe mein ehemann würde sich in so einem fall genauso für mich einsetzen. zumindest würde ich so nicht leben wollen.

die eltern liebten ihre tochter doch einfach nur zu sehr und wollten sie nicht verlieren, das sie aber total den blick dafür verloren haben was vllt das beste für die tochter wäre.
 
 
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Flame2
Alt 01.04.2005, 09:06   #9
Standard

Dennoch ich denke weiterhin so wollte leben weil sie in meinen Augen gekämpft hat.
Den wär hälts schon 13 Tage ohne Wasser und Nahrung aus.
Ich dachte immer 14 Tage kommt man ohne Nahrung aus.
Und 4 Tage ohne Wasser.
 
 
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Felicitas
Alt 01.04.2005, 09:34   #10
Standard

spekulation.
 
 
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tha qandzass
Alt 01.04.2005, 10:03   #11
Standard

der ehemann hat alles richtig gemacht. ich würde auch wollen, dass man bei mir in so einer situation den stecker zieht...
 
 
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Ephestia
Alt 01.04.2005, 10:30   #12
Standard

Da sie sich doch VOR ihrem Unfall geäußert hatte, sie wolle kein hinvegetieren, ist das Handeln des Ehemanns doch absolut korrekt. Er hat diese Frau schließlich geliebt und will sie sicher nicht "ermorden". Verhungern und verdursten sind nicht die schönsten Arten zu sterben, aber wenn man bedenkt, dass man ihr zusätzlich Morphium gespritzt hat, damit sie wirklich nix mitbekommt und keine Schmerzen hat..
Ich komm jetzt mal nicht damit an, wie viele Kinder täglich WIRKLICH verhungern und verdursten, und da kräht auch kein Hahn nach...
 
 
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Cumulus
Alt 01.04.2005, 10:54   #13
Standard

Ich würd mich bedanken wenn ich im Koma liegen würde, und niemand würde zulassen dass ich sterbe. Was grausameres kann ich mir kaum vorstellen.

Ich find auch die Art und Weise in Ordnung. Schließlich ist es genau "Maschinen abstellen" was getan wurde. Ich glaub nicht, dass das jetzt ein besonderes Leiden war. Man wird halt schwächer und schwächer und irgendwann stirbt man dann. So ist das nunmal. Ne Giftspritze, das wär Mord gewesen. So wars ein natürlicher Tod - da der Körper nicht mehr in der Lage war sich selbst am Leben zu erhalten.

Und da auch keine Besserung des Zustands in Sicht war - alles richtig gemacht.
 
 
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moechen
Alt 01.04.2005, 11:32   #14
Standard

Wenn sie es wirklich so wollte ist es gut für sie, dass sie nun endlich sterben konnte. Natürlich ist es für die Eltern schwer und man hat sie verstanden, dass sie gekämpft haben, denn wer gibt seine tochter freiwillig her und lässt sie so einen grausamen tot sterben.
warum hat der mann sich eigentlich nicht von ihr scheiden lassen, er hat doch eine neue frau und kinder? das ist das einzige was ich mich derzeit frage.
aber wie gesagt, wenn sie wirklich vorher sagte, dass sie so nicht leben möchte ist es ok, nur die sterbeart finde ich nicht gerade das schönste ... verhungern und verdursten
 
 
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RegularJohn
Alt 01.04.2005, 12:07   #15
Standard

ist besser für sie, definitiv. ich teile da auch die meinung von feli bezüglich der eltern. die haben mehr an sich gedacht als an ihre tochter. selbst wenn sie noch irgendwann mal aufgewacht wäre, was trotzdem sehr unwahrscheinlich ist, hätte sich iher zustand nicht großartig geändert, weil die hirnschäden einfach zu groß waren.
 
 
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Hawk
Alt 05.04.2005, 22:57   #16
Standard

und was bitte rechtfertigt den langsamen tot den sie hatte? wiso wurde ihr nicht ein schneller tot gewähr? so musste sie verhunger und das ist sicher nicht der schönnste tot, die amis richten doch sonst schon immer alles hin wiso sie nicht wiso hat sie nicht die spritze erhalten. Ja man weis nicht was komapatienten fühlen, aber was wenn sie alles zu 100% bitbekommen ha?
ich find das es gerechtferigt war ihr leben zu beenden, aber ganz sicher nicht so, stellt euch vor sie würden alle ihre Sträflinge die eine Todesstrafe kassiert haben einfach verhunger lassen, es gibt nur zwei vorteile die man so eringen kann das ist das man das geld für die spritze spart und das der leichnahm dann nicht mehr so schwer ist, ansonsten ist es nichts anderes als unmenschlich.
 
 
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Morris
Alt 05.04.2005, 23:21   #17
Standard

Naja, ob man es sich so leicht machen kann, jemanden aus ethischen Gründen umzubrigen, wage ich zu bezweifeln. Sterbehilfe ist doch, wie ich denke, noch immer illegal. Da kann man sich nicht einfach über das Gesetz hinwegsetzen. Auch stell ich mir es schwer vor, als Arzt einfach jemanden eine tödliche Injektion zu geben. Der Beruf des Arztes ist eben nicht mit dem des Scharfrichters zu vergleichen.
Sicher war es nicht der schönste Tod den man sich vorstellen kann, aber es ist auch nicht gerade einfach von jemanden zu verlangen, eine Person zu töten, wobei schon die bloße Aufhebung der künstlichen Ernährung sicher viel Überwindung bedarf.
 
 
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asdf
Alt 05.04.2005, 23:41   #18
Standard

Original geschrieben von Black_Hawk
und was bitte rechtfertigt den langsamen tot den sie hatte? wiso wurde ihr nicht ein schneller tot gewähr? so musste sie verhunger und das ist sicher nicht der schönnste tot
Weil aktive Sterbehilfe nunmal (nicht nur) in den USA illegal ist..
Ausserdem wurde hier schon erwähnt, dass sie Morphium bekam und was man im Halbkoma alles mitbeokmmt, weiß man glaub ich auch nich sicher. Aber das kann man wohl kaum mit nem ansonsten üblichen Hungertod vergleichen. Ich glaube nicht, dass das so eine Qual war.


Dieser ganze zutiefst christlich moralische Aufstand der dort in den USA mal wieder sein Unwesen treibt ist nurnoch widerlich.
Nuja Hauptsache ein paar Leute konnten sich mal wieder profilieren..



Original geschrieben von Flame2
Dennoch ich denke weiterhin so wollte leben weil sie in meinen Augen gekämpft hat.
Den wär hälts schon 13 Tage ohne Wasser und Nahrung aus.
Ich weiß jetzt zwar garnich ob sie ihr auch die Wasserzufuhr "abgeschnitten" haben, aber ich nehm doch mal stark an, dass der Körper im Koma nunmal weit weniger Energie verbraucht als in normalem Zustand und dementsprechend auch der Nahrungs/Wasser Bedarf geringer ist.
 
 
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Apu
Alt 06.04.2005, 09:30   #19
Standard

Original geschrieben von Flame2
Dennoch ich denke weiterhin so wollte leben weil sie in meinen Augen gekämpft hat.
Den wär hälts schon 13 Tage ohne Wasser und Nahrung aus.
Hat irgendwer behauptet, dass sie kein Wasser bekommen hat? Wasser wird direkt per Infusion zugeführt, nicht per Magensonde. Das ist in Deutschland genauso, wenn deine Patientenverfügung Lebensverlängernde Maßnahmen auschließt, du bekommst Wasser aber keine Nahrung mehr, das ist ein sehr humaner Tod, selbst für Leute die "nur" im Koma liegen und nicht wie Schiavo schon vor Jahren als Hirntod erklärt wurde. Schiavo ist nämlich nicht letzte Woche gestorben, sondern schon vor Jahren, es haben jetzt nur die restlichen Organe ihre Funktion eingestellt.
Und warum protestieren diese ganzen scheinheiligen Idioten nicht für die tausenden Leute, die jeden Tag an Krebs oder Aids sterben, weil sie sich keine Behandlung leisten können und die nichts dafür können, dass sie krank sind, sondern nur für Fräulein Schiavo, die aufgrund ihrer Bulimie in dieses vergetativen Zustand geraten ist?
Das scheinheiliges Christentum sollte sich lieber aus dem privatleben anderer raushalten.
 
 
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Werhamster
Alt 06.04.2005, 10:20   #20
Standard

Original geschrieben von Skinni
Naja, ob man es sich so leicht machen kann, jemanden aus ethischen Gründen umzubrigen, wage ich zu bezweifeln. Sterbehilfe ist doch, wie ich denke, noch immer illegal. Da kann man sich nicht einfach über das Gesetz hinwegsetzen. Auch stell ich mir es schwer vor, als Arzt einfach jemanden eine tödliche Injektion zu geben. Der Beruf des Arztes ist eben nicht mit dem des Scharfrichters zu vergleichen.
Sicher war es nicht der schönste Tod den man sich vorstellen kann, aber es ist auch nicht gerade einfach von jemanden zu verlangen, eine Person zu töten, wobei schon die bloße Aufhebung der künstlichen Ernährung sicher viel Überwindung bedarf.
ich frage mich, warum dies nicht als Aktive Sterbehilfe angeaehen wird. Wo ist denn bitteschön der Unterschied, zwischen Nahrungszufuhr abschneiden und Giftspritze geben. Wenn Eltern einem Kleinkind die Nahrung verweigert und es dann Stirbt wird das doch auch als Mord angesehen. Es geht hier wohl um gesetzliche Haarspaltereien. Faktisch ist es das gleiche.
 
 
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Malkavianer
Alt 06.04.2005, 13:24   #21
Standard

Ich find auch ok das sie sie haben sterben lassen.
Warum der MAnn sich nicht hat scheiden lassen? Ich denke mal das nennt man Verantwortungsbewusstsein!!
Das die eltern nicht mit ans Krankenbett durften, find ich dennoch ziemlich übel, ich denke ich hatte als Vater da drin voll die Randale gemacht.
Zum Thema schmerzen: In einem Spiegel Interview hat sich eine Ärztin zu Wort gemeldet. Die meinte das die Patienten davon gar nichts mitbekommen, es ist im Prinzip kein verhungern, sonder eher vergleichbar mit einem natürlichen Altersschwächetod.
Und außerdem bekam sie ja wie gesagt noch das Morphium.
Das ganze passiert täglich hundertfach auf der ganzen Welt, da interessiert sich keiner dafür, jetzt kam eben noch dazu das sich der Ehemann und die Eltern vor Gericht gefetzt haben, und soger Jeb Bush einschaltet wurde.
Das ganze hat mich auf jeden Fall dazu veranlasst mal gründlich über eine Patientenverfügung nachzudenken!!
 
 
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MiKe
Alt 06.04.2005, 16:34   #22
Standard

AFAIK wurde auch die wasser-zufuhr gekappt, es hat ja mal ein mann versucht, ihr ein glas wasser ins krankenhaus zu bringen, was ihm aber nicht gelungen ist - er wurde vorher von wachleuten o.ä. festgenommen

//edit:
Wikipedia.de:
Die Ernährungssonde blieb beschlussgemäß entfernt. Terri Schiavo starb 13 Tage später am 31. März aufgrund von Wassermangel und Entkräftung. In den letzten Tagen ihres Lebens hatte sie Morphium erhalten, um Schmerzen, die durch den Wasserentzug aufgetreten sein konnten, zu lindern, da es umstritten ist, ob Wachkoma-Patienten noch Schmerzen erleiden können oder nicht.
 
 
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Apu
Alt 06.04.2005, 17:28   #23
Standard

Der Mann wurde bestimmt nich festgenommen, weil er ihr Wasser bringen wollte sondern im allgemein weil er nen Dreck da zu suchen hatte.
Wenn das so auf Wikipedia steht will ich das mal glauben obwohl die gängige Praxis wie gesagt ist Nahrung nein, Wasser ja. Sonst hätte sie auch schon viel früher "sterben" müssen.
 
 
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MiKe
Alt 06.04.2005, 18:26   #24
Standard

sorry, war ein mädchen, kein mann... aber es war wohl doch deswegen:

Vor dem Woodside Hospiz in Pinellas Park knien rund ein Dutzend Gläubige auf dem schlammigen Boden und beten gemeinsam für eine positive Entscheidung aus Tallahassee oder Washington. Unterdessen wird Arianna Grumbine, eine 19jährige Evangelikale aus Kalifornien verhaftet, weil sie versucht hatte, ein Glas Wasser an den Wachen vorbei in Terri Schiavos Zimmer zu schmuggeln.

Während die junge Frau in Handschellen abgeführt wird, schreit sie entrüstet: "Was sind wir doch für Barbaren, daß wir Menschen verdursten lassen."
//edit1:
ich denke auch, dass es an der fehlenden bewegung/den fehlenden körperaktivitäten lag, dass sie so lange ohne wasser ausgehalten hat...

//edit2:
und es gab noch mehr leute, die das versucht haben, u.a. ein 10jähriger junge:
http://press.arrivenet.com/nfp/article.php/613507.html
 
 
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