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Freundin suizidgfährdet...

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weltretter
Alt 02.04.2006, 02:42   #1
Standard Freundin suizidgfährdet...

Bin nicht sicher, in welchem Bereich das hier passt:

Meine Freundin hast großen Liebskummer und ist komplett am Boden (eher fast depressiv also nicht so "normal" deprimiert wie jeder andere) und gibt sich 3 Monate Zeit, klarzukommen (was utopisch ist, nachdem sie nach mehr als 3 Jahren ihre große Liebe verloren hat), danach will sie entweder zu Pillen oder Koks greifen oder sich umbringen.

Sie scheißt auf Freunde, deren Sorge und Zuneigung und Meinung. auch auf ihre Eltern und ist (verständlich wie ich finde) für keine Argumentation zu haben.

Reden bringt nichts, weil sie ja nunmal in einem Loch ist und alles keinen SInn hat, kennt man ja. aber ihc kenne sie und weiß wie es das letzte mal war (da ist er zurückgekommen, daher ist nichts eskaliert) und ich weiß,d ass man sich ernsthaft sorgen machen muss.

Ich möchte jetzt keine Kommentare, dass ich für sie dasein soll und ehe nichts machen kann und da muss jeder durch und so.

Meine Frage:

Kennt jemand so eine Situation und weiß vielleicht was darüber, inwieweit Therapien helfen? N Psychologe?
Oder ob ein Umzug hilft? (ich glaub nicht, dass sies machen würde...)
Irgendwelche professionellen Stellen an die man sich wenden könnte?

Ich möchte nochmal betonen, dass ich ganz ernsthaft der Meinung bin, dass es bei ihr nicht mehr normal ist und sie es einfach nicht packt!! Das geht nicht einfach vorbei. Ich kenn sie sehr gut.
 
 
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Alt 02.04.2006, 11:43   #2
Standard

wie alt ist sie? wenn sie unter 18 ist dann zwangs einweisen lassen. (läuft wohl im normalfall über den hausarzt, wwi)

ansonsten: also mir hat der psychiater geholfen, aber das war auch eine aweng andere geschichte.

hast mit den eltern schon geredet?

ahja, dringlichkeit der punkte dann wohl doch eher in umgekehrter reihenfolge Oo.
 
 
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Sivar
Alt 02.04.2006, 12:17   #3
Standard

Stimme da amaya weitgehend zu... mit den Eltern reden, denen die Dramatik der Situation klarmachen, dann können diese ihre Tochter am Ende der 3 Monate in ne Klinik stecken.

Wenn sie volljährig ist, kann man sie "nur noch" wegen der Suizidgedanken zwangseinweisen, was wiederum nur ein Arzt in die Wege leiten kann. Ein Weg wäre zB, ihn dazuzurufen (also Hausbesuch), wenn sie grad durchdreht und verkündet, dass sie sich umbringen will, dann ist er geradezu verpflichtet, sie in eine Psychiatrie einzuweisen.

Ist natürlich klar, dass niemand Tag und Nacht auf sie aufpassen kann. Manchmal muss leider erst etwas passieren, bevor die Staatsgewalt tätig werden kann. Wenn sie zB mit aufgeschnittenen Pulsadern - was noch vergleichsweise harmlos wäre - ins Krankenhaus kommt, fährt sie von der Notaufnahme mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit direkt zwangsweise weiter in eine psychiatrische Klinik.

Schöner wärs natürlich, wenn du oder irgendwer anders sie dazu überreden könnte, sich freiwillig einweisen zu lassen. Argumentativ könnte man ihr das ja so verkaufen: "Du hast dabei nix zu verlieren. Du willst ja eigentlich lieber wieder klarkommen als sterben, daher isses logisch, wenigstens nen Versuch zu unternehmen, da mit professioneller Hilfe rauszukommen."

Am ehesten glaube ich aber, dass sie damit ihren Ex erpressen will, wieder zu ihr zurückzukommen (hat ja anscheinend schonmal funktioniert), und sie daher keine Hilfe annehmen will. Bleibt nur zu hoffen, dass der Ex sich nicht erweichen lässt und die Sache nach 3 Monaten, denn eine Beziehung auf so ner Grundlage hat ja offensichtlich keinen Zweck.

Ich hab selber keine Erfahrung mit psychologischer Behandlung, aber aus dem Bekanntenkreis weiss ich, dass es zumindest ein Stück weit hilft. Die Psychiatrie ist vielleicht nicht perfekt, aber sie zwingt die Leute doch im Grossen und Ganzen, sich konstruktiv mit ihren Problemen auseinanderzusetzen und ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen.
 
 
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ElLute
Alt 02.04.2006, 12:29   #4
Standard

also wenns wirklich krankhaft ist, dann einweisen... depressive lassen da ganz gut mit sich reden... aufpassen, dass keine falsche diagnose gestellt wird (kenne jemanden, der manisch-depressiv ist, da war die therapie höllisch, weil er dann in die manische phase übergegangen ist und durch fehlende krankheitseinsicht seinen mitmenschen den letzten nerv raubte...)

ich kenn mich da jetzt zu wenig aus, aber man kennts ja von anderen zwanghaften verhalten... es braucht nicht nur die einsicht, es braucht auch noch die therapie...

schulmedizinisch gibts da ganz gute medikamente, aber vielleicht gibts da ja auch alternativmedizinische techniken, die meiner meinung nach bei solchen "krankheiten" nicht zu unterschätzen sind...


edit nach sivars post:

drei monate warten wird wohl wenig bringen... ein normaler mensch wartet mit einem gebrochenen bein schliesslich auch nicht drei monate, bis er zum gipsen geht. vielleicht findet sich ja jemand, der bereit ist, ihr zuzuhören (nicht auf sie einzureden), ihre gedanken in klare worte zu fassen und sie dann mit diesen klaren worten zu einer lösung zu führen...

evtl. mal umhören, was es so gibt.
psychiater hilft sicher. da gibts die richtigen medikamente, gedankenhaushalt wird wieder ausgeglichen und gut ist...

psychologe kann dabei helfen die situation zu analysieren... der professionelle zuhörer, der die problematik auch klar erkennen kann und dann weitere schritte erwägen kann

alternativmedizin wär sicher ein versuch wert. habe mir mal von einem kollegen erklären lassen, dass es da vor allem um die wiederherstellung des energieflusses geht und der körper als komplexes system gesehen wird (weshalb der westliche zugang zu diesen techniken nicht funktioniert), dass im gegensatz zur psychiatrie der schulmedizin nicht nur das problem spezifisch geflickt wird, sondern aufs ganze geschaut wird und dadurch wieder das gleichgewicht hergestellt werden soll...

sicher gibts auch noch ein paar obskure techniken zur teufelsaustreibung...

Geändert von ElLute (02.04.2006 um 12:50 Uhr).
 
 
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Ceridwen
Alt 02.04.2006, 15:16   #5
Standard

Ich würde mich an deiner Stelle auch mit den Eltern unterhalten und dann mal Kontakt zu Hilfsorganisationen aufnehmen. Die Adressen bekommst du bei jedem Hausarzt.
Nun zu der Sache mit der Zwangseinweisung nach einem Suizidversuch, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, 2 Tage später bist du wieder raus, wenn sie Volljährig ist.
Aber in dem meißten Krankenhäusern die über eine Psychatrische Station verfügen, gibt es sogenannte Krieseninterventionsdienste. Vielleicht geht sie ja freiwillig mit dir dahin.
 
 
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weltretter
Alt 02.04.2006, 23:53   #6
Standard

Also mit den Eltern rede ich, wenn ich das Gefühl hab, es ist alles zu spät. Denn das Verhältnis ist so, dass sie komplett ausrastet, wenn die versuchen zu helfen. Ziemlich gespannt.

Sie erpresst ihren ex nixht, die haben keinen Kontakt. Er weiß gar nicht wie es ihr geht oder so und letztes Mal ist er eben einfach wieder zurückgekommen. Sie hat da gar nichts gemacht.

Ich denke, ehrlich gesagt, dass so ne Zwangseinweisung nicht viel bringt, kenn mich da natürlich auch nciht aus. Ich denke halt, sie sollte ihr "normales Leben" weiterleben und nebenher irgendwas finden, was ihr hilft.
Sie geht ja auch viel raus und trifft sich viel mit Leuten. Man sollte meinen dass das gut ist, ist es auch bestimmt, aber trotzdem ist sie ganz schlimm drauf. Sie kann auch zum Besipiel nicht schlafen Ich meine, ich habe 2 tage mit ihr verbracht und die Frau schläft nicht! ich weiß nciht, wie das geht, aber sie kann nicht. Na dann nimmt sie halt so Schlaftabletten manchmal dann gehts so bis 6 uhr früh...

Ja, also Psychologe findet se jja schonmal selber gut, also werd ich das wohl mal in die Wege leiten. Vielleicht braucht sie auch einfach zuwendung. So generell mein ich und wenn se dann inner Krise steckt, halt noch mehr...
 
 
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MiKe
Alt 03.04.2006, 01:07   #7
Standard

Also mit den Eltern rede ich, wenn ich das Gefühl hab, es ist alles zu spät.
naja, dann kann's aber evtl. wirklich für ALLES zu spät sein, auch für das mit den eltern reden...
 
 
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ElLute
Alt 03.04.2006, 01:41   #8
Standard

Zitat von weltretter
Ja, also Psychologe findet se jja schonmal selber gut, also werd ich das wohl mal in die Wege leiten.
ganz meine rede...

und wenn die werte dame schon pillen in sich reinschmeisst, dann ist es auch nur mehr egal, ob sie jetzt zu schlafmitteln greift oder wohldosierten von einem facharzt verschriebenen psychopharmaka...
 
 
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weltretter
Alt 03.04.2006, 09:31   #9
Standard

@Mike: noch kann ich ihr "helfen", wenn ich ihre Eltern einschalte, macht sie komplett dicht,
und davon abgesehen hätte es einfach keinen Sinn.
Und ich sage es den Eltern halt so nach 2,5 Monaten, wenn keine Besserung in Sicht ist,
weil ihr Vater Chirurg ist und vielleicht auch Kontakt zu andern Ärzten kreigen kann
und weil sie zumindest nicht so spontan überrascht werden sollen, wenn sie im
Drogensumpf versackt sondern zumindest das Gefühl haben, sie KÖNNTEn was tun.
Klingt ja total hart, aber ich kann nichts machen. Wenn sie sich für irgendwas entscheidet, macht sie das eben.
Ich kann NICHTS dagegen tun, daher muss ich das alles so nüchtern betrachten...

Na aber stimmt schon, ihren Eltern sollte ich doch Bescheid sagen, ich mein, ICH
kann ja nun nicht entscheiden, ob es was bringt... das steht mir wirklich nicht zu...
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 03.04.2006, 12:30   #10
Standard

Hey Weltretter!
Wie sieht sie sich denn selbst? Ist sie sich bewusst daß es ihr übelst scheiße geht und sie Hilfe braucht? Ist sie in irgendner Weise offen?
Oder ist sie so drauf daß sie sagt: Egal, 3 Monate, dann kommt halt Koks oder der Strick...
Hat sie schon Zeugs genommen was über Schlaftabletten hinausgeht und ihr so ne abwehrende Distanzhaltund verschafft?


Und: wie gut kennst du sie oder wie habt ihr euch gekannt als es ihr noch gut ging?
 
 
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weltretter
Alt 03.04.2006, 12:51   #11
Standard

Man kann sagen, dass sie eine von meinen 2 besten Freundinnen ist.
Sie ist sich klar darüber, dass sie extremer reagiert als andere und dass es
nicht normal ist, dass man sich umbringen will. Sie will aber auch die Möglichkeit
gar nicht sehen, dass sie sich eventuell mal wieder fangen könnte.

Ich weiß noch wie es mir ging, ich dachte auch vom Gefühl her, ich werd nie
wieder glücklich. Aber mein verstand hat jeden Morgen gesagt: Komm steh auf, mach
weiter, irgendwann vielleicht auch erts in nem Jahr, aber irgendwann wird es wieder
jemand oder etwas geben, dass dir Freude bereitet:

Aber sie sagt halt, dass sie ihr Leben nicht packt ohne ihn und solang er da war hat sie
das halt akzeptiert aber seit er weg ist, weiß sie natürlich, dass sie kapputtgeht.
Nur leider ist ihr das eben egal.

Sie ist schon offen, und geht ja auch raus, nur bedeutet ihr all das nichts! GAR NICHTS!
Sie will halt den Schmerz betäuben, also lenkt sie sich ab oder kifft.
Das klappt auch ganz gut.
Sie kann halt nicht alleine sein, weil sie verrückt wird von dem Schmerz. Soweit kennen wir das
ja meist auch alle.
Soweit ich weiß hat sie nur gekifft.
Aber sie kennt Leute, die ihr koks oder Speed besorgen.

Was mich ein bisschen "aufmuntert": Sie sagt, sie nimmt lieber Speed, weil das billiger ist
und Koks auf Dauer sie sich nicht leisten kann... Das bedeutet ja, dass sie schon irgendwie
weitermachen will, oder? Ich mein -> "auf Dauer"...
 
 
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ElLute
Alt 03.04.2006, 23:20   #12
Standard

wahnsinn... ich sag jetzt gar nix mehr... erzähl mir dann, wo sie in drei monaten gelandet ist... in der realität, im drogensumpf oder auf dem betonboden vor dem fernsehturm.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 04.04.2006, 15:22   #13
Standard

Wahnsinnig hilfreich, diese Schwarzmalerei ...


Zitat von weltretter
Man kann sagen, dass sie eine von meinen 2 besten Freundinnen ist.
Sie ist sich klar darüber, dass sie extremer reagiert als andere und dass es
nicht normal ist, dass man sich umbringen will. Sie will aber auch die Möglichkeit
gar nicht sehen, dass sie sich eventuell mal wieder fangen könnte.
Das ist natürlich keine gute Position, aber die ganze Angelegenheit ist ja nicht das was man sich jeden Tag wünscht.
An dem eigenen Willen der Leute kommt man immer am allerschwersten vorbei.

@weltretter: hast du schon mal überlegt sie ne Zeitlang irgendwo komplett in ne andere Umgebung zu verfrachten? 2 Wochen in Urlaub schleppen oder so?
 
 
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FrozenSmile
Alt 04.04.2006, 15:42   #14
Standard

oh gott...was du hier schilderst, erinnert mich sowas von an meine ex...(deren vater war auch chirurg, das macht mir gerade n bissche angst). ähnliche masche, aber die macht seit X jahren therapien + hat ewigkeiten unter medikamenten gestanden. gebracht hats bisher wenig, sobald sie länger als ne woche nich beim psychologen is, merkt man ihr das schon an, wenn sie nen monat nich da war, konnte man sie kaum noch ertragen. die krankenkasse hatte ihr kurz vor unserer trennung noch mal 100 stunden gesprächstherapie genemigt - das letzte mal in ihrem leben, danach muss sie selbst zahlen.

man kann einem chronisch depressiven menschen nicht einfach so seine depression austreiben. man wünscht es sich vielleicht, aber mal offen gesagt glaube ich nich, dass du da irgendeine chance hast. meine ex hat wenigestens nie mit selbstmord etc gedroht, aber ich sag dir eins: lass dich davon nicht kaputt machen. ich hab mich 2 jahre für besagte ex aufgeopfert weil ich das gefühl hatte, nur ich könne helfen. im endeffekt wars dann so, dass es mir mit der zeit selbst immer schlechter ging und als es ihr dann mal ne weile gut ging, hat sie mich fallen lassen wie ne heiße kartoffel. juhu. ^^ hab aber von psychologen schon gehört, dass das bei dieser art von psychos normal ist, dass die gerade die menschen irgendwann verraten, die das meiste für sie getan haben. warum? man weiß es nicht.

ich kann verstehen, dass du das gefühl hast, ihr helfen zu müssen. hatte ich auch. aber denk auch an dich. sie zu, dass das nicht unbewusst zu deiner lebensaufgabe mutiert. das passiert ganz langsam, das merkst du garnicht. chronisch depressive menschen können wunderbar ihr umfeld nach und nach kaputt machen, aber die rosa brille kompensiert das ne zeit lang wunderbar....

klar, es ist nochmal was anderes, obs "ne freundin" oder "die freundin" ist, aber ich bin auf dauer einfach aggressiv geworden, mich hat dieses dauernde geschmolle einfach nach über nem jahr nur noch angekotzt. reden? man, was haben wir viel geredet. man, was hab ich viel zugehört. man, was hab ich häufig das gefühl gehabt, jetzt endlich nen schritt weiter zu sein mit ihr.
dazu kam dann noch, dass depressive menschen sexuell gesehen wohl auch nicht gerade sehr begeisterungsfähig sind - mein sexualleben war mehr das eines 80jährigen als das eines 21jährigen. dass ichs trotzdem 2 jahre mit ihr zusammen war, beweist denke ich, dass ich mich echt bemüht habe.
für mich war irgendwann der punkt: ich hab wie gesagt gemerkt, dass meine hemmschwelle immer geringer, ich immer aggressiver ihr gegenüber wurde. sie war ein klotz am bein, würd ich im nachhinein sagen. aber in der zeit hab ich den fehler immer bei mir gesucht. es ist weniger subtil, wenn man seinem partner vorwerfen kann "du machst mich gerade wegen ner kleinigkeit an", als wenn man dann antworten musst "ja du rennst ja auch schon wieder rum als wär einer gestorben, es kotzt mich an..." das tuste nicht, erstmal denkste dir "im grunde hat sie ja recht" und fängst an dich selbst zu verbiegen um irgendwas zu retten, was erstens nicht zu retten ist und zweitens auch, zumindest in meinem falle, die rettung nicht wert war. wie gesagt, im endeffekt hat sich mich dann irgendwann abserviert, weil "wir uns ja nuuur noch gestritten haben". auch das fand ich dirket nach der trennung noch vollkommen verständlich, war ja auch ne tatsache. im nachhinein haben mir meine freunde den kopf gewaschen und gesagt: "hey...selbst wir als außenstehende haben gesehen, dass du dich für sie aufopferst und im endeffekt nie wirklich was zurückbekommen hast. zumindest bist du "negativer geworden. wenn aber irgendwas nicht stimmt, dann, dass DU dir jetzt den schuh anziehst, die beziehung gekillt zu haben. wer sich so parasitär verhält wie deine ex, der sollte einfach die klappe halten."

recht hatten se!


-----

mag zwar jetzt vieles etwas vom thema ab sein, aber was du da geschrieben hast war echt ne art deja vu für mich...

Geändert von FrozenSmile (04.04.2006 um 15:57 Uhr).
 
 
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*mia
Alt 04.04.2006, 19:31   #15
Standard

frozensmilie: hier geht es aber doch drum, dass sie nach der trennung depressiv geworden ist, also so derbe oder? Und nicht schon über die jahre hinweg war..

hi weltretter..

Also noch mal zu deinem ersten post.. es gibt echt super einrichtungen,(keine psychatrie!!!) in die sie gehen könnte. Wenn sie glück hat hat sie n super hausarzt der ihr eine raussuchen kann, ich weiss nicht was sie mag, vlt irgendeine psychosomatische klinik am meer oder sonstwie an der natur.
Wird wohl erst mal ne harte zeit für sie, wenn sie sich nicht umbringt. Auf das kiffen sollte ( muss ) sie dann dort auch erst mal verzichten, einfach um überhaupt wieder zu sich selbst finden zu können.
Aber wie alt ist sie ? ( falls das noch nicht gepostet wurde, habs nich gesehen)
Abgesehen davon, sollte das eigentlich egal sein, auch mit 14 kann man es schaffen, und jedenfalls einen teil der wahrheit der welt kapieren.
Ich empfehle hier, es hinzunehmen das alles sch****** ist, aber einfach auch was dagegen zu tun.. also ich weiss nicht genau wie euer verhältnis ist, aber ich denke du als beste freundin kannst da auch nicht viel weiterhelfen, als ihr diesen tipp zu geben..
Sie soll sich nach ner GUTEN ( es gibt da erhebliche unterschiede) Klinik umsehen. bei erfog wird sies nich bereuen, denke ich mal ..
 
 
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FrozenSmile
Alt 04.04.2006, 19:50   #16
Standard

frozensmilie: hier geht es aber doch drum, dass sie nach der trennung depressiv geworden ist, also so derbe oder? Und nicht schon über die jahre hinweg war..
der auslöser einer depression stellt für den generellen umgang mit selbiger wohl kaum eine bedeutung dar, oder?
bein ab is bein ab...obs ne axt oder ne säge war, is zunächst einmal sekundär. in jedem falle muss erst einmal operiert werden. ob man danach ein gespräch über den korrekten umgang mit sägen oder einen über die arbeit mit der axt führt, is sicherlich nich unbedeutend, um sich langfristig gesehen nicht nochmal ins bein zu sägen oder eben zu hacken. aber erstmal muss das bein wieder dran - ganz generell, unabhängig davon, warum es ab is. ^^
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 04.04.2006, 20:19   #17
Standard

Zitat von FrozenSmile
der auslöser einer depression stellt für den generellen umgang mit selbiger wohl kaum eine bedeutung dar, oder?
Hier gibts nen Unterschied zwischen psychischen Geschichten und physischen Verletzungen. Klar soll die gute wieder auf die Füße kommen. Aber so einfach wie "Arm wieder hin" isses leider nicht.
Ich vergleiche die psychische Schieflage jetzt einfach mit nem ordentlichen Schnupfen, nicht mit einem abgesägten Arm. Gegen Schnupfen gibts Taschentücher und Kamillentee und Antibiotika wenns härter kommt. Solange ich aber nicht aufhöre ohne Mütze Jacke im Winter rauszugehen krieg ichs immer wieder.

Weiter oben gings drum daß das Mädl erst nach der Trennung depressiv geworden ist. Das wird man nun trotz derbst schmerzlicher Erfahrungen und Abhängigkeiten nicht einfach so mal eben. Die Neigung dazu keinen Ausweg zu suchen und sehen zu wollen kann schon viel früher in einem stecken, kommt von früheren schlechten Erfahrungen, Enttäuschungen, seelischen Verletzungen oder ist vererbt oder was weiß ich alles.

Wenn du jetzt auf diese Ursachen stößt kannst du den Grund der ganzen Problematik aushebeln, nicht nur die Symptome einigermaßen grade rücken.
Bei Depressionen kannst du - anders als in der Chirurgie - das Problem oft gar nicht sinnvoll kurieren ohne daß du ne Ahnung von der Ursache hast.
 
 
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kritzi
Alt 04.04.2006, 20:52   #18
Standard

wow....ok, leute jetzt mal langsam....

muss auch mal meinen senf dazugeben... ich sehe da so einige probleme...unter anderem, dass niemand hier wirklich irgendwie mit der situation vertraut ist, die ja doch etwas komplizierter zu sein scheint...
oder dass ich nicht glaube, dass irgendjemand von uns hier irgendwelche tiefergehenden psychologischen kenntnisse hat...sorry so was in richtung "ich kenn da aber jemanden" oder "ich hab sehr viel drüber gelesen" kann man glaube ich hier nicht gelten lassen....

und dann finde ich es meines erachtens schon etwas heftig, dass hier worte wie zwangseinweisung und ähnliches fallen....
schaut mal, ein psychiater oder psychologe oder wie auch immer hat eine fundierte ausbildung und jahrelange erfahrung...und selbst so jemand wird sich normalerweise ohne eingehende gespräche kein urteil erlauben....
und deshalb denke ich, dass es ehrlich gesagt sehr kritisch ist, hier irgendwelche empfehlungen oder diagnosen oder so aussprechen zu wollen...
damit macht man unter umständen mehr kaputt als dass man hilft...wer von uns hier fürhlt sich bitte kompetent genug, irgendwelche psychologischen einschätzungen oder ratschläge vornehmen zu können? also ich nicht, muss ehrlich sagen, dass mir das ne nummer zu groß ist...

kann sein, das ganze ist todernst, kann auch sein, es läuft unter "hunde, die bellen, beißen nicht.."
aber ich traue mich nicht, das aus der entfernung ohne bessere kenntnis der situation und so weiter einzuschätzen....

ok, an weltverbesserer: das heißt nicht, dass ich dir nicht helfen möchte und ich kann dir eigentlich nur eines raten...
du kannst dir ja erst mal hilfe holen, das muss sie ja nicht sofort wissen...sei es dein hausarzt, sei es meinetwegen auch der kriseninterventionsdienst oder auch einfach die familienberatung oder ähnliches, welche dich an entsprechende stellen verweisen können....
sag diesen leuten was sache ist, lass sie das ganze mal einschätzen und frag SIE, was du tun sollst/kannst...solche situationen gibt es vermutlich öfter als man denkt und diese leute machen das auch nicht nur zum spaß, das sind nicht umsonst die profis...ich rate dir also, dass du dir dabei helfen lässt, ihr zu helfen....das muss nicht unbedingt gleich über psychiatrie oder so was sein...aber wie gesagt, ich weiß es auch nicht besser und mehr hab ich dazu momentan auch nicht zu sagen...

soweit meine bescheidene meinung, alles gute,

Kevin

Geändert von kritzi (04.04.2006 um 21:04 Uhr).
 
 
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Taja
Alt 04.04.2006, 21:18   #19
Standard

also, erstmal zu kritzi: du hast vollkommen recht. man sollte da nicht einfach so seinen senf zu geben... das ist ein schwerwiegendes problem.

desweiteren: erst einmal solltest du deine freundin davon überzeugen, dass eine therapie ihr helfen kann. mich überzeugte damals mein freund (er nahm mir das versprechen ab, es wenigstens eine stunde zu probieren "was hast du denn zu verlieren, wenn es dir nix bringt gehst du nicht hin"). ich denke ne therapie kann sehr weiterhelfen in solchen fällen.
und wenn das nicht hilft...mach es wie kritzi sagte: hol dir professionelle hilfe, um ihr zu helfen!
 
 
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Sivar
Alt 04.04.2006, 21:27   #20
Standard

Klar ist man bei einer Zwangseinweisung nach 48h wieder draussen, wenn man sagt, dass man sich gefangen hat und wieder alleine klarkommt. Aber es geht bei sowas ja auch drum, eine akute Krise zu bewältigen und denjenigen für den Moment vor sich selber zu schützen. Man muss auch nicht die Ursache einer Suizidabsicht kennen, um jemanden zwangs-einzuweisen. Soweit zur gängigen Praxis, je nach Arzt und zuständigem Mitarbeiter des Amtsgerichts geht sowas teilweise ganz schön schnell, so dass Leute in der Psychiatrie landen, die eigentlich nicht dort hingehören. Meist ist es aber wohl angemessen.

Dass der freiwillige Weg in eine therapeutische Einrichtung welcher Art auch immer der beste ist, steht jawohl ausser Frage. Deine Freundin scheint ja ein grundsätzliches Problem damit zu haben, den Wert in sich als Individuum zu sehen, und hatte das Problem auch wohl schon vor der Beziehung. Denn wenn jemand solch eine Selbstachtung hat, wird er/sie diese nicht während einer Beziehung verlieren. Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt für dich, ihr bei dieser grundlegenden Sache ein neues Weltbild zu verschaffen, damit sie anfängt ihr eigenes Leben ohne Freund als wertvoll zu erachten.

Aber ich muss auch FrozenSmile zustimmen. Es ist schwer, jemandem mit psychischen Problemen über lange Zeit zu helfen. Pass auf, dass du dich damit nicht selber kaputtmachst, und zieh dich schlimmstenfalls zurück, wenn du merkst, dass es dich langfristig mehr Energie kostet als du hast.
 
 
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FrozenSmile
Alt 05.04.2006, 03:20   #21
Standard

was hier gesagt wird, ist schon richtig - keiner von uns kann die situation beurteilen aber ich glaube auch nicht, dass sich das hier jemand anmaßt.

es wurde ja eingehend die frage formuliert, was man als freund tun kann. und da find ich das bisher genannte eigentlich, bis auf den punkt der zwangsanweisung, zumindest nicht am thema vorbei und auch eigentlich nicht anmaßend.

was zwangseinweisungen und psychologen angeht...versteht mich nicht falsch, nix gegen psychologen. aber es ist schon schwer genug, freunde zu finden, mit denen man offen über themen reden kann. daher bin ich relativ sicher, dass es ziemlich schwer ist, den richtigen psychologen zu finden. eine gesprächstherapie (und es ist nicht anmaßend zu behaupten, dass sie die bekommen würde) erfordert nunmal, dass die chemie stimmt. sowohl im bezug auf den menschen als auch im bezug auf den raum, in dem die sitzungen stattfinden. letzteres is aber wohl das kleinere problem.

viele leute, die therapien gemacht haben, berichten, dass sie am anfang einen oder mehrere psychologen hatten, wo "die chemie" nicht gestimmt hat. das kann unter umständen ein bestehendes problem sogar verschlimmern, in den meisten fällen jedoch führt es bei den patienten zu einer "nützt doch eh nix" haltung. (war bei meiner ex co-therapeut und hab mich in der zeit durch extrem viele foren zu dem thema gefressen. als ehemaliger "angehöriger" einer chronisch depressiven person liegt das auch irgendwo nahe, jedenfalls findet man das gerade gesagt in jedem forum zum thema psychischer krankheiten)

den punkt sollte man meiner meinung nach also schon im vorfeld berücksichtigen, damit auch von anfang an die einstellung da ist, den psychologen direkt zu wechseln, wenn irgendwas nicht so ist, wie man es sich wünscht.



noch einmal im bezug auf mein gleichnis mit dem abgehackten bein...
Bei depressiven Menschen, und ich berufe mich hier entgegen der Einwände einmal mehr auf Bücher, die ich gelesen und Sachen, die ich mit meiner Ex erlebt habe, gibt es im Endeffekt bei der Behandlung das Klassische Dreigestirn.

1) Gesprächstherapie
2) Eventuell Gesprächs und Selbsthilfegruppen, Kreative Selbstreflektion als Unterstüzuende Maßnahme
3) In schweren Fällen Medikamente wie Fluroxin etc.


So, der Punkt 1 ist immer dabei, der Punkt 2 is freiwillig ergänzend, ein relativ großer Sektor, viel mit kreativem Arbeiten, etc. Punkt 3 wird nur eingesetzt, wenn der Mensch hochdepressiv ist, quasi wirklich suizidgefährdet.

Ich würd an dieser Stelle gerne noch auf dein Gegenbeispiel mit dem Schnupfen eingehen, aber ich fürchte, dass dann die Diskussion hier entgültig in ne falsche Richtung abdriftet.

Geändert von FrozenSmile (05.04.2006 um 03:32 Uhr).
 
 
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kritzi
Alt 05.04.2006, 10:20   #22
Standard

ok, ganz kurz offtopic an frozensmile....

hoffe ich wurde nicht falsch verstanden, wollte hier niemandem den mund verbieten oder ähnliches und finde es echt ok, dass jeder seine meinung und einschätzung beiträgt...

wollte eben nur gleichzeitig auch mal anmerken, dass es meines erachtens eben recht kritisch ist...

tschuldigung, falls das anders rüberkam...

Kevin
 
 
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FrozenSmile
Alt 06.04.2006, 01:53   #23
Standard

OFFTOPIC

ich denke, ich muss mich entschuldigen. ich wollte nicht so rüberkommen, als hätte ich dir das übel genommen. ich schreibe meist, wie ich spreche und vergesse, dass die leute dabei weder meine stimmlage noch meine mimik zur einschätzung einer bemerkung haben.

also, alles irie.


um zum thema zurück zu kommen....weltretter sag mal wieder was, is ja viel passiert hier.
 
 
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weltretter
Alt 06.04.2006, 13:28   #24
Standard

Jo, ich dank euch auf jeden Fall fürs Gedanken machen.
Ich denke nicht, dass ich mich da für sie aufopfer oder reinreißen lasse. Wobei ich schon n Knacks weg hätte, wenn se sich tatsächlich nicht wieder fängt, in was für einer Katastrophe das nun auch immer enden mag. Wir haben letztens telefoniert und sie SCHIEN ok, also es geht ihr zwar scheiße, klar, aber man kommt zurecht.
Sie geht auch wieder zur Uni, sagt sie und will ihren Nebenjob weitermachen.

Is nur so,d ass ich sie kenne und weiß, dass sie wahrscheinlich bekifft war und dann gehts halt einigermaßen bei ihr.

Das Problem sind ja die Momente, wo sie halt doch wieder irgendwie gezwungen ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Sie hat ein komplett verdrehtes Bild von sich, daher geht sowas oft in die Hose.

Ich hab ihr nun ne Nr. von nem Psychologen besorgt und will da nächstens mit ihr hin
Ansonsten, wenn ich das Gefühl hab, dass es nicht besser wird oder eskaliert, hat mein Freund mcih auch drauf aufmerksam gemacht, dass sie ja n Bruder hat, der zwar woanders wohnt, aber mit dem sie super klarkommt. Der hat noch größere Psychosen als sie aber der kommt klar.

Joa, also wenn sich was neues entwickelt, sag ich Besdcheid, denn es ist vielleicht auch interessant, immerhin kann ja jede in meine oder auch ihre Situation kommen und dann ist es vielleicht nichts chelcht, wenn man schonmal sowas gehört hat...
 
 
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Alt 06.04.2006, 16:47   #25
Standard

mal angenommen den fall das du hier nichts überdramatisierst:

wenn ihr vater chirurg ist hat er eine gewisse ärztliche bildung und er wird seine tochter kennen. wenn du ihn also darauf aufmerksam machst das er nicht sofort nach eurem gespräch auf sie losrennen soll und sie in kreuzverhör nimmt, vermute ich stark das er genügend einfühlungsvermögen hat um vorsichtig an sie heran und mit ihr umzugehen.

du scheinst mir den eindruck zu machen das du das ding allein durchziehen willst. aber eine suizidgefährdete ist dir, uns und den meisten ein paar nummern zu groß. jmd der wirklich suizidgefährdet ist lässt sich nicht von otto normal menschen helfen. otto normal menschen KÖNNEN da nicht helfen. keiner von uns kennt ihre abgründe der seele, keiner von uns vermag zu analysieren.

bei psychologen _kann_ man an gute geraten, muss aber nicht. zumal für suizidgefährdete eh die psychiater zuständig sind.

du kannst mit ihr reden und ihr wann immer sie will zur seite stehen. mich hats aber genervt wenn man mir quasi wie ein schatten gefolgt ist nur um mich nicht allein zu lassen. wenn ich allein sein wollte, wollte ich allein sein. punkt.

aber: wenn sie _wirklich_ krank ist, und ein mensch der _wirklich_ an suizid denkt IST krank, dann kannst DU ihr NICHT helfen. und wir ihr auch nicht.

wenn der psychologe den du ihr besorgt hast nichts taugt, sorg dafür das sie nicht aufgibt und zum nächsten geht oder zu vergleichbaren alternativen institutionen.

und zwar ohne große zeitverzögerung.

und erspar ihr die phrasen: denk doch an deine freunde und an deine familie. wenn man _wirklich_ suizidgefährdet ist sind selbige scheiss egal.

aber wie gesagt: das ausgehend von dem fakt das du nicht überdramatisierst.

und wenn du nicht zu den eltern gehst weil du angst hast das sich sich dann verschließt oder womöglich von dir abwendet, dann versagst du als freund.

ach und die suizidgedanken müssen nicht von einer gescheiterten beziehung herrühren. das mag auslöser sein, aber nicht unbedingt ursache. so wie ich das lese hat sie derartige selbstwertprobleme schon vor ihrer beziehung und war durch selbige nur genug abgelenkt.

also reichts hier vermutlich nicht mal so larifarie ihr beziehungstechnisch wieder vertrauen zu geben. die ursachen für ihre depression liegen vermutlich wonanders und das woanders kann sich unter umständen irgendwann in der kindheit ereignet haben oder auch gar nicht ereignet haben da es vllt krankheitsbedingt ist (s. manisch depressive störung)

und weil wir hier so schöne viele "eventuell" und "vermutungen" und "unter umständen" haben: gottverdammt: lass nen profi ran.

Geändert von Felicitas (06.04.2006 um 19:49 Uhr).
 
 
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