Klar ist es im Prinzip so, dass solche Dinge einem von alleine durch den Kopf gehen, aber bei manchen Leuten komm ich echt ins Grübeln ob das bei denen auch so ist.
Natürlich will ich dir deine Intelligenz nicht absprechen, das mit dem Skateboarden war auch nur n Beispiel für viel extremere Sachen, wo zB Leute etwas tun, nur um den Kick für den Augenblick zu haben. Zum Beispiel Autos abzocken und dann irgendwo Rennen fahren, wo dann die Autos meist bei kaputt gehn. Mag sein, dass man später wenn man alt ist, darauf zurückblickt und sich freut dass man was erlebt hat, aber die Risiken dabei warn schon recht hoch.
Dass einem vor allem erst was passiert, wenn man totale Angst hat dass es passiert ist klar. Aber ich meinte das eher so, dass man sich erst Gedanken macht über das was man vorhat und es dann mit dem Wissen um die möglichen Konsequenzen angeht, ohne sihc dabei noch Sorgen zu machen. Man hat sich ja einmal entschlossen. Ein wenig Angst kann zwar immer noch dabei sein, aber richtige Zweifel sollte man sich entweder vorher aus dem Weg geräumt haben oder erst garnicht das Risiko eingehen. Du hattest das ja eher so verstanden, dass man etwas macht und sich dabei um die Risiken Gedanken macht.
Vielleicht sehen wir das grundlegend anders. Ich würde - wenn etwas passiert ist - mir anschliessend nicht sowas wie "hätte ichs lieber gelassen" sagen, sondern eher "ich wusste worauf ich mich einlasse und es ist eben leider schief gegangen". Und wenn etwas passiert ist was ich nicht bedacht habe, würd ich mich ärgern dass ich das vergessen hab. Das klingt alles ziemlich rational, aber so extrem isses auch wieder nich bei mir.
Dann meintest du noch, dass ich vielleicht erst einsam werde, wenn ich mich darum sorge. Es war zwar übertrieben, aber trotzdem trifft das glaub ich so nicht auf mich zu. Ich bekomme nämlich auf meine Art keine Angst vor der Gesellschaft, vielmehr hocke ich viel vorm PC, weil ich das Interesse an der Gesellschaft teilweise verloren habe. Die meisten Leute, die man zB auf ner Party neu kennenlernt, haben nichts Neues zu bieten, oder zumindest nix was interessant wäre. Gelaber über Dinge, die keinen wirklich interessieren, hängt mir auch zum Hals raus. Nicht umsonst sagen alle Leute dass ich sehr sehr schnell über private Dinge anfange zu reden. Das tolle daran ist: Es gefällt den Leuten auch, obwohl sie mir nach kurzer Zeit was erzählen, was sie den meisten anderen Leuten nicht anvertrauen würden. Und auf einmal merken sie dann, dass es doch garnicht so schlimm ist über sowas zu reden und dass das in Wirklichkeit viel interessanter ist als über das Wetter, die Lieblingsfarbe, die Glückszahl und die Vor- und Nachteile von dem Nokia 3210 zu labern.
Worüber ich mir Gedanken mache ist nur, ob ich mich lieber im Inet mit Leuten beschäftigen soll, mit denen ich mich über wirklich interessante Sachen unterhalten kann, oder ob ich glücklicher wäre, wenn ich mich im "RL" mehr mit den wenigen Leuten beschäftigen soll die mir wirklich viel bedeuten. Nicht dass ich sie stark vernachlässigen würde (meiner Meinung nach), es geht mir nur darum die richtige Mischung zu finden um zufrieden zu sein.
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Sivar