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Ferkelbuch - Indizierungsantrag

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ShakeTheDisease
Alt 20.05.2008, 00:47   #1
Standard Ferkelbuch - Indizierungsantrag

Durch OrionX´ Thread "Jugendschutz weiter verschärft" bin ich auf den Indizierungsantrag des Ferkelbuches aufmerksam geworden und finde das so ungeheuerlich, daß ich einen Thread darüber eröffnen will:


Es geht um das religionskritische Kinderbuch: „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" von Michael Schmidt-Salomon.

Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beantragte am 21.12.2007 die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. „In dem Buch werden die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum verächtlich gemacht“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser urteilte, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll".


Ich möchte euch kurz erzählen, worum es in diesem umstrittenen Buch geht:

Ein Ferkel und ein Igel entdecken ein Plakat auf dem steht: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” Die beiden erschraken und wollen sofort auf den Tempelberg gehen, um einen Rabbi, einen Priester und einen Mufti nach Gott zu befragen.
Ferkel und Igel finden es nicht nett, vom Rabbi nicht in den israelitischen Tempel gelassen werden, weil sie keine Juden sind. Dieser antwortet, der Allmächtige ist auch gar nicht nett, sondern allmächtig und allwissend, und könne ganz schön zornig werden, wenn man seine Gebote nicht einhalte und erzählt die Geschichte von der Sintflut. Die beiden sind entsetzt, daß während der Sintflut viele Omas, Babys und Meerschweinchen ertrinken.
Nachdem sie beim Bischof und beim Mufti ähnlich enttäuschende Gespräche hatten, vom letzteren wurden sie als gottverdammte Ungläubige beschimpft, flüchten die beiden vom Tempelberg.
Zuhause sehen sie wieder das Plakat “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” und sie merken was ihnen zuvor gefehlt hat: Ohne Gott hatten sie keine Angst. Daraufhin streicht das Ferkel das Wort "nicht" durch.
Zitat von „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel"
Wer Gott kennt, dem fehlt etwas! „Nämlich hier oben…“, sagt das Ferkel und tippt sich lachend an die Stirn.
Sie zerrissen das Plakat und freuten sich von Herzen.
Zitat von „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel"
„Die Moral von der Geschicht’: Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!“

Letztendlich benimmt sich das Ferkel wie das Kind im Märchen "Des Kaisers neue Kleider", weil es sich nichts vormachen läßt. Diese Anspielung findet sich auf der letzten Seite des Buches.

So, zur Argumentation des Familienministeriums:
Zitat von Rettet das kleine Ferkel
Im ministerialen Indizierungsantrag wird behauptet, das Buch sei „geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer (sic!) eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden". Jugendgefährdend seien Medien, „wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen". Dass ausgerechnet die niedlich illustrierte Geschichte vom kleinen Ferkel zu solcher „Verrohung" beitragen könne, wird damit begründet, dass in dem Buch „die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum verächtlich gemacht" und „die Besonderheiten jeder Religion (...) der Lächerlichkeit preisgegeben" würden. Nach Ansicht des Ministeriums werde dabei insbesondere das Judentum auf diffamierende Weise angegriffen, so dass „Text und Abbildung mithin antisemitische Tendenzen" aufweise.
Wie die Sache nun ausgegangen ist? Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn hat nach anderthalbstündiger Verhandlung entschieden, daß das umstrittene Buch nicht auf den Index für jugendgefährdende Schriften gehört. Die Zweidrittelmehrheit, die für eine Indizierung des Buches nötig gewesen wäre, kam nicht zustande.


So, die Frage an euch, was haltet ihr vom Indizierungsantrag, haltet ihr das Buch auch für antisemitisch, wie es dem Autor vorgeworfen wurde?


Hier noch die Hauptseite mit interressanten Links: Rettet das kleine Ferkel

Abschließend noch zwei passende Sprüche:
"Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?" Georg Christoph Lichtenberg
"Denken Sie an den betrübenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmöglich, dass gerade die religiöse Erziehung ein großes Teil Schuld an dieser relativen Verkümmerung trägt?" Sigmund Freud
 
 
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baedr
Alt 20.05.2008, 04:58   #2
Standard

Hab mir das buch gerade durchgelesen (gibts auf englisch zum DOWNLOAD), reißt mich jetzt aber nicht grad vom Hocker... Würd meinem Kind das nicht zum Lesen geben, weil das Kind in halbwegs religiöser Gesellschaft, oder religionstoleranter Gesellschaft nicht damit umgehen kann. Indizieren ist natürlich trotzdem Unsinn.
 
 
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Alt 20.05.2008, 14:12   #3
Standard

Nun ist es ist schon etwas einseitig und könnte neutraler sein. Lächerlich wird Religion auch gemacht, also das kann nun nicht ernsthaft geleugnet werden. Das ist okay, grundsätzlich - jedoch in einem Kinderbuch? Kindgerechte Religionskritik bitte anders, denn das Ferkelbuch ist keine.
 
 
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Sytrax
Alt 20.05.2008, 14:13   #4
Standard

Naja.... Religionskritik finde ich an sich nicht falsch... aber... wie Michaelg schon gesagt hat: Für Kinder bitte anders gestalten.
 
 
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Sidolin
Alt 20.05.2008, 14:30   #5
Standard

Ob das Buch jetzt "gute" Religionskritik ausübt oder nicht - indiziert werden sollte es auf gar keinen Fall. Für Kinder in dem Alter an die das Buch gerichtet ist kann es kaum Schaden anrichten, da da eindeutig noch die Eltern verantwortlich sind, was die Kinder lesen. Staatlich hier zu zensieren ist definitiv der falsche Weg.
 
 
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maria357
Alt 20.05.2008, 18:21   #6
Standard

Finde ich nicht gut. Würde ich meinen Kindern nie vorlesen oder erzählen.
Es gibt sehr gute Bücher für Kinder - aber DAS bestimmt nicht.
 
 
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Sidolin
Alt 20.05.2008, 19:27   #7
Standard

Zitat von maria357 Beitrag anzeigen
Finde ich nicht gut. Würde ich meinen Kindern nie vorlesen oder erzählen.
Es gibt sehr gute Bücher für Kinder - aber DAS bestimmt nicht.
Das ist dein gutes Recht, du hast die freie Wahl ob deine Kinder das hören oder nicht. Aber allen zu verbieten es zu lesen kann nicht der richtige Weg sein und so wurde ja auch der Indizierungsantrag abgelehnt.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 20.05.2008, 23:15   #8
Standard

Zitat von maria357
Finde ich nicht gut. Würde ich meinen Kindern nie vorlesen oder erzählen.
Es gibt sehr gute Bücher für Kinder - aber DAS bestimmt nicht.
Hey maria357, das ist etwas knapp, kannst du begründen warum, mich interressiert deine Meinung.

michaelg und Sytrax (oder an alle): Warum ist diese Religionskritik nicht kindgerecht?

Würde mich über mehr als 2 Sätze freuen.
 
 
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Alt 20.05.2008, 23:55   #9
Standard

Weil sie weder sachlich noch neutral ist, sondern einseitig. Sowohl die Darstellung der Glaubensrichtungen als auch die Gedankengänge der Tiere sind bewusst so konzipiert um im Ergebnis wie selbstverständlich dazu zu kommen, Religionen seien dumm, absurd, verrückt. An wen wenden sich die neugierigen Tiere? An Glaubensgelehrte!
An was denken sie bei Gott? An eine Person ("Mister God")

Selbst wenn man solche Gedankengänge bei einer ersten Beschäfitgung mit Gott haben würde - realistisch wäre, dass ganz andere, viel wichtigere Verständnisse in die Erklärung fließen würden. Angenommen mich fragte jemand: "Wo wohnt denn Gott, wohnt der da in der Kirche da?" - "ja" - "Hää? Aber ich seh ihn nicht!" - ich würde doch erklären, was mit Gott gemeint ist (eben kein Mensch!) was wohnen meint, wieviele verschiedene Verständnisse und Missverständnisse es gibt etc. etc.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 21.05.2008, 00:19   #10
Standard

In dem Buch geht es darum, daß Jesus am Kreuz gestorben ist, weil die Menschen böse waren, es geht um die Hostien, die den Leib Christi darstellen, es geht um die Sintflut, weil der von Haß erfüllte Gott die bösen Menschen nicht mochte.
Das sind alles Vermenschlichungen, darum geht es sehr wohl auch.

Daß das Buch sich lustig macht, finde ich nicht, jedenfalls nicht im Sinne von Beleidigung, bei den Mohammed-Karikaturen kann man noch streiten.
Sondern es werden Dinge mit Humor gezeigt, eben um sie (harmlos) sichtbarer zu machen.
 
 
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outfreyn
Alt 21.05.2008, 03:38   #11
Standard

Der Anfang ist durchaus kindertauglich. Zum Ende hin, mit den Begriffen Hölle etc. die nicht erklärt werden, geht es ganz klar in Richtung Jugend- oder Erwachsenenliteratur.

Ich sage es ganz klar: Ob das Buch schlecht ist oder nicht, eine Indizierung ist unangebracht.

Besonders der Hinweis auf Antisemitismus ist, sorry, bekloppt. Da hat wohl political correctness gewonnen.

Zitat von Cobain
Weil sie weder sachlich noch neutral ist, sondern einseitig. Sowohl die Darstellung der Glaubensrichtungen als auch die Gedankengänge der Tiere sind bewusst so konzipiert um im Ergebnis wie selbstverständlich dazu zu kommen, Religionen seien dumm, absurd, verrückt. An wen wenden sich die neugierigen Tiere? An Glaubensgelehrte!
An was denken sie bei Gott? An eine Person ("Mister God")
1) Sachlichkeit ist nicht zwangsweise ein MUSS
2) Neutralität ist nicht zwangsweise ein MUSS
3) der Standpunkt das Religion sich zumindest absurd darstellen kann, ist seit der Existenz des fliegenden Spaghetti-Monsters und des Unsichtbaren-pinken-Einhorns, unbestritten. Ob nun dumm oder verrückt ist imo persönliche Auffassung

Und die Titulierung mit "Mister" ist schlicht nicht relevant. Die Frage wieso "god" überhaupt ein Mensch ist und kein Objekt, eine Sache - was ja aus dem err "Grafitti" nicht ersichtlich ist - ist hingegen relevant. Da sollte sich der Leser die Frage stellen, was der Autor bezweckt.

Naja, wie gesagt. Für ein Kinderbuch imo untauglich, aber um indiziert zu werden... Da müsste man wohl alle Kinderbibeln ebenso verbieten, weil sie ein einseitiges Geschichtsbild vermitteln und Juden diffamieren.
 
 
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baedr
Alt 21.05.2008, 15:42   #12
Standard

Religion ist ein Thema, welches mit Fingerspitzengefühl angelangt werden muss, da viele Menschen sehr empfindlich darauf reagieren. Einem Kind kann man diesen Umstand nicht richtig erklären. Wenn das Kind sich den Inhalt des Buches merkt, und mit diesen bruchstückhaften Informationen anfängt sich irgendwo einzumischen, hat das mit sicherheit nur nachteile für das Kind. Man kann ja das kind auch so von Religion fernhalten(ohne das weiter zu kommentieren), und mit 14 selbst entscheiden lassen, woran es glauben mag.
 
 
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maria357
Alt 21.05.2008, 18:48   #13
Standard

Auf Deine Frage - warum ich meinen Kindern, das Buch nicht vorlese : die beiden Kleinen sind 3 Jahre und 5 Jahre.
Ich möchte, dass sie an Gott glauben, aber das Buch wirft Fragen auf, die ich ihnen nicht beantworten will und möchte zum Teil auch nicht kann.
Zudem möchte ich Gott - nicht als böse hinstellen, sondern als einen gerechten Gott, der böses bestraft und gutes belohnt.

Es hört sich sicher komisch an - ich glaube an "Gott", aber nicht an die Kirche.
Man muß nicht zwangsläufig Kirche und "Gott" mit einander verbinden.

" Laßt jeden Menschen seinen eigenen Gauben " !
 
 
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outfreyn
Alt 21.05.2008, 20:42   #14
Standard

Err baedr, wenn du 'n Kind so lange abschottest bis es selbst 'ne Entscheidung treffen darf, wie soll's dann bitte schön 'ne fundierte Entscheidung treffen?

Dem geht's dann so wie dem Ferkelchen und dem Igelchen: Keine Ahnung.

Daher wurde ich in den Religionsunterricht gesteckt. Net zur Indoktrination sondern "um mal davon gehört zu haben". Naaaaja.
 
 
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maria357
Alt 21.05.2008, 20:53   #15
Standard

Oh nein - ich schotte sie nicht ab. Sie hören andere Bücher über Gott und sehen auch DVDs direkt für Kinder.
Die gefallen mir auch. Also von nichts Ahnung ist nicht ...
Es müssen doch in dem Alter noch nicht solche Fragen aufgeworfen werden.
In dem Alter gibt es für die Zwei noch so viel zu entdecken auf der Erde.

Laß sie erst mal in die Schule gehen - dann sieht man weiter und vieles entwickelt sich von allein, wenn die Zeit reif dafür ist. Dort machen sie sowieso auch Religion.
Anderes sehen sie von mir oder hören sie ganz nebenbei, wenn ich mit Freunden rede.
Doch sie fragen dann schon.

Man muß Kinder nicht in eine bestimmte Richtung drängen. Es gibt vieles was zur Zeit wichtiger ist. Doch das liegt immer an der Familiensituation. Und - sory - die kennst Du nicht.
 
 
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outfreyn
Alt 21.05.2008, 21:06   #16
Standard

Zitat von maria357
Man muß Kinder nicht in eine bestimmte Richtung drängen. Es gibt vieles was zur Zeit wichtiger ist. Doch das liegt immer an der Familiensituation. Und - sory - die kennst Du nicht.
Junge, scheinbar hast du das "baedr" ganz am Anfang meines Postes übersehen. Kann ja mal vorkommen. Sprich: Du warst nicht gemeint.

- Von Drängen egal in welche Richtung hab ich nie geredet.
- Von deiner Familiensituation hab ich auch nie geredet, da du nie gemeint warst.
- Der Umgang mit dem Thema Religion und Kinder den du beschreibst sehe auch ich als gut und vernünftig an. Nutzt ja nix wenn ich 'nem zwei-jährigen 'ne Bibel um die Ohren haue. Mal aussen vor der Fall er ist frühreif und mit zwei Jahren schon intelligenter als ich.
 
 
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maria357
Alt 21.05.2008, 22:26   #17
Standard

Danke outfreyn !!!

So sehe ich das auch .
 
 
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tschiech
Alt 22.05.2008, 04:07   #18
Standard

Zitat von baedr Beitrag anzeigen
Religion ist ein Thema, welches mit Fingerspitzengefühl angelangt werden muss, da viele Menschen sehr empfindlich darauf reagieren.
ach ja? sollte es nich gerade deswegen nicht mit fingerspitzen angefasst werden um denjenigen menschen, die so sehr an die hölle, den märtyrer-himmel o.ä glauben, dass sie kritik beleidigt, die augen zu öffnen?
ich bin keine fan von beleidigungen, aber wieso sollte gerade religionen mehr respekt entgegengebracht werden als jeder anderen lebenseinstellung von menschen? wieso denkt man mit "das is halt seine religion" alle gegenargumente entkräften zu können bzw wieso sollte das vor kritik schützen?
ich kenn keinen einleuchtenden grund!

maria: wieso willst du, dass deine kinder an gott glauben? und an welchen überhaupt? gibst du ihnen eine faire chance einen der zumindest mehrheitsfähigen zu wählen oder zwängst du ihnen deinen auf?
und wieso lässt du sie denn mit der bibel nicht auch gleichermaßen das igel-buch lesen damit sie lernen, dass man nicht alles glauben muss sonder sich selbst entscheiden kann und soll ob und was man glaubt?
achja btw.. ich nehm das letzte zurück.. lass deine kinder die bibel bitte nciht lesen - soviel brutalität und rassenhass würden sie in zartem alter sicher nicht verkrafte..

topic: index? lächerlich.. und das ganze noch zum jahrestag der bücherverbrennung..
über die art und weise der erzählung bzw aufklärung kann man streiten aber index? wo leben wir denn? packt die schriftstellerin doch auf den scheiterhaufen..(man beachte den sarkasmus!)

mfg
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 22.05.2008, 10:19   #19
Standard

Zitat von tschiech Beitrag anzeigen
ach ja? sollte es nich gerade deswegen nicht mit fingerspitzen angefasst werden um denjenigen menschen, die so sehr an die hölle, den märtyrer-himmel o.ä glauben, dass sie kritik beleidigt, die augen zu öffnen?
Ähm nein? Und vor allem: warum die Augen öffnen? Du verwechselst da was, wir sind hier nicht bei "Barmherzige Erleuchtete klären Verblendete auf".

Zitat von tschiech
aber wieso sollte gerade religionen mehr respekt entgegengebracht werden als jeder anderen lebenseinstellung von menschen? wieso denkt man mit "das is halt seine religion" alle gegenargumente entkräften zu können bzw wieso sollte das vor kritik schützen?
ich kenn keinen einleuchtenden grund!
Du musst Religionen auch nicht mehr Respekt entgegenbringen. Wer bitte fordert denn das? baedr tut dies nur, weil es sich das für sich vernünftig überlegt hat, da er überlegt hat, wie leicht man Menschen so verletzen kann, was durchaus plausibel ist, wachsen schließlich eben nicht alle in einer so sittlich entwurzelten Umgebung auf wie der westlichen Weltgemeinschaft.
Ach, Toleranz, Respekt, Feinfühligkeit bedeutet nicht, dass meine eigenen Gegenargumente zu dem, was ich toleriere, entkräftet sind.
 
 
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Bi-Zar
Alt 22.05.2008, 11:45   #20
Standard

Das Buch wurde übrigens nicht indiziert (falls das keiner mitbekommen hat).

Übrigens wird christliche Literatur, in der der Holocaust als Wille Gottes bezeichnet wird, in Deutschland nicht indiziert.
 
 
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maria357
Alt 22.05.2008, 16:52   #21
Standard

awrum läßt Du Deine Kinder die Bibel nicht lesen.

Oh - man sie können mit 3 und 5 Jahren noch nicht lesen - laß ihnen doch Zeit.

Ich zwinge ihnen keinen Gott auf.
Wie ich sagte _ ich glaube an Gott, aber nicht an die Kirche.

Meine Vorstellung von Gott ist eine höhere Macht, sowie das weiter leben nach dem Tod.
Ich glaube an die Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Güte im Menschen und das dies später nach unserem Tod auch eine Rolle spielt!
Ich versuche den Kindern zu vermitteln - ehrlich, gerecht und gut zu sein, mehr nicht.

Ich versuche nur den Kindern zu erklären, das es eine große Macht gibt - die sie sich vorstellen sollen, wie einen "Opa" der auf einer Wolke sitzt und alles hört und sieht. Der helfen kann, weil er viele Engel um sich herum hat.
Das scheint ihnen in schwierigen Situationen Halt und Schutz zugeben, aber einen strafenden Gott , vor dem sie Angst haben = das soll nicht sein !!!
Dieser Gott - hat keinen Namen. Das sollen sie später selbst entscheiden. So wie auch der älteste von mir eben nicht an Gott glauben kann und will. Das ist für mich ok.

Wieviele Kriege wurden schon ausgetragen - wegen dem Namen des Gottes ?
und dabei geht jeder Glauben in die gleiche Richtung. Ich kann nur zu dem stehen an was ich selbst glaube und das weiter geben.

Frage - hast Du Kinder in dem Alter ?
 
 
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Alt 22.05.2008, 19:22   #22
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nur um mal festzuhalten: nur weil atheisten nicht an gott glauben sind sie religionsfrei. Der Atheismus ist auch eine art religion. Man glaubt das es keine höhere macht gibt, weil man eben nur glauben kann und nicht wissen. Es gibt keinen gegenbeweis für die Existenz Gottes, genauso wies keinen Beweis dafür gibt.

Ein Kind wächst also _nie_ ohne religiöse Prägung der Eltern auf, selbst mit Ferkelbuch nicht.

Übrigens wird christliche Literatur, in der der Holocaust als Wille Gottes bezeichnet wird, in Deutschland nicht indiziert.
"Mein Kampf" ist auch nicht indiziert. Wird nur nicht verkauft in Deutschland, weil der Freistaat Bayern, der das Urheberrecht inne hat, den Verkauf unterbindet.
 
 
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Bi-Zar
Alt 23.05.2008, 15:51   #23
Standard

Ein Berater von John McCain | hpd

Hier der Prediger, über dessen Buch ich geschrieben habe.

In den deutschen Medien wird erst jetzt über ihn geredet, aber ich habe bereits vor 5 Wochen über ihn geschrieben.
 
 
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Alt 23.05.2008, 18:53   #24
Standard

das ist ja eigentlich egal. Solange die den Holocaust nicht leugnen ist alles in butter, werten kann man den ja wie man will. Gibt ja sowas wie Meinungsfreiheit (was übrigens auch gegen die indizierung des Ferkelbuches spricht). Das das Buch "christlich" ist glaub ich da weniger von belang, die CDU ist vieles, aber nicht antisemitisch. Im Gegenteil.

Und ums vorzubeugen: Ich finds auch schrecklich wenn jemand behauptet der Holocaust war Gottes wille
 
 
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Fränze
Alt 23.05.2008, 22:10   #25
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Hier ist wieder hübsch alles beieinander: Maria, die an Gott glaubt und möchte, dass ihre Kinder auch an Gott glauben (obwohl sie selbst nicht genau weiß, woran genau), OrionX, der Atheismus für eine Religion hält, nur weil man das Wort "glauben" im Zusammenhang mit "nicht glauben" benutzt, baedr will die Religiösen mit Samthandschuhen anfassen. obwohl die den Atheisten gegenüber noch nie mit Fingerspitzen gearbeitet haben, und outfreyn, dessen Eltern offenbar freigeistig genug waren, ihn den Laden mal anschauen zu lassen (genau wie bei mir: Die Protestanten ließen mich dabei sitzen, die Katholiken nicht - allein das war schon Info genug). Habe ich jemanden mit noch anderen Erkenntnissen vergessen, Shake?

Aber mich freut, dass niemand das Ferkelbuch indiziert haben will. Btw, ich halte es für unnötig. Eltern, die ihrem Kind so ein Buch geben, werden ihm gegenüber ohnehin gelegentlich ein paar Worte zum Glauben der Mitmenschen verlieren.
 
 
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