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Ferkelbuch - Indizierungsantrag

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Alt 24.05.2008, 01:11   #26
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baedr will die Religiösen mit Samthandschuhen anfassen. obwohl die den Atheisten gegenüber noch nie mit Fingerspitzen gearbeitet haben
Was für eine missglückte Zusammenfassung.
Ich wurde noch nie von religiösen Menschen angegriffen... Unterhalte mich mit denen eigentlich ganz normal. Wüsste jetzt auch keinen Grund, warum ich die angreifen sollte. Erst recht hacke ich nicht auf eine Stelle ein, bei der ich weiß das jemand empfindlich ist.

Und wenn das Kind öffentlich verkündet (wie es in dem Buch steht), das Christen Kannibalen sind, weil sie den Leib Christi essen, und dass das alles Verrückte sind, dann schadet das dem Kind eventuell... Nicht dass dieses Buch besonders schädlich wäre.... Nützlich ist es in keinem Fall.
 
 
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tschiech
Alt 24.05.2008, 07:47   #27
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Zitat von OrionX Beitrag anzeigen
Der Atheismus ist auch eine art religion. Man glaubt das es keine höhere macht gibt, weil man eben nur glauben kann und nicht wissen.
Dann ist also jeder Schwachsinn an den du nicht glaubst eine eigene Religion?
Du gehoerst somit der Religion an die die Existenz eines Spaghettimonster leugnet, der Religion die die Existenz eines rosa Elefantens der auf den Wolken reitet und Regen pinkelt leugnet usw?
Wenn das deine Definition ist, ja!
Ansonsten .. Bloedsinn..

Und Maria: Du sagst du zwaengst ihnen deinen Gott nicht auf.. Das heisst du erzaehlst ihnen> Schaut her, es gibt diesen Gott und jenen Gott und dann auch noch Buddha und ein paar Elefantengoetter, sucht euch einen aus oder lasst es bleiben? Machst du es so? Oder erzaehlst du ihnen sie duerfen auch gerne selbst einen erfinden, ich mein letztendlich entstanden ja so auch die anderen Goetter hoechstwahrscheinlich!?
Wie auch immer du es machst, ein ferkelbuch kann dabei sicher nciht mehr Schaden anrichten als Geschichten ueber die Hoelle und Angst vor Suenden..
 
 
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Alt 24.05.2008, 09:44   #28
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Zitat von tschiech Beitrag anzeigen
Dann ist also jeder Schwachsinn an den du nicht glaubst eine eigene Religion?
Du gehoerst somit der Religion an die die Existenz eines Spaghettimonster leugnet, der Religion die die Existenz eines rosa Elefantens der auf den Wolken reitet und Regen pinkelt leugnet usw?
Wenn das deine Definition ist, ja!
Ansonsten .. Bloedsinn..
Nein. Das ist deine Interpretation. Der Atheismus ist eine Lebenseinstellung, es ist die "dagegen" einstellung gegenüber allen anderen Religionen. Sozusagen als Gegenpol zum Glauben als Nichtglauben. Ich weiss nicht, wie weit dein Kenntnissstand da ist, aber Atheismus bezeichnet die Auffassung von der Nichtexistenz irgendeines Gottes oder irgendwelcher Götter. Atheismus ist nicht nur aufs Christentum bezogen, und war dies auch nie ausschliesslich. Asexualität ist sonst deiner Auffassung ja auch garkeine Sexualität. Steckt ja schon im wort. Atheismus damit du mal ein anders wort hast: Monotheismus.

Monotheismus: Glaube an einen Gott.
Atheismus: Glaube an keinen Gott.
Polytheismus: Glaube an viele Götter.

Wie auch immer du es machst, ein ferkelbuch kann dabei sicher nciht mehr Schaden anrichten als Geschichten ueber die Hoelle und Angst vor Suenden..
[ironie]genau, es ist schon schlimm kindern zu erzählen das alle menschen gleich sind, das man nicht stielt, den anderen umbringt, oder das man anderen menschen helfen soll wenn sie in Not sind. Oder dieses ganz ganz ganz schreckliche "Liebe deine Feinde", das ist sicher TOTAL verstörend auf die kleinen.[/ironie]

Ich liebe es einfach wenn leute sich die Passagen aus der Bibel rauspicken wos mal brutal wird, es sollte wohl klar sein das man die kindern erstmal nicht vorliest, sondern das Neue Testament vorziehen sollte. Ich versichere dir, ich hab das Buch nämlich auch gelesen, das es in der Bibel primär nicht um die Hölle geht.
 
 
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Bi-Zar
Alt 24.05.2008, 11:05   #29
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Die Existenz einer Hölle wird nur im Neuen Testament beschrieben, im Alten kommt sie garnicht vor.

Anfangs tötet Gott im Diesseits - Sodom und Gomorrha, die Sintflut etc.

Danach kommt dann die ewige Hölle für die Ungläubigen.

Und auch Jesus spricht vom Hände abhacken und Augen ausstechen.
 
 
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Morris
Alt 24.05.2008, 11:31   #30
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@Orion:
Religion wird ja nicht nur über den Wortbestandteil "-theismus" definiert, es gibt auch Religionen ohne Götter, aber das wird ja klar sein denke ich mal. Aber man darf auch nicht das Heilige, das Sakrale, das Numinosum, das Tabu oder was auch immer ausschließen, denn eben das ist ein wichtiger Teil der - soweit ich sehe - meisten Religionen, während Atheismus vielleicht eine Glaubensform ist, aber keine Religion, da es kein Heiliges kennt, kein Tabu und dergleichen. Leninismus wäre da schon weit eher eine Religion, aber soweit möchte ich auch wieder nicht gehen *g*.
 
 
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Alt 24.05.2008, 11:32   #31
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Ich möchte hier einen etwas unkonventionellen Vergleich darstellen, beschimpft mich jetzt also nicht gleich als Gotteslästerin. Aber würdet ihr denn euren Kindern die Kinder- und Hausmärchen von den Brüdern Grimm vorlesen? Oder die Märchen von Hans Christian Andersen? Ja?

Diese Märchen sind mindestens so brutal wie manche Stellen in der Bibel. Wenn ihr mir nicht glauben wollt, lest einfach mal nach. Oder findet ihr es nicht brutal, wenn in "Aschenbrödel" den bösen Stiefschwestern die Augen ausgepickt werden? Oder wenn sich die Stiefmutter in "Schneewittchen" in glühenden Pantoffeln zu Tode tanzen muss? Oder dass der Prinz in "Rapunzel" aufgrund von einem Sturz vom Turm in ein Dornengebüsch erblindet und blutige Tränen weint?

Ich finde, Kinder können mit einem gewissen Mass an Brutalität problemlos umgehen, gerade wenn die in Form von Büchern erfolgt. Denn diese haben im Gegensatz zu Filmen den Vorteil, dass die Kinder sich Szenen nur so schlimm vorstellen, wie sie es auch ertragen können. Sie suchen laut diversen psychologischen Erkenntnisse diese Brutalität sogar, denn Kinder lieben es, sich zu Gruseln. Und mit Hilfe der Bücher können sie die Kontrolle darüber besser behalten, weil die Phantasie eines nicht negativ vorbelasteten Kindes immer an der Grenze der Erträglichkeit endet.
Bevor ich also beginnen würde, Bücher zu verbieten, würde ich den Diskurs mit meinen Kindern suchen und über die Lektüre reden, denn das hat doch noch einen grösseren Einfluss als ein Buch allein. Und wenn ich über Verbote nachdenken würde, dann würde ich wohl erst Filme für Kinder zensieren oder verbieten. Denn dort sind die Auswirkungen schlimmer als bei einem Buch.
 
 
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Fränze
Alt 24.05.2008, 12:25   #32
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Wer die Brutalitäten in der Bibel zum Maßstab für Religion macht, vergißt, dass es kein "heiliges Buch der Wahrheit", sondern eine Art Geschichtsbuch ist - wie andere "heilige" Bücher auch -, das in seinen verschiedenen Teilen ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft war. Auch die Märchen sind das. Früher konnten die Kinder mit den Brutalitäten in den Märchen gut umgehen, weil der Rachegedanke Alltag war. Unsere westliche Gesellschaft hat sich verändert. Körperliche Gewalt wird nicht mehr unbedingt als Teil des Alltags akzeptiert, sondern verurteilt, wo sie auftritt. Darum verstehen heutige Kinder ja auch gar nicht, dass Eltern ihre Kinder wegen Nahrungsmangel im Wald ausgesetzt haben.

Wie sehr die alltägliche Brutalität normal war, kann man sehr gut im Simplicius Simplicissiumus nachlesen, bei den Berichten über alte Gerichtsbarkeit, bei den Hexenprozessen. In manchen Ländern kann man die Massen heute noch mit öffentlichen Hinrichtungen erfreuen. Aber eben nicht bei uns. Dies nur nebenbei.

Was den Atheismus betrifft, so sehe ich ihn nicht als Religion, sondern halte es mit tschiech: An ein höheres Wesen in diversen Ausformungen zu glauben, nennt man Religion. An diese höheren Wesen nicht zu glauben, ist "keine Religion", ein Unglauben.
Man glaubt´s einfach nicht und baut sich auch keinen Ersatz. Das ist keine Religion.
 
 
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maria357
Alt 24.05.2008, 15:15   #33
Standard

Ehrlich gesagt habe ich keine Lust den Kindern Bücher vor zulesen. Ich habe viele Geschichten im Kopf - die ich frei erzähle.
Das mögen sie auch viel lieber, als wenn ich mich ins Buch verkrieche.
Das sind zum Teil noch Geschichten aus meiner Zeit und viele russische Märchen. Ich kann mir auch über Micky Maus und Donald, Bine Maja, Laura Stern, Benjamin was ausdenken.
Das sind einfache schöne Dinge mit süssen Figuren, die sie gern hören und in dem Alter sind sie auch.

Warum muß es nun unbedingt eine Bibel sein ?

Ich glaube nicht, dass sie mir überhaupt zuhören würden oder im fortgeschrittenden Teil noch durch sehen.
Ich habe die Bibel ja selbst noch nie zu Ende gelesen, weil es irgendwann langweilig wird.

Zudem erziehe ich sie nicht zu Gott.
Sie bekommen einfach mit, wenn ich ein Gebet spreche und haben dazu ihre Fragen.
Um ihnen die Vielzahl der Götter zu nennen, dazu sind sie zu jung.
Das verstehen sie noch nicht. Die Kleine ist 3 Jahre - was soll sie damit anfangen.

Ich habe meinen Glauben selbst gefunden. Würde gar nicht so erzogen.
Erst als ich mal um mein Leben kämpfen mußte - hat sich da langsam etwas in mir entwickelt.
Doch das bin ich !
Die Kinder sollen später selbst entscheiden, wenn sie das nötige Wissen haben.
So wie mein ältester jeden Glauben ablehnt. Das ist ok. für mich. Ich zwinge ihn zu nichts, das ist seine Entscheidung, seine Entwicklung.

Das Ferkelbuch würde ich ihnen zeigen, weil es schöne Bilder hat. Aber es nicht vorlesen. Es sei dann - sie wollen es und dabei würde ich überlegen. welche Stellen ich weg lasse.
Aber das sollte es nun gewesen sein. Ich habe nun so oft versucht meine Einstellung zu erklären. Mehr geht nicht und macht auch keinen Spaß mehr.

Wären die Kinder älter- wenigstens Schulalter = okay, aber jetzt noch nicht !
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 24.05.2008, 15:45   #34
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Tja, ich habe das Ferkelbuch als Gegenstück zu diesen Kinderbibeln verstanden, deswegen war es auch höchste Zeit für so ein Buch, deswegen braucht es auch gar nicht neutral(?) sein.

Ich wäre froh gewesen, hätte es zu meiner Kindheit so ein Buch gegeben. Ich war mal in einer Kinderkirchengruppe. Die Geschichten um Jesus hatten mir eigentlich oft gefallen wegen ihrer alten geheimnisvollen Athmosphäre, und wir durften da immer schöne Bilder malen und haben Spiele gespielt. Aber wehe, ich hatte mal eine kritische Frage gestellt, manche Jesusgeschichten waren mir zu märchenhaft. Der Pfarrer und die anderen Kinder haben dann kurz weggeschaut, und nach dieser Schrecksekunde mit ihrem Programm weiter gemacht, als hätte es nie eine Frage von mir gegeben. Als Kind hat man ein feines Gespür dafür, wenn man verarscht wird. Ich bin dann nicht mehr hingegangen, habe mich ignoriert gefühlt.

Heute kann ich die Situation besser verstehen und weiß, daß Kinder noch besonders gut formbar sind. Es wird mit den Kindern nicht sachlich argumentiert, wie denn auch, sondern ihnen werden einfach Geschichten untergeschoben. Das Bildermalen, die Spiele, der Pseudogemeinschaftssinn: alles dient dazu, über ein angenehmes Gefühl den Gedanken an Gott zu konditionieren. So nennt man das in der Werbung glaube ich. Ich nenne es Manipulation! Allerdings glaube ich, die meisten Pfarrer sind sich dessen nicht bewußt, also soll das kein böser Vorwurf sein! Sie meinen es gut, allerdings nur aus IHREM Blickwinkel. Ich finde, die Kinderbibeln kleistern die wache, gesunde und leicht zu beeinflussende Seele des Kindes zu. Ein Kind sollte sich seinen Glauben irgendwann selbst bilden, einen Glauben, der aus SEINEM Inneren kommt und nicht von Religionen vorgeschrieben ist.
Zitat von OrionX
Der Atheismus ist auch eine art religion. Man glaubt das es keine höhere macht gibt, weil man eben nur glauben kann und nicht wissen.
Also ich dachte, es gibt Punkte, die eine Religion erfüllen muß (Existenz Gottes, Heilige Schriften, übernatürliche Vorstellungen, Gebete/Rituale).
Diese Punkte erfüllt der Atheismus nicht. Du hast schon richtig gesagt, daß Atheismus eine Lebenseinstellung ist; eine Lebenseinstellung ist keine Religion.
Zitat von OrionX
Atheismus: Glaube an keinen Gott.
Der Atheist glaubt nicht, ich würde lieber sagen:
Atheismus: Kein Glaube an einen Gott.

Dazu muß ich noch folgendes sagen und die Kurve wieder zum Thema kriegen. So mancher Gläubige weiß, das es Gott eigentlich nicht wirklich gibt, aber er möchte wenigstens an ihn glauben. Das finde ich super und einzig gesund! Einem Kind wird dieser Unterschied aber meistens unterschlagen, darum begrüße ich das Ferkelbuch als Gegenbibel nicht nur, sondern bin immernoch entsetzt, daß das Buch wegen Jugendgefährdung indiziert werden sollte. Ich kann kein einziges böses Wort darin entdecken! (Im Gegensatz zur Bibel)
Wo war noch der Thread "Diese Welt ist krank"?
 
 
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Bi-Zar
Alt 29.05.2008, 13:15   #35
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Fränze
Alt 29.05.2008, 14:44   #36
Standard

Zitat von ShakeTheDisease Beitrag anzeigen
So mancher Gläubige weiß, das es Gott eigentlich nicht wirklich gibt, aber er möchte wenigstens an ihn glauben. Das finde ich super und einzig gesund! Einem Kind wird dieser Unterschied aber meistens unterschlagen
Genau! Wie anders ist es zu erklären, dass die fromm betenden Mafiosi nach der Beichte morden gehen? Wie anders wäre zu erklären, dass Priester Jugendliche mißbrauchen, dass jahrhundertelang die Klosterschulen als Horte der Schikanen verschrien waren, wenn doch gerade alle diese Oberfrommen wissen müßten: Gott sieht alles? Natürlich, die Berufsfrommen sind auch nur Menschen, aber das heißt doch, dass sie das, was sie predigen, selbst nicht glauben, sonst müßten sie - wie übrigens auch die Päpste - vor Angst vor dem Jüngsten Gericht nicht mehr schlafen können.

Ausgerechnet Bischof Müller (post von Bi-Zar) redet von Menschenwürde. Ausgerechnet!!! Mag man glauben, dass der glaubt, Gott sähe alles und richte den Menschen nach seinem Tun?

Aber Shake, warum findet Du gesund, glauben zu wollen?
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 30.05.2008, 15:13   #37
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Zitat von Fränze
Aber Shake, warum findet Du gesund, glauben zu wollen?
Nee, mit gesund meine ich, den Unterschied zu wissen, zwischen Realität und WunschGlaube. Z.Bsp: Man drückt jemandem die Daumen, auf daß ihm etwas gelingt. Man weiß doch, daß dieses Daumendrücken nicht wirklich etwas bewirkt. Aber man wünscht diesem jenen den Erfolg so sehr. Oder wenn ein Kind mit seiner Puppe spricht und ihr zu essen gibt, weiß das Kind, daß die Puppe in Wirklichkeit gar nichts ißt. Das Kind weiß, daß es sich selbst etwas vormacht, aber genießt diese Vorstellung.
Solange ein Gläubiger weiß, sein Gott ist eine bloße Wunschvorstellung, läuft er keinem Fanatismus, Missionierung, Kopftuchgebot, Gebetsvorschriften... und sonst was hinterher. Selbst Gotteslästerung und andere Beleidigungen von Atheisten, werden diesen Gläubigen nicht verletzen! Im Gegenteil, er wird darüber mitlachen können.

Auch dieser Punkt, Gott ist bloß eine Vorstellung, wird im Ferkelbuch schön dargestellt.

Dein vohergehender Post zeigt, daß Religon vorwiegend als Machtmittel mißbraucht wurde! Wie immer: Ein paar Herrschaften kramen Stuß, an den sie selbst nicht galuben, aus einer alten Kiste hervor und das gemeine Volk glaubt an die Sache bierernst und macht sich gegenseitig fertig. Geniale Sache, man braucht nur zugucken, wie die Herde in die Richtung trottet, in die man sie haben will und "schwarze Schafe" werden von der Herde selber ausgestoßen. Praktisch und effizient. Hatten wir doch öfter in der Geschichte, ob mit oder ohne Religion, ist immer das selbe Konzept: sich selbst regulierendes System.

Was mich wundert: Woher wissen wir, daß Gott nicht Zerstörung und Tod will? Wenn jemand sagt, es gibt Krankheit, Leid und Schmerz und am Ende erwartet jedem doch der Tod > daraus folgt > Gott ist ein böser Gott, dann wird er als Satanist, Pessimist, oder Depressiver beschimpft. Dabei ist seine Vorstellung von Gott genauso richtig oder falsch, wie alle anderen, denn niemand hat Gott je gesehen! Daran sieht man, daß Gottglaube beim Gläubigen eher als Trostmechanismus nützt, als zu einer Erklärung der realen Welt.

Im Ferkelbuch wird dieser Punkt, Gott ist bloß eine Vorstellung, mit Geistern dargestellt, die lustig über die Köpfe der Beteiligten hinweg fliegen. Somit wirkt das Buch über die Religion hinaus, es zeigt, daß man sich von Hirngespinsten jeder Art nichts vormachen sollte.
 
 
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Alt 30.05.2008, 17:01   #38
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Der Atheist glaubt nicht, ich würde lieber sagen:
Atheismus: Kein Glaube an einen Gott.
Kein Glaube an einen Gott ist Agnostizismus.

Der Atheist ist sich genauso sicher, dass es keinen Gott gibt, wie der Theist sich sicher ist, dass es einen gibt. Insofern würde ich schon sagen, dass Atheisten den Glauben haben, dass es keinen Gott gibt.
 
 
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tschiech
Alt 31.05.2008, 08:18   #39
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Wie kann es eigentlich sein, dass es über diesen Begriff soviele verschiedene Meinungen gibt?
Der Atheist ist davon überzeugt, dass es kein übernatürliches Wesen(näml. Gott) gibt, wenn man will "glaubt" er dann eben auch, dass es keinen Gott gibt. Daraus allerdings eine Atheismus-Religion herzuleiten wie Orion oder andere ist Blödsinn... Der Wortteil "theist" ist einfach nur der Tatsache geschuldet, dass man damit klar macht, dass er eben kein Theist ist, quasi ein A-theist! Nicht-an-Gott-Glaubender.. Das ist weder eine Religion, noch ein Kult oder sonstwas.. Das ist einfach das Nicht-Vorhandensein eines Glaubens an Gott! Evtl auch nach einem längeren Prozess in dem der Verstand den Glauben verdrängt hat.(aus Sicht des Atheisten, no offence)
Bitte einfach googlen, in wiki nachschlagen oder nem normalen Lexikon.. Ich hab versucht es mit meinen Worten bestmöglich zu erklären.

Und um nochmal auf den mit meinen Zitaten gespickten Beitrag Orion's zu antworten:

1. Was willst du mit deinem Absatz über Atheismus bezwecken? Dir selbst die Grundlage für deine vorherigen AUssagen über Religion und Atheismus nehmen? Oder war der lehrhafte Unterton ein Versuch mein Bildungsniveau in Frage zu stellen? Wie dem auch sei, vielen Dank zunächst.. Ich kann dir versichern, ich bin durchaus informiert..

2. Du magst es also nicht wenn Leute Stellen aus der Bibel picken die nicht in das moralische Bild der Kirche und Religionen passen?
Was ist denn, wenn ich es nicht leiden kann, wenn Leute genau das Gegenteil machen? Wenn Leute Rassenhass, Brutalität und Abartigkeit überlesen und leere Floskeln wie "Liebe deinen nächsten auspacken"? Wenn Leute sich anmaßen selbst entscheiden zu können welche Stellen der Bibel bildlich und welche wortwörtlich zu verstehen sind?
Und vor allem, wenn Leute mit dem Argument kommen wir würden unsere Moralvorstellungen doch der Religion bzw der Bibel verdanken?
Du bist also der Meinung, dass zwischenmenschliche Verhaltensweisen die fürs tägliche Zusammenleben in einer Gesellschaft von Nöten sind der Bibel entspringen? Du denkst tatsächlich, dass ich nicht jedem Tag 5 Leuten aufs Maul hau die ich nicht mag hängt damit zusammen, dass ich die Bibel gelesen hab oder in die Kirche gegangen bin?

Wieso denkst du denn, dass sich Affen in der Gruppe sozial verhalten? Weil sie die Bibel lesen?!
Glaub mir, keine der Moralvorstellungen die du und ich und der Großteil einer jeden Gesellschaft teilen entspringt der Bibel oder dem Koran!
Dafür gibt es schlicht evolutionsbiologische, sozialbiologische Gründe die unser Verhalten bis zu einem gewissen Grad prägen.
Die einzigen die tatsächlich von Schriften geprägt werden sind Fundamentalisten(jeglicher Religion) Und bei denen überwiegen leider nur all zu oft die grausamen Passagen ihrer "Moral-Schriften". Oder aber sie sitzen in amerikanischen Kirchen und versprechen Hölle und Verderben für jeden der Kondome benutzt..

Btw. Wieso sind Atheisten eigentlich nicht ein Rudel mordender und plündernder Barbaren? Ihnen fehlt doch jegliche Moral?!
 
 
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Alt 31.05.2008, 11:11   #40
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nein. das habe ich nie so gesagt oder behauptet, du legst mir da worte in den Mund. Fakt, und das kannst du absolut nicht bestreiten, ist das wir in einer christlich geprägten gesellschaft leben, und du unweigerlich, ob atheist oder nicht, die christliche moralvorstellung irgendwann zumindest zu hören bekommst, bzw deine eltern das mal gehört haben und irgendwo eine christliche prägung besteht. Ob du die nun annimmst oder nicht. Natürlich stehen in den 10 Geboten oder in den Worten Jesu eigentlich sachen die selbstverständlich sein sollten, die stehen allerdings so auch in deutschen gesetzbüchern. Vergiss nicht, Bibel und Koran haben einigen schon als Juristische Grundlage gedient, der Koran schon mehr als die Bibel. Ich werde den Teufel tun und einem Atheisten seine Moral oder die fähigkeit zu sozialem verhalten absprechen, das geht auch ohne glauben

Ganz pragmatisch gesprochen sind viele Menschen dazu aber zu unbedarft oder waren es. Wie schon vorredner sagten, damals war tod, gewalt und raub an der Tagesordnung, davon berichtet eben auch die Bibel, die Bibel soll kein Kinderbuch darstellen sondern war in erster Linie ein berichterstattendes werk. Daher kommt auch die Abartigkeit, die Brutaltität und der Rassenhass. Da kannst du jedes geschichtsbuch verteufeln, da steht ähnliches, wenn auch nicht so ausgeschmückt. Aber wie gesagt, damals war das halt einen Tick anders mit der Gewalt.

und zu 1. Nein habe ich auch nie infrage gestellt.

Die einzigen die tatsächlich von Schriften geprägt werden sind Fundamentalisten(jeglicher Religion) Und bei denen überwiegen leider nur all zu oft die grausamen Passagen ihrer "Moral-Schriften". Oder aber sie sitzen in amerikanischen Kirchen und versprechen Hölle und Verderben für jeden der Kondome benutzt..
Nein. Fundamentalismus, den es sicherlich auch bei den Atheisten und auch völlig religionsunabhägig, gibt ist _eine_ Betrachtungs und ansichtsweise, eine von vielen. Ich habs damals bei sailor schonmal irgendwo geschrieben, ein Fundamentalist nimmt alles wortwörtlich, wenn man die Bibel aber im Kontext sieht, bzw mal zwischen den Zeilen liest und Metaphern auch als solche erkennt, kann man sich eine durchaus differenzierte und objektive Betrachtungsweise aneignen. (das ist jetzt nicht auf dich bezogen). Um wieder zurück zu gehen. Einzelpassagen zu nehmen und damit ein ganzes werk zu bewerten ist immer schlecht, obs nun die guten oder die schlechten sind, aus meiner sicht ist der Tenor der Bibel doch eher positiv zu werten.

Um zurück zum Thema zu kommen: Ich _würde_ es meinen Kindern nicht vorlesen weil ich meinen Glauben und meine Meinung habe, meine Eltern haben mich nicht christlich erzogen, ich hab mir den glauben trotz Taufe immer noch selber ausgesucht. Ich bin mir sicher das du deinen Kindern Moral auch ohne Gottesbezug beibringen kannst, nur hakts bei manchen Atheisten da, den Kindern beizubringen das Christen nicht irgendwie schlechter sind nur weil sie den Glauben haben. (auch das wieder nicht auf dich bezogen) Ich kenn genug Leute die nicht zugeben das sie gläubig sind, weil sie Angst haben angefeindet zu werden. Das ist nicht Sinn der Sache. Jeder kann seinen Glauben doch ruhig haben, solangs niemandem schadet, bitte sehr. Bei vielen Atheisten, nicht bei allen, scheint mir da viel "Christenhass" mitzuschwingen.

Um auf "meine Seite" zu kommen, finde ich das viele Christen ihre Kinder eben zu fundamental erziehen, auch viele Lehrer tun das, und eben eher die fundamentalistische Sicht unbewusst nahe zu bringen, die auf dauer bei einem normalen verstand eben gegen die wand knallt. Sinniger ist es den Kindern den glauben zu zeigen, ihnen davon zu erzählen, aber sie doch letztendlich selber entscheiden zu lassen, was sie denn glauben wollen, oder eben auch nicht. Die Wurzel des modernen atheismus ist nicht der Christliche Glaube an sich, sondern die Ablehnung des Fundamentalismus, was bei vielen Atheisten die Ablehnung des gesamten Christentums war. Ablehnung des Fundamentalismus eben in dem Sinne, das man in jungen jahren einfach von diversen radikalen in den kirchen, die es unbestreitbar gibt, abgeschreckt wurde. Ich würde das Christentum im allgemeinen nie danach werten was irgendeiner sagt, Glauben ist was persönliches, und das sollte es auch immer sein.
 
 
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Alt 31.05.2008, 11:33   #41
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Zitat von tschiech
Atheismus-Religion herzuleiten wie Orion oder andere ist Blödsinn... Der Wortteil "theist" ist einfach nur der Tatsache geschuldet, dass man damit klar macht, dass er eben kein Theist ist, quasi ein A-theist! Nicht-an-Gott-Glaubender.. Das ist weder eine Religion, noch ein Kult oder sonstwas..
Natürlich ist Atheismus gerade durch das nicht an Göttliches/Gott glauben definiert, diese Enge am Wortlaut versperrt jedoch den Blick auf ein tatsächlich beobachtbares Phänomen nicht nur bei Atheismus, nämlich das der Ersatzreligion. Dieses Konzept ist im Grunde "nur" ein Vergleich, eine Quasi-"tatsächliche" (das heißt auf Gottglauben fußenden Religionen) Religion, das auf der Grundannahme fußt, das alle Menschen an irgendwelche Dinge, Ideen glauben und fußt auf der Analogie, dass manche dieser Glaubensweisen ähnlich fundamental sind, wie bei Religionen (Beispiel: Liebe, Geld, Idole, Werte, Ideologien, insbesondere Atheismus). Von daher ist Atheismus als Religion alles andere als Blödsinn, wenn man etwas über den versperrten Wortlaut hinaus nachdenkt. Wenn wirklich bewusst so eng spezifisch Gott-religion gemeint ist - dann hat man eben tatsächlich etwas anderes gemeint, hilft aber auch nix, eine Vergleichbarkeit von Atheismus und Religion lässt sich ohnehin nicht leugnen.

Für ein aussagekräftiges Bibelverständnis sollte man übrigens die Entwicklungsperspektive betonen, insbesondere die hin zum0 neuen Bund Gottes mit allen Menschen sowie die herausragende Bedeutung des neuen Testaments des Christentums. Dann kommt man auch von selbst drauf, die alten Gewaltstellen bedeutungslos sind, weil gleichsam revidiert.
 
 
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tschiech
Alt 31.05.2008, 14:28   #42
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Orion: dein letzter beitrag hat mich wieder etwas milder gestimmt..
dennoch, "metaphern erkennen", "zwischen den zeilen lesen".. das sind dinge die jeder selbst für sich entscheidet bzw entscheidungen die sich manche leute anmaßen treffen zu dürfen um sie anschließend anderen aufzuzwingen.. wie dem auch sei, das ist zu sehr offtopic und hat eher mit allgemeiner religionskritik zu tun.
nur um noch mal auf die werte zu sprechen zu kommen: natürlich ist die bibel im historischen kontext zu sehen, v.a das alte testament.. aber der gravierende unterschied zu einem geschichtsbuch ist, dass das geschichtsbuch dinge neutral schildert. die bibel hingegen erzählt geschichten von gott(der gott an den so viele leute bedingungslos glauben) und wie dieser gott menschen befiehlt völkermord zu begehen und menschenopfer zu bringen! und dennoch glauben so viele menschen an den liebevollen gott.. (die fundamentalisten leider eher an den der homosexuelle töten will)
ok argument neues testament.. aber das zieht leider auch nicht immer! jesus ist definitiv eine bereicherung für die bibel aber wenn man sich das was er sagt genau durch liest ist das sicherlich nicht immer moralisch wertvoll..

dass wir in einer christlich geprägten gesellschaft leben ist klar, dass viele dinge deshalb so sind wie sie sind ist auch klar(teils gut teils leider auch bedenklich).. nur daraus den schluss zu ziehen die werte und die moral werden uns durch die bibel vermittelt ist falsch(was du ja auch eingeschränkt hast)
trennt man das heutige christentum(das liberale, das gute taten predigt) von dem gott des alten und teilweise neuen testaments hab ich zu großem teil nichts dagegen.. aber wie gesagt, das LIBERALE.
solange die religion in einem gewissen rahmen bleibt(dieser rahmen ist meines erachtens dem gesunden verstand jedes liberalen "gläubigens" geschuldet) kann ich gut mit ihr leben..
aber, um die wende noch zu schaffen, dann sollten gläubige menschen genauso mit einem ferkelbuch leben können..

michaelg: ich bins fast leid noch worte dazu zu verlieren.. es ist müssig. klar sucht jeder mensch im leben nach was und manche atheisten haben auch einen sehr starken drang zur wissenschaft.. ja vielleicht mag man da von einer ersatzreligion sprechen.. aber das ist bei hooligans, physikern, philosophen oder was weiß ich für einer gruppe menschen die sich mit etwas stark identifizieren dasselbe.. es gibt in allen bereichen die du dir vorstellen kannst sogenannte extremisten.. doch für den begriff atheismus hat das keinerlei auswirkung. der gemeine atheist strömt nicht jede woche 2mal in einen raum mit einem bild darwins um ihn anzubeten und schenkt sich an dessen geburtstag auch keine sachen...

ps.: sorry falls das offtopic religionskritische gebrabbel aufn sack geht.. aber der thread hat sich ja irgendwie dahin entwickelt..
 
 
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Alt 31.05.2008, 15:02   #43
Standard

Ich finds immer erstaunlich wie jeder Thread in dem es in irgendeiner Form um Religion geht und sei es nur als Randnotiz spätestens auf der zweiten Seite zur religiösen Grundsatzdiskussion geworden is in der mindestens einmal irgendwelche Holocaust-Vergleiche auftauchen. Und erstaunlicherweise sind es dabei meistens die Leute die Religion ablehnen, weil sie sich bevormundet, unterdrückt oder was auch immer fühlen diejenigen die neben ihrer Meinung dass Religion schlecht is keine andere zulassen und alle als naiv oder blöd hinstellen die nich genauso "aufgeklärt" sind wie sie selber. Das is irgendwie son typisches Verhalten von Minderheiten, auch immer schön zu sehen bei vielen Vegetariern. Anstatt sich einfach zu freuen dass man so viel klüger is als die meisten packt einen das Unverständnis darüber wieso die anderen nich begreifen dass sie alles falsch machen und man entwickelt die Neigung lange und ermüdende Vorträge über die Überlegenheit der eigenen Lebensweise zu halten.

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollt ich nur drauf hinweisen beim eigentlichen Thema zu bleiben, dem blöden Buch.
 
 
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Fränze
Alt 31.05.2008, 15:04   #44
Standard

Es geht sowieso munter durcheinander in den verschiedene threads, die sich mit Christentum/Religion/Religionskritik befassen. Deshalb isses schon wurscht, wo was gesagt wird.

Ich verstehe auch nicht, warum Atheismus immer zu einer Auch-Religion erklärt wird und halte diese Ausweitung des Begriffs Religion für unzulässig. Per definitionem ist Religion "das Verhältnis des oder der Menschen zu Gott, göttlichen Mächten". Der Atheist hat kein Verhältnis zu Gott. Der Atheist ist davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt, um mal das Wort "er glaubt" da rauszunehmen. Der Agnostiker sagt, kann sein oder nicht, ist aber sehr unwahrscheinlich. Der Ignostiker sagt (danke, Shake), kann sein oder nicht, ist mir aber egal, denn es hat keinen Einfluss auf mein Leben.

Ich bin ja sehr dankbar, dass in dieser Debatte hier wenigstens die Bibel als zwar möglicherweise moralgebend, aber nicht explizit als "Gottes Wort" dargestellt wird. Und das bringt mich zu Orion, der berichtet, Christen würden gelegentlich ihren Glauben nicht zugeben, weil sie fürchten, "angefeindet" zu werden. Anfeindung ist sicher das falsche Wort (sehen wir mal von der islamischen Welt ab), Verständnislosigkeit, Ungeduld bis hin zu Fassungslosigkeit trifft es meiner Meinung nach besser. Dieses Gefühl überfallt mich nämlich regelmäßig, wenn wieder jemand kernig behauptet, dass Gott irgendwas sagt, und zwar laut Bibel.

Und Bodo: Die Atheisten rühmen sich nicht ihrer eigenen Lebensweise, sie sind nur von den Lebensweisen und Gesetzen der Gläubigen umstellt, und zwar aufgrund von Behauptungen, die sie für unwahr halten. Versuch mal, Dir vorzustellen, alle um Dich herum - außer Dir! - glaubten wirklich an das Spaghettimonster, weshalb Spaghettimahlzeiten mit Gefängnis bestraft werden. Würdest Du da nicht auch fassungslos reagieren? Im Übrigen ist es normal, dass in einer debatte beide Seiten ihren Standpunkt vehement vertreten.
 
 
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Alt 31.05.2008, 15:18   #45
Standard

Versuch mal, Dir vorzustellen, alle um Dich herum - außer Dir! - glaubten wirklich an das Spaghettimonster, weshalb Spaghettimahlzeiten mit Gefängnis bestraft werden. Würdest Du da nicht auch fassungslos reagieren?
Och, ich hab mich inzwischen damit abgefunden dass alle ausser mir Idioten sind
 
 
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Fränze
Alt 31.05.2008, 15:23   #46
Standard

Ich nicht !
 
 
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tschiech
Alt 01.06.2008, 05:19   #47
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Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
... irgendwelche Holocaust-Vergleiche auftauchen... weil sie sich bevormundet, unterdrückt oder was auch immer fühlen diejenigen die neben ihrer Meinung dass Religion schlecht is keine andere zulassen und alle als naiv oder blöd hinstellen die nich genauso "aufgeklärt" sind wie sie selber. Das is irgendwie son typisches Verhalten von Minderheiten...
danke für den beitrag, ich fühl mich von dieser oberflächlichen diskussionskritik einfach mal nicht angesprochen und kann dir versichern, dass die gespräche hier bisher sehr zivilisiert abgelaufen sind!

aber um dir deinen ersehnten nazivergleich zu liefern der deine theorie unterstützen dürfte:
wieso schaffen wir die meinungsfreiheit denn nicht einfach wieder ab und zensieren argumente die implizieren die "mehrheit" wäre naiv und blöd!

achja eins noch, falls es bisher nicht durchgedrungen ist:
Ich find alle religiösen menschen ziemlich beschränkt und beanspruche die wahrheit für mich alleine!!

aber pass auf, dass du dich von mir nicht bevormundet und unterdrückt fühlst.. sonst wirst du noch ein genauso polemisches schwein wie ich!

(ganz großes ironie aus, für alle die es brauchen)

eine maßnahme wäre doch dann den thread zu schließen.. übers ferkelbuch will ja wohl keiner mehr reden.. und eigentlich gibts darüber auch nicht viel zu sagen...
 
 
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Bi-Zar
Alt 02.06.2008, 12:25   #48
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Zum Thema Nationalsozialismus, Kommunismus, Atheismus und Menschen auf dem Niveau von Tieren hat schonmal jemand was gesagt:

Erzbischof Jaeger von Paderborn 1942:

Schaut hin auf Rußland! Ist jenes arme, unglückliche Land nicht der Tummelplatz von Menschen, die durch ihre Gottfeindlichkeit und durch ihren Christushaß fast zu Tieren entartet sind? Erleben unsere Soldaten dort nicht ein Elend und ein Unglück sondergleichen? Und warum?Weil man die Ordnung des menschlichen Lebens dort nicht auf Christus, sondern auf Judas aufgebaut hat.
 
 
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