Feinde lieben ist unrealistisch. Wird nie funktionieren. Das hat mit der heutigen Gesellschaft wenig zu tun.
Vor allem deswegen, weil jeder meint, der Feind ist immer der andere.
Zitat von kRu3m31 Wie wäre es, wenn niemand Waffen herstellt um sich zu verteidigen, weil er weis, dass jeder so denkt und ihn also niemand angreifen würde?
Es gibt immer Angriffslustige. Irgendwann
fühlt sich jemand bedroht und will sich verteidigen. Man stellt Waffen her unter dem Deckmantel der Verteidigung. Angreifen, kämpfen und siegenwollen ist natürlich. Der Stärkere siegt. Das gilt auch für geistige Stärke. Wer stark ist, will Macht. Und wer Macht hat, bestimmt wo es langgeht. Andere sehen das nicht ein und fühlen sich benachteiligt oder unterdrückt. Schon gibt es Feinde, und der Böse ist selbstverständlich immer der andere. Es gibt kein Recht, das ist immer subjektiv. Also wird es auch immer Feinde geben.
Beispiel: Da existiert ein Land flußaufwärts und baut einen Staudamm um die wachsende Bevölkerung besser zu versorgen. Jetzt bekommt das Land flußabwärts deswegen fast kein Wasser mehr. Die Menschen dort können keine Fische mehr fangen und ihre Felder nicht mehr bewässern und müssen hungern. Das Land flußaufwärts mit dem Staudamm sagt aber: "Was denn? Wir brauchen den Staudamm wegen der wachsenden Bevölkerung und Wasserknappheit. Also ist es unser Recht, damit wir nicht verhungern. Wenn das andere Land hungert, müssen die sich was einfallen lassen."
Schon gibt es Feinde.
Und hier noch ein interressantes Zitat von Niccolo Machiavelli:
"Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt."
Was haltet ihr von diesem Spruch?