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Fehlinterpretationen ;)

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FrozenSmile
Alt 19.02.2006, 06:45   #1
Standard Fehlinterpretationen ;)

Hey zusammen!


Mir ist aufgefallen, dass ich in Leuten, die ich sehr mag, gerne deutlich mehr sehe als diese Leute (mir) dann wirklich bieten können.


Das führt zu zwei Problemen:
1) Ich setze diese Leute oftmals ungewollt durch meine Erwartungen unter Druck.
2) Ich selbst werde jedes mal irgendwo enttäuscht.


Ich denke mit dem Problem steh ich nicht alleine, sowas kennen wohl die meisten aus irgendwelchen Lebenslagen. Jedenfalls hats wie gesagt in meinen Augen zwei extrem negative Konsequenzen.

Meine Frage:

Wie geht ihr damit um?
 
 
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Lexa
Alt 19.02.2006, 14:30   #2
Standard

Hi du! Bei mir ist es genau das Gegenteil. Ich schätze sie zu oft zu schlecht ein oder habe nur zu wenigen Vertrauen. Frag sie doch einfach mal auf eine andere Art und Weise. "Könntest du vielleicht für mich... " Und nicht "Ich weiß genau dass du ... kannst ... wann würdeste fertig sein? " .
 
 
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Alt 19.02.2006, 14:52   #3
Standard

Mal so, mal so. Das erlebt sicher jeder ab und zu mal, irgendwann kommt es drauf an, und die versprochene Hilfe kann im Ernstfall nicht geboten werden. Oder man will von Kummer erzählen, aber keiner hört zu, es wird einfach ein Themenwechsel gemacht...

Meist resigniere ich und versuche mich damit abzufinden oder aber ich verkrieche mich. Manchmal betrinke ich mich auch.

Den Leuten das sagen tue ich nicht, kann man ja nicht wirklich zum Vorwurf machen. Auch eine zickige Kontaktabbruchs-Rache oder Miesepetrigkeit erspare ich mir und anderen dann lieber.

Zum Glück habe ich auch das was Lexa schreibt schon erlebt, da habe ich einen Menschen monatelang für ignorant gehalten aber dem ist nicht so
 
 
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FrozenSmile
Alt 19.02.2006, 17:01   #4
Standard

Den Leuten das sagen tue ich nicht, kann man ja nicht wirklich zum Vorwurf machen. Auch eine zickige Kontaktabbruchs-Rache oder Miesepetrigkeit erspare ich mir und anderen dann lieber.
Stimmt voll uns ganz, deswegen hilft mir Lexas Tipp auch leider nicht wirklich.

Wenn die Leute das merken, liegt das eher an einer eher...subtileren...Reaktion von mir, z.B. weil ich meine momentane Enttäuschung nicht gut genug verstecken kann. Leute, die einen schon
lange kennen, merken sowas ja irgendwo.

Ich geb mal ein konkretes Beispiel:
Ich zieh um, muss die neue Wohnung komplett renovieren (Eigentumswohnung *jubel*) - jedenfalls ruft mich ein Freund 2 oder 3 Abende hintereinander an, ob ich Bock auf Party hätte. Jedes mal meine Antwort: Steh hier zu sehr unter Zeitdruck, muss heute noch das und das hinkriegen, weil morgen der und der Handwerker kommt und bla."

Ich hätte erwartet: Ja komm, dann helf ich Dir und wir gehen danach Party machen - zusammen wirds ja schaffbar sein.

Hätte ich ihn explizit drum gebeten, hätte er das gerne und sofort gemacht. Aber mir gehts darum, dass die Leute eigenständig Hilfe anbieten, weil ich selbst das auch tue und mir kriecherisch vorkomme, wenn ich jemanden "dauernd" um Hilfe bitte, ohne dass mir diese vorher angeboten wurde.

Reaktion kam aber nicht. Da ich aber weiß, dass das im Grunde, wie michael schon sagte, keine böse Absicht dieser Leute ist, sprech ich ihn nicht drauf an. Er hat als Freund einen Haufen anderer Qualitäten, die ich sehr schätze, deswegen ist das für mich keinen Streit wert. Dennoch ärgert es mich halt von Zeit zu Zeit.


Und wie gesagt - das ist nur ein Beispiel. Besonders Kritisch wirds ja bei der Freundin. Zur Zeit genieß ich zwar nach 4 Jahren mal wieder das Singleleben, aber da wird einem das besagte Problem oftmals noch deutlicher bewusst.
 
 
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Lexa
Alt 19.02.2006, 17:08   #5
Standard

Hier nochmal Lexa. Wie wäre es wenn du die Leute ein bissl auf die Sprünge hilfst. In deinem Beispiel z.B. : ,, Wenn ich jetzt jemanden hätte der mir hilft dann könnte ich es vielleicht noch hin kriegen." Seine Antworten können sein: ,,Ich hätte dir gerne meine Hilfe angeboten aber ich habe leider keine Zeit (weil ich Besuch habe)." ,,Wie wäre es denn mit mir, kann ich dir zu Hand gehen?" Also du hast ihn nicht direkt gefragt.
 
 
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nephthys
Alt 19.02.2006, 18:03   #6
Standard

Zitat von FrozenSmile
Ich geb mal ein konkretes Beispiel:
Ich zieh um, muss die neue Wohnung komplett renovieren (Eigentumswohnung *jubel*) - jedenfalls ruft mich ein Freund 2 oder 3 Abende hintereinander an, ob ich Bock auf Party hätte. Jedes mal meine Antwort: Steh hier zu sehr unter Zeitdruck, muss heute noch das und das hinkriegen, weil morgen der und der Handwerker kommt und bla."
das ist malwieder ein typisches beispiel für missverständnisse. ich kann das jetzt nicht gut beurteilen, weil ich keine ahnung habe, -was- genau du zu ihm gesagt hast und -wie- du es gesagt hast. das kommt ganz darauf an.. wenn du (im unterbewussten wohl) deinen freund auf die "probe stellen" willst und das alles so ausformulierst, dass wohl in 80% der fälle die gesprächsperson so reagieren würde wie dein freund, dann ist das nich verwunderlich. also, wenn man es sozusagen darauf anlegt, es möglichst so klingen zu lassen dass der andere gar keine wahl hat. ich hoffe du weisst was ich meine.
jedoch könnte man auch genau umgekehrt verfahren, indem man das alles so klingen lässt, als ob man aufjedenfall hilfe benötigt, was aber auch meistens zu übertreibungen führt und man sich dabei wohl (ich jedenfalls) dumm vorkommen würde.
tja, einzige möglichkeit ist es wohl, zu versuchen, selbst so zu handeln wie du es von deinen freunden erwartest und dein verhalten zu beobachten. tust du denn in solchen situationen genau das, was du auch von anderen erwartest? zweite möglichkeit, du sprichst deinen freund eben mal explizit darauf an, bzw. machst ihm klar dass du es schön finden würdest, wenn er dir ab und zu mal hilfe von sich aus anbietet, und du da nicht von selbst dauernd betteln willst weil dir das unangenehm ist.
wobei das auch ne sache des freundschaftsverhältnisses is, ich glaub ich würde meine freunde einfach um hilfe bitten und wenn sie kein bock/zeit hätten, wäre das auch nicht schlimm ich würds nich übel nehmen und sie würden mir auch nichts vorlügen und sich im nachhinein ärgern, dass ich so unverschämt bin und sie um hilfe bitte obwohl sie gar keine lust haben..
 
 
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mizue
Alt 19.02.2006, 18:46   #7
Standard

ne freundin von mir zieht demnächst auch um... sie hat mich direkt gefragt, ob ich nicht lust hätte, ihr beim umzug zu helfen und ich fands nicht unverschämt oder aufdringlich, sondern vollkommen ok. so hab ich zeit darüber nachzudenken und ich sehe ehrlich gesagt auch kein problem darin, dass sie so direkt an mich herantritt. ich wäre natürlich auch von allein auf die idee gekommen, sie zu fragen... aber ich finde nicht, dass es etwas schlimmes ist, wenn man direkt um hilfe bittet (selbst wenns vllt offensichtlich ist, dass man sie benötigt und man denken könnte, dass die leute eigentlich von allein drauf kommen müssten...). aber was soll diese ganze erwartungshaltung?

ich finde, du verkünstelst dich unnötig. wenn dir was auf dem herzen liegt, dann frag doch einfach... warum den umweg über testen/proben etc. gehen und auf die erwünschte reaktion warten? ich finde das irgendwie unehrlich und unfair dem anderen gegenüber. du manipulierst ja quasi oder zumindest sprichst du nicht aus, was du wirklich denkst...

offene und ehrliche kommunikation kann ein segen sein, sag ich dir.
 
 
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FrozenSmile
Alt 19.02.2006, 22:37   #8
Standard

ich finde, du verkünstelst dich unnötig. wenn dir was auf dem herzen liegt, dann frag doch einfach... warum den umweg über testen/proben etc. gehen und auf die erwünschte reaktion warten? ich finde das irgendwie unehrlich und unfair dem anderen gegenüber. du manipulierst ja quasi oder zumindest sprichst du nicht aus, was du wirklich denkst...
interaktion mit menschen ist immer manipulativ. sag nicht ich, sagte unser freund freud.

also mit worten wie "verkünstlichung" solltest du etwas vorsichtiger umgehen - da du aber in meinen augen sowieso am thema, zumindest aber an dem, was ich als antwort erhalten wollte, weit vorbeischreibst, lass ich das einfach mal unkommentiert hier im raum stehen.

es ist schade, dass es scheinbar in deinem freundeskreis unüblich ist, dass die leute selbst auf die idee kommen, hilfe an zu bieten. ich bin so sozialisiert worden, dass, wenn ich über ein offensichtliches problem mit meinen mitmenschen spreche, diese mir eigenständig hilfe anbieten - und umgekehrt.

vielleicht kannst du meinen standpunkt ja nicht nachvollziehen, weil du selbst nicht zu dieser kathegorie menschen gehörst, die eigenständig hilfe anbieten. weiß ich nicht - kenne dich nicht und will mir nicht anmaßen, das zu beurteilen. is nur ein erklärungsansatz, denn ich find dein statement schon sehr anmaßend.

jedenfalls - wenn man diese einstellung als teil seiner erziehung mit auf den weg bekommt, stellt es zwar absolut kein problem dar, um hilfe zu fragen, aber wenn du 100 mal ohne gefragt zu werden auch bei größeren problemen deine hilfe offeriert hast und sie auch dankend angenommen wurde, erwartest du einfach, dass andere menschen auch mal diesen schritt weiterdenken und du nicht jedes mal fragen musst.
bin ich auch schon ein mehrere male nett ausgenutzt worden (blutegel begegnen einem ja leider nicht nur bei der schmerzterapie etc. ) und von natur aus relativ skeptisch, was sowas angeht - aber nicht soo skeptisch dass ich das als einen hauptgrund für meine denkweise angeben würde.

interessant ist ja bei der sache, dass die leute von mir aber sehr wohl erwarten, dass ich, ohne angesprochen zu werden, mich als freund erweise und entsprechend helfe. zumindest reagieren die meisten komisch, wenn man dann auf einmal auch nur sagt "oh, das is echt scheiße für dich, is sicher viel arbeit, was?" wenn die renovierung der mietswohnung ansteht.
 
 
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Raubtier
Alt 19.02.2006, 23:12   #9
Standard

[...]wenn du 100 mal ohne gefragt zu werden auch bei größeren problemen deine hilfe offeriert hast und sie auch dankend angenommen wurde, erwartest du einfach, dass andere menschen auch mal diesen schritt weiterdenken und du nicht jedes mal fragen musst.
In der hinsicht verstehe ich dich.

Ich hab mir auch schon oft gedacht, dass meine beste Freundin (weil ich vorallem in sie die höchsten "Erwartungen" setze) doch nun so und so reagieren könnte, weil ich das auch so machen würde.

Vlt liegt das Problem genau da. Die Leute reagieren nun mal nicht immer so wie man es gerne hätte.
Ich sehe das nicht unbedingt als Problem, es entäuscht mich zwar ein wenig aber ich raff mich dann dazu auf direkt zu fragen.
Ab und zu sag ich dann aber auch, dass ich schon von ihr erwartet hätte von sich aus auf die Idee zu kommen.
Das hilft um die Reaktion des anderen zu verstehen.

Bei anderen Leuten nehme ich die Reaktionen (die ich anders erwartet/eingeschätzt hätte) einfach hin, so ist es einfach nun mal. Da kann ich nichts dran ändern, ausser explizit nach benötigter Hilfe zu fragen.
 
 
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nephthys
Alt 19.02.2006, 23:50   #10
Standard

Zitat von FrozenSmile
es ist schade, dass es scheinbar in deinem freundeskreis unüblich ist, dass die leute selbst auf die idee kommen, hilfe an zu bieten. ich bin so sozialisiert worden, dass, wenn ich über ein offensichtliches problem mit meinen mitmenschen spreche, diese mir eigenständig hilfe anbieten - und umgekehrt.
warum einfach, wenns auch kompliziert geht? naja es gibt eben diese art menschen, bei denen offen geben und nehmen ist, man ist direkt. und es gibt diese art menschen, die es eben einfach freundlicher finden wenn sowas von selbst kommt und hohe erwartungen haben und immer wieder enttäuscht werden weil ihre freunde eben nicht sie selbst sind. sowas ist das typische verhalten das die basis für missverständnisse gibt wie ich schon sagte. man muss eben ne gewisse balance zwischen direktheit und diesen insgeheimen forderungen finden, die man an seine freunde stellt. aber ich kann es absolut nich haben, wenn jeder seine eigenen gedanken hegt, etwas bestimmtes erwartet, das gegenüber jedoch nich jeden wunsch von den augen ablesen kann und dann der andere wiederum enttäuscht ist. d.h. im klartext, selbst wenn dir vielleicht stinkt, dass sich nen freund net entsprechend verhalten hat wie du erwartet hättest (immerhin is er ne eigene person, die wohl auch ne andere denkweise hat und vielleicht in diesem moment, in dem sie hätte anders reagieren sollen, mit etwas anderem beschäftigt war), würdest du es nicht aussprechen sondern für dich behalten, auf deine liste "enttäuscht worden von xy" setzen und fertig is. daraufhin sammeln sich dann enttäuschungen an, und eigentlich bist du zu sehr damit beschäftigt, dir gedanken zu machen, was der freund xy nich gemacht hat und wie er sich verhalten hat, anstatt dir gedanken über dein verhalten zu machen. keine ahnung ich find sowas irgendwie kompliziert und deshalb, um diesen ganzen unausgesprochenen enttäuschungen auszuweichen, bin ich lieber gleich direkt.
 
 
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FrozenSmile
Alt 20.02.2006, 03:29   #11
Standard

(immerhin is er ne eigene person, die wohl auch ne andere denkweise hat und vielleicht in diesem moment, in dem sie hätte anders reagieren sollen, mit etwas anderem beschäftigt war)
ich denke nicht, dass ich das irgendwem abstreite.
aber da wir doch alles in allem den selben wertekondex vertreten (die einen ausgeprägter, die anderen weniger ausgeprägt), bestehen doch auch gewisse ungeschriebene regeln im sozialen gefüge, die nur wenige bewusst hinterfragen, die meisten aber strikt einhalten (die fiese sache mit dem über den tellerrand gucken). eeegal, ich schweif ab...


es geht hier auch eigentlich nicht um kleinigkeiten sondern schon größere dinge, wo ich einfach ein offenes auge meiner mitmenschen erwarte.
dass es auch der letzte begreift:
wenn ne mutti mit ihrem dicken zwillings-kinderwagen in den bus einsteigt, dann erwarte ich von nem mitmenschen, dass er, wenn er das sieht, also einfach wahrnimmt, auf die idee kommt, da mal eben mit anzupacken.
anderes beispiel: für ältere mitbürger im bus den sitzplatz räumen.

punkte: diese leute bitten auch in den seltensten fällen direkt um hilfe, trotzdem ist hier hilfe ganz offensichtlich angebracht. oder seh ich da was falsch? nun ist es für mich eine absolute selbstverständlichkeit, dann einfach aufzustehen und an bei dem blöden kinderwagen mit anzupacken.
sowas nennt man glaube ich soziales engagement....

und ganz ähnlich offensichtliche probleme gibts auch natürlich unter freunden des öfteren. da ists vielleicht nicht der kinderwagen sondern das kaputte auto.

wenn mich ein freund besucht und mir erzählt, sein auto sei kaputt, was besonders scheisse sei, da er am samstag abend aus nem mehr oder minder wichtigen grund nach...duisburg...müsse. so, in dem moment wo er, als mein freund, mir das erzählt, will ich ihm, als meinem freund, ja auch bei seinem problem helfen. und in dem moment, wo ich mir über problemlösungen gedanken mache, wird mir wohl auffallen, dass ich selbst ein auto habe und ihn also ggf. fahren könnte. so, und da er ja mein freund ist, werde ich ihm das dann natürlich auch offerieren, wos mir schon in den sinn gekommen ist.


so und ich finde das ist doch eigentlich nur ein logischer ablauf im kopf, der einfach passieren sollte, wenn man von freunden ausgeht. macht ihr, die meine position so überhaupt nicht nachvollziehen könnt, euch keine ernsthaften Gedanken, wenn euch freunde sowas erzählen? wird das für euch nicht ein thema?
 
 
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tschiech
Alt 20.02.2006, 12:07   #12
Standard

man täuscht sich doch fast in jedem menschen.. du kannst nie wissen wie deine freunde in welchen situationen reagieren. du kannst mit jmd prima auskommen und sobald mal was unerwartetes, extremes passiert kann sich alles ändern. auch zum positiven.
bei uns gabs da mal den fall, dass eine freundin verstorben is und jmd den ich eigentlich nie besonders hoch eingeschätzt hab hat sich in diesen momenten als echter pfundskerl erwiesen...
ich glaub vielleicht, dass ich außerhalb der familie über 2 menschen wirklich gut bescheid weiß und ahne wie sie in jeder situation reagiern.. trotzdem kann man + oder - überrascht werden...
 
 
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mizue
Alt 20.02.2006, 14:12   #13
Standard

ich hab ja keine ahnung, wo du in meinem post eine anmaßung findest, aber gut... dann will ich das mal unkommentiert stehen lassen.

ich stimme in groben zügen mit nephthys überein und mag noch hinzufügen... WENN du wirklich so oft von deinen freunden enttäuscht bist, weil sie deinen erwartungen eben nicht gerecht werden, dann ists vllt gar nicht schlecht, wenn du sie darauf ansprichst. vllt sind sie sich der dinge überhaupt nicht so bewusst, wie du es bist und da finde ich es nur fair, wenn du sie drauf aufmerksam machst. so schleppst du deine enttäuschung nicht wie ein mal mit dir herum, dass dir in allen erdenklichen situationen den blick auf deine freunde beeinflusst, sondern bist schlichtweg ehrlich.

das komplizierte, das nephthys meint (und das verkünsteln, das ich meine) bedeutet in dem fall, dass du wieder von deinen freunden erwartest, dass sie von selbst drauf kommen. und da kannst lang warten... je nachdem, wie deine freunde gestrickt sind, wie sie so leben usw. usf. ich hab die erfahrung gemacht, dass ich - wenn ich keine konsequenzen zu spüren kriege (wie zb. auch ein "auf etwas aufmerksam gemacht werden") - davon ausgehe, dass im grunde alles in ordnung ist.

zum thema manipulation: nein, wenn man ehrlich ist, verstehe ich das nicht als manipulation, sondern in einem gewissen maße als natürlichkeit. ich hoffe es klingt nicht anmaßend, wenn ich sage, dass du ihnen im grunde eine information vorenthälst (deine enttäuschung über deine unerfüllte erwartung) und du ihnen da quasi die chance nimmst, darauf zu reagieren.

Geändert von mizue (20.02.2006 um 14:19 Uhr).
 
 
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FrozenSmile
Alt 20.02.2006, 15:03   #14
Standard

bedeutet in dem fall, dass du wieder von deinen freunden erwartest, dass sie von selbst drauf kommen
Ja, das ist aus meiner Sicht keine neue Erkenntnis - das schreib ich ja schon im Eingangsposting. Da leg ich viel Wert drauf bei den Menschen, mit denen ich mich umgebe.

Ich versuch die Frage noch mal umzuformulieren: Wie bringe ich meine Mitmenschen, außer durch eine "Vorbildfunktion", dazu, in solchen Situationen eigenständig zu reagieren/handeln? In der Literatur liest man zu dem Thema, dass man sowas (fällt da immer unter soziales Engagement) lernen kann. Ich hab schon in Gesprächen öfter mal Sachen wie "mir ist es auch sehr wichtig - nicht nur bei mir selber - dass man, wenn man mit den nöten/problemen anderer konfrontiert wird, dann auch entsprechend die initative ergreift blablablub".
Und wenn man die Leute nach so einer Situation drauf anspricht, kommt höchstens "Oh, hättest ja was sagen können." "Hätteste aber auch von allein drauf kommen können, haben ja oft genug über die Sache geredet, oder?" "Jo...stimmt auch wieder...sorry."
Ok, allgemein hat sich bei mir, wie schon mehrfach gesagt, nicht das Bild einer bösen Absicht breitgemacht sondern einfach das Bild der Unfähigkeit, in diesem Maße weiterzudenken. Keiner is perfekt, keine Frage. Aber irgendwann sprichst Du die Leute eben nicht mehr drauf an, dass Du in bestimmten Punkten Hilfe erwartet hättest. Du weißt, dass Du Ihnen gesagt hast, dass Du dir beim Xten mal blöd dabei vorkommst, um Hilfe zu bitten.

Triviales aber aktuelles Beispiel, was auch verdeutlicht, wie hochfequent dieses Problem auftritt, dass es auch mehrdimensional ist und mich schon bei alltagsklamotten tierisch nerven kann:

Gestern Abend, Freund kommt zu Besuch. Beide Hunger. Beide arme Studenten. Mein Vorschlag: Selber kochen. Nudeln mit Gorgonzolasauce (mjam). Alles im Haus? Yap! Aber: Kein ungespülter Topf/Teller/Etc in der Wohnung. Spülen angesagt. Ich spüle. Freund sitzt am PC, guckt Musikarchive durch. Ich trockne ab. Freund sitzt am PC, guckt Videoarchive durch...

Sprich: Absolute Alltagssituation, ohne wirkliches "Problem". Trotzdem wär Hilfe klasse, ich würd auch lieber Filme gucken statt spülen - und vom Essen wollen ja hinterher beide profitieren. Aber Du kommst Dir vor wie sone Mutti, wenn Du dann jedes mal irgendwas in Richtung "Hilfste mir mal bidde hier mit dem Scheiß?" etc vom Stapel lässt.

geht doch mal bitte hierauf ein:

enn mich ein freund besucht und mir erzählt, sein auto sei kaputt, was besonders scheisse sei, da er am samstag abend aus nem mehr oder minder wichtigen grund nach...duisburg...müsse. so, in dem moment wo er, als mein freund, mir das erzählt, will ich ihm, als meinem freund, ja auch bei seinem problem helfen. und in dem moment, wo ich mir über problemlösungen gedanken mache, wird mir wohl auffallen, dass ich selbst ein auto habe und ihn also ggf. fahren könnte. so, und da er ja mein freund ist, werde ich ihm das dann natürlich auch offerieren, wos mir schon in den sinn gekommen ist.


so und ich finde das ist doch eigentlich nur ein logischer ablauf im kopf, der einfach passieren sollte, wenn man von freunden ausgeht. macht ihr, die meine position so überhaupt nicht nachvollziehen könnt, euch keine ernsthaften Gedanken, wenn euch freunde sowas erzählen? wird das für euch nicht ein thema?
Mal salopp gesagt: Wenn man selbst das Problem hätte, würde man vermutlich Stunden darüber brüten und es würden einem vermutlich auch diverse Ideen kommen. Logisch. Und wenns um die Probleme eines Freundes geht, dann tut man das einfach nicht mehr, oder was? (Oh ja, das is scheiße - aber...is ja Dein Problem, ne?)

Ist das annormal, dass man sich über das Leben und die Probleme nahestehender Mitmenschen Gedanken macht? Ich hoffe nicht. Denn wenn ja, erklärt mir doch mal bitte, an welcher Stelle ein reflektierter Mensch einen anderen Gedankenweg einschlagen könnte, der dann nicht dazu führt, Hilfe anzubieten. Gleicher Ausgangspunkt: Ein Freund erzählt vom Problem mit Auto und dass er womöglich sein Vorstellungsgespräch verpasst blablub. Ihr seid natürlich betroffen und denkt über das Problem nach. So...ich höre.

In dem Punkt um Hilfe bitten sind sich meine Freunde übrigens untereinander relativ ähnlich: Jeder gibt jedem Hilfe, wenn er explizit gefragt wird - auch absolut selbstverständlich - aber man bittet allgemein nur um Hilfe, wenns anders echt nicht machbar ist (bezogen auf Arbeiten etc, bei "psychischen Problemen" sieht die Welt anders aus). Einfach, um andere Menschen nicht mit den eigenen Problemen zu belasten. Gerade mit diesem Wissen und den Gesprächen, die wir über das Thema hatten (siehe oben), bestätigt sich das Bild, dass die meisten Menschen leider in der konkreten Situation unfähig sind, soweit zu denken ---

oder sollte man sagen, unfähig, sich in andere Menschen hineinzuversetzen?
 
 
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Raubtier
Alt 20.02.2006, 20:32   #15
Standard

Warum bieten Freunde/Leute ihre Hilfe nicht von sich aus an?

Mmh, ich glaube es ist weniger der Mangel an 'Einfühlungsvermögen' sondern eher keine Lust zu haben etwas zu tun.

Ich kann auch nur vermuten, weil ich persönlich immer Hilfe anbiete egal wem, und egal ob ich das nun gerne mache oder nicht.

Wenn ich einer Frau z.B. nicht helfe den Kinderwagen aus der Bahn zu schleppen dann nur, weil ich momentan keine Lust habe.

Bei deinem Auto beispiel könnte man doch auch Angst haben, dass der andere dein Auto zu Schrott fährt....

Ich sehe, realisiere wäge ab ob ich gerad einen sozialen moment habe und mache bzw. biete Hilfe an
.
Das merke ich auch bei Personen die mir unsympatisch sind bzw. die ich nicht mag. Wenn die mir von einem Problem erzählen und ich eigendlich sagen könnte ja, könnte dir helfen indem ich das und das mache aber im endeffekt mache ich das nicht, weil sie nicht um Hilfe bitten und ich auch keine Lust hab den deppen vom dienst zu spielen.

So ist das bei mir, wenns um andere Leute geht. (nicht meinen Freunden)
 
 
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FrozenSmile
Alt 20.02.2006, 20:54   #16
Standard

erst einmal: schön, dass du die diskussion mal um einen standpunkt erweiterst, der mirh nicht pauschal vorwirft, ich gehe einfach nicht offen genug mit meinen mitmenschen um.

im beispiel des autos wär ich natürlich selbst gefahren, schon aus versicherungstechnischen gründen.

ja, und allgemein würd ich auch eher dazu tendieren, in solchen fällen zu sagen: was sind das für freunde? und ich stimme dir auch darin zu, dass ich oft darüber nachdenke, ob das nicht einfach mangelnde "lust" zum helfen ist.
auf der anderen seite passt das aber bei entsprechenden personen nur schwerlich zu ihrem sonstigen charakter. und ich seh die punkte der anderen schreiber hier ja auch, dass ich, wo ich doch theoretisch und praktisch weiß, dass mir hilfe sicher ist, diese auch bekommen werde, wenn ich nur danach frage...

es scheint fast so, als gäbe es da kein patentrezept für, zumindest nicht unter uns postplanetariern.
dennoch denke ich, dass die eigenschaft, selbstständig probleme zu erkennen und hilfe anzubieten eine erstrebenswerte tugend ist, die sich manch einer sehr wohl mehr zu eigen machen könnte. wie man die leute wirklich dazu bringt, habe ich ja schon einmal in die runde gefragt.



Das merke ich auch bei Personen die mir unsympatisch sind bzw. die ich nicht mag. Wenn die mir von einem Problem erzählen und ich eigendlich sagen könnte ja, könnte dir helfen indem ich das und das mache aber im endeffekt mache ich das nicht, weil sie nicht um Hilfe bitten und ich auch keine Lust hab den deppen vom dienst zu spielen.
Das ist absolut nachvollziehbar aus meiner Perspektive. Geht mir auch so. Leute, die ich aus nachvollziehbaren Gründen einfach nicht ausstehen kann, brauchen mit meiner Hilfe auch nicht immer rechnen. Manchmal hats aber durchaus auch taktische Vorteile, einem ungeliebten Mitbürger einen Gefallen zu erweisen. Hat schon manch einen seine "bessere Seite" zeigen lassen.

Ich tipp aber auch mal, dass Du das, genau wie ich, als Teil Deiner Erziehung/Sozialisation mit auf den Weg bekommen hast. Je mehr ich darüber nachdenke und auch die Postings der anderen hier mit einbeziehe, desto mehr komm ich zu der Überlegung, dass die Einstellung und das "Denken" einer Person in diesem Punkt im Wesentlichen eben von der entsprechenden Sozialisation abhängt. Wenn Du nie gelernt hast, weiter über Probleme anderer nachzudenken und es vielleicht auch in der Familie üblich war, dass man um Hilfe in der Regel explizit bitten musste, scheint es, würde Freund vermutlich sagen, absolut logisch, dass Du das dann auch im späteren Leben nicht anwenden kannst.
So gesehen stimmt das auch mit dem überein, was schon mehrfach gesagt wurde: "Jeder ist eben anders und da kann keiner was für", auch wenn das in meinen Augen eine wenig begründete und viel zu platte Antwort und schon garkeine Erklärung ist.

Gegenthesen?

Geändert von FrozenSmile (20.02.2006 um 21:03 Uhr).
 
 
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Raubtier
Alt 20.02.2006, 21:14   #17
Standard

Ich tipp aber auch mal, dass Du das, genau wie ich, als Teil Deiner Erziehung/Sozialisation mit auf den Weg bekommen hast. Je mehr ich darüber nachdenke und auch die Postings der anderen hier mit einbeziehe, desto mehr komm ich zu der Überlegung, dass die Einstellung und das "Denken" einer Person in diesem Punkt im Wesentlichen eben von der entsprechenden Sozialisation abhängt. Wenn Du nie gelernt hast, weiter über Probleme anderer nachzudenken und es vielleicht auch in der Familie üblich war, dass man um Hilfe in der Regel explizit bitten musste, scheint es, würde Freund vermutlich sagen, absolut logisch, dass Du das dann auch im späteren Leben nicht anwenden kannst.
Würd ich spontan in meinem Fall nicht so behaupten. Meine Eltern sind 'weggucker'. Sie helfen nur wenn sie gefragt werden.
Ich weiss nicht woher ich das so habe, vielleicht weil meine Eltern so sind und ich nich so sein wollte. Ist ja auch egal.

Es ist heutzu Tage doch einfach so. Diese kein Bock ist nicht mein Problem stimmung bla.
 
 
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FrozenSmile
Alt 20.02.2006, 22:54   #18
Standard

Es ist heutzu Tage doch einfach so.
platt gesagt: ja.

aber das is doch unbefriedigend. ich will das einfach nicht als natürliche gegebenheit hinnehmen, dass sich die gesellschaft bei uns so verändert.
wenn jemand von euch mal über einen längeren zeitraum in nem "entwicklungsland" war (serbien, bosnien und albanien sowie die ostblockstaaten zählen in dem falle durchaus dazu), wird festgestellt haben, dass die alltäglichen umgangsformen der menschen dort doch noch etwas "normaler" sind und die entfremdung noch nicht so groß, wie bei uns.
scheinbar liegt das also an unserem gesellschaftssystem, aber eh ich hier ne rüge krieg, weil ich das themenfeld dieses forums verlasse,...
 
 
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nephthys
Alt 20.02.2006, 23:56   #19
Standard

Zitat von FrozenSmile

Ich versuch die Frage noch mal umzuformulieren: Wie bringe ich meine Mitmenschen, außer durch eine "Vorbildfunktion", dazu, in solchen Situationen eigenständig zu reagieren/handeln? In der Literatur liest man zu dem Thema, dass man sowas (fällt da immer unter soziales Engagement) lernen kann.
(...)
Ist das annormal, dass man sich über das Leben und die Probleme nahestehender Mitmenschen Gedanken macht? Ich hoffe nicht.
(...)
oder sollte man sagen, unfähig, sich in andere Menschen hineinzuversetzen?
du hast deine fragen wohl schon teilweise selbst beantwortet. ich denke, man kann einen mitmenschen nicht komplett "umerziehen", wenn er einfach nie was von gegenseitiger hilfe und eigeninitiative gehört hat, ist das schwer. und nein es ist nicht anormal sich gedanken über das wohlbefinden oder die situation anderer zu machen, aber welcher mensch ist denn nicht egoistisch? und auch daran ist zu einem weiteren teil das gesellschaftssystem mitschuld, in dem man einfach am schnellsten und am einfachsten weiterkommt, indem man andere zurücklässt und sich auf seinen eigenen weg konzentriert. in der arbeitswelt wird egoismus geradezu gefordert, wie will man sonst karriere machen?
zu dem "in andere einfühlen": ich muss zugeben dass es mich auch oft nervt, wenn ich merke, dass jemand sich in bestimmten fällen ignorant verhält. aufmerksamkeit ist was wichtiges, aber ich ertappe mich auch immer wieder, wie ich etwas mitbekomme (da ich eigentlich sehr viel mehr mitbekomme als andere vielleicht annehmen), mir aber dann zu bequem oder vielleicht auch zu schüchtern bin, etwas zu sagen, bzw. denke dass es komisch aussieht, wenn ich mich in was reinhänge, was ich nur über paar ecken mitbekommen habe.. -.- keine ahnung ob das nun verständlich ist. z.B. ist es doch auch so, wenn man im unterricht sitzt, und dann fragt jemand seinen nachbarn nach nem taschentuch, der hat dann keins, er fragt weiter, usw.. und man weiss ganz genau dass man irgendwo wohl n tempo haben wird, is aber zu faul oder denkt, derjenige kann mich ruhig erstmal fragen bevor ich mich "anstrenge". ist jetzt nen blödes beispiel, aber solche situationen gibts doch öfters. entweder man denkt, es wird schon jemanden geben der sich drum kümmert, oder man is einfach zu faul. oder man ist zu geizig, kann auch vorkommen oder man kann die person nich leiden oder man weiss dass es nich erwidert werden würde bzw. das gegenüber nich dankbar dafür ist. es gibt soviele winzige gründe, die einen dazu bewegen, sich blind zu stellen.

ich denk aber, so sachen in der gesellschaft (wie z.b. ner schwangeren frau was tragen helfen) kann man nicht mit dem verhältnis inner freundschaft vergleichen.

und was deine freunde betrifft, vielleicht sind sie teilweise wirklich unfähig oder zu bequem sich in deine situation hineinzuversetzen.. oder sie nehmen es einfach nicht ernst. vielleicht ist dein freund einfach von seiner position ausgegangen, dass es ihm wohl nichts ausmachen würde, alleine was abzuspülen und dann das gleiche von dir gedacht hat. naja aber in dem fall hätt ichs wahrscheinlich auch net so toll gefunden, alleine die arbeit zu machen. wenn sowas mal ab und zu vorkommt is ja net schlimm, vielleicht hat der freund einfach mal keinen bock, aber wenn sowas dauerzustand ist, würd ich nochmal versuchen, über das problem zu reden.
ich hätte in der situation wohl eher anstatt "hilfste mir mal" sowas gesagt wie "is es bequem auf dem stuhl da?" irgendwann wird die person ja dann schon merken was du indirekt von ihr forderst und wenn die person dann "ja" darauf antwortet, ist sie entweder dumpf oder sie weiss genau was man will, ist aber ne faule sau. :P
 
 
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FrozenSmile
Alt 21.02.2006, 00:13   #20
Standard

nephthys - vielen dank!

ich hätte in der situation wohl eher anstatt "hilfste mir mal" sowas gesagt wie "is es bequem auf dem stuhl da?"
ich denke, du hast recht. ich muss in dem punkt kreativer werden. je subtiler und indirekter, desto besser - das gilt eigentlich für jede kritik.

u dem "in andere einfühlen": ich muss zugeben dass es mich auch oft nervt, wenn ich merke, dass jemand sich in bestimmten fällen ignorant verhält. aufmerksamkeit ist was wichtiges, aber ich ertappe mich auch immer wieder, wie ich etwas mitbekomme (da ich eigentlich sehr viel mehr mitbekomme als andere vielleicht annehmen), mir aber dann zu bequem oder vielleicht auch zu schüchtern bin, etwas zu sagen, bzw. denke dass es komisch aussieht, wenn ich mich in was reinhänge, was ich nur über paar ecken mitbekommen habe.. -.- keine ahnung ob das nun verständlich ist. z.B. ist es doch auch so, wenn man im unterricht sitzt, und dann fragt jemand seinen nachbarn nach nem taschentuch, der hat dann keins, er fragt weiter, usw.. und man weiss ganz genau dass man irgendwo wohl n tempo haben wird, is aber zu faul oder denkt, derjenige kann mich ruhig erstmal fragen bevor ich mich "anstrenge". ist jetzt nen blödes beispiel, aber solche situationen gibts doch öfters. entweder man denkt, es wird schon jemanden geben der sich drum kümmert, oder man is einfach zu faul. oder man ist zu geizig, kann auch vorkommen oder man kann die person nich leiden oder man weiss dass es nich erwidert werden würde bzw. das gegenüber nich dankbar dafür ist. es gibt soviele winzige gründe, die einen dazu bewegen, sich blind zu stellen.
da hast du vollkommen recht. schüchternheit sollte allerdings da kein grund sein. das ist einfach nur ne sache der selbstüberwindung und zumindest meinen erfahrungen nach wird es bei den mitmenschen sehr positiv gewertet, halt als zeichen von selbstbewusstsein und stärke. naja und es ist wie mit jeder überwindung: je häufiger mans macht, desto geringer fällt die dafür nötige überwindung aus. zu den anderen punkten kann ich nur sagen, dass ich das früher auch so betrachtet habe. aber der alte spruch "wie man in den wald ruf..." ist irgendwo nicht ganz an den haaren herbeigezogen. ich hätte den beitrag nicht geschrieben, wenn ich immer nur positives feedback auf sowas bekommen würde, aber oft schallt es eben doch so aus dem wald, wie man reingerufen hat. und dann hat sich initiative gelohnt - oder?
 
 
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moodysmile
Alt 21.02.2006, 12:28   #21
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also ich täusch mich auch gern .. ab und zu sehe ich auf das aussehn und dann denkt man ... boar sieht aus wie ne liebe oder lieber dabei entpuppt es sich danach das diese person ganz anders sein kann... eine kolegin von mir ist mega lieb und so .. immer! aber ey echt 1. sie macht fast mit jedem rum 2. sie kann dräckig hinter dem rücken von anderen reden .. ich weiss auch nicht das alles hätte ich nicht erwartet .. aber was soll man tun .. jeder hat nen anderen charakter oder nicht?! ..
 
 
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FrozenSmile
Alt 24.02.2006, 18:13   #22
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hey namensverwandte!

naja aber man darf bei der auswahl der charaktäre, mit denen man seine freizeit verbringt, wählerisch sein, oder seh ich das falsch?

toleranz schön und gut, aber leute, deren charakter ich nur toleriere, muss ich nicht in meinem privaten umfeld haben...
 
 
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weltretter
Alt 24.02.2006, 18:24   #23
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Zitat von nephthys
ich hätte in der situation wohl eher anstatt "hilfste mir mal" sowas gesagt wie "is es bequem auf dem stuhl da?" irgendwann wird die person ja dann schon merken was du indirekt von ihr forderst
Das find ich persönlich ja blöd, denn meist sind die Leute, die in diesem Beispiel grad nicht auf dem Stuhl sitzen, ziemlich angefuxt (zu Recht wahrscheinlich), aber ich finde, wenn man was zu meckern hat, sol man das sagen (vernünftig natürlcih).
ich find das ganz furchtbar, wenn jemand mit nem falschen Lächeln sowas sagt wie "Ja, mach halt, wär ja aber schon hilfreich, wenn de jetz mal helfen könntest".

Wenn ich finde, jemand sollte sich grad anders verhalten, sag ich das oder lass es ganz.

Das andere problem ist ja, dass viele wirklich zu dumm oder faul sind, das zu verstehen. Die reden sich nämlich genau damitr raus, das der andere ja nur nett gefargt hat oder n Witz gemacht hat und ihn nicht direkt gebeten, was zu tun.
 
 
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