Hi.
Das ist natürlich ein extrem heikles Thema, und die Argumente und untermauernden Links werden hier natürlich immer von der gegnerischen Seite in den Boden gestampft.
Also ich persönlich kann z.b. auch nicht glauben, dass die Welt "nur" 5000 Jahre alt ist, und es wirklich nichts gab vor dem Paradies und der Vertreibung Adams und Eva aus diesem.
Die Bibel zu zitieren und wirklich jeden Satz für bare Münze zu nehmen, ist auch relativ unfruchtbar, denn die teils schlechte, ungenaue, zu bildliche oder zu freie Übersetzung der Texte, das Zusammenschustern der Bibel von mehreren Dutzenden Schreibern und die zusätzliche Veränderung der Schrift noch über die Jahrhunderte hinweg, da ist klar dass sich jedes dritte Statement widerspricht.
Ich persönlch kann wenn mir irgendetwas nicht davon als ausgedachte Geschichte vorkommt, es höchstens im bildlichen und übertragenen Sinn ansatzweise akzeptieren.
Überhaupt kann man die Bibel in ihrer Gesamtheit nur glauben, wenn man für sich das Axiom aufgestellt hat, dass Gott die Welt erschaffen hat und die Bibel seine heilige Schrift ist.
Wird das Axiom angenommen, so lassen sich daraus logisch alle Folgen herauslesen und sind mehr oder mehr oder weniger unanfechtbar.
Hat man aber als unanfechtbares Axiom, es gibt keinen Gott, sind im Prinzip auch alle Folgen daraus logisch nicht anfechtbar, die natürlich im direkten Gegensatz zu dem "Es-gibt-einen-Gott" Axiom stehen.
Das heisst es gab natürlich eine Ursuppe, und durch Mutation, natürliche Auslese, Crossing Over und alle anderen Faktoren die dafür gesorgt haben dass wir uns vom einzelligen Blob über Milliarden und Abermilliarden von Jahren zum dem Menschen entwickelt haben der wir heute sind, mit dem superkomplizierten Gehirn, Nervensystem, Verdauung und der Fähigkeit, auf der einen Seite alles zu hinterfragen und auf der anderen blind alles anzunehmen.
Es gibt natürlich massig Argumente, pseudowissenschaftlich oder nicht, die eine Evolutionstheorie nach Darwin irgendwie unglaubwürdig erscheinen lassen.
Bäume, die durch mehrere Erdschichten hindurchwachsen, die eigentlich erst nach Millionen von Jahren so aufeinanderliegen können, Hunde, auf deren Knochen die Methode des Messens der Halbwertszeit der Atome angewendet wird, und wo meine deutsche Dogge auch gut mal schon vor 8 Millionen Jahren gelebt haben könnte, bis hin zu archäologischen Funden; ein wunderbarer Triceratops Schädel und daneben der Abdruck eines Turnschuhs in 15 Metern tiefem knallhartem Fels.
Inwieweit man diese Argumente wieder angreifen und entkräften kann, wird hier ja auch schon in den oberen Beiträgen gezeigt.
Also was nun, wir befinden uns schliesslich irgendwie in einem Teufelskreis.
Was würde denn der gute Darwin sagen, wie vehement hier die "alten" und schon seit über 100 Jahren geglaubten Theorien verteidigt werden.
Er selber hat ja sehr krass das kirchliche Bild durcheinander gebracht, und den Mensch von der Krone der Schöpfung zum zufälligen Produkt degradiert.
Er durfte sich Karikaturen seines eigenen Gesichts auf dem Kopf eines Affen gefallen lassen, dabei hatte er doch so revolutionäre Beweise geliefert, dass doch alles ganz anders ist alle anderen bis dato schon immer geglaubt haben.
Allgemein wird der Status quo in der Wissenschaft immer extrem hoch gehalten, obwohl durch den ständigen Paradigmenwechsel doch quasi die Theorie von heute schon die Lüge von Morgen ist, obwohl sie noch die Blasphemie von gestern war.
Die beste Anekdote für das Selbstbild der Wissenschaft und die Möglichkeit zu reflektieren ist für mich immer die hier : Der Münchner Physikprofessor
Philipp von Jolly riet Planck von einem Studium der Physik ab, da nach seiner Ansicht „
in dieser Wissenschaft schon fast alles erforscht sei, und es gelte, nur noch einige unbedeutende Lücken zu schließen“ – eine Ansicht, die zu dieser Zeit von vielen Physikern vertreten wurde. Planck entgegnete: „
Ich hege nicht den Wunsch, Neuland zu entdecken, sondern lediglich, die bereits bestehenden Fundamente der physikalischen Wissenschaft zu verstehen, vielleicht auch noch zu vertiefen“ und nahm 1874 dennoch das Physikstudium in
München auf. "quote Wiki"
----> 44 Jahre später erhielt er den Nobelpreis für Physik, anscheinend war doch noch nicht alles erforscht.
Heute wissen wir natürlich wie wir in 44 Jahren auf unsere so hochheiligen wissenschaftliche Erkenntnisse zurückblicken werden. ^^
Kopernikus erlitt einen qualvollen Tod, dabei war die Erde doch "nur" nicht der Mittelpunkt des Universums.
Galilies Exil " und sie dreht sich doch" , der belachte Seeweg über den Westen nach Indien von Columbus und Vespucci ( Amerika, ein eigener Kontinent ??! *lach* ) etc.
Also wie wichtig ist es dass das was wir heute glauben wirklich die unanfechtbare Wahrheit ist? Dass wir vielleicht nicht die Krone der Schöpfung sind, wie Unmengen an Genies der Vergangenheit durch Blutzoll erst zu heutigem Gedankengut machten?
Die Institution, die natürlich am vehementesten auf das Krone der Schöpfung Dogma pocht, nämlich die katholische Kirche, hat natürlich durch ihre besondere Stellung Jahrtausendelang Verbrechen begehen können, dass es schon schwer anzunehmen ist, dass das schlechte Karma von ihnen wieder abgearbeitet ist, bevor unsere Erde ein für allemal untergegangen ist ^^
Naja, wie dem auch sei, was wäre denn
wenn von heute auf morgen bekannt werden würde, dass neueste unanfechtbare wissenschaftliche Beweise zeigen, dass wir nicht die erste menschliche Kultur sind, die schon auf der Erde gelebt hat, sondern dass es wirklich Atlantis gab mit ihrer hochentwickelten Kultur, und dass es auch vor Millionen von Jahren schon auf der Erde nur so vor Boreanern und Hyperboreanern wimmelte, was würde dann geschehen?
Dann würde erstmal geforscht werden, wieso diese Kulturen jetzt nicht mehr hier sind. Natürlich weil sie vernichtet wurden. Von sich selber, von Ausserirdischen, von Kometen oder von Gottes Sinflut, ist völlig dahingestellt. Auf jeden Fall waren sie machtlos dem gegenüber, den freiwillig sind sie bestimmt nicht in die ewigen Jagdgründe eingegangen.
Und irgendetwas machtlos gegenüber zu sein, ist zumindest für die jeweils Mächtigen einer Kultur nicht gerade der favorisierte Zustand ^^
Also ich glaube nicht an eine freie Informationsverbreitung in den Medien, solch brisante Infos würden erstmal entweder komplett verschwiegen oder in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht werden.
Naja ich schweif ab, zurück zu meinem ursprünglichen Gedanken.
Muss es eigentlich wirklich wie im Topic Religion
vs Evolutionstheorie heissen ?
Dass es keine grossen Gemeinsamkeiten zwischen der christlich-dogmatischen Idee gibt und der darwinistischen Evolution, wurde hier in den oberen Posts ja schon gezeigt.
Dass dadurch natürlich viele andere Religionen unter den Tisch fallen, hat Skinni auch schon erwähnt, und dass es in vielen anderen Religionen diesen Konflikt gar nicht gibt, vergessen wir hier natürlich in unserer christlich geprägten Zivilisation.
Naja ich beende mal meine nächtlichen Gedanken mit einem Szenario, welches ich mal in einem Buch gelesen habe, dessen Autor und Titel ich lieber verschweige, denn pseudowissenschaflicher geht es schon gar nicht mehr ^^
Wers trotz meiner freien Widergabe herausfindet, woher es ist, hat sich mindestens einen Lolli verdient :
Es ist eine wissenschaftliche fundierte Tatsache, dass aus genug Energie Materie entsteht.
Michael G sagt, aus Machern kein Film.
Tragic Hero : Und woher ist das Filmteam ? Frage nach dem Ursprung nur um eine Instanz nach hinten verschoben.
Genau das gleiche kann man auch andersrum auf den Urknall beziehen.
Und woher kam der Urknall ?
Irgendwas muss es ja vorher gegeben haben ?! ( oder nicht ?! )
Postulieren wir einfach, dass es nur eine Unmenge an Energie gab.
Unendlich viel Energie, quasi, formlos, vll. auch zeitlos ( ewig )
Ich nenne diese Energie einfach mal Gott.
Gott ist quasi die direkte Ursache für den Urknall, der Urknall die direkte Wirkung Gottes.
Und nach der Entstehung aller Universen und schliesslich auch irgendwann unseres Universums mit seiner schmucken Erde, alles ist immer noch göttlichen Ursprungs.
Und Gott wollte uns natürlich nicht als einzellige Fliegen in der Suppe, sondern schon als Menschen, die irgendwo vielleicht sogar nach seinem Abbild geschaffen sind?
Auf jeden Fall liebt er die Vielfalt, die Natur und die Farben des Regenbogens, und so ist jeder Mensch verschieden, und das geht nur durch unzählige und unzählbare Jahre der Evolution. Also was ist, wenn die Evolution der Wunsch Gottes gewesen wäre?
Warum ist der Mensch überhaupt wie Gottes Abbild?
Natürlich sind unsere Kinder auch irgendwo unser Abbild. ( Du hast Mamas Nase und Papas Augen ^^ )
Vielleicht hat er das ganze ja nur gemacht, damit wir uns ausgerechnet heute fragen, ob unsere Existenz wirklich nur Zufall ist? Ob wir wirklich immer die roten Ameisen getroffen haben, wie in dem Bild von Arachnophobia in dem anderen Thread?
Oder ob unsere Existenz eben kein Zufall ist, alles einem höheren Plan folgt, unser Leben einen Sinn hat, unsere Entscheidungen, unsere Taten, unsere Gedanken und Motivationen auch nach dem Leben noch einen Wert haben..
Als allwissender Gott wusste er natürlich alles, konnte einen superheissen Borito essen und auch einen Felsen heben, der so schwer ist, dass nichtmal er selbst ihn heben kann.
Aber er wusste vielleicht nicht mehr wie es ist so zu werden wer man ursprünglich ist, denn wenn man schon ewig der gleiche ewige Zeitgenosse war, verlässt das doch irgendwann den Rahmen des Möglichen. Und da man ja schlecht der nicht-sein kann, der man ist, kann man sich zumindest als allmächtiges Geschöpf in Millionen von kleinen Teilen aufteilen, jedes mit der Information von allen anderen, d.h. jedes Teilchen weiss was die anderen wissen, und umgekehrt. Diese kleinen Teile nennen wir der Einfachheit halber einfach Seele. Und obwohl die Teile anders aussehen ( unsere Hand sieht ja auch anders aus als unser Auge, aber trotzdem macht die Dna da keinen Unterschied, und die Information der anderen ist gespeichert ) haben sie alle den selben Ursprung.
Wie wunderbar ist es dann zu erkennen, wer man ist, wer man in Wirklichkeit schon immer war, die Illusion abzustreifen, die Maya begraben, ist doch eine tolle Sache. Das man eine Seele hat, und diese Seele mehr Dinge weiss, dass sie einem manchmal Dinge zeigt, die wir beachten sollten, das Erkennen der eigenen Göttlichkeit, etwas wieder zu wissen, was man schon immer gewusst hat, nur dummerweise vergessen, ach ich finds herrlich.
So Far
Sorry @ mangelnde Struktur, ich schiebs auf die Uhrzeit :P