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Evolutionstheorie vs. Religion

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Tinwe
Alt 18.01.2007, 15:23   #1
Frage Evolutionstheorie vs. Religion

Hallo liebe Leute!

Ich habe nicht sooooooooo viel Ahnung von diesem Thema, deshalb hoffe ich, ich bekomme ein paar Statements...

Es gab schonmal so ein ähnliches Thema, aber die Diskussion ist bei mir in meinem Philosophie Unterricht in der letzen Stunde aufgekommen, nachdem wir eigentlich anfangs über die Frage :
"Warum ist die anthropologische Fragestellung wichtig ? "
geredet haben, dann sind wir auf Krone der Schöpfung gekommen und dann letztendlich auf die Frage, von der Enstehung der Menschheit und kurz zu Enstehung der Welt gekommen ( Theorie Urknall)

Evolutionstheorie
( naturalistische Erklärung für biologische Entwicklung)


Reigion (Bibel, Koran etc)
( liefert keine naturalistische Erklärung)




Zwei aus unserem Kurs glauben nicht an die Evolutionstheorie, aber an was genau , dass kann ich leider erst nächste Woche mittwoch heraus finden und unser Lehrer meint, dass alle vernünftigen Menschen, daran glauben müssten, weil es schließlich bewiesen sein und die Geschichten aus der Bibel nur Mythen sind!
Kann man diese Menschen als unvernünftig bezeichnen?

Was überzeugt diese Menschen?

Wenn man nicht weiß wie die Erde entstanden ist, woher will man dann wissen, woher die Menschen kommen?


Weil eine Person meinte, wenn man nicht am Anfang anfängt , können einem Fehler unterlaufen sein, in der Entwicklung!?



Naja das ist mir halt duch den Kopf gegangen und vielleicht möchte einfach jemand, was dazu sagen! Bin jetzt erstmal weg und freu mich auf Antworten
Danke!
 
 
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michaelg
Alt 18.01.2007, 15:41   #2
Standard

Ich habe leider vergessen wer das wann sagte, aber es war ein Vergleich des Lebens mit einem Film. Wir Menschen sind in diesem Film und dieser Film ist für uns alles - unvorstellbar dass da außerhalb noch etwas sein soll. Aber ganz klar, ein Film hat außen ein Team, diverse Menschen, eben die Macher.

Ohne Macher kein Film.
Ohne Schöpfung keine Erde, kein Leben.

...That's it
 
 
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tragic hero
Alt 18.01.2007, 21:28   #3
Standard

Zitat von michaelg
Ich habe leider vergessen wer das wann sagte, aber es war ein Vergleich des Lebens mit einem Film. Wir Menschen sind in diesem Film und dieser Film ist für uns alles - unvorstellbar dass da außerhalb noch etwas sein soll. Aber ganz klar, ein Film hat außen ein Team, diverse Menschen, eben die Macher.

Ohne Macher kein Film.
Ohne Schöpfung keine Erde, kein Leben.

...That's it
Und woher kommt das Filmteam? Das verlagert die Frage des Ursprungs doch nur um eine Instanz weiter. Dann muss man eben fragen wie Gott entstanden ist. Was noch sinnloser und komplizierter ist.
Warum sollte man das also tun, wenn man eine (zumindest teilweise) befriedigende Erklärung für die Entstehung von Leben auf der Erde durch Evolution hat?

Ausserdem, Evolution findet ständig statt. Denk nur mal an die Grippeviren.
 
 
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Traico
Alt 18.01.2007, 21:51   #4
Standard

ich weiss gar nicht warum das diskutiert wird

wie der name schon sagt ist es eine evolutionsTHEORIE !

es ist nicht 100%ig bewiesen wie es vor milliarden jahren ablief, lediglich durch indizien gestützt. klar findet evolution heute statt und hat früher vermutlich stattgefunden, aber was früher war lässt sich eben nur erahnen.

der punkt ist, dass einfach für den glauben nichtmal indizien existieren. die bibel ist etwas vom menschen geschaffenes, genau wie die evolutionstheorie nach darwin. die evo-theorie ist einfach nur naheliegender und logisch zu erklären, das was in der bibel steht nicht
 
 
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michaelg
Alt 18.01.2007, 21:56   #5
Standard

...und selbst wenn es bewiesen wäre, würde es trotzdem nie eine Schöpfung ausschließen. Allerhöchstens eben die biblische nach Genesis.
 
 
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sailor
Alt 18.01.2007, 23:15   #6
Standard

wie der name schon sagt ist es eine evolutionsTHEORIE !
Genau meine Meinung. Und ausserdem bin ich der Meinung, daß das ganze in sich falsch ist. Ich denke aber, daß nichts gegen eine gewisse Weiterentwicklung im Sinne von Vererbung spricht. Aber daß alles aus Zufall entstanden ist, halte ich schlichtweg für falsch.

Ich möchte mal einen Link zu einem Beitrag von Anarchnophobia setzen, ich hoffe, er wird mir deshalb nicht böse sein... Immerhin ist es schon etwas her, daß er ihn geschrieben hat und mit der Zeit ändert sich manches.
Aber ich finde ihn sehr gut.
http://www.postpla.net/philosophie-g...z.17944.2.html
Ursprung: "Willem Johannes Ouweneel" Buchautor und Dr. rer. nat. u.s.w..
Beitrag #27 ist das übrigens.

Hier sind einmal ein paar mehr Befürworter der Schöpfung, auch "intelligent design" genannt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%...haft#Literatur

Und dies fand ich auch sehr interessant:
http://www.ge-li.de/argument.htm

Hier hatte ich selbst schon was zum Thema Schöpfung geschrieben:
Glaubt ihr an das Paradies?
Beitrag #33,#35,#42

oder hier:
Wer ist eigentlich wirklich Christ ... oder -was ist "Glaube" genau? Beitrag #27 #30 #35 #41

Noch ein paar Video´s:
God´s world: http://www.youtube.com/watch?v=mt49hQgutMY

"How Great is our God" ChrisTomlin http://www.youtube.com/watch?v=Ud0kaWLHEd4

Geändert von sailor (18.01.2007 um 23:47 Uhr).
 
 
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baedr
Alt 19.01.2007, 00:45   #7
Standard

Also von "Intelligent Design" halte ich mal überhaupt nichts.

Zitat von Wikipedia
Die U.S. National Academy of Sciences argumentiert, dass Intelligent Design und andere Behauptungen zu einem übernatürlichen Eingreifen in den Ursprung des Lebens keine Wissenschaft sind, weil sie nicht durch Experimente überprüft werden können, keine Vorhersagen machen und für sich genommen keine neuen Hypothesen aufstellen.
Somit ist das keine Wissenschaft, und gehört in den Religionsunterricht, und nicht in den Biologieunterricht.
Und dies fand ich auch sehr interessant:
http://www.ge-li.de/argument.htm
Entschuldigung aber die Seite ist furchtbar.

Hier zwei "Argumente":
Kann der Mensch einen "einfachen" echten Grashalm erschaffen? Wie kann er dann wissen, wie er von selbst entstanden ist?

Die Umwandlung Raupe - Schmetterling (Metamorphose) kann nur durch Planung geschehen.


Das mit der Raupe fand ich am besten . Das soll doch nicht ernsthaft die Evolutionstheorie widerlegen?? Wenn man schon gegen die Wissenschaft ankämpft sollte man sich zumindest Mühe geben.

Ich finde die sogenannten "Missing Links" sind schon sehr überzeugend Pro-Evolution. Missing Links sind z.B. ein halbfertiges Ohr oder eine Zwischenlebensform zwischen zwei unterschiedlichen Arten. Das Problem bei Archeologischen Ausgrabungen ist, dass diese Zwischenformen vergleichsweise kurz existiert haben, weshalb wesentlich weniger Funde dieser Zwischenformen bzw. Missing Links gemacht wurden. Mittlerweile sind es aber schon über 1000 ehemalige Missing Links, welche gefunden wurden, und die Richtigkeit der Evolutionstheorie bestätigen. Und es gibt so unzählig viele Argumente und Indize für die Evolutionstheorie, dass eingebuddelte Bäume zwischen GEsteinsschichten, und zuwenig Mondstaub zwar einer Erklärung bedürfen, aber nicht gleich die komplette Theorie auf den Haufen werfen.
Außerdem gibt es sehr genaue Möglichkeiten über Radiometrische Datierung bzw Zerfall von Isotopen das Alter bestimmter Gesteine festzustellen... Dabei kommt man nunmal auf ein wesentlich höheres Alter als 5000 Jahre... Wenn man bedenkt, dass die Wissenschaft berechnet hat, dass die Menschheit drei mio Jahre lebt, und die Dinosaurier 150 Mio. Jahre gelebt haben, muss einem klar sein, dass mit den 5000 Jahren irgendwas nicht stimmen kann. Das sind alles Dinge womit sich Wissenschaftler jahrzehnte lang beschäftigt haben, und dann kommt so eine Intelligenzbestie wie der Bush daher, und sagt, man solle Intelligent Design unterrichten.

wie der name schon sagt ist es eine evolutionsTHEORIE !
Ja, das ist genauso wie mit der Relativitätstheorie Einsteins... Das GPS-System funktioniert auch nur, weil die Satelliten relativistische Effekte anhand dieser Theorie anscheinend korrekt herausrechnen. Vielleicht ist es aber auch nur reiner Zufall, dass das GPS-System funktioniert.
 
 
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Krashok
Alt 19.01.2007, 01:40   #8
Standard

Intelligent Design ist einfach nur eine widerliche Form der Christen Einfluß auf zum Beispiel den Biologieunterricht zu nehmen und damit in diesem Bereich ihr Gedankengut zu verbreiten.. und ja sailor es sind die Christen nicht irgendeine Kirche womit du dich immer wieder rausreden willst ..du beweist es hier mal wieder wunderbar..

Und deine Angegebene Seite kann man an Lächerlichkeit kaum überbieten..
Schon eine einzelne Zelle ist sehr komplex. Sie müßte auf einen Schlag entstanden sein.
vollkommener Schwachsinn dazu gibts eine Abhandlung von Michael Russel über Protolebensformen..
Einfachstrukturierte Zellen kann es nicht geben, weil sie nicht lebensfähig wären. Alleine die Einrichtungen zur Nahrungsaufnahme und Fortbewegung sind so kompliziert, daß sie geplant sein müssen.
Nahrungsaufnahme ? Einzellige lebensformen existieren dank der Mitochrondrien welche Sauerstoff in Energie umwandeln..und selbst dieses Zusammenspiel hat sich erst im Laufe der Zeit zusammengefunden ach du scheisse ! das wäre ja dann Evolution !

Die Seite beweist einfach nur wieder : Einfache Antworten für Leute die nicht viel nachdenken und sich auch nicht lange damit beschäftigen wollen oder geistig dazu nicht in der Lage sind...wie die ganze christliche Religion
 
 
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sailor
Alt 19.01.2007, 03:29   #9
Standard

@baedr

Außerdem gibt es sehr genaue Möglichkeiten über Radiometrische Datierung bzw Zerfall von Isotopen das Alter bestimmter Gesteine festzustellen... Dabei kommt man nunmal auf ein wesentlich höheres Alter als 5000 Jahre...
Dazu:
http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/alter_erde.html
zum Autor:
http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gitt
 
 
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baedr
Alt 19.01.2007, 15:30   #10
Standard

Zitat von Werner Gitt
Das bedeutet physikalisch: Die Ausgangsmenge des Zerfallsmaterials ist unbekannt, denn niemand weiß, wieviel instabile Atome zum Entstehungszeitpunkt vorhanden waren.
Das ist soweit korrekt, aber für das Messverfahren vollkommen irrelevant. Wie bei vielen deiner Links ist das ganze etwas ungenau betrachtet, und es wird wesentliches verschwiegen. Nehmen wir mal diesen Ausschnitt des Artikels über Radiometrische Datierung:
Zitat von Wikipedia
Deshalb ändert sich in jedem Material, das ein radioaktives Nuklid enthält, das Verhältnis des ursprünglichen Nuklids zu seinen Zerfallsprodukten in vorhersagbarer Weise, während das Nuklid zerfällt. Diese Vorhersagbarkeit erlaubt es, die relative Häufigkeit verwandter Nuklide als Zeitmesser zu benutzen, der die Zeit angibt, die von der Aufnahme der ursprünglichen Nuklide in das Untersuchungsmaterial bis zur Gegenwart verstrichen ist.
Ich wiederhole nochmal: man misst das Verhältnis des Ursprünglichen Nuklids im Vergleich zu seinen Zerfallsprodukten, um Rückschlüsse über die Dauer des Zerfallvorgangs zu gewinnen. Es ist natürlich theoretisch möglich, dass sich diese Zerfallsprodukte schon bei der Entstehung dieses Gesteins darin befanden, in vielen Fällen ist das aber höchst unwahrscheinlich, da es keinen Grund für die Existenz dieser Elemente in dem Material gibt. Das ist auch der Grund, weshalb man verschiedene Proben der gleichen Gesteinsschichten untersucht, um somit die Genaugkeit dieses Verfahrens zu erhöhen.

Den wissenschaftlichen Wert Gitts Aussagen möchte ich an der Stelle gleich anzweifeln, zumal er die Bibel von vorn herein als geschichtlich korrektes Dokument mit Wissenschaftswert behandelt:
Zitat von Werner Gitt
Den weitesten geschichtlichen Rückgriff finden wir zweifelsohne in der Bibel. Dieser reicht bis zu dem ersten von Gott erschaffenen Menschenpaar. Die konsequente Aufzeichnung der Genealogien liefert uns den einzigen ermittelbaren und verläßlichen Zeitrahmen seit der Schöpfung.
und damit bin ich nicht allein:
Zitat von wikipedia
In der Naturwissenschaft wird Gitts Art des Schlussfolgerns im Allgemeinen als für nicht zulässig erachtet: Wenn Gitt ausschließlich "aufgrund von Erfahrung" mit von Menschen erstellter Information Sätze aufstellt, die auch für nicht von Menschen erstellte Information gelten sollen, so ist das eine unangemessene Extrapolation, die auf einer nicht repräsentativen Stichprobe beruht. Vor allem weil der Satz "Jede Information stammt von intelligenten Wesen" für von Menschen erstellte Information - im Gegensatz zu biologischer Information - offensichtlich wahr ist, ist eine Verallgemeinerung von Erkenntnissen, die mit dieser Eigenschaft zusammenhängen, nicht zulässig.
Das größte Problem bei diesem Gitt ist aber nunmal, dass er keine Ahnung hat wovon er spricht... Als Leiter des Fachbereichs Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig kann er sich noch soviel mit der Entstehung der Menschheit beschäftigen, solange er nur sein informationstechnologisches Wissen auf die Naturwissenschaft überträgt, und damit herumspekuliert hat das für mich wenig Bedeutung. Vielleicht hätte er sich mal etwas mit Biologie beschäftigen müssen.
 
 
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Morris
Alt 19.01.2007, 19:27   #11
Standard

Sehr interessant hier
Zitat von Traico
klar findet evolution heute statt und hat früher vermutlich stattgefunden, aber was früher war lässt sich eben nur erahnen.
Der Punkt ist, dass Evolution stattfindet, -fand und wohl auch immer stattfinden wird, aber in welchem Rahmen? Man kann heute lediglich beobachten, wie sich bestimmte Merkmale innerhalb einer Art verändern oder aber sich andere Arten entwickeln, die ihrer Ursprungsart äußerst ähnlich sind und letztlich keine neuen Merkmale haben. Genau solche "Sprünge", also die Entstehung von etwas völlig neuem, sind absolut notwendig, aber heute, meines Wissens nach, weder beobachtet noch bewiesen.
Zitat von tragic hero
Und woher kommt das Filmteam? Das verlagert die Frage des Ursprungs doch nur um eine Instanz weiter. Dann muss man eben fragen wie Gott entstanden ist. Was noch sinnloser und komplizierter ist.
Das ist nur bedingt ein Problem. Wenn man annimmt, dass sich die jenseitige, spirituelle Welt oder wie auch man sie bezeichnen mag, nicht von Verfall und Vergänglichkeit gekennzeichnet ist, sie sich sogar entgegengesetzt verhält, dann ist das gar kein Problem. Gott und die Seelen wären demnach ewig, ohne Anfang, ohne Ende, was natürlich einer scheinbaren Logik zuwiderläuft, alles müsste einen Anfang und ein Ende haben. Aber das muss es nicht, (nur zu Veranschaulichung) in der Mathematik gibt es auch solche Phänomene, die ganz einfachen Geraden.

Naja, zum Rest *g*:
Ich finde Kreationisten doof, nicht weil sie versuchen, sich kritisch mit der allen als letzte Wahrheit aufgezwungenen Evolutionstheorie auseinanderzusetzen, sondern weil sie als alleinige Alternative die Bibel zu Rate ziehen, was aber nicht wissenschaftlich ist. Denn was ist mit den Schöpfungsmythen der Hopi, Griechen, Germanen, Inder?
 
 
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Ford Prefect
Alt 20.01.2007, 01:08   #12
Standard

@Skinni: Die Annahme einer spirituellen Welt - eine Paralleldimension, ein anderes Universum oder wie auch immer man es nennen mag - ist prinzipiell nicht auszuschließen. Allerdings drängt sich eine Frage auf: Wenn unsere Seelen in dieser Dimension unsterblich sind, warum erinnern wir uns dann nicht an die Existenz unserer Seele vor der Geburt? Der Annahme nach müsste unsere Seele ja schon immer existiert haben. Man kann natürlich einfachheitshalber sagen, dass die Seele keine Erinnerungen mitnimmt - aber das widerspricht, denke ich mal, zumindest teilweise dem von der Bibel geprägtem Bild der Seele, denn wenn die Seele nach unserem Tod keine Erinnerungen mitnimmt, warum soll dann über sie gerichtet werden?

Aber zurück zum Thema: Zugegeben, die Evolutionstheorie ist nur eine Theorie. Aber ich finde es höchst lachhaft, dass christliche Fundamentalisten diese "Intelligent Design"-Theorie aufstellen, nur damit sie etwas haben, um die Evolutionstheorie anzugreifen. Denn seien wir ehrlich: Selbst in der Bibel wird kein Wort über göttliches Eingreifen in die Evolution - was ja der Kerngedanke dieser Bewegung ist - verloren. ID ist also nicht zwingend an das Christentum gebunden, genauso wenig wie an irgend etwas anderes. Es könnten selbst Muslime an ID glauben, ohne ihren Glauben damit aufzugeben. ID ist also einfach nur eine Theorie, die auf dem Glauben an die Existenz eines Gottes - oder evtl. sogar mehrerer Götter - aufbaut.

Warum also finden sich unter den ID-Anhängern nur Christen? Ganz einfach: Weil sie gegen die Evolutionstheorie sind und damit einfach ein bisschen propagieren wollen. Jemand, der sich kritisch damit auseinandersetzt, wird kaum eine Theorie, die auf keinerlei Indizien (geschweige denn Fakten) beruht, als Tatsache annehmen.
 
 
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sailor
Alt 20.01.2007, 21:10   #13
Standard

@baedr

Dein erster Satz war gleich:
Also von "Intelligent Design" halte ich mal überhaupt nichts.
Deshalb ist es natürlich schwer, eine auch nur halbwegs neutrale Position einzunehmen. In der Folge ist es dann unwahrscheinlich, daß überhaupt irgendetwas der Argumente anerkannt wird.
Falls dem nicht so ist, dann denke aber darüber nach: Immer beide Seiten hinterfragen: Gerne das "intelligent Design", aber auch das, von dem man meint, daß es richtig sei.

Zitat:
Zitat von Werner Gitt
Das bedeutet physikalisch: Die Ausgangsmenge des Zerfallsmaterials ist unbekannt, denn niemand weiß, wieviel instabile Atome zum Entstehungszeitpunkt vorhanden waren.

Das ist soweit korrekt, aber für das Messverfahren vollkommen irrelevant.
Es ist zwar für´s Meßverfahren irrelevant, aber doch ganz und gar nicht für´s Ergebnis!

Herr Gitt schrieb:
"Das bedeutet physikalisch: Die Ausgangsmenge des Zerfallsmaterials ist unbekannt"

Vereinfacht:

Wenn ich am 01.01. eines Jahres einen Haufen Reißzwecken auf meinem Schreibtisch liegen habe und nun daherkomme und täglich eine Reißzwecke dazupacke, wieviele habe ich dann am Ende des Jahres, also am 31.12., auf meinem Schreibtisch liegen?

Die Lösung der Rechnung könnte unmöglich "365" lauten, weil ich schlicht und ergreifend die Anzahl der Reißzwecken, die als Haufen auf meinem Schreibtisch lagen, nicht kenne. Er schrieb demzufolge:
"Ein solches System ist mathematisch prinzipiell unlösbar."

Also, eine sehr genaue Meßmethode....
...deren ganze Genauigkeit aber nichts nützt...

....weil nämlich die Ausgangsmenge des bereits zerfallenen Materials der Atome nicht bekannt ist, genausowenig wie wir wissen, wieviele Reißzwecken auf meinem Schreibtisch gelegen haben.

Fazit: Ergebnis nicht berechenbar, angedichtete Ergebnisse sind erdacht und pure Theorie, und können nur deshalb vorhanden sein, weil man bei der Berechnung einen bestimmten Ausgangswert (Anzahl zerfallener Atome) angenommen hat.

Was ist an diesem Hinweis von ihm schlecht? Die Genauigkeit der Meßmethode kritisiert er gar nicht!

Es ist natürlich theoretisch möglich, dass sich diese Zerfallsprodukte schon bei der Entstehung dieses Gesteins darin befanden, in vielen Fällen ist das aber höchst unwahrscheinlich, da es keinen Grund für die Existenz dieser Elemente in dem Material gibt.
Keinen Grund, oder keinen Grund, der Dir oder irgendwelchen Befürwortern der "Milliardenjahre -Erdzeitaltertheorie" bekannt ist oder in den Sinn käme?
Ich finde das ist schlicht pure Spekulation.
Die ganze Erdzeitaltermeßmethode ist bei ihrer Genauigkeit damit hinfällig und -sorry, so sehe ich das- für das Ergebnis vollkommen untauglich.

Du versuchst weiterhin die Glaubwürdigkeit Gitts in Frage zu stellen mit dem Hinweis auf:

Zitat von wikipedia
In der Naturwissenschaft wird Gitts Art des Schlussfolgerns im Allgemeinen als für nicht zulässig erachtet: Wenn Gitt ausschließlich "aufgrund von Erfahrung" mit von Menschen erstellter Information Sätze aufstellt, die auch für nicht von Menschen erstellte Information gelten sollen, so ist das eine unangemessene Extrapolation, die auf einer nicht repräsentativen Stichprobe beruht. Vor allem weil der Satz "Jede Information stammt von intelligenten Wesen" für von Menschen erstellte Information - im Gegensatz zu biologischer Information - offensichtlich wahr ist, ist eine Verallgemeinerung von Erkenntnissen, die mit dieser Eigenschaft zusammenhängen, nicht zulässig.
Genau über dem Abschnitt, wo auch dieser Auszug steht, steht bei Wikipedia deutlich erkennbar:


Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht oder unzureichend durch Quellenangaben (Literatur, Webseiten usw.) belegt worden, wodurch den fraglichen Inhalten eine Löschung droht. Bitte hilf der Wikipedia, indem du gute Belege für die Informationen nennst.
Aha, es handelt sich also nur um eine Behauptung oder Meinung, mit der möglichen Absicht, dies als "allgemeine Ansicht" darzustellen.

Das größte Problem bei diesem Gitt ist aber nunmal, dass er keine Ahnung hat wovon er spricht... Als Leiter des Fachbereichs Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig kann er sich noch soviel mit der Entstehung der Menschheit beschäftigen, solange er nur sein informationstechnologisches Wissen auf die Naturwissenschaft überträgt, und damit herumspekuliert hat das für mich wenig Bedeutung.
Also, ich sehe das so:
Das, was Herr Gitt da anspricht, ist ein simples logisches Prinzip, welches nur Aufgrund seines Ursprungs (nämlich der Erdzeitalterermittlung durch radioaktive Elemente und deren Zerfall) kompliziert anmutet.
Die einfache Botschaft ist aber: "Eine Zahl X plus 3 ergeben kein Ergebnis. Es muß erst "X" eingesetzt werden."
Um das zu erkennen brauche ich nicht sonstwer sein. Herr Gitt hat lediglich das Prinzip dieser Meßmethode erläutert. Daß er zum logischen Denken fähig ist, und sich in so etwas reindenken kann, das nehme ich stark an:

Von 1963 bis 1968 absolvierte Gitt ein Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule Hannover, das er als Diplomingenieur abschloss. Im Anschluss war er als Assistent am Institut für Regelungstechnik der Technischen Hochschule Aachen tätig. Hier promovierte er 1971 zum Dr.-Ing. Seit 1971 war er Leiter des Fachbereichs Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, wo er 1978 zum Direktor und Professor ernannt wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gitt


Also, sei mir nicht böse, baedr. Ich bin ja nur anderer Meinung. Aber ich habe echt den Eindruck, daß Du es irgendwie nicht wahrhaben willst, daß manche Dinge, die uns als wahr verkauft werden, durchaus aus gutem Grund bezweifelt werden können.

Geändert von sailor (20.01.2007 um 21:38 Uhr).
 
 
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baedr
Alt 20.01.2007, 21:58   #14
Standard

Vereinfacht:

Wenn ich am 01.01. eines Jahres einen Haufen Reißzwecken auf meinem Schreibtisch liegen habe und nun daherkomme und täglich eine Reißzwecke dazupacke, wieviele habe ich dann am Ende des Jahres, also am 31.12., auf meinem Schreibtisch liegen?
Entschuldigung wenn ich das so ausdrücke, aber das ist typisch. Das ist nicht vereinfacht, der Vergleich ist schlichtweg falsch. Wäre das Verfahren so aufgebaut, wie du und Herr Gitt es beschreiben, wäre es aus den von dir genannten gründen nicht zu gebrauchen. Ich glaube du hast die Funktionsweise dieses Verfahrens noch nicht ganz verstanden. Es spielt nämlich für das Verfahren(und das Ergebnis) keine Rolle, wieviel zuvor von dem Element vorhanden war. Ausschlaggebend ist lediglich das Verhältnis des Isotops und seiner Zerfallsprodukte. Aus dem Atom A wird ein Atom B und ein Atom C. Danach hast du also einen noch nicht zerfallenen teil von Atom A, und neu dazu gekommen: Atom B und Atom C. Es ist unwahrscheinlich, dass das Verhältnis dieser Elemente im Material von vorn herein exakt so gegeben ist, dass ein (zufälligerweise) unwidersprüchliches Ergebnis herauskommt, welches aber falsch ist. Um diese Ungenauigkeit auszugleichen werden mehrere Proben aus der gleichen Schicht genommen, wodurch man ungefähr bestimmen kann, wie alt es ist. Und da kommen nunmal ein paar Millionen Jahre raus.

Aber mal ehrlich... wäre das Universum 5000 Jahre alt, so könnten wir alles was weiter als 5000 Lichtjahre entfernt ist, überhaupt nicht sehen, weil uns das Licht noch nicht erreicht hat! Dann die Dinosaurier... wann sollen die gelebt haben? Langsam nervt mich deine Ignoranz richtig... Das ist doch alles nur noch total unvernünftig, weltfremd und widersprüchlich.

Geändert von baedr (21.01.2007 um 02:11 Uhr).
 
 
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AproX
Alt 21.01.2007, 03:35   #15
Standard

Hi.
Das ist natürlich ein extrem heikles Thema, und die Argumente und untermauernden Links werden hier natürlich immer von der gegnerischen Seite in den Boden gestampft.
Also ich persönlich kann z.b. auch nicht glauben, dass die Welt "nur" 5000 Jahre alt ist, und es wirklich nichts gab vor dem Paradies und der Vertreibung Adams und Eva aus diesem.
Die Bibel zu zitieren und wirklich jeden Satz für bare Münze zu nehmen, ist auch relativ unfruchtbar, denn die teils schlechte, ungenaue, zu bildliche oder zu freie Übersetzung der Texte, das Zusammenschustern der Bibel von mehreren Dutzenden Schreibern und die zusätzliche Veränderung der Schrift noch über die Jahrhunderte hinweg, da ist klar dass sich jedes dritte Statement widerspricht.
Ich persönlch kann wenn mir irgendetwas nicht davon als ausgedachte Geschichte vorkommt, es höchstens im bildlichen und übertragenen Sinn ansatzweise akzeptieren.
Überhaupt kann man die Bibel in ihrer Gesamtheit nur glauben, wenn man für sich das Axiom aufgestellt hat, dass Gott die Welt erschaffen hat und die Bibel seine heilige Schrift ist.
Wird das Axiom angenommen, so lassen sich daraus logisch alle Folgen herauslesen und sind mehr oder mehr oder weniger unanfechtbar.

Hat man aber als unanfechtbares Axiom, es gibt keinen Gott, sind im Prinzip auch alle Folgen daraus logisch nicht anfechtbar, die natürlich im direkten Gegensatz zu dem "Es-gibt-einen-Gott" Axiom stehen.
Das heisst es gab natürlich eine Ursuppe, und durch Mutation, natürliche Auslese, Crossing Over und alle anderen Faktoren die dafür gesorgt haben dass wir uns vom einzelligen Blob über Milliarden und Abermilliarden von Jahren zum dem Menschen entwickelt haben der wir heute sind, mit dem superkomplizierten Gehirn, Nervensystem, Verdauung und der Fähigkeit, auf der einen Seite alles zu hinterfragen und auf der anderen blind alles anzunehmen.

Es gibt natürlich massig Argumente, pseudowissenschaftlich oder nicht, die eine Evolutionstheorie nach Darwin irgendwie unglaubwürdig erscheinen lassen.
Bäume, die durch mehrere Erdschichten hindurchwachsen, die eigentlich erst nach Millionen von Jahren so aufeinanderliegen können, Hunde, auf deren Knochen die Methode des Messens der Halbwertszeit der Atome angewendet wird, und wo meine deutsche Dogge auch gut mal schon vor 8 Millionen Jahren gelebt haben könnte, bis hin zu archäologischen Funden; ein wunderbarer Triceratops Schädel und daneben der Abdruck eines Turnschuhs in 15 Metern tiefem knallhartem Fels.
Inwieweit man diese Argumente wieder angreifen und entkräften kann, wird hier ja auch schon in den oberen Beiträgen gezeigt.

Also was nun, wir befinden uns schliesslich irgendwie in einem Teufelskreis.
Was würde denn der gute Darwin sagen, wie vehement hier die "alten" und schon seit über 100 Jahren geglaubten Theorien verteidigt werden.
Er selber hat ja sehr krass das kirchliche Bild durcheinander gebracht, und den Mensch von der Krone der Schöpfung zum zufälligen Produkt degradiert.
Er durfte sich Karikaturen seines eigenen Gesichts auf dem Kopf eines Affen gefallen lassen, dabei hatte er doch so revolutionäre Beweise geliefert, dass doch alles ganz anders ist alle anderen bis dato schon immer geglaubt haben.

Allgemein wird der Status quo in der Wissenschaft immer extrem hoch gehalten, obwohl durch den ständigen Paradigmenwechsel doch quasi die Theorie von heute schon die Lüge von Morgen ist, obwohl sie noch die Blasphemie von gestern war.

Die beste Anekdote für das Selbstbild der Wissenschaft und die Möglichkeit zu reflektieren ist für mich immer die hier : Der Münchner Physikprofessor Philipp von Jolly riet Planck von einem Studium der Physik ab, da nach seiner Ansicht „in dieser Wissenschaft schon fast alles erforscht sei, und es gelte, nur noch einige unbedeutende Lücken zu schließen“ – eine Ansicht, die zu dieser Zeit von vielen Physikern vertreten wurde. Planck entgegnete: „Ich hege nicht den Wunsch, Neuland zu entdecken, sondern lediglich, die bereits bestehenden Fundamente der physikalischen Wissenschaft zu verstehen, vielleicht auch noch zu vertiefen“ und nahm 1874 dennoch das Physikstudium in München auf. "quote Wiki"
----> 44 Jahre später erhielt er den Nobelpreis für Physik, anscheinend war doch noch nicht alles erforscht.
Heute wissen wir natürlich wie wir in 44 Jahren auf unsere so hochheiligen wissenschaftliche Erkenntnisse zurückblicken werden. ^^

Kopernikus erlitt einen qualvollen Tod, dabei war die Erde doch "nur" nicht der Mittelpunkt des Universums.
Galilies Exil " und sie dreht sich doch" , der belachte Seeweg über den Westen nach Indien von Columbus und Vespucci ( Amerika, ein eigener Kontinent ??! *lach* ) etc.

Also wie wichtig ist es dass das was wir heute glauben wirklich die unanfechtbare Wahrheit ist? Dass wir vielleicht nicht die Krone der Schöpfung sind, wie Unmengen an Genies der Vergangenheit durch Blutzoll erst zu heutigem Gedankengut machten?
Die Institution, die natürlich am vehementesten auf das Krone der Schöpfung Dogma pocht, nämlich die katholische Kirche, hat natürlich durch ihre besondere Stellung Jahrtausendelang Verbrechen begehen können, dass es schon schwer anzunehmen ist, dass das schlechte Karma von ihnen wieder abgearbeitet ist, bevor unsere Erde ein für allemal untergegangen ist ^^
Naja, wie dem auch sei, was wäre denn

wenn von heute auf morgen bekannt werden würde, dass neueste unanfechtbare wissenschaftliche Beweise zeigen, dass wir nicht die erste menschliche Kultur sind, die schon auf der Erde gelebt hat, sondern dass es wirklich Atlantis gab mit ihrer hochentwickelten Kultur, und dass es auch vor Millionen von Jahren schon auf der Erde nur so vor Boreanern und Hyperboreanern wimmelte, was würde dann geschehen?
Dann würde erstmal geforscht werden, wieso diese Kulturen jetzt nicht mehr hier sind. Natürlich weil sie vernichtet wurden. Von sich selber, von Ausserirdischen, von Kometen oder von Gottes Sinflut, ist völlig dahingestellt. Auf jeden Fall waren sie machtlos dem gegenüber, den freiwillig sind sie bestimmt nicht in die ewigen Jagdgründe eingegangen.
Und irgendetwas machtlos gegenüber zu sein, ist zumindest für die jeweils Mächtigen einer Kultur nicht gerade der favorisierte Zustand ^^
Also ich glaube nicht an eine freie Informationsverbreitung in den Medien, solch brisante Infos würden erstmal entweder komplett verschwiegen oder in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht werden.

Naja ich schweif ab, zurück zu meinem ursprünglichen Gedanken.

Muss es eigentlich wirklich wie im Topic Religion vs Evolutionstheorie heissen ?
Dass es keine grossen Gemeinsamkeiten zwischen der christlich-dogmatischen Idee gibt und der darwinistischen Evolution, wurde hier in den oberen Posts ja schon gezeigt.
Dass dadurch natürlich viele andere Religionen unter den Tisch fallen, hat Skinni auch schon erwähnt, und dass es in vielen anderen Religionen diesen Konflikt gar nicht gibt, vergessen wir hier natürlich in unserer christlich geprägten Zivilisation.

Naja ich beende mal meine nächtlichen Gedanken mit einem Szenario, welches ich mal in einem Buch gelesen habe, dessen Autor und Titel ich lieber verschweige, denn pseudowissenschaflicher geht es schon gar nicht mehr ^^
Wers trotz meiner freien Widergabe herausfindet, woher es ist, hat sich mindestens einen Lolli verdient :

Es ist eine wissenschaftliche fundierte Tatsache, dass aus genug Energie Materie entsteht.
Michael G sagt, aus Machern kein Film.
Tragic Hero : Und woher ist das Filmteam ? Frage nach dem Ursprung nur um eine Instanz nach hinten verschoben.

Genau das gleiche kann man auch andersrum auf den Urknall beziehen.
Und woher kam der Urknall ?
Irgendwas muss es ja vorher gegeben haben ?! ( oder nicht ?! )
Postulieren wir einfach, dass es nur eine Unmenge an Energie gab.
Unendlich viel Energie, quasi, formlos, vll. auch zeitlos ( ewig )
Ich nenne diese Energie einfach mal Gott.
Gott ist quasi die direkte Ursache für den Urknall, der Urknall die direkte Wirkung Gottes.
Und nach der Entstehung aller Universen und schliesslich auch irgendwann unseres Universums mit seiner schmucken Erde, alles ist immer noch göttlichen Ursprungs.
Und Gott wollte uns natürlich nicht als einzellige Fliegen in der Suppe, sondern schon als Menschen, die irgendwo vielleicht sogar nach seinem Abbild geschaffen sind?
Auf jeden Fall liebt er die Vielfalt, die Natur und die Farben des Regenbogens, und so ist jeder Mensch verschieden, und das geht nur durch unzählige und unzählbare Jahre der Evolution. Also was ist, wenn die Evolution der Wunsch Gottes gewesen wäre?
Warum ist der Mensch überhaupt wie Gottes Abbild?
Natürlich sind unsere Kinder auch irgendwo unser Abbild. ( Du hast Mamas Nase und Papas Augen ^^ )
Vielleicht hat er das ganze ja nur gemacht, damit wir uns ausgerechnet heute fragen, ob unsere Existenz wirklich nur Zufall ist? Ob wir wirklich immer die roten Ameisen getroffen haben, wie in dem Bild von Arachnophobia in dem anderen Thread?
Oder ob unsere Existenz eben kein Zufall ist, alles einem höheren Plan folgt, unser Leben einen Sinn hat, unsere Entscheidungen, unsere Taten, unsere Gedanken und Motivationen auch nach dem Leben noch einen Wert haben..
Als allwissender Gott wusste er natürlich alles, konnte einen superheissen Borito essen und auch einen Felsen heben, der so schwer ist, dass nichtmal er selbst ihn heben kann.
Aber er wusste vielleicht nicht mehr wie es ist so zu werden wer man ursprünglich ist, denn wenn man schon ewig der gleiche ewige Zeitgenosse war, verlässt das doch irgendwann den Rahmen des Möglichen. Und da man ja schlecht der nicht-sein kann, der man ist, kann man sich zumindest als allmächtiges Geschöpf in Millionen von kleinen Teilen aufteilen, jedes mit der Information von allen anderen, d.h. jedes Teilchen weiss was die anderen wissen, und umgekehrt. Diese kleinen Teile nennen wir der Einfachheit halber einfach Seele. Und obwohl die Teile anders aussehen ( unsere Hand sieht ja auch anders aus als unser Auge, aber trotzdem macht die Dna da keinen Unterschied, und die Information der anderen ist gespeichert ) haben sie alle den selben Ursprung.
Wie wunderbar ist es dann zu erkennen, wer man ist, wer man in Wirklichkeit schon immer war, die Illusion abzustreifen, die Maya begraben, ist doch eine tolle Sache. Das man eine Seele hat, und diese Seele mehr Dinge weiss, dass sie einem manchmal Dinge zeigt, die wir beachten sollten, das Erkennen der eigenen Göttlichkeit, etwas wieder zu wissen, was man schon immer gewusst hat, nur dummerweise vergessen, ach ich finds herrlich.

So Far

Sorry @ mangelnde Struktur, ich schiebs auf die Uhrzeit :P
 
 
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Cassandra
Alt 21.01.2007, 11:48   #16
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Die Entstehungsgeschichte in der Bibel lässt sich doch sehr gut mit der Evolutionstheorie erklären. Für mich passt da sehr viel Zusammen. Die Erzählung das die Welt in 7 Tagen entstanden ist, ist doch eine weitere Metapher auf die heutige Evolutionstheorie. Natürlich ist die Welt nicht in 7 Tagen entstanden, aber in diesen Schritten. Wenn man es von dieser Seite betrachtet stimmt alles sehr genau.
 
 
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Meneldur
Alt 07.02.2007, 08:26   #17
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Hier ein Link zu einer weiteren Möglichkeit:
http://www.science-of-involution.org/
 
 
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Wodar Hospur
Alt 07.02.2007, 09:24   #18
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Die involution theorie hab ich mir nur kurz angesehn, aber alleine die seite über die kritik an darwins theorie ist einfach nur lachhaft. es tut mir leid, aber anscheinend fehlen den herren grundlagen der biologie, denn mutationen entstehen immer. was anderes ist die evolution nicht, das mutieren und dann auswählen.

ansonsten hakt es noch bei den beiden anderen theorien, weder der darwinismus ist bis zum ende durchgeklärt noch liefert die schöpfungsgeschichte überhaupt einen anhaltspunkt. dabei versucht wenigstens der darwinismus anhand von tatsachen den dingen auf den grund zu gehen, während bei der evolutionstheorie immer das gespenst "schöpfer" rumläuft, der irgendwas angestossen hat.
 
 
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Krashok
Alt 07.02.2007, 11:15   #19
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omg.. intelligent design ist echt wie eine seuche...

und nein cassandra evolution und bibelgeschichten haben nichts gemeinsam..auch nicht metaphorisch...
 
 
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raffis
Alt 07.02.2007, 12:33   #20
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Wie wäre es mit "Evolutionstheorie & Religion" ?

Keines schliesst das andere aus, warum also das "vs" ?

Der gegenseitige Ausschluss existiert nur in Form der biblischen Schöpfungsgeschichte und wer nicht versteht, dass diese rein symbolischen Gehalts ist, ist selbst schuld.

Gruss Raffis
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 07.02.2007, 12:33   #21
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Zitat von sailor
Ich finde das ist schlicht pure Spekulation.
Ich finde Gott ist auch schlicht pure Spekulatius... ähh Spekulation.
 
 
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Krashok
Alt 07.02.2007, 13:06   #22
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Keines schliesst das andere aus, warum also das "vs" ?
das mag vielleicht für leute gelten die glauben die erde ist eine scheibe und das sich die sonne um die erde dreht.. aber nicht für selbstständig und klar denkende menschen
 
 
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Wodar Hospur
Alt 07.02.2007, 13:46   #23
Standard

krashok, du machst es dir zu leicht. denn auch wenn der mensch nicht erschaffen wurde, oder vielleicht auch nicht die erde, was ist mit dem universum, der urknall, was löste ihn aus, und woher kam die masse dafür.

das problem des ursprungs hat sich durch unsere anhäufung von wissen nur verschoben, aber es wurde nicht geklärt. deswegen muss sich das auch nicht ausschließen.
 
 
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Krashok
Alt 07.02.2007, 14:49   #24
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das heißt noch lange nicht das gott dahinter steckt ..oder irgendwelche schöpfungsmärchen..ich denke eher damit macht man es sich zu einfach
 
 
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Wodar Hospur
Alt 07.02.2007, 14:53   #25
Standard

Stimmt, das heißt es nicht, aber es ist NOCH nicht bewiesen das die Wissenschaft den Beweis für ein sich selbsterhaltendes immer existenzes Universum geliefert hat. Solange der ausbleibt, ist eine Erklärung genauso gut wie jede andere. Vorallem ist wohl bei dem Versuch alles als Schöpfungsakt eines Wesens zu sehn, viel mehr Phantasie gefragt um sich Gründe vorzustellen. Dies kann das Leben bereichern.
 
 
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