@Cobain
Deine Einwände sind ja durchaus berechtigt: Warum ist hier so viel Ungerechtigkeit, warum so viel Leid? Einiges ist ja nicht mal menschengemacht, etwa beim Tsunami, Wirbelstürmen etc. ...
Ich habe einen anderen Beitrag von mir teilweise kopiert:
Ganz einfach: Wir sind hier zur Probe. Deshalb ist unser Leben auch nach 80 oder vielleicht bereits schon 18 Jahren zu Ende. Wir wissen es vorher nicht. All das Leid und die Ungerechtigkeit die uns umgibt, fordert uns heraus.
Es gibt da so einen Spruch: "Wer ein Stück Fleisch auf dem Tisch und eine Frau im Bett hat, ist zufrieden."
Ist es nicht wirklich interessant, daß viele von uns bevorzugt dann ausrasten, wenn es ihnen schlecht geht, oder wir nicht bekommen, was wir wollen???
Manchmal sind es auch schlicht die Konstellationen die uns umgeben. In einem Staat, in dem weitgehend gerechte Gesetze gelten, eine funktionierende Justiz und Polizei vorhanden ist, werden nur wenige über die Strenge schlagen und -beispielsweise- Menschen ermorden.
Das hat einen Grund: Gesetz und ausführende Gewalt sorgen dafür, daß der Übertreter des Gesetzes bestraft wird, also fürchtet er/sie sich und er/sie hält sich zurück.
Fallen diese Staatsgewalten aus, oder ändert sich ihre gerechte Ausrichtung zu Ungerecht, dann haben wir eine Konstellation wie etwa in Mogadischu oder Bagdad.....oder.....
....wie etwa im 3. Reich.
In Bagdad oder Mogadischu ist keine (funktionierende) Staatsgewalt vorhanden, deshalb ziehen Bandenchefs mordend durchs Land, es gilt das Recht des Stärkeren, Selbstjustiz, Anarchie...
Anders im 3.Reich: Trotz vorhandener Staatsgewalten war es dort plötzlich problemlos möglich, einen Juden auf offener Strasse ungestraft zu erschiessen. Wie wir wissen, fand es in der Folge massiv statt!
Was passierte???
Diese Situationen fordern die Menschen heraus, der Ungerechtigkeit und dem Bösen freien Lauf zu lassen (Was hindert sie?)
Wenn sie dann obendrein eben KEIN Fleisch auf dem Tisch und KEINE Frau im Bett haben, steigt die Herausforderung noch weiter.
Wir wissen, wie sich viele Menschen dann verändern.
Plötzlich erschossen vorher scheinbar "harmlose" Familienväter in der SS reihenweise jüdische Menschen per Genickschuss. Keine Propaganda kann aus einem Erwachsenen, frei denkenden Menschen mit Sprüchen wie "Die Juden sind unser Unglück" solche Bestien machen. Die Propaganda verlockt nur den innerlich vorhandenen Hass, die innere Einstellung zu Taten.
Plötzlich plündern sich Menschen (wie im Irak, Mogadischu (Somalia), Kinshasa (Kongo)) gegenseitig aus und nehmen sich mit Gewalt Geld und Lebensgrundlagen anderer.
Und dann gibt es da noch andere Menschen. Solche die dies eben nicht tun. Die ihren Mitmenschen keinen Schaden zufügen, die weder töten noch stehlen u.s.w., sondern ihren Mitmenschen Gutes tun.
Danach erfolgt das Gericht Gottes. Nach diesem Verhalten der Menschen.
Wäre immer alles gerecht und Friede Freude Eierkuchen, wären alle satt und zufrieden und ohne Herausforderung, wie sollen dann die Unterschiede in den Menschen hervortreten?? Wie sollen wir dann Gelegenheit bekommen, den Unterdrückten, Hungernden, Frierenden, Ungerecht behandelten, Ausgegrenzten etc. beizustehen, wenn es sie nicht gibt??
Das was im Herzen/ in den Gedanken ist, kann sich so äußern. So ist es Gottes Plan. Wir sind zur Probe hier. Es wird ein Gericht Gottes stattfinden:
Jesus Christus sagte:
»Wenn der Menschensohn* in seiner Herrlichkeit kommt, begleitet von allen Engeln, dann wird er auf seinem Herrscherthron Platz nehmen.
32 Alle Völker der Erde werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirt die Schafe von den Böcken trennt.
33 Die Schafe wird er auf seine rechte Seite stellen und die Böcke auf seine linke Seite.
34 Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: 'Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt Gottes neue Welt in Besitz, die er euch von allem Anfang an zugedacht hat.
35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen;
36 ich war nackt und ihr habt mir etwas anzuziehen gegeben; ich war krank und ihr habt mich versorgt; ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht.'
37 Dann werden die, die den Willen Gottes getan haben, fragen: 'Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig und gaben dir zu essen? Oder durstig und gaben dir zu trinken?
38 Wann kamst du als Fremder zu uns und wir nahmen dich auf, oder nackt und wir gaben dir etwas anzuziehen?
39 Wann warst du krank oder im Gefängnis und wir besuchten dich?'
40 Dann wird der König antworten: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.'
41 Dann wird der König zu denen auf seiner linken Seite sagen: 'Geht mir aus den Augen, Gott hat euch verflucht! Fort mit euch in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist!
42 Denn ich war hungrig, aber ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, aber ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
43 ich war fremd, aber ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, aber ihr habt mir nichts anzuziehen gegeben; ich war krank und im Gefängnis, aber ihr habt euch nicht um mich gekümmert.'
44 Dann werden auch sie ihn fragen: 'Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig oder durstig, wann kamst du als Fremder, wann warst du nackt oder krank oder im Gefängnis – und wir hätten uns nicht um dich gekümmert?'
45 Aber er wird ihnen antworten: 'Ich versichere euch: Was ihr an einem von meinen geringsten Brüdern oder an einer von meinen geringsten Schwestern zu tun versäumt habt, das habt ihr an mir versäumt.'
46 Auf diese also wartet die ewige Strafe. Die anderen aber, die den Willen Gottes getan haben, empfangen das ewige Leben.«
Matthäus 25,31-46
*Der Menschensohn ist Jesus Christus, er richtet im Auftrag Gottes.
Was die Einwände von Calex oder auch Deine betrifft bzgl der "schlimmen Stellen" in der Bibel, dazu muß ich sagen: Lest die Bibel im Zusammenhang!
Nicht nur im Zusammenhang des einen Abschnitts oder Kapitels. Sondern im Zusammenhang des jeweiligen Propheten (also Buches) und auch der gesamten Bibel.
Es ist nichts Neues, seit jeher wurde die Bibel mißbraucht um mit ihr alle möglichen üblen Machenschaften zu begründen. Dazu gehören die Kreuzzüge, die Hexenverfolgung, Hinrichtungen von Kirchenkritikern, bei Luther die Vernichtung der Bauern, Verfolgung der Juden u.s.w.... u.s.w....
...u.s.w....
Liest man die Bibel aber im Zusammenhang, dann erkennt man, daß es ganz und gar nicht korrekt ist, Andersgläubige, "Feinde" Jesu etc. zu töten, weil dort nämlich steht: "Du sollst nicht töten" (5.Mose 5,17)
Außerdem steht dort:
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Matthäus 22,39)
und:
"Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt – das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern."
Matthäus 7,12
Von daher ist schon mal klar, daß das alles Mißbrauch war: Das entreißen von Bibelstellen aus dem zusammenhang.
Trotzdem stellt sich die Frage: Weshalb finden sich solche Stellen, die vom Töten sprechen?
Gott ist der Schöpfer allen Lebens und der Vater der Geister. Ihm untersteht alles und wie gesagt: Er hat alles geschaffen!
Ein Schöpfer hat das Recht, wenn er Leben gibt, dieses auch wieder zu nehmen. Und zwar dann, wenn er es für richtig hält. Nicht wenn WIR dies meinen.
Niemand, der sündigt, bekommt von Gott ewiges Leben, denn Gott ist heilig, völlig ohne Sünde. Wer sündigt, muß sterben.
Gott aber liebt die Menschen und möchte nicht, daß sie sterben. Trotzdem hat er uns einen freien Willen und freie Entscheidung gegeben. Er möchte keine Marionetten. Was liegt dann näher, als daß er verhindern will, daß wir sündigen bzw. andere zur Sünde verführen? Genau das tut er:
"Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verführt, indem er sagt: Laß uns gehen und anderen Göttern dienen! - die du nicht gekannt hast, <weder> du noch deine Väter...
...dann darfst du ihm nicht zu Willen sein, und du sollst seinetwegen nicht betrübt sein, nicht auf ihn hören und nicht schonen noch Mitleid <mit ihm> haben, noch ihn decken....
... Und du sollst ihn steinigen, daß er stirbt. Denn er hat versucht, dich vom HERRN, deinem Gott, abzubringen, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus.
Und ganz Israel soll es hören, daß sie sich fürchten und in deiner Mitte nicht länger <so etwas> wie diese böse Sache tun."
5.Mose 13, 7.9.11-12
Hier steht es deutlich: "...ganz Israel soll es hören, daß sie sich fürchten und in deiner Mitte nicht länger <so etwas> wie diese böse Sache tun."
Genau darum geht es Gott. Somit ist diese Handlung (mit Beteiligung der Bevölkerung) also nicht zur Belustigung des Volkes gedacht, sondern ausschließlich, damit die Menschen wachgerüttelt werden, sich fürchten, nicht verführt werden... und letztlich.... nicht sündigen.
Wenn sie aber nicht sündigen, werden sie vor dem EWIGEN oder auch Zweiten "Tod", nämlich der ewigen Qual in der Hölle bewahrt und bleiben am Leben. Sie erhalten sogar letztlich ewiges Leben, wenn sie Gott vertrauen und eben nicht (bewusst) sündigen.
Von dieser Art gibt es viele Stellen. Gott tötet immer, weil Menschen gesündigt haben, dies kann auch durch Menschen geschehen, die er dazu einsetzt. Beispielsweise im Krieg.
Trotzdem hatten alle vorher immer viel Gelegenheit, zu ihm umzukehren und eben nicht mehr zu sündigen!
Um bei diesem Beispiel zu bleiben:
Es entspricht nie dem Willen Gottes, wenn Menschen getötet werden. Auch wenn er das Böse geschehen läßt, beispielsweise eben daß gegnerische Soldaten, die in ein Land einfallen und die Menschen niedermetzeln.
So ist es nicht sein Wille. Vielmehr möchte er, daß wir ihm gehorchen und gar nicht erst so etwas geschehen muß. Er versucht, die Menschen durch harte Einschnitte, Krieg, Verfolgung, Versklavung etc. zur Umkehr zu bewegen. Umkehr zu ihm!
Ohne diese Härte, würden wir (leider) tun und lassen, was wir wollen! Oftmals finden wir zu Gott erst dann, wenn es uns richtig dreckig geht. Das ist der Grund. Gott ist die Liebe, deshalb handelt er aus Liebe.
Wir sollten also nicht die Schuld bei Gott suchen, sondern bei uns selbst.
Wir sollten also unser Leben ändern:
"Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Ordnungen abgewichen und habt <sie> nicht beachtet. Kehrt um zu mir! Und ich kehre um zu euch, spricht der HERR der Heerscharen..."
Maleachi 3,7
"Jeder Einzelne von euch bekommt das Urteil, das er mit seinen Taten verdient hat. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott!
Kehrt also um und macht Schluss mit allem Unrecht! Sonst verstrickt ihr euch immer tiefer in Schuld.
31 Trennt euch von allen Verfehlungen! Schafft euch ein neues Herz und eine neue Gesinnung! Warum wollt ihr unbedingt sterben, ihr Leute von Israel?a
a) 36,26S
32 Ich habe keine Freude daran, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott. Also kehrt um, damit ihr am Leben bleibt!«
Hesekiel 18, 30-32
"Aber der HERR, der mächtige Gott, sagt: So gewiss ich lebe, mir macht es keine Freude, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss. Nein, ich freue mich, wenn er seinen falschen Weg aufgibt und am Leben bleibt. Darum kehrt um, kehrt schleunigst um! Warum wollt ihr in euer Verderben laufen, ihr Leute von Israel?'"
Hesekiel (Ezechiel) 33,11
Das verlorene Schaf
Eines Tages waren wieder einmal alle Zolleinnehmer und all die anderen, die einen ebenso schlechten Ruf hatten, bei Jesus versammelt und wollten ihn hören.
2 Die Pharisäer und die Gesetzeslehrer murrten und sagten: »Er lässt das Gesindel zu sich! Er isst sogar mit ihnen!«
3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis:
4 »Stellt euch vor, einer von euch hat hundert Schafe und eines davon verläuft sich. Lässt er dann nicht die neunundneunzig allein in der Steppe weitergrasen und sucht das verlorene so lange, bis er es findet?
5 Und wenn er es gefunden hat, dann freut er sich, nimmt es auf die Schultern
6 und trägt es nach Hause. Dort ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: 'Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf wiedergefunden!'
7 Ich sage euch: Genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt, als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.«
Lukas 15,1-7