
20.02.2003, 11:30
# 1 aus: "die enden der prabel" extrakt aus: "thomas pynchon - die enden der parabel"
...
Hörst du einen Zug heut abend
Pfeifen seinen schrillen Schrei,
Leg dich auf dein Bretterlaken,
Schlaf, und laß den Zug vorbei.
Züge riefen jede Nacht uns,
Gelaufen tausend Meilen schon,
Unterwegs durch leere Städte,
Züge ohne Endstation.
Keiner steuert die Maschine,
Keiner, der die Fahrt bewacht,
Züge brauchen keine Menschen,
Züge sind ein Stück der Nacht.
Bahnstationen liegen einsam,
Wegerechte brach und kalt,
Was wir verlassen, erben Züge,
Züge fahren, wir werden alt.
Laß rufen sie wie arme Seelen,
Laß sie schreien in den Wind -
Züge sind für Nacht und Regen
Unser Gesang und Sünden sind.
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klee |