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Was eure Eltern euch für's Leben mitgegeben haben!

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bliblablubb
Alt 22.02.2008, 18:30   #1
Standard Was eure Eltern euch für's Leben mitgegeben haben!

Hi

Hrmjoar, bei uns geht's in Pädagogik so langsam an's Angemachte, also bisher haben wir nur besprochen, ob Menschen Erziehung brauchen, solche Prozesse wie Lernen, Vergessen mal angetastet... Und nun sollen wir aus dem Bauchgefühl heraus beschreiben, was für uns eine gute Erziehung ausmacht.

Autoritär, weniger autoritär ist (glaub ich) nicht so entscheidend, mit beidem kann man viel falsch machen und beim Wesen des Kindes furchtbar daneben liegen. Deswegen will ich mein Augenmerk einfach auf das Resultat legen...

Was meint ihr, habt/könnt/seid ihr wegen eurer Eltern? Wofür seid ihr dankbar? usw... Was würdet ihr anders machen?

Ich finde das Thema total spannend!
 
 
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Euphorion
Alt 22.02.2008, 19:59   #2
Standard

hm...gute Frage. Ich würde glaub ich sehr viel anders machen in der Erziehung iwann meines Kindes, als meine Eltern es bei mir machen/gemacht haben.
Klar, ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mich doch sehr selbstständig erzogen haben. Aber das nervt halt auch total. Vor allem, wenn man dann, statt der Mutter oder dem Vater, die Erziehung 4 Geschwister übernimmt und auch noch fast den ganzen Haushalt. Irgendwo sind dann doch auch grenzen und freiheiten. Die ich im Moment leider sehr dolle habe und leider fast gar keine Freiheiten. Würde schon sehr viel anders machen.
 
 
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nonsurvivor
Alt 23.02.2008, 19:21   #3
Standard

Ich hab schon einiges mitgenommen von zuhause, aber ob man das meinen Eltern positiv anrechnen kann, sei mal dahingestellt. Was ich definitiv gelernt hab, ist, für meine Wünsche einzustehen, zu diskutieren, argumentieren, meinen Willen durchzusetzen. Eine andere Sache ist, dass ich mich von emotional aufgeladenen Situationen häufig ganz gut distanzieren kann, also so eine Art Schutzmauer entwickelt habe, die gewisse Dinge einfach abprallen lässt. Manchmal ist das wirklich hilfreich, in anderen Situationen lässt es einen aber ungewollt unnahbar und kalt wirken.
Wirklich positiv ist wohl, dass ich in den letzen Jahren zuhause gelernt hab, mein Leben komplett selbstständig zu meistern, sodass mein Auszug in erster Linie eine räumliche Umstellung war und weniger ein "ins unbekannte Leben geschmissen werden".
 
 
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kenshin-himura
Alt 25.02.2008, 00:21   #4
Standard

...ich würde sagen, vor Allem haben mir meine Eltern einen gewissen gesunden Optimismus und Zuversicht mitgegeben. Ich war früher mal der Meinung, dass sich im Leben so gut wie immer die Arschlöcher durchsetzen, während die vernünftigen Menschen nicht zum Zuge kommen. Das sehe ich heute etwas optimistischer.

Gruß,

Daniel.

Geändert von kenshin-himura (25.02.2008 um 01:19 Uhr).
 
 
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fantamaus
Alt 25.02.2008, 09:24   #5
Standard

Ich glaube, meine Eltern haben mich durch ihre Erziehung gut auf das Leben da draussen vorbereitet, auch wenn ich immer wieder gerne ins warme Nest zurückkehre.
Ich wurde recht streng erzogen, autoritär würde ich es allerdings nicht unbedingt nennen. Ich habe vieles von ihnen gelernt, u.a. wie man einen Haushalt führt, wie man Konflikte löst (auch dank des Bruders), ich habe von ihnen ein gewisses Mass an Umweltbewusstsein mitbekommen. Sie haben auch versucht, mich zu einem fleissigen Menschen zu erziehen, was allerdings punkto lernen noch nicht ganz so gut klappt. Ich glaube, sowas kann man nur selber lernen. Es wird auf alle Fälle besser

Ach, wenn ich alles aufzählen würde, was ich mitbekommen habe, dann wär ich noch Morgen dran. Ich glaube, das wichtigste war Respekt, Zuverlässigkeit, Selbstbewusstsein.
 
 
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baedr
Alt 25.02.2008, 14:48   #6
Standard

Ich würde sagen, mein Vater hat mir ein Interesse an der Welt vermittelt. er hat mir außerdem gezeigt, dass man seinen Kindern ein Vorbild sein sollte, und dass man aktiv an der Erziehung seiner Kinder arbeiten sollte.
 
 
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Klendathu
Alt 25.02.2008, 15:33   #7
Standard

um nur mal kurz auf die autorität zu kommen.
Ich denke autorität muss man sich verdienen.Respekt kann man im gegensatz dazu aus verschiedenen gründen haben , ebenso wie es verschiedene arten von respekt gibt.
Wenn respekt darauf beruht das bei missachtung von unsinnigen regeln strafen drohen hat das zwar wirkung , hat aber in dem fall für mich nichts mit einer autorität zu tun.
eine autoritätsperson ist für mich jemand der sich seinen respekt dadurch verdient das er eine position vertritt die er mit argumenten untermauern und durchsetzen kann.
Das wäre dann eine positive erziehung.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 25.02.2008, 18:24   #8
Standard

Ich bin dankbar für die Neurosen, die meine Eltern auf mich übertragen haben und die ich jetzt mühsam wieder loswerden muß.
 
 
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bliblablubb
Alt 29.02.2008, 18:33   #9
Standard

Zitat von fantamaus
Ich wurde recht streng erzogen, autoritär würde ich es allerdings nicht unbedingt nennen.

Ach, wenn ich alles aufzählen würde, was ich mitbekommen habe, dann wär ich noch Morgen dran. Ich glaube, das wichtigste war Respekt, Zuverlässigkeit, Selbstbewusstsein.
Hört sich auf jeden Fall anständig an ..was meinst du, lag es an der strenge, daran, dass es nicht autoritär war oder hatte die Strenge eher nichts damit zu tun?

Zitat von ShakeTheDisease
Ich bin dankbar für die Neurosen, die meine Eltern auf mich übertragen haben und die ich jetzt mühsam wieder loswerden muß.
Ich hoffe du findest es nicht furchtbar, dass ich frage, aber ich möchte gern etwas wissen...
nämlich ob du noch kontakt zu deinen eltern hast, welche probleme du genau hast und ob du irgendetwas gutes an deinen eltern finden kannst. nicht nur, dass du weißt, wie du nicht sein willst...

ich würd mich freun, wenn ihr beiden noch antwortet

Geändert von Morris (01.03.2008 um 15:17 Uhr). Grund: edit?
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 04.03.2008, 14:41   #10
Standard

Ich sehe meine Eltern 2-3 mal im Jahr (Geburtstag, Weihnachten) und das reicht mir dann auch. Nee blubb, meine Probleme will ich im Augenblick nicht erzählen und ich mußte lange nachdenken, aber ich finde nichts Gutes. Ist wahrscheinlich so klein, daß es vom großen Schatten des Schlechten verdeckt und nicht mehr zu finden ist. Ich werde wohl immer ein komischer Vogel bleiben, war wohl als Ei schon so komisch.
 
 
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again'nd.again
Alt 21.05.2008, 21:19   #11
Standard

Meine Mum hat viel zu meiner derzeitigen Einstellung beigetragen.
Vor einigen Monaten wollte sie mich nicht zu meinem Freund lassen. Und dann hab ich über sie und über mich nachgedacht. Und mir ist klar geworden, dass ich nicht den Weg gehen werde, den sie gegangen ist. Ich werde nicht lernen und studieren und ein Kind bekommen und dann den Mann finden, der für mich perfekt zu sein scheint (warum auch immer) und dann noch zwei weitere Kinder bekommen. Und dann ein bisschen Arbeiten und den Rest zu Hause oder irgendwo manchmal im Urlaub verbringen.
Ich werde viel mehr leben.
Und wenn ich dann mal ein Kind bekommen sollte - dann wird es seine Erfahrungen machen können,ich werde nicht 1000 Sicherheitsmaßnahmen setzen.
Ich will nicht sagen, dass meine Mum keine gute Mum ist - ich finde sie richtig klasse - aber ich sehe Tag für Tag ihr Leben und das hat mir die Augen geöffnet, hat mir gezeigt, dass ich was anders machen soll.
Man lernt bekanntlich aus Fehlern . (Auch aus Fremden. Und nicht zu leben ist in meinen Augen ein Fehler.)
 
 
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Dreamrat
Alt 21.05.2008, 21:38   #12
Standard

Hey, meine Eltern haben mir gutes mitgegeben, dass man ehrlich, respektvoll, miteinander umgeht, pünktlich sein sollte. Was sie mir schlechtes mitgegeben haben, das man schweigen sollte, das man wenn sich erwachsene unterhalten, haben die kinder stillzusein, das man eben immer perfekt sein sollte und den Sauberkeitswahn, extreme Ordnung,

Ich habe selber 2 Kinder, meinen Kindern gebe ich mit, so gut ich kann, ehrlichkeit, respektvoll miteinander umgehen, das man alles sagen kann, wenn Erwachsene sich unterhalten, dürfen meine mitreden, sie müssen nie perfekt sein, und übertriebene Sauberkeit muss auch nicht sein, es darf mal was liegenbleiben, aber Ordnung sollte schon sein. Das ich einfach für meine kinder immer dasein werde, wenn sie mich brauchen, egal was ihr Herz sie bedrückt. Das sie spüren, was liebe heißt, Geborgenheit,

Ich habe trotz allem, ein gutes Verhältniss zu meinen Eltern und bin froh, das ich sie habe, denn es hat sich in ihrem Verhalten auch vieles getan, es gab nämlich ab und zu eine Diskussionsrunde, wegen meinen kindern, da sagte ich ihnen wie ich das mache, das finden sie gar nicht so schlecht, sehen es eben jetzt auch anderst, wie damals.

Fehler macht jeder, sie sind dazu da, um zu lernen.

lg Dreamrat
 
 
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Panazee
Alt 24.05.2008, 16:02   #13
Standard

Ich denke was ich u.A. von zuhause mitgenommen habe ist, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen und zu hinterfragen. Außerdem natürlich verschiedenste Werte wie Toleranz, Respekt, etc... was ich sicherlich auch ihnen zu verdanken habe ist ein sehr (welt-)offene Einstellung.
 
 
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maria357
Alt 24.05.2008, 23:59   #14
Standard

Nun meinen Bater verlor ich zu früh - er starb an Krebs als ich 5 Jahre war.
Meine Mutter versankt in Alkohol - war unberechenbar ,mal Engel, mal Teufel.
Später wurde sie pflegebedürftig und ich übernahm hre Pflege.

Eigentlich hat sie mir gezeigt - was ich im Leben bestimmt nicht machen soll. Als abschreckendes Beispiel !

Ich lebe im genauen Gegenteil und möchte so nie mals werden !!!

Aber ich trauere um sie und sie fehlt mir eben doch noch oft, weil ich sie eben trotz allem sehr lieb hatte.
 
 
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Ripper08
Alt 27.05.2008, 12:09   #15
Standard

Als Einzelkind und letzter Namenstraeger im Stammbaum meines Familiennamens habe ich immer recht viel Zuwendung seitens meiner Eltern erfahren.

Die Resultate waren letztendlich teils posivit und teils negativ. Einerseits wurde mir immer vermittelt, dass ich viel "wert bin" was recht positiven Einfluss auf mein Leben hatte, andererseits waren meine Eltern aber auch immer ueberdurchschnittlich vorsichtig was einige Probleme hervorrief.


Ich denke das Wichtigste bei der Erziehung ist, dass die Eltern ein gutes Beispiel sind. Kinder imitieren letztendlich was sie sehen und weniger was sie hoeren.

Des weiteren denke ich, dass der Vater eine sehr grosse Rolle bei der Erziehung spielt, welche heutzutage meist ignoriert nd heruntergespielt wird - Unabhaengig ob Sohn oder Tochter. Aber speziell maennlicher Nachwuchs, welcher vom Vater nicht richtig aufgezogen wird, hat es oftmals schwerer im spaeteren Leben und gerade wenn es darum geht erwachsen zu werden.

Letztendlich entweder weil der Vater nicht da ist oder nicht weiss was und wie er sein "Wissen" und seine positiven Eigenschaften weitergeben kann bzw. sein Leben lang zwischen Arbeitsplatz und Glotze pendelt.
Was die Eltern vermitteln sollten sind Werte wie Selbstdisziplin, Ehrlichkeit, Versprechen einhalten... aber nicht in der Form von dem Kind aufzwingen.
Wenn die Eltern nach ihren eigenen Prinzipien leben und diese Werte ein erfuelltes und glueckliches Leben hervorbringen, ist es recht wahrscheinlich, dass die Kinder einiges davon gerne und ganz von alleine absorbieren.
 
 
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Blasteroid
Alt 27.05.2008, 12:30   #16
Standard

Ich hatte schöne abschreckende Beispiele.
Ab einem gewissen Alter habe ich mich selbst erzogen, und das merken meine Freunde und Bekannte. Zum Negativen wie zum Positiven. Zum Glück überwiegt zweiteres, und darauf bin ich sehr stolz. Und gesund arrogant was das Thema angeht.

Was ich durch meine Kindheit erfahren durfte, war die reifliche Überlegung, Kinder in die Welt zu setzen. Klingt ein wenig traurig.
Keine gute Eigenschaften die ich habe sind auf Eltern zurückzuführen.
Leider sind einige negative Gewohnheiten durch die Vorgeneration bekannt.

Für mich ist nur wichtig dass ich mich weiterentwickle und ein guter Mensch werde und bleibe, ohne Rücksicht auf die Vergangenheit.
 
 
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