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Einsamkeit

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MonoMan
Alt 16.05.2001, 15:56   #1
Beitrag Einsamkeit

Die meisten Menschen sind so sehr in die Gesellschaft eingebunden, dass sie vor lauter Terminen und Verabredungen überhaupt nicht mehr fähig sind, sich ernsthafte Gedanken über ihr Leben und ihre Umwelt zu machen.<BR>Wer hingegen oft alleine ist und das Gefühl hat, nicht richtig dazuzugehören, der hat sowohl die nötige Distanz als auch genügend Zeit, um seine Umgebung zu beobachten und das Verhalten seiner Mitmenschen zu studieren. Wichtig ist dabei, dass man besonders auf die negativen Eigenschaften der anderen achtet und diese hervorhebt.<BR>Man wird erkennen, dass die Schönen nur deshalb schön sind, weil die meisten Menschen so blöd sind die Lügen zu glauben, die ihnen das Werbefernsehen über Schönheitsideale erzählt... dass die Erfolgreichen meist nur deshalb erfolgreich sind, weil sie ihre Meinung dem Denken anpassen, das gerade populär ist... und dass die vermeintlich Glücklichen nur so lange glücklich sind, wie es das Leben auch gut mit ihnen meint.<BR>Beobachtet man all dies immer und immer wieder, so wird man sehr bald davon abkommen, beliebt und zufrieden wie die Mehrheit sein zu wollen... Man wird die Streitereien, die die Menschen untereinander haben, als lächerlich und unbedeutend ansehen, man wird beginnen, ihre Gier und ihren Egoismus als sinnloses Streben nach Vergänglichem zu betrachten. Und dadurch wird man mit der Zeit für sich selbst die Entscheidung treffen, bewusst anders leben zu wollen als die Mehrheit... nur noch der Stimme seines Herzens zu folgen, ohne auf die Meinung der anderen Wert zu legen, und mit all seiner Kraft für die ewigen Werte einzustehen.<BR>So gesehen ist die Einsamkeit einer der besten Lehrmeister auf dem Weg zur Erkenntnis. Zeit zum Nachdenken, gepaart mit einer ruhigen Umgebung und dem nötigen Abstand zu allem, führt dazu, dass man die Wünsche und Träume, die einem von der Gesellschaft eingeimpft wurden, als Lügen erkennt, und sich stattdessen auf das Wesentliche besinnt, auf das, was einem wirklich etwas bedeutet.<BR>Und ist man dann erst mal so weit, stolz auf sich selbst sein zu können, so vermag einen auch die Welt da draußen nicht mehr zu erschüttern.

[ 15 Juni 2001: Beitrag editiert von: heiligermartin ]
 
 
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hackvresse
Alt 16.05.2001, 21:41   #2
Beitrag

Einsamkeit kann auch aber ein schlechter Leermeister sein. Du sagst man muss Distanz gewinnen um alles objektiver beobachten zu können. Das ist richtig, nur darf man sich nicht wieder zu weit distanzieren..dann ist das ganze wieder schwachsinnig. Man muss sozusagen da einen "mittelweg" finden.


Aber richtig ist es im allgemeinen schon, das man durch eisamkeit eher erkenntnisse aus sich heraus erfährt als durch integration in die gesellschaft.
 
 
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Sunshine
Alt 16.05.2001, 22:23   #3
Beitrag

Ich finde man muss nicht einsam sein um zur Erkenntis zu kommen.
Wie du schon in "Freundschaft" geschrieben hast gibt es immer jemand, der genauso denkt und fühlt wie du. Und ein Gespräch mit dieser Person kann dich meines Erachtens nach viel eher zur Erkenntnis bringen. Ihr tauscht euch aus und kommt vielleicht auch auf neue Ideen und Erkenntnisse. Würdest du dich nicht mit anderen austauschen, so könntest du dich leicht in etwas verrennen, fanatisch werden. Die meisten Menschen, die in totaler Isolation leben/gelebt haben sind doch auch alle irre geworden, oder irre ich mich da etwa?
Du denkst über alles gründlich nach und trotzdem ergibt alles keinen Sinn. Besonders wenn du einsam bist kommt dir doch die Frage nach dem Sinn deines Seins und da du nur noch vor dich hinvegetierst gibt das Ganze erst recht keinen Sinn.
Dass dich nichts mehr erschüttern kann, wenn du dich von der Gesellschaft distanzierst bezweifle ich auch. Immerhin bist du ein Teil dieser Gesellschaft und nach der Einsamkeit düngt es dich geradezu nach Nähe, menschlicher Nähe. Klar gehst du dann zu deinen Freunden und nicht zu der oberflächlichen Society, doch du verlässt dein Leben in Isolation, weil du erkennst, dass das so keinen Sinn macht!
Man kann ja auch besser als der Rest sein
Dein Freundeskreis besteht ja sicher nicht aus diesen oberflächlichen Leute?!!!
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 13:46   #4
Beitrag

aber wenn man weiss wie - und das findet man mit der zeit raus - braucht man keine anderen leute um selber zu erkennen. Denn alles Wissen ist in dir...
 
 
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MonoMan
Alt 17.05.2001, 14:59   #5
Beitrag

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Sunshine:
Ich finde man muss nicht einsam sein um zur Erkenntis zu kommen.
Wie du schon in "Freundschaft" geschrieben hast gibt es immer jemand, der genauso denkt und fühlt wie du. Und ein Gespräch mit dieser Person kann dich meines Erachtens nach viel eher zur Erkenntnis bringen
[/quote]&gt;&gt;

Da hast du natürlich schon irgendwie recht...
Ich bin, als ich das geschrieben habe, aber nicht von meiner jetzigen Situation ausgegangen, sondern von der Zeit, als ich noch keine solchen echten Freunde hatte.
Da hatte ich die Wahl, wie die anderen im hektischen Teenie-Alltag zu leben, oder davon auszusteigen und alles mit Ruhe und Abstand zu betrachten. Und da muss ich sagen, war die Einsamkeit dann wirklich etwas sehr Heilsames. Natürlich keine Einsamkeit in dem Sinn, dass ich ein Jahr auf einer einsamen Insel lebe wie Robinson Crusoe... davon würde man sicher irgendwann verrückt werden.
Nein, es ist ja eher eine Einsamkeit unter lauter Menschen... und die bringt einem meiner Meinung nach weiter als wenn man ständig mit irgendeiner oberflächlichen Clique rumhängt, wo man gar nicht mehr die Zeit hat, mal in sich zu gehen und nachzudenken.

Cu MonoMan
 
 
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MonoMan
Alt 17.05.2001, 15:05   #6
Beitrag

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von hackvresse:
. Denn alles Wissen ist in dir...[/quote]

Wohl zuviel Bücher über Buddhismus gelesen?
Die Aussage kommt mir doch sehr bekannt vor..

MonoMan

[ 17. Mai 2001: Beitrag editiert von: MonoMan ]
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 16:54   #7
Beitrag

zuerstmal...
du hast Hacki voll erwischt
er bastelt sich ja seine Religion quasi selber, wobei er auch viel vom Buddhismus übernimmt.

Nein, es ist ja eher eine Einsamkeit unter lauter Menschen... und die bringt einem meiner Meinung nach weiter als wenn man ständig mit irgendeiner oberflächlichen Clique rumhängt, wo man gar nicht mehr die Zeit hat, mal in sich zu gehen und nachzudenken.
hmn, ok ich geh da auch mehr von mir aus und ich hasse diese oberflächlichen Cliquen. Ich könnte nicht einfach so mit denen rumhängen ... in meiner Klasse zB gibt es auch so eine supertolle Clique, alle machen einen auf Freundschaft und kaum ist einer von denen mal nicht da ziehen die anderen über ihn her. Es ihm ins Gesicht zu sagen macht natürlich keiner, lästern ist ja auch viel schöner ... Freunden (und deine Clique sollten ja deine Freunde sein) sollte man schon alles erzählen können ohne dass diese dann vertrauliche Sachen einfach weitererzählen oder sich mit anderen darüber lustig machen.
zurück zur Einsamkeit ... ihr könnt ja auch zusammen einsam sein
wie ich schon oben meinte kann dich ein anderer auf sicher bringen auf die du von alleine nicht gekommen wärst und sich mit dir mit Problemen auseinandersetzen, dir helfen diese zu lösen. So kann er auch ein objektiver Betrachter deines Lebens sein ... man selbst ändert doch seine Meinung nur schwer. Und jeder von uns hat unbewusst eine bestimmte Meinung zu gewissen Dingen. Ein objektiver Betrachter kann dir hierbei auch neue Erkenntnisse bringen, da du allein nicht auf alles achten kannst.
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 17:34   #8
Beitrag

nur das ich im gegensatz zu dir (sunni ) weiss das alles wissen in einem selber ist
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 17:46   #9
Beitrag

jaja, etwas lernen heisst sich wieder zu erinnern

hmn, du glaubst doch an Wiedergeburt ... wieso legen wir unser wissen ab, wenn wir einen neuen Körper bewohnen? Wir würden doch viel schneller zur Erleuchtung kommen, wenn wir uns an unsere früheren Leben erinnern könnten...

sorry da wir so vom Thema ankommen
 
 
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*viviane*
Alt 17.05.2001, 19:34   #10
Beitrag

ich denke, in einsamkeit hört man dinge in sich, die von dem lärm übertönt werden. man beobachtet leute, schaut hinter die kulissen. gut. aber du, monoman, scheinst in deinem ersten text einem krassen zynismus verfallen zu sein, den ich von mir zwar kenne, aber deswegen nicht vollständig gutheißen kann, da ich in letzter zeit merkte, dass man sehr wohl was von den sogenannten "oberflächlichen leuten" lernen kann, und dass man selbst diese menschen sehr oberflächlich betrachtet.

aber ich denke, den sinn seines lebens kann man sehr gut finden, wenn man sich mal eine weile zurückzieht; wenn man es geschafft hat, mit sich (und auch der welt) ins reine zu kommen, ist man offen für dieses "klick", was es macht, wenn man plötzlich weiß, was man hier auf der erde will
allerdings könnte ich mir vollständige einsamkeit nicht vorstellen, ich hatte immer "lehrer", die mir halfen, die mir den weg wiesen, aber das kann ja unterschiedlich sein
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 21:37   #11
Beitrag

es funktioniert auch ohne lehrer..
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 21:44   #12
Beitrag

Bücher können auch Lehrer sein, Hacki
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 21:54   #13
Beitrag

wieso aus büchern?

ich hab einen lehrer..bücher dienen da nur ergänzend..


(sorry das ich nur so wenig schreibe, übe nebenbei mathe )

[ 17. Mai 2001: Beitrag editiert von: hackvresse ]
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 22:06   #14
Beitrag

jaja, soviel zu "man braucht keinen Lehrer"
Und Bücher sind auch Lehrer, denn schliesslich geben sie die Gedanken vom Autor wieder...

damit beweist du, dass auch du nicht ohne einen Lehrer der dich leitet auskommst! Dein Wissen wäre wohl auch sehr begrenzt würdest du dich nie mit jemandem austauschen oder deinen Wissensdurst mit Hilfe von Büchern versuchen zu stillen. Von allein würdest du das alles nicht erfahren! Es hat ja lang genug gedauert, dass die Menschheit dahinterkam, das kannste in einem Leben nicht alles selbst erfahren.


(ich sollt ja eigentlich auch Bio lernen, naja ... shit happens *g*)
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 22:08   #15
Beitrag

ich rede ja auch nicht davon das man das in einem leben lernt das dauert schon WESENTLICH länger
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 22:11   #16
Reden

du vergisst, dass du deine Erkenntnisse aus früheren Leben im jetzigen Leben nimmer hast. Du musst dir alles neu erarbeiten!

hmn, du könntest die Frage von vorhin eigentlich auch gleich beantworten und nicht erst morgen
 
 
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hackvresse
Alt 17.05.2001, 22:12   #17
Beitrag

lol...das wissen ist doch NIE komplett weg..wie das alles funktioniert liebe kinder..das erklärt hackvresse euch morgen...

so schluss nu mit dem chat hier *g*
 
 
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Sunshine
Alt 17.05.2001, 22:18   #18
Beitrag

ich DEINEM Alter is das Wissen aber sicher noch nicht zurück!!! *ggg*

so, das war nummer 14 unsres Dialogs, 13 bringt ja bekanntlich unglück
 
 
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MonoMan
Alt 17.05.2001, 23:31   #19
Beitrag

ANOTHER WORLD

Zitat:Sunshine
man selbst ändert doch seine Meinung nur schwer. Und jeder von uns hat unbewusst eine bestimmte Meinung zu gewissen Dingen. Ein objektiver Betrachter kann dir hierbei auch neue Erkenntnisse bringen, da du allein nicht auf alles achten kannst.
--------------------------------------------

Yep,
wie du ja selber sagst: "Ein OBJEKTIVER Betrachter kann..."
Weißt du wie schwer es ist, einen solchen objektiven Betrachter zu finden?
Sorry, vielleicht kling ich ja mal wieder ein wenig arrogant... aber ich denke eben wirklich über Dinge nach, an die die meisten meiner Mitmenschen noch nie in ihrem Leben auch nur einen einzigen Gedanken verschwendet haben. Wie sollten sie mir dann helfen können?
Klar, wenn ich irgendein Problem hab, dass über ihren Erfahrungshorizont nicht hinausgeht, dann ist es natürlich sinnvol, die Meinung von anderen einzuholen.
Angenommen zum Beispiel, ich suche eine Mädchen für eine Nacht. Da kann ich ne Menge Leute fragen... und sie würden mir sicher einige brauchbare Tips geben, wie ich es anstellen könnte, eine abzubekommen.
Aber jetzt mal angenommen, ich suche eine Liebe aus einem früheren Leben, der ich ewige Treue geschworen habe und die ich daher jetzt wiederfinden möchte...
wieviele Menschen könnten mir dazu noch Tips geben? Eine Handvoll höchstens. Jedenfalls nicht der normale Lemming, der mir in der Disco über den Weg läuft.
(Ja, ich seh schon... ich sollte mich mehr auf oberflächliche Vergnügungen konzentrieren. Dann hätte ich zumindest mehr Ratgeber zur Verfügung. *g*)

Cu MonoMan

[ 17. Mai 2001: Beitrag editiert von: MonoMan ]
 
 
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MonoMan
Alt 17.05.2001, 23:39   #20
Beitrag

Zynisch aber wahr...

@Viviane

##aber du, monoman, scheinst in deinem text einem krassen zynismus verfallen zu sein,


Naja, der Text ist vielleicht ein wenig einseitig gewesen... ich hab auch gute und schlechte momente. Und als ich den Text geschrieben habe, hatte ich wohl gerade einen etwas weniger guten erwischt.


##da ich in letzter zeit merkte, dass man sehr wohl was von den sogenannten "oberflächlichen leuten" lernen kann, und dass man selbst diese menschen sehr oberflächlich betrachtet.


Ja, man kann von ihnen lernen. Ich lerne auch viel von diesen Menschen...
Jedesmal, wenn ich von einem von denen im Stich gelassen werde, lerne ich, wie wichtig es ist, dass man sich mit Leuten umgibt, auf die zu hundertprozent Verlass ist.
Jedesmal, wenn ich einem von denen mal ehrlich sage, was ich denke, und darauf nur ein unverständliches "Häh?" ernte, lerne ich, dass wahrlich noch nicht alle für meine Denkweise bereit sind.
Jedesmal, wenn ich mir dann eine Maske aufsetzen muss, um wenigstens überhaupt den Ansatz von einem "normalen" Gespräch mit diesen Menschen führen zu können, lerne ich, wie sehr sie sich doch von mir unterscheiden...
obwohl wir auf dem selben Planeten leben, verstehe ich sie nicht. Es scheint, als liegen ihre Vorstellungen und Ziele in einer völlig anderen Dimension als die meinen.
Ich lerne jedesmal aus der Begegnung mit ihnen. Und zwar, dass ich anders bin als sie.


##allerdings könnte ich mir vollständige einsamkeit nicht vorstellen, ich hatte immer "lehrer", die mir halfen, die mir den weg wiesen, aber das kann ja unterschiedlich sein


Das freut mich ja für dich... ich hatte meist nur abschreckende Beispiele, die mir zeigten, welchen Weg ich auf keinen Fall gehen will.
Meine "Lehrer" sprechen wohl aus einer anderen Welt zu mir als der stofflichen.
Die einzige Sorte von oberflächlichen, weniger nachdenklichen Menschen, die ich bewundere, ist diejenige, die ganz instinktiv weiß, was richtig und was falsch ist, und die dann auch entsprechend handelt.
Man muss nicht ständig grübeln und sich selbst reflektieren, um etwas Gutes zu vollbringen. Aber es kann zuweilen doch recht hilfreich sein, sein Verhalten zu hinterfragen. Denn nicht immer ist es gleich von Anfang an das bestmöglichste. Und Nachbessern kann man nur, wenn man einen Grund dafür erkennt.

MonoMan

[ 17. Mai 2001: Beitrag editiert von: MonoMan ]
 
 
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spectrumizer
Alt 18.05.2001, 10:55   #21
Beitrag

SunShine:

Zum Thema vergessen:
Die meisten Menschen erinnern sich nich mal daran, was sie vor 2 Tagen oder im letzten Jahr um dieselbe Zeit gemacht haben. Wie kannst du da erwarten, dass man sich erinnernt, was man in den letzten Leben gemacht hat? Vergessen ist natürlich.
Und ganz vergessen tun wir unsere Leben nicht. Die Eindrücke, die die Leben in unserem Bewusstsein hinterlassen haben, sind immernoch da und lenken und beeinflussen unser Denken, Fühlen, Wollen, Handeln, etc. un- und unterbewusst. Das ist meine Meinung.

Gruß,
spec

[ 18. Mai 2001: Beitrag editiert von: spectrumizer ]
 
 
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MonoMan
Alt 18.05.2001, 13:31   #22
Beitrag

Die einsame seele

Vor langer Zeit einmal lebte ein gütiger und weiser Mann auf der Erde. Er wanderte umher, ständig auf der Suche nach Menschen, mit denen er seine Seele teilen konnte. Denn er fühlte ganz deutlich, dass es seine Bestimmung war, etwas von der Kraft, die ihn durchströmte, an andere weiterzugeben.
So geschah es, dass eines Tages ein Soldat seinen Weg kreuzte.
„Was ist mit dir?“, fragte der Weise, als der Soldat vor ihm stehen blieb und zu weinen anfing.
„Ach, die Welt ist ein Jammertal.“, antwortete der Soldat. „Ich weiß nicht, wofür ich überhaupt kämpfen soll. Es hat ja doch alles keinen Sinn!“
Da griff der Weise in das Innerste seiner Seele, brach ein Stück davon heraus und überreichte es dem völlig verwunderten Soldaten.
„Hier, nimm dieses Stück von mir, und lerne es wertzuschätzen!“
Dankbar nahm der Soldat das Stück Seele des weisen Mannes in sich auf, und alsbald fühlte er eine ungeheure Stärke, die es ihm wohl ermöglichen würde, noch mindestens hundert Schlachten zu schlagen, ohne sich jemals wieder erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen.
„Du hast mir sehr geholfen. Ich danke dir!“, rief der Soldat, bevor er fröhlichen Mutes davonging.

Nach einer Weile begegnete dem weisen Mann ein weiterer, der von jeglichem Lebensmut verlassen zu sein schien.
„Da ist eine Frau, die ich liebe. Doch sie verlangt mehr Zeit und weist mich ständig zurück. Ich halte das nicht mehr länger aus!“
Der Weise verstand den Kummer des Mannes, und wieder riss er sich ein Stück seiner Seele heraus und schenkte es dem Ungeduldigen.
„Hier, nimm dieses Stück von mir, und lerne es wertzuschätzen!“
Der Mann bedankte sich bei dem Weisen und machte sich gierig darüber her. Und bald schon erkannte er so viele neue Möglichkeiten, wie er das Herz seiner Angebeteten erobern konnte, dass er ungeduldig und ohne weitere Worte davonlief, um sich endlich seinen größten Wunsch zu erfüllen.
Der weise Mann sah ihm nachdenklich hinterher, bevor auch er seinen Weg fortsetzte.

Schließlich begegnete ihm ein junger Bauernsohn, der von den Dorfbewohnern davongejagt worden war.
„Ich bin nirgendwo willkommen. Ich bin ein Taugenichts, der keine besondere Begabungen hat, und ich weiß nicht mehr weiter.“
Da nahm der weise Mann das letzte Stück, das von seiner Seele noch übriggeblieben war, und hielt es dem Bauernjungen entgegen.
„Hier, nimm dieses Stück von mir, und lerne es zu wertzuschätzen.“
Der Junge nahm es und presste soviel Lebenskraft aus dem Stück, dass er davon selbstbewusst und zuversichtlich genug wurde, um es doch noch zu Ruhm und Ansehen in der Gesellschaft zu bringen.
„Danke, weiser Mann!“, rief er noch freudig zu ihm zurück, während er schon hastig in Richtung Leben eilte.

Doch der weise Mann war längst zu Boden gesunken. Er hatte seine gesamte Seele verschenkt, und mit ihr alle Hoffnung, Freude und Energie, die er noch in sich trug. Erst jetzt sah er den Wanderer, der sich zu ihm runterbeugte und ihn milde anlächelte. Auch ihm hatte der weise Mann einmal einen Dienst erwiesen.
„Es geht dir wohl nicht sehr gut... du scheinst mir ohne Hoffnung zu sein. Hier, nimm einen Teil von meiner Seele, damit du wieder zu Kräften kommst!“
Der Wanderer überreichte dem Weisen das Stück, lächelte noch einmal und verschwand in der Dämmerung.
Der weise Mann aber warf die Seele angewidert auf den Boden.
„Ihr blöden Arschlöcher...“, murmelte er, als er seinen Weg fortsetzte.
„Ihr nehmt oder gebt eure Seele, und rennt danach einfach davon.. Nicht einer von euch nimmt sich mehr Zeit dafür, sie zu erforschen. Eine Seele ist nichts, was man verschenken oder auspressen sollte. Ich gab sie euch, damit ihr sie betrachten könnt, und damit ihr erkennt, dass ich einsam bin und einen Weggefährten suche, der mich versteht. Aber für euch ist das nur etwas Unverbindliches... man nimmt oder gibt, wie es einem gerade passt. Hauptsache, es hindert euch nicht daran, euch schnell wieder in eure eigene Welt zurückzuziehen.“
Von da an verzichtete der weise Mann auf eine Seele. Denn die Tatsache, dass er einmal eine besessen hatte, hat ihm nur Kummer und Schmerz eingebracht.

MonoMan
 
 
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Sunshine
Alt 18.05.2001, 14:54   #23
Beitrag

(Ja, ich seh schon... ich sollte mich mehr auf oberflächliche Vergnügungen konzentrieren. Dann hätte ich zumindest mehr Ratgeber zur Verfügung. *g*)
hmn, du weisst selber, dass du dich nie auf oberflächliche Vergnügungen beschränken könntest. Wozu auch?
und es kommt nicht darauf an wie viele Berater du hast, sondern dass du überhaupt welche hast! Ich würde es sogar mal riskieren die oberflächlichen um Rat zu fragen, du kannst ja nie wissen was unter ihrer Maske steckt. Vielleicht haben sie sie auch nur auf, weil dass Leben ihnen so einfacher erscheint...

Ja, man kann von ihnen lernen. Ich lerne auch viel von diesen Menschen...
Jedesmal, wenn ich von einem von denen im Stich gelassen werde, lerne ich, wie wichtig es ist, dass man sich mit Leuten umgibt, auf die zu hundertprozent Verlass ist.
Jedesmal, wenn ich einem von denen mal ehrlich sage, was ich denke, und darauf nur ein unverständliches "Häh?" ernte, lerne ich, dass wahrlich noch nicht alle für meine Denkweise bereit sind.
Jedesmal, wenn ich mir dann eine Maske aufsetzen muss, um wenigstens überhaupt den Ansatz von einem "normalen" Gespräch mit diesen Menschen führen zu können, lerne ich, wie sehr sie sich doch von mir unterscheiden...
obwohl wir auf dem selben Planeten leben, verstehe ich sie nicht. Es scheint, als liegen ihre Vorstellungen und Ziele in einer völlig anderen Dimension als die meinen.
Ich lerne jedesmal aus der Begegnung mit ihnen. Und zwar, dass ich anders bin als sie.
eigentlich merkt man doch recht schnell wem man wirklich vertrauen kann. Natürlich kann man sich auch mal täuschen, aber im Normalfall weiss man doch schon sehr genau mit wem man sich da abgibt.
wenn du so oft "verletzt" wirst, solltest du da einfach mal ein bisschen vorsichtiger sein, die Leute besser kennenlernen bevor du dich ihnen anvertraust.
Besonders vor seinen Freunden sollte man keine Maske aufsetzen müssen. Einfach du selbst sein.

Man muss nicht ständig grübeln und sich selbst reflektieren, um etwas Gutes zu vollbringen. Aber es kann zuweilen doch recht hilfreich sein, sein Verhalten zu hinterfragen. Denn nicht immer ist es gleich von Anfang an das bestmöglichste. Und Nachbessern kann man nur, wenn man einen Grund dafür erkennt.
zuerstmal besteht das Leben nicht daraus gute Taten zu vollbringen...
ich glaube jeder hinterfragt sein Verhalten, viele wünschen sich auch etwas wieder rückgängig machen zu können, doch oft ist dies nicht möglich. Und zum damaligen Zeitpunkt war unsere Entscheidung die bestmöglichste. Hinterher ist man natürlich immer klüger, da sieht man dann die Folgen, die man vorher so nicht abschätzen konnte.

Und ganz vergessen tun wir unsere Leben nicht. Die Eindrücke, die die Leben in unserem Bewusstsein hinterlassen haben, sind immernoch da und lenken und beeinflussen unser Denken, Fühlen, Wollen, Handeln, etc. un- und unterbewusst.
das kannst du so nicht sagen, da du alles in deiner Kindheit/Jugend gelernt, erlebt oder mitbekommen haben kannst. Und gerade Kinder sind leicht beeinflussbar. Das Unterbewusstsein muss sich nicht anderer Leben bedienen, sondern könnte ebenfalls nur aus dem jetzigen Bestehen. Wir gehen eben offen durch die Welt und kriegen so auch ziemlich viel mit und bilden uns zu allem eine Meinung...

Ihr nehmt oder gebt eure Seele, und rennt danach einfach davon.. Nicht einer von euch nimmt sich mehr Zeit dafür, sie zu erforschen. Eine Seele ist nichts, was man verschenken oder auspressen sollte. Ich gab sie euch, damit ihr sie betrachten könnt, und damit ihr erkennt, dass ich einsam bin und einen Weggefährten suche, der mich versteht. Aber für euch ist das nur etwas Unverbindliches... man nimmt oder gibt, wie es einem gerade passt. Hauptsache, es hindert euch nicht daran, euch schnell wieder in eure eigene Welt zurückzuziehen.
Das spiegelt Vertrauen wieder, hmn?Vertrauen in einer egoistischen Welt ... jeder ist nur auf seinen Vorteil bedacht, nimmt keine Rücksicht auf den anderen. Viele Menschen gehen mit verschlossenen Augen durch die Welt, wollen vielleicht gar nicht sehen. Weil das Leben ofzt nicht einfach ist und würden sie erkennen, dann würden sie so sehr leiden wie der Weise.

Von da an verzichtete der weise Mann auf eine Seele. Denn die Tatsache, dass er einmal eine besessen hatte, hat ihm nur Kummer und Schmerz eingebracht.
ist unsere Seele nicht das was uns ausmacht? ich würde meinen, dass nur der Körper uns so oberflächlich macht. Hätten wir nur eine Seele und keinen Körper, so wären wir anderen gegenüber sicher nicht so ignorant.


zum Schluss noch ein Zitat zum Anders-Sein:
"Es ist traurig eine Ausnahme zu sein,
aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein." (Peter Altenberg)
 
 
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spectrumizer
Alt 18.05.2001, 16:03   #24
Beitrag

Sunshine:

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------
Und ganz vergessen tun wir unsere Leben nicht. Die Eindrücke, die die Leben in unserem Bewusstsein hinterlassen haben, sind immernoch da und lenken und beeinflussen unser Denken, Fühlen, Wollen, Handeln, etc. un- und unterbewusst.
--------------------------------------------------------------------------------


das kannst du so nicht sagen, da du alles in deiner Kindheit/Jugend gelernt, erlebt oder mitbekommen haben kannst. Und gerade Kinder sind leicht beeinflussbar. Das Unterbewusstsein muss sich nicht anderer Leben bedienen, sondern könnte ebenfalls nur aus dem jetzigen Bestehen. Wir gehen eben offen durch die Welt und kriegen so auch ziemlich viel mit und bilden uns zu allem eine Meinung...
Beispiel: Eineiige Zwillinge, oder Zwillinge überhaupt: Werden zur gleichen Zeit geboren, wachsen unter gleichen Bedingungen auf, aber trotzdem entwickeln sie sich völlig unterschiedlich ... oder Wunderkinder: haben schon von Geburt an faszinierende, unglaubliche Fähigkeiten, ohne, dass sie irgendwer dazu lehrt ...
 
 
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Sunshine
Alt 18.05.2001, 16:16   #25
Beitrag

wer hat denn behauptet, dass eineiige Zwillinge völlig identisch sind? Oder meinst du etwa eine Seele bewohnt 2 Körper?
Das ist eigentlich auszuschließen, denn es gibt auch eieiige Zwillinge die nicht soooo ähneln

zu den Wunderkindern ... das kann an Vererbung liegen oder dem Einfluss von außen (schon während der Entwicklung zum Mensch)...


ich glaub so schnell wirst du mich nicht überzeugen können
 
 
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