Zitat von STD Ich kann mit Alleinsein gut umgehen, aber ich fühle mich in den Situationen besonders einsam, wenn ich unter Menschen bin, die ich nur schwer verstehe, oder von denen ich nicht verstanden werde. Wo also keine Gemeinsamkeit von Gedanken und Gefühlen vorhanden ist. Da fühle ich mich manchmal wie ein Außerirdischer fehl am Platz und ziehe Alleinsein sogar vor.
Das kenne ich gut, aber das hat in meinen letzten Lebensjahren massiv nachgelassen.
Einerseits dadurch, dass ich einen sehr... "ausgedehnten" Bekanntenkreis habe, (oder zumindest hatte, weiss nicht wie das sein wird wenn ich zurueck bin

). Wenn man oft mit Menschen zu tun hat, die die Welt komplett anders sehen als man selbst, dann entwickelt man zwangsweise eine Art Verstaendnis fuer ihre Ansichten.
Im Zweifelsfall kannst ja sogar direkt fragen wie ihre Weltsicht zustande kam. Wobei das auch nicht immer alles klaert, die meisten Menschen sind naemlich inkongruent mit ihrer Weltsicht. D.h. was sie glauben und was sie im endeffekt tun passt oft nicht nahtlos zusammen. Siehe Mr.Bush mit dem christlichen Weltbild.
(Sry fuer Bushtalk aber er faellt mir so direkt ein

)
Ausserdem ist es bei mir selbst so, dass sich ueber die Jahre mein Weltbild oft grundlegend gewandelt hat. Der letzte komplett halsbrecherische Umschwung ist nichtmal einen Monat her.
Wenn man die Welt mal aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen hat dann faellt es einem viel leichter zu verstehen, dass andere Menschen die Realitaet eben einfach anders interpretieren und mitunter deswegen anders mit ihr interagieren.
Was ich dir empfehlen wuerde ist einfach dich mal in andere hineinzuversetzen und ein Verstaendnis dafuer zu entwickeln warum die Menschen um dich herum so denken wie sie es tun. Wenn deine Bekannten allerdings im Gegenzug nicht bereit sind deine Ansichten zu tolerieren ist es vielleicht "Zeit zu gehen" und sich andere/bessere zu suchen.
Du sagst du fuehlst dich nicht verstanden?
Versuchst du denn selbst ueberhaupt mal die anderen zu verstehen?
