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Desiderata

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Anarchnophobia
Alt 05.04.2005, 00:03   #1
Standard Desiderata

guten tag

einige mögen den Text kennen - andere vllt noch nicht . Hab ihn vor längerer Zeit mal geschenkt bekommen und er gammelte ein paar Jahre ungelesen in einer Schublade vor sich hin. beim Umzug ist er mir dann wieder in die Hände gefallen - gelesen - und für gut befunden. Seit dem hängt er die ganze zeit neben mir und sagt irgendwie alles aus was man an Lebensweisheiten auf eine Seite papier bringen kann...

bitteschön

Gehe behutsam Deinen Weg inmitten des Lärms und der Hast dieser Welt, und vergiß nie, welcher Frieden im Schweigen liegt. Lebe, soweit als möglich und ohne Dich selbst aufzugeben, in guten Beziehungen zu anderen Menschen. Verkünde Deine Wahrheit ruhig und klar. Höre auch anderen zu, sogar den Törichten und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Vermeide laute und aggressive Menschen, sie bringen nur geistigen Verdruß. Es ist möglich, daß Du entweder stolz oder verbittert wirst, wenn Du Dich mit anderen vergleichst; denn immer wird es bedeutendere und unbedeutendere Menschen geben als Dich selbst. Freue Dich des Erreichten genau so wie Deiner Pläne; doch sei auf jeden Fall demütig. Übe Vorsicht in Deinen Geschäften; denn die Welt ist voller Betrügereien. Verschließe Dich nicht dem Wert der Tugenden; viele Menschen streben nach hohen Idealen, und das Leben ist voll von stillem Heldentum. Sei Du selbst. Heuchle vor allem keine Zuneigung und spotte nicht über die Liebe. Trage freundlich die Bürde der Jahre und gib mit Anmut alles auf, was der Jugend zusteht. Nähre die Kraft Deines Geistes, um plötzlichem Unglück gegenüber gewachsen zu sein. Viele Ängste entstehen aus Müdigkeit und Einsamkeit. Neben einer heilsamen Disziplin sei freundlich zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht darauf, hier zu sein. Und die Kraft des Universums wird sich so entfalten, wie es sein muß, ob Dir das klar ist oder nicht. Deshalb lebe in Frieden mit Gott, was immer Du Dir unter ihm vorstellst. Und was immer Deine eigenen Bemühungen und Absichten auch sein mögen; halte Frieden in Deiner Seele in diesem lärmigen Durcheinander des Lebens. Mit all ihrem Schein, ihren Kümmernissen und zerbrochenen Träumen ist diese Welt dennoch wunderbar. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.

nehme vllt später mal noch bezug auf das ein oder andere, bis dahin seid ihr dran
 
 
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hackvresse
Alt 05.04.2005, 11:51   #2
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Klingt fast wie ein ultimativer "life-guide".
Stehen viele wichtige und wahre Dinge drin
Ist alles natürlich etwas abstrakt dargelegt.

Weisst du von wem das geschrieben wurde?
 
 
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ragnarock
Alt 05.04.2005, 12:09   #3
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Wow, der ganze Weg des Seelenfriedens auf nur einem Blatt...

Aber im Ernst, ist ein echt guter Text. Wenn sich jeder nur ein bisschen was da rausziehen würde, hätten wir ne schönere Welt.
 
 
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mizue
Alt 05.04.2005, 13:51   #4
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ich glaub manchmal ist es schwer, einsichten, die man eindeutig für wahr empfindet, auch auf sein eigenes leben zu übertragen. in der praxis kommen uns da viele "aber..."-gedanken über den weg gelaufen und schon ist die weisheit der erkenntnis ohne belang geworden, weil sie ja nur noch auf dem blatt besteht. zumindest gehts mir oft so. man müsst irgendwie EINS damit werden...
 
 
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Cumulus
Alt 05.04.2005, 14:06   #5
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Vermeide laute und aggressive Menschen, sie bringen nur geistigen Verdruß
Nee nee - der Rest von dem Text mag ja, belanglos wie er ist, wahr sein, aber die Zeile ist mal wirklich blödsinnig...
 
 
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hackvresse
Alt 05.04.2005, 15:03   #6
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@cumulus

gerade diese Zeile empfinde ich persönlich als bemerkenswert richtig Schwer sich daran zu halten ist es trotzdem

ich glaub manchmal ist es schwer, einsichten, die man eindeutig für wahr empfindet, auch auf sein eigenes leben zu übertragen. in der praxis kommen uns da viele "aber..."-gedanken über den weg gelaufen und schon ist die weisheit der erkenntnis ohne belang geworden, weil sie ja nur noch auf dem blatt besteht. zumindest gehts mir oft so. man müsst irgendwie EINS damit werden...
Diese "aber"-Gedanken sind nichts anderes als "Ausreden" des Bewusstseins, warum man gerade jetzt nicht diese "Regel" anwenden sollte. Es ist ja nicht so, dass man nach einmal Lesen sofort die Weisheit für sich gepachtet hat. Es ist viel mehr ein Lernprozess. Solche Texte reicht es nicht zu lesen, man muss mit ihnen quasi arbeiten.
 
 
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mizue
Alt 05.04.2005, 16:21   #7
Standard

ja, das stimmt... mit ihnen arbeiten muss man. da find ich den satz aus dem einstein-thread irgendwie passend:

"1. Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben."

dh. erstmal umdenken und erkennen, dass die eigenen denkstrukturen und die zugrunde liegenden glaubenssätze (zb. "ich bin machtlos etwas zu verändern") teilweise genau der grund für probleme jeglicher art sind. die arbeit ist die umstrukturierung des denkverhaltens, die veränderung der realität, bzw. wie man sie wahrnimmt. was nicht zu bedeuten hat, dass man de facto negatives (frau wird auf offener straße zusammen geschlagen zb.) plötzlich durch die rosarote brille wahrnehmen muss.
 
 
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