Jede Frau hat in der Regel ihre Tage
Geil man, Satz der Woche, den merk' ich mir
Früher hat mich die Schule nurnoch angekotzt, aber das hat sich ein wenig verändert, seid ich auf dem Wirtschaftsgymnasium bin. Die Lehrer sind (zumindest einige) nicht mehr ganz so verblödet wie früher wo es noch hieß: Hausaufgaben vorzeigen, beim Eintreten des Lehrers alle aufstehen und begrüßen oder Hefte einsammeln oder Gedichte auswendig lernen oder dergleichen. Jetzt kann ich zumindest so lernen wie es mir passt und das mache ich auch, ich lerne nämlich genau am Abend vor jeder Arbeit und das reicht in der Regel für eine 2. Was mich aber völlig auffrisst ist Spanisch. Diese behinderte zweite Fremdsprache, die ich zwangsweise wählen musste und in der ich jetzt auf ner 4 stehe !
Nicht, dass es ne beschissene Sprache wäre oder so aber Vokabeln lernen ist die Hölle für mich. Ich meine damit ne richtige Qual, wie kann man nur vor nem Buch sitzen und sich ein beschissenes Wort nach dem anderen reinprügeln ? Das is wirklich nix für mich...
Naja, aber ansonsten vermittelt das Gymnasium halt schon ne recht umfassende ''Allgemeinbildung'' wie ich finde, zumindest wenn man ein Mindestinteresse mitbringt kann man schon einiges behalten und so ganz unnütz ist es auch nicht. Gerade in BWL bin ich voll dabei weil ich merke, dass mir das im Leben total was bringt, wenn ich mich mit Buchführung, Marketing, Gesetzen und so weiter auskenne
Zu deiner Depristimmung... ich glaube das kommt wirklich von der Pubertät oder eher noch von dem Alltag. Ich bin schon total Alltagsmüde und mich kotzt alles an, denn wenn ich heim komme bin ich total kaputt und ich will wirklich abspannen aber am nächsten Tag gehts dann gleich wieder in der Schule ab und ich muss auchnoch alle 2-3 Tage wiedermal für ne Arbeit lernen =\
Es ist schon sehr frustrierend jeden Tag ''denselben'' Scheiß zu machen und jeden Tag in die Schule zu trotten mir dem flauen Gefühl im Magen, dass man damit nur seine Lebenszeit verschwändet und viel lieber etwas erleben und machen würde, was man sich schon vorgenommen hat aber die Schule zapft einem die ganze Energie ab und man hat keine Lust irgendwas zu machen, hockt zu Hause rum und versucht einfach irgendwie die Zeit totzuschlagen. Man lebt sozusagen von Wochenende zu Wochenende und von Ferien zu Ferien wobei man zwischendrin scheinbar nur Stress und blödsinniges Unterrichtsmaterial an den Kopf bekommt und das einem die ''Energie aussaugt''...
Jaja, tolles Gefühl aber was willst machen, ich habs in etwas mehr als 2 Jahren hinter mir und dann werd ich mal sehen was mit meinem ABI geht und was ich damit anfangen kann... studieren will ich dabei weniger (höchstens BWL oder etwas, das mir wirklich supergut liegt), denn DAS kostet mich dann wohl wirklich Schweiss und Nerven wobei ich doch viel lieber irgendwas kreatives machen würde. Irgendwas ganz allein für mich, z.B. Bücher schreiben oder zusammen mit Freunden ne erfolgreiche Band gründen oder irgendwas anderes, das ICH will und das mir Spaß macht, irgendwas wo ich morgens aufstehe und mich schon freue weiter an meinem Werk basteln zu können, um dann letztendlich, wenn ich denke es sei fertig,zu sehen wie ich es veröffentliche und wie andere Menschen das kaufen, lesen und es ihnen gefällt oder irgendwas in diese richtung. Aber unter einem netten und kompetenten Arbeitgeber würd ich auch gern arbeiten, wenn mich der Beruf fordert und wenn er spaß macht (was nicht heißt, dass er nicht auch mal ein bisschen stressiger sein darf). Ich würd z.B. auch was in der Personalwirtschaft machen, wo ich mit Leuten Umgang habe oder ich würd auch gern in nem Betriebsrat von z.B. Porsche mithelfen oder auch irgendwas designen oder, oder, oder...
Wobei mir wohl ein Beruf am meißten gefallen würde wo ich zunächst ganz allein für mich, oder in einer kleinen Gruppe kreativ und mit Engagemant etwas ausarbeite und es dann vor einer großen Öffentlichkeit präsentiere oder gar etwas, wo ich vor viele Menschen trete und dann eine Rede halte wobei ich versuche sie für meine Sache zu gewinnen etc.
Das würde am meißten zu mir passen, denn ich bin (als Einzelkind und auch sonst) schon immer recht eigenbrötlerisch gewesen aber gleichzeitig bin ich keiner, der viele Menschen um sich rum unangenehm findet oder so. Warscheinlich weil ich denke, dass wir selbst in unserem Innersten immer allein sind, selbst wenn wir das gleiche Bett teilen. Das clou ist dabei, dass wir eben alle gemeinsam allein sind
Für diesen Sommer hab ich mir ein erstes größeres, kreatives Ziel gesetzt und das wäre ein Buch zu schreiben. Ist leichter gesagt als getan aber wäre doch gelacht, wenn ich nicht fähig wäre etwas zu schreiben, das andere Menschen fesseln und zum Nachdenken bewegen kann
Das sind meine Ziele und ich weiß, dass ich dafür mein ABI brauche (zumindest als Absicherung) und ich meine: was sind schon noch diese verfluchten 2 Jahre ? Ich komme mir vor, als ob ich erst vor 4 Wochen an dieses Gymansium gekommen wäre und nun ist schon ein Dreivierteljahr vorbei und ich habs nichtmal gemerkt, und wenn ich in 2 Jahren zurückschaue wirds mir immernoch so gehen. Was sind denn schon 2 'geopferte' Jahre wenn ich daran denke, wie weit mich das letztendlich im Leben voranbringt ?!?
Nach der Realschule wollte ich doch tatsächlich nen stinknormalen Ausbildungsberuf machen (Nichts gegen die Leute, die das machen, für sie ist es vielleicht die richtige Entscheidung) und hab mich dann letztendlich überwunden und am letzten (!) Anmeldungstag bin ich doch noch beim Wirtschaftsgymansium auf der Matte gestanden und hab mich dort angemeldet.
Jetzt weiß ich, dass es das Richtige für mich war, ich denke ich würde sterben wenn ich mit irgendwelchen geistigen Kindern in ner Klasse sitzen müsste um am nächsten Tag dann in ne Werkstatt zu gehen um dann abends total fertig und ölverschmiert heimzukommen. Nee, das ist echt nix für mich und daran ändert auch das Geld nichts, ich bin froh, dass ich nicht da gelandet bin um die nächsten 50 Jahre irgendeinen Beruf zu machen, den ich eigentlich hasse und total scheiße finde...
Und DAFÜR gehe ich aufs Gymnasium, nicht weil ich denke ich könnte sonderlich viel von dem Dortigen Schulstoff gebrauchen sondern weil es einfach ein notwendiges 'Übel' ist um an mein ABI zu kommen. Und so übel ist es mit Ausnahme von Spanisch nun auch nicht, ich hasse die Schule nicht, ich gehe helt eher mit Gleichgültigkeit da ran. Ich geh nicht besonders demotiviert mit hängenden Schultern ins Klassenzimmer aber ich komme auch nicht mit strakhenden Augen hereingelaufen es ist halt nötig und es ist nunmal manchmal mehr und manchmal weniger nützlich, manchmal langweiliger und manchmal interessanter Stoff, thats Life
MfG, Ripper
