depressionen zelebrieren. ja ja... sich extra traurige filme reinziehen, sich dinge zu gemüte führen, die einen noch weiter runterbringen. damit man sich noch trauriger fühlt.
ein depressiver mensch fühlt hingegen nichts. NICHTS oder wenns hochkommt ein stückchen sinnlosigkeit.
ich kann mich an momente in meinem leben erinnern (das war nämlich die berühmte pubertät), da hab ich tage auf meinem teppich gelegen und wände angestarrt. nichts gedacht, nichts gefühlt, nur gestarrt. ein anderer mensch hätte da nur gestört. unter menschen gewesen und nichts gefühlt, keine traurigkeit, keine freude, nur teilnahmslosigkeit und apathie. vllt war diese ganze sache auch mehr oder weniger selbst erwählt, denn jahre davor hab ich mir gewünscht, mich mal so richtig traurig fühlen zu können und dafür nen grund zu haben. nunja... das fehlen eines grundes. das fehlen einer basis, DER basis. das war letzendlich wohl auch der auslöser dafür, dass es mich dann doch in diese depressive phase (ziemlich langandauernd allerdings) geführt hat. und vllt auch noch die gene.
die sinnlosigkeit des seins, keine lust, keine regung. wie wenn man jeden tag nur abhaken will. man zählt die schritte bis zum haus, jeden tag aufs neue, weil man einfach nur erledigen will. das nach hause gehen erledigt haben will, das essen, das man sich schon die nacht davor zurecht geplant hat, erledigen will, das sein für diesen tag erledigt haben will...
so richtig zelebrieren ist das nicht, sondern ein lustloses und anstrengendes abarbeiten.