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Was denkt ihr über Gott und den christlichen Glauben?

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Morrygan
Alt 30.10.2007, 19:28   #176
Standard

Aaaaalso, ich hab leider keine Zeit um alle Seiten zu lesen (is a bissel viel), aber zum Thema katholische und evangelische Kirche fällt mir folgendes ein:

1. Viele Leute sind zwar gläubige Christen, aber sie gehen aufgrund der Oberflächlichkeit und Falschheit vieler anderer "Christen", die auch regelmäßig in die Kirche gehen, nicht mehr zu eben dieser. Bekanntestes Beispiel ist, glaube ich, Xavier Kurt Naidoo, der das auch öffentlich bestätigte.

2. Ziemlich viel Geld wird für Kirchenschmuck, Kirchenbauten usw. quasi zum Fenster rausgeworfen. Ich meine, braucht die Kirche denn wirklich Goldreliefs und riesige Orgeln, nach dem Motto je größer und teurer, desto besser? Das ganze Geld sollte meiner Meinung nach den Armen z.B. in Obdachlosenheimen zukommen, anstatt den Reichtum der Kirche noch weiter anzuhäufen.

3. Früher war ich evangelisch. Ich wurde auch konfirmiert. Und ich hab wirklich versucht mich an diesem Glauben festzuhalten und Hilfe bei dem EINEN Gott zu finden. Aber er hat nie geholfen.
Seit (für mich) vielen Jahren glaube ich an viele Götter, an die keltischen Gottheiten. Was mich persönlich immer wieder entsetzt und teils sogar richtig aufregt, ist, dass gläubige Katholiken die regelmäßig in die Kirche gehen und ganz groß prosten wie tolle Christen sie seien (insb. Italiener), kein einziges Mal selbstständig in der Bibel gelesen, geschweige sie denn verstanden zu haben! So oft habe ich schon eine Diskussion mit einem Christen angefangen (Highlights waren meine Religionslehrer) und WIRKLICH kein einziges Mal im Unrecht zu Ende gebracht. Und als ich mich auf die Bibel berief (z.B. Tieropfer, Verstoß aus der Gemeinde...), schleuderte man mir immer wieder ins Gesicht ich hätte keine Ahnung und dürfte nicht so reden, denn ich sei keine Christin und wüsste daher auch nichts über das Christentum und alles was dazugehört.

Hihihi, wie groß wurden die Augen, als ich dann antwortete, dass ich das ganze Alte Testament und das Ende von Neuen Testament gelesen hatte... Zugegeben, die Ahnenfolgen hab ich ausgelassen.
Es ist aber interessant, wie extrem sich das Alte Testament verhält - und doch einige Dinge von der alten Religion übernommen hat (Bsp: der Zeremonienschmuck und die Farben der Kleidung).

Naja. Hauptsache aber, man ist glücklich mit sich selbst und erhält die Hilfe durch seinen Glauben, die er benötigt - für seine Zwecke. (Z.B. Antworten, Stütze...)

Ok, das wars von mir, ist schon wieder viel zu viel geworden.

Bis dann, morry
 
 
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Oh mein Gott
Alt 30.10.2007, 20:00   #177
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Es ist wie mit dem Schatten, er ist nicht extra geschaffen worden, um uns an der Sonnenuhr die Uhrzeit anzuzeigen. Sondern er ist nur zufällig da (wegen ein paar physikalischen Gesetzen) und wir nutzen ihn bloß als Zeitanzeiger.
Genauso kann man aus Unglücken und Schicksalsschlägen (Tod eines Kindes) lernen, aber daß diese extra für uns gemacht sind, um aus diesen "Lektionen" zu lernen, ist doch wieder nur ein Augenzukneifen vor der bitteren Wahrheit, die zu schmerzhaft ist, sie zu ertragen. Meistens lernt man besser aus positiven Erfahrungen.
Der Schatten in Deinem Beispiel ist also das Ergebnis, die Wirkung. Sprich also das, was wir sehen, erleben. Ausgelöst wird der Schatten, der die Zeit anzeigt, durch den bewußten Akt des Aufstellens der Sonnenuhr.
Den Schatten stellst Du mit dem Schicksalsschlag (Tod des Kindes) gleich. Die Ursache des Schicksalsschlags liegt daher woanders. Der Auslöser ist -meiner Überzeugung nach- die bewußt getroffene Vereinbarung der Seelen vor ihrer Inkarnation. Zweck dieser Vereinbarung wiederum ist der Wunsch, sich weiter zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln.

Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, daß man besser aus positiven Erfahrungen lernt. Das Lernen am Misserfolg ist in der Natur weit verbreitet. Nehmen wir die Erfahrung, daß man eine heiße Herdplatte nicht anfassen sollte - einmal angefaßt, weiß ich das. Das negative Erlebnis hat es mir gezeigt. Welches positive Erlebnis könnte mir das beibringen? Solche Beispiele gibt es viele...
(Herdplatten sind jetzt nicht unbedingt was natürliches, aber ich denke, der Sinn läßt sich erkennen
Ich denke, für jede Situation gibt es die passende Lernmethode.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 30.10.2007, 21:08   #178
Standard

Ja gut, Herdplatte und andere Gefahrenquellen in der "Natur"/im Leben sind Erfahrungen um zu überleben.
Aber das seelische Wachsen (über das reine Überleben hinaus), für ein lebensbejahendes, erfülltes Leben (sozialer Umgang, Kunst, Kultur) klappt, glaube ich bei negativen Erfahrungen nicht so gut, man wird engstirnig, blind, vergnatzt, uneinfühlsam, verständnislos, unzufrieden und entwickelt Ängste, Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit und unterschwelligen Haß. Dagegen fördert (echtes) positives Feedback Lebensfreude, Kraft, Intelligenz, Neugier, Mut, Intuition, Güte und Weitsicht.
 
 
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Oh mein Gott
Alt 31.10.2007, 20:44   #179
Standard

Hm, ja, z.T. magst Du Recht haben. Andererseits sind für einen unreifen Menschen zu viele positive Erlebnisse sicher auch nicht gut, denn dann könnte er verwöhnt, oberflächlich, rechthaberisch, gleichgültig, blind und gelangweilt werden.

Und die Erlebnisse, die einen wirklich weiterbringen im Leben, die für das seelische Wachstum, sind nicht auf den ersten Blick als positiv oder negativ einstufbar. Es kommt wie immer auf den Blickwinkel drauf an und was man aus der Situation macht.
Wie jetzt z.B. das man sein eigenes Kind begraben muß - es kann einen verbiestern lassen und mit Hass erfüllen oder einem wird alles egal. Wenn man es jedoch schafft, aus dem dunklen Loch herauszukommen, dem Leben einen neuen Sinn zu geben, dann hat dieses Erlebnis sicher auch etwas positives - immerhin ist der Mensch dann gereifter und in sich gefestigter und ihm wurden sicher für viele Dinge die Augen geöffnet, die jemand ohne dieses Erlebnis vielleicht niemals erkennen würde...
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 31.10.2007, 21:41   #180
Standard

Ja vielleicht. Vielleicht kommt es aber auch auf die Mischung, aufs Gleichgewicht an.
Wenn jemand zu viele negative Erfahrungen einstecken mußte und nun unsicher und verbittert ist, wird er den Tod des Kindes sehr schwer verkraften, oder daran innerlich zugrunde gehen. Hat jemand viele positive Erfahrungen gesammelt, weiß er, daß es sich lohnt den Schmerz auzuhalten und wird Stärke haben, aufgrund positiver Lebenssicht.
Dabei kann auch der Glaube für kurze Zeit helfen, um aufs Thema zurückzukommen. Aber er wird irgendwann wieder verschwinden, weil unnötig geworden. Wie ein Gipsverband, oder eine Rettungsboje. Klammert man sich aber für immer daran, wird der Gips die Bewegungsfreiheit einschränken, an die Rettungsboje geklammert enge ich meinen Horizont ein und verschließe mich vor dem weiten Ozean/Leben.
 
 
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Oh mein Gott
Alt 31.10.2007, 22:16   #181
Standard

Warum glaubst Du, daß Du an Gottes Seite Deine Bewegungsfreiheit einschränkst? Wie gesagt, ich rede hier nicht von dem Opa mit Bart im weißen Nachthemd. Wenn Gott ne Person wäre, wär er natürlich eine SIE, logisch.

*räusper* Ok, zurück zum Eigentlichen. Der Glaube an das Göttliche sollte keine Krücke sein, falls doch, läuft etwas falsch und es ist richtig, diese Krücke wegzulegen.
Der Glaube sollte ein bewußter Teil des Lebens sein, nicht erzwungen durch irgendwelche Religionen, Bücher oder Verhaltensregeln. Das Göttliche ist überall um uns herum, auch in uns. Wir sind Teil des Göttlichen. Somit ist das Göttliche also sowieso schon ein Teil unseres Lebens, auch wenn wir das nicht wissen oder wahr haben wollen oder gar leugnen. Wir sollten uns dessen einfach ein bisschen mehr bewußt sein. Dann würde uns klar, daß wir allein für unsere Taten die Verantwortung tragen und die Konsequenzen auf unserem Mist gewachsen sind. Vieles im Leben wäre dann leichter, wenn uns klar wäre, daß unsere Geisteshaltung, unsere Gedanken, unsere Entscheidungen und unsere Taten die Umstände in unserem Leben verursachen und bestimmen.

Allerdings reicht das Wissen um diese Zusammenhänge allein nicht aus, man muß sie verinnerlichen und bewußt anwenden, man muß daran Glauben! Das Göttliche läßt sich nicht durch Lippenbekenntnisse täuschen. Der Glaube kann Berge versetzen - und mein Glaube bestimmt, welcher Berg versetzt wird.

Indem wir uns des Göttlichen in uns nicht bewußt sind und es nicht annehmen, erschaffen wir blind und unbewußt unsere Lebensumstände. Da uns dann nicht klar ist, warum uns dies oder jenes zustößt, schieben wir es auf "das Schicksal" oder einen "rachsüchtigen Gott"...

Es ist wichtig, Gott nicht außerhalb zu suchen, sondern mit der Suche in uns selbst zu beginnen.
 
 
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James Haller
Alt 08.11.2007, 07:02   #182
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In dunkeln Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
(Heinrich Heine)

Ich mag das Christentum für viele sinnnvolle Ansätze, z.B. Liebe deinen Nächsten.

Ich hasse das Christentum für die Glaubenskriege und die Scheinheiligkeit vieler seiner Vertreter!

Ich denke über Gott nicht mehr nach, ich glaube nicht an ihn.
 
 
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Irrer mit Bogen
Alt 13.12.2007, 21:33   #183
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Ach Gott das Christentum! Ich kenn keine andere Religion die so oft verhunzt wird oder durch vielen Unsinn zum Hort des Bösen wird der ja nur schlecht sein kann. Ich will damit nichts gegen die Leute sagen die nichts vom Christentum halten im Gegenteil eine frei geäußerte Meinung ist gut und wichtig aber ich finde es falsch wenn man anfängt die Bibel z.B. wörtlich zu nehmen oder ähnliches tut . Mich interessiert das Christentum einfach nicht mehr so viel.
Meine Mutter ist Pfarrerin ( ich will hier keinen " Du armer Jung " oder ähnliches sagen hören ! Mir geht es bestens und nein ich muss nich jeden Sonntag in die Kirche und Tischgebete gibts bei uns auch nich !) und ich bin deswegen schon viel gewohnt und kenne schon vieles . Ich bin überzeugt evangelisch .Nicht weil man es mir immer eingetrichtert hat ,sondern weil ich nichts von der katholischen Version des Christentums halte. Wiegesagt ich interessiere mich nicht so sonderlich für das Christentum.Es ist mittlerweile mein Alltag.
MfG
Irrer mit Bogen
 
 
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Iggy
Alt 08.04.2008, 21:28   #184
Standard

Ich glaube an eine höhere Gottheit, die wir nicht begreifen können - nicht an die Kirche, obwohl ich Katholik bin. Ich glaube an der Guten Aussage der Bibel.

Viele Sehen z.b. die Zehn Gebote als irgend ein Käfig, wo man nichts kann und darf. aber mal erlich: alles von den 10 ergibt doch sinn!


Hier die Gebote aus verschiedenen Religionen:
Christentum/Judentum:
1. Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
2. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen (der Herr muss nicht Gott sein, es kann auch der Chef oder wer auch immer sein, find ich)
3. Du sollst den Feiertag heiligen
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.

Islam:
1. Setze Allah keinen anderen Gott zur Seite …
2. Und dein Herr hat bestimmt, dass man die Eltern gut behandeln soll.
3. Lass deinem Verwandten sein Recht zukommen, ebenso dem Bedürftigen und dem Reisenden; aber handle nicht verschwenderisch.
4. Tötet nicht eure Kinder aus Furcht vor Verarmung …
5. Nähert euch nicht dem Ehebruch
6. Tötet nicht den Menschen, den Gott für unantastbar erklärt hat.
7. Nähert euch nicht dem Besitz des Waisenkindes, es sei denn zu seinem Besten.
8. Erfüllt eingegangene Verträge und gebt volles Maß, wenn ihr messt.
9. Verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast.
10. Wandle nicht hochmütig (unbekümmert) auf Erden umher.

Buddhismus:
1. nicht Töten
2. nicht Stehlen
3. kein Sexuelles Fehlverhalten.
4. nicht Lügen
5. keine Zwietracht säen
6. keine verletzende Worte
7. keine sinnlose Rede
8. keine Habgier
9. kein Übelwollen
10. keine verkehrte Ansichten
Alle ergeben sinn, oder?

Beten wir (die die Beten) alle nicht auf der selben Art?

(zum Thema verschiedene Götter nebeneinander: Manche verehren auch das Geld als Gott, also Geld und so zählt auch. Sprich mann kann nicht an einem Gott und an Geld glauben. etc.)
 
 
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Morris
Alt 08.04.2008, 23:00   #185
Standard

Was ist denn das für 'ne seltsame Liste beim Buddhismus? Es gibt den achtfachen Pfad, mit rechtem Sinn, rechten Handeln etc. etc., aber zehn Gebote, kanonisch festgelegt?
 
 
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lausitzer
Alt 09.04.2008, 00:52   #186
Standard

Ich weiß nur eins wir Menschen sind diejenigen die nicht wissen wo wir her kommen und wo wir hingehen!!
Für mich gibt es eigentlich nur eine Lösung, es gibt tatsächlich eine für uns unvorstellbare Dimension(Gott) der alles aber auch wirklich alles erschaffen hat. Es gibt für ihn kein Anfang und kein Ende wie unser mickriges Leben weil er kein Mensch ist und auch nicht so aussieht.
Fakt ist, die Welt kann NIEMALS duch Zufall entstanden sein. Das wäre so als würdest du lauter Gegenstände nehmen und diese in eine hroße Kiste schmeissen (Prinzip Zufall) , herauskommen würde aber Unordnung.
Die gesamte Welt ist aber keine Unordung, bis ins kleinste Atom genau geordnet. Mir tun die Leute echt leid die zu feige sind an etwas zu glauben was weit weit über Ihnen steht. Religion spielt keine große Rolle.

Geändert von lausitzer (09.04.2008 um 11:51 Uhr).
 
 
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Iggy
Alt 09.04.2008, 18:00   #187
Standard

@ Morris: Stand unter Wikipedia unter dem Artikel: Gebote!
http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote (unter Punkt 7.2)

@ lausitzer: stimmt wohl....



Wenn ihr Gott währt, würdet ihr euch so offen allen Zeigen, dass alle an euch glauben, weil sie Augen im Kopf haben, oder würdet ihr euch irgendwo verstecken und sich über die freuen, die an euch glauben, obwohl sie dich nicht sehen, hören, schmecken, riechen, fühlen, etc?
 
 
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tschiech
Alt 14.04.2008, 08:20   #188
Standard

die frage ist doch: wie wahrscheinlich is die existenz eines gottes/mehrerer götter? gemessen daran wieviel verschiedene gottheiten sich die menschheit ihm laufe der jahrtausende schon eingebildet hat ist es, die existenz eines gottes vorausgesetzt, höchst unwahrscheinlich, dass es gerade der ist an den du glaubst, bzw an den deine eltern glauben(und deshalb auch du). für die meisten hier dürfte dieser gott wohl der der christen sein und da muss ich gestehen, dass ich weder an die über 5.000 heiligen die sich die päpste der katholischen kirche im laufe der zeit ausgedacht haben, noch an die geschichten von 4 willkürlich auserwählten männern, die jahre nach jesus tod einander zum teil grob widersprechende abenteuer erzählten, welche seitdem durch zahllose übersetzungen und überlieferungen verfälscht wurden, so recht glauben mag.

von den naturgöttern der antike hat sich der großteil der menschheit mittlerweile zum monotheismus vorgearbeitet und empfindet dies als fortschritt..
mit den worten dawkins, ist man als atheist nur noch einen gott weiter gegangen und der wahrheit nochmal einen deutlichen schritt näher gekommmen..
 
 
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Iggy
Alt 14.04.2008, 16:18   #189
Standard

@ tschiech:
das ist immer diese Personifizierung von Göttern! So viele glauben, dass Götter irgendwelche Personen seien, wovon nur eine (wenn überhaupt) real sein kann. Ich glaube, dass alle Gläubigen den Selben Gott anbeten.

Wie (fast) jeder Mensch einen Vornamen, Nachnamen, Nickname und eine Anrede hat, hat Gott vieleicht auch verschiedene Namen:
Jehova
Allah
Zeus
Shiva
...etc...

Ich denke, dass der eine Gott (der mit vielen Namen) uns viele verschiedene Bilder von sich gegeben hat, damit auch für jeden das Passende dabei ist.
 
 
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Fränze
Alt 14.04.2008, 18:00   #190
Standard

Im Wesentlichen teile ich tschiechs Ansichten, nur am letzten Satz kritisiere ich die Gewißheit.
Zitat von tschiech
ist man als atheist nur noch einen gott weiter gegangen und der wahrheit nochmal einen deutlichen schritt näher gekommmen..
Niemand weiß irgendwas. Rein gar nichts, auch nicht, ob es einen wie auch immer beschaffenen Gott gibt. Deshalb ist es wohl am realistischsten, Agnostiker zu sein.

@ iggy: Wenn Du meinst, dass Gott "uns verschiedene Bilder von sich gegeben hat", dann personifizierst Du auch. Wir geben die Namen, niemand sonst.
 
 
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Iggy
Alt 14.04.2008, 20:48   #191
Standard

oke, dann geben wir Gott verschiedene Namen, ist auch egal, kommt aufs gleiche heraus!
 
 
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Jordan17
Alt 14.04.2008, 21:15   #192
Standard

Also bei mir was es ähnlich mit so ner christlichen juggendgruppe war eher skeptisch .Habe aber festgestellt das es mega coole leute sind konnte es da echt gebrauchen, da es mir in der zeit saudreckig ging (drogen,polizei u.s.w) Hab eigentlich nicht viel von gott gehalten . Doch dann bin ich in eine freie christliche gemeinde gegangen in sydney mit über 2000 leuten es war der hammer ich habe gemerkt das die kraft dort nicht von dieser welt ist sondern nur von Gott sein kann. Hab mich taufen lassen und gehe mein weg mit jesus.Mein leben hat sich geändert .Das hat nix mit kirche zu tuen kirchen dort gehen nur trockene Religiöse Leute hin .
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 15.04.2008, 17:22   #193
Standard

Zitat von Fränze
Deshalb ist es wohl am realistischsten, Agnostiker zu sein.
Als Agnostiker bist du doch trotzdem Atheist. Denn du bist nichtgläubig. Vielleicht bist du noch ein skeptischer Suchender, aber du glaubst nicht. Daraus folgt: Atheist
 
 
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Fränze
Alt 15.04.2008, 18:14   #194
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Als Agnostiker bist du doch trotzdem Atheist. Denn du bist nichtgläubig. Vielleicht bist du noch ein skeptischer Suchender, aber du glaubst nicht. Daraus folgt: Atheist
Das kann man so nicht sagen. Ich bin nicht nichtgläubig, sondern ich sage ich weiß es nicht": Es kann einen Gott geben - was ich besonders für eher unwahrscheinlich halte, wenn es ein persönlicher, ansprechbarer Gott sein soll -, oder es gibt keinen Gott. Beides ist möglich. Wer sagt "Ich weiß es nicht" ist ein Agnostiker. Als Atheist würde ich die Existenz eines Gottes strikt verneinen.
Ein Suchender bin ich nun ganz und gar nicht. Ich suche nicht - wozu auch? Egal, was ich finden würde, es würden sich daraus keine Konsequenzen ergeben.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 15.04.2008, 18:26   #195
Standard

Du weißt nicht genau. Eben deshalb bist du nichtgläubig. Wer sagt "Ich weiß es nicht" glaubt nicht (in religiösem Sinn).

Geändert von ShakeTheDisease (15.04.2008 um 18:43 Uhr).
 
 
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Gerslone
Alt 15.04.2008, 18:37   #196
Standard

Religionen ändern sich.

Naturgesetze nicht!
(beim Menschen z.B. Liebe, Freundschaft, Hass, Gewalt,...aber man kann sie steuern: zum positiven oder zum negativen, dazu braucht man keine Religion!)

Ist das jetzt richtig rüber gekommen?

Das WORT, die SPRACHE ist schuld:

Ich sag "BAUM", Person A versteht "Apfel", Person B versteht "BIRNE", dabei hab ich doch nur "Baum" gesagt
 
 
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Fränze
Alt 15.04.2008, 18:53   #197
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Wer sagt "Ich weiß es nicht" glaubt nicht (in religiösem Sinn).
Ach so. Ich sehe das sprachlich: Wenn ich etwas nicht weiß, weiß ich es nicht. Das heißt nicht, dass ich es nicht glaube. Ich kann dann immer noch sagen "Es erscheint mir als glaubhaft" oder eben das Gegenteil. Kann sein, kann auch nicht sein. Das Nichtwissen steht im Vordergrund.

Aber klar, religiös gesehen glaube ich nicht. Ich suche aber auch nicht. Mir ist egal, wie es ist - werde ich schon irgendwann sehen
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 15.04.2008, 19:34   #198
Standard

Zitat von Fränze
Egal, was ich finden würde, es würden sich daraus keine Konsequenzen ergeben.
Damit bist du sogar Ignostiker (aber trotzdem Atheist ).
 
 
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Fränze
Alt 17.04.2008, 16:03   #199
Standard

Ja, stimmt.
Was würde es für Dich ändern, wenn Du irgendeine Gewißheit bekämst? Sagen wir mal, die, dass es keinen Gott gibt. Würdest Du Dein Leben anders führen, Dich anders verhalten?
 
 
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tschiech
Alt 20.04.2008, 15:38   #200
Standard

@ shakethedisease: schlag doch bitte mal die 2 wörter agnostiker und atheist nach, dann wirst du sehen, dass deine interpretation leider leer läuft. ein atheist ist nach der heutigen bedeutung des wortes jmd der alle mono- sowie polytheistischen religionen ablehnt! atheismus ist also nicht die abwesenheit des glaubens sondern die verneinung eines gottes.
natürlich ist die grenze zum agnostizismus fließend und es ist schwer einen maßstab zu kreieren wie viel prozent überzeugung vorhanden sein müssen damit man als atheist gilt.
ich selbst würde mich als agnostiker mit tendenz zum atheisten bezeichnen, da ich die idee eines persönlichen gottes, bzw eines übernatürlichen schöpfers nicht 100% ablehne, aber dennoch als sehr unwahrscheinlich erachte.

@ fränze: wie gesagt war der letzte satz von dawkins gestohlen, 100% anschließen möchte ich mich dem nicht, allerdings sagt dawkin selbst, dass ihm zum reinen atheisten noch etwas fehlt..
 
 
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