Warum glaubst Du, daß Du an Gottes Seite Deine Bewegungsfreiheit einschränkst? Wie gesagt, ich rede hier nicht von dem Opa mit Bart im weißen Nachthemd. Wenn Gott ne Person wäre, wär er natürlich eine SIE, logisch.
*räusper* Ok, zurück zum Eigentlichen. Der Glaube an das Göttliche sollte keine Krücke sein, falls doch, läuft etwas falsch und es ist richtig, diese Krücke wegzulegen.
Der Glaube sollte ein bewußter Teil des Lebens sein, nicht erzwungen durch irgendwelche Religionen, Bücher oder Verhaltensregeln. Das Göttliche ist überall um uns herum, auch in uns. Wir sind Teil des Göttlichen. Somit ist das Göttliche also sowieso schon ein Teil unseres Lebens, auch wenn wir das nicht wissen oder wahr haben wollen oder gar leugnen. Wir sollten uns dessen einfach ein bisschen mehr bewußt sein. Dann würde uns klar, daß wir allein für unsere Taten die Verantwortung tragen und die Konsequenzen auf unserem Mist gewachsen sind. Vieles im Leben wäre dann leichter, wenn uns klar wäre, daß unsere Geisteshaltung, unsere Gedanken, unsere Entscheidungen und unsere Taten die Umstände in unserem Leben verursachen und bestimmen.
Allerdings reicht das Wissen um diese Zusammenhänge allein nicht aus, man muß sie verinnerlichen und bewußt anwenden, man muß daran Glauben! Das Göttliche läßt sich nicht durch Lippenbekenntnisse täuschen. Der Glaube kann Berge versetzen - und mein Glaube bestimmt, welcher Berg versetzt wird.
Indem wir uns des Göttlichen in uns nicht bewußt sind und es nicht annehmen, erschaffen wir blind und unbewußt unsere Lebensumstände. Da uns dann nicht klar ist, warum uns dies oder jenes zustößt, schieben wir es auf "das Schicksal" oder einen "rachsüchtigen Gott"...
Es ist wichtig, Gott nicht außerhalb zu suchen, sondern mit der Suche in uns selbst zu beginnen.