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Was denkt ihr über Gott und den christlichen Glauben?

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heya
Alt 01.11.2006, 23:48   #151
Beitrag

Wo soll ich bloß anfangen?
Meine Vorstellung von Gott ändert sich ständig. Mal scheint er wie ein Mensch, dann stelle ich mir unter Gott eine Art überirdisches Wesen vor. Oft ist er nur eine Art Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens. Ich glaube, das Wort "Gott" steht für eine Art Gefühl oder Erfahrung. "Gott" bezeichnet für mich die Suche der Menschen nach Vollkommenheit oder Vollendung. Die Suche nach dem vollkommenen Glück/Zufriedenheit. Das Leben erscheint mir wie eine Suche danach. Jeder sucht sein Glück - wo und wie auch immer.
Religion oder Glaube sind ein Weg danach zu suchen.
Deshalb besitzen für mich alle Religionen, so verschieden sie auch sein mögen, denselben Kern.

Religionen versuchen das Leben der Menschen untereinander zu regeln und diese in Beziehung zu etwas , naja, ich sag mal Überirdischem, zu stellen.

Leben und Religion sind für mich Wege - deshalb finde ich es wichtig, dass sich etwas verändert. Wo Menschen nicht mehr fähig sind sich zu ändern, leben sie nicht mehr -- oder nicht mehr wirklich.

Die Bibel ist für mich nicht Gottes Wort. Das ist glaub ich zu hoch gegriffen. Sie ist ein von Menschen geschaffenes Zeugnis von ihrer Beziehung zu dem, was sie Gott nennen. Man kann eine Menge über Gott lernen (oder besser über Vorstellungen von Gott). Mit der Darstellung der Bibel als Buch der einzigen Wahrheit (=> Gottes Wort), als Absolutum habe ich also ein großes Problem.

So ähnlich geht es mir mit Personen wie Jesus, Mohammed und villeicht auch Buddha. Sie waren fantastische Menschen, die in ihrer Zeit gewaltiges geleistet haben und uns heute noch ein Vorbild sein können. Sie hatten bestimmt auch eine besondere Beziehung zu "Gott". An Jesus aber als Gottes Sohn kann ich nicht glauben. Da weigert sich mein Verstand und ich bin froh, dass das so ist.Deshalb komme ich mir in Gottesdiensten immer mehr wie fehl am Platz vor - ständig wird von dem Erlöser Jesus Christus gesprochen, mit dem ich nicht mehr viel anfangen kann. GOTTESdienstewürde ich aber eigentlich gern besuchen...
 
 
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sailor
Alt 02.11.2006, 22:35   #152
Standard

@heya

Hallo!

Du schreibst Du hast Probleme mit dem Glauben, würdest aber gerne Gottesdienste besuchen.
Lies doch mal sein Wort. Lies Dir einfach nur durch, was Jesus Christus gesagt hat und was er getan hat. Ohne Gottesdienste u.s.w.
Danach beurteile, was Du von ihm hältst.

Auch in der damaligen Zeit gab es viele Leute, die nicht glauben konnten.
Jesus waren sie nicht egal! Ganz und gar nicht. Er hat alles versucht, daß sie doch noch glauben (d.h. ihm vertrauen) konnten. Einer seiner Jünger durfte sogar seine Wunden berühren, nachdem er auferstanden war. Das war Thomas.
Normalerweise war das nicht der Weg, wir sollen glauben, ohne zu sehen, das sagte er auch. Trotzdem: Er wollte, daß keiner/keine verloren geht und bemühte sich um alle.

Wenn er auch heute nicht mehr körperlich anwesend ist, so will er Dir trotzdem auch heute helfen, zu glauben.
So wie er es bei Thomas getan hat.
Daß er allezeit bei seinen Nachfolgern, den Christen sein will, hat er deutlich gesagt!

Jesus zeigt sich seinen Jüngern
16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, zu dem Jesus sie bestellt hatte.
17 Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, doch einige hatten auch Zweifel.
18 Jesus trat auf sie zu und sagte: »Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben.
19 Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen!
Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.
Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«
Matthäus 28,16-20

Wie kann er Dir helfen zu glauben?
Das kann auf einem ganz anderen Weg geschehen, als Du vielleicht denkst. Es ist nicht so, daß er jedem Menschen erscheint, auch wenn er schon zu einigen Menschen gesprochen hat. Einer davon war in der Bibel Paulus, der erst Saulus genannt wurde. (Apostelgeschichte 9,1-19)

Jesus Christus wird Dir helfen, er wird jedem helfen, der ihn von Herzen darum bittet. Bitte ihn, daß Du glauben kannst!
Bitte ihn, Dich erkennen zu lassen, ob er die Wahrheit sagt!
Sprich mit ihm, so, als wenn Du mit einem guten Freund sprichst. Nicht abgelesen, sondern das, was Du ehrlich sagen willst.

"Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen* Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.
*griech. monogenes d.h. auch einzigartig, einzig in seiner Art
17 Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten.
18 Wer sich an den Sohn Gottes hält, wird nicht verurteilt. Wer sich aber nicht an ihn hält, ist schon verurteilt, weil er Gottes eingeborenen Sohn nicht angenommen hat.
19 So geschieht die Verurteilung: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Dunkelheit mehr als das Licht; denn ihre Taten waren schlecht.
20 Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und bleibt im Dunkeln, damit seine schlechten Taten nicht offenbar werden.
21 Aber wer der Wahrheit gehorcht, kommt zum Licht; denn das Licht macht offenbar, dass er mit seinen Taten Gott gehorsam war."
Johannes 3,16-21

http://www.jesusfilm.org/languages/index.html

http://www.diebibel.de Wenn Du in der Bibel liest, fange am besten mit dem Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium) an.

Leben und Religion sind für mich Wege - deshalb finde ich es wichtig, dass sich etwas verändert. Wo Menschen nicht mehr fähig sind sich zu ändern, leben sie nicht mehr -- oder nicht mehr wirklich.
Ich habe Dir deshalb keinen Gottesdienst empfohlen, weil es heutzutage sehr schwierig ist, echte Christen zu finden. Man kann also nicht einfach in die Kirche vor Ort gehen und fertig.
Gottesdienst ist für Gott Dein ganzes Leben. Wenn Du tatsächlich erkennst, wer Jesus Christus ist, wirst Du auch Gott erkennen. Und dann wirst Du dich auch wirklich verändern, wenn auch Stück für Stück.
Genau das ist es, was Gott will. Er will, daß wir uns zum Guten verändern, damit wir zu ihm kommen können.

Geändert von sailor (02.11.2006 um 22:55 Uhr).
 
 
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Readduck
Alt 13.11.2006, 18:33   #153
Standard

@Sailor

AMEN!!

Sei mir bitte nicht böse, aber die Länge Deiner Beiträge erinnert mich doch sehr an eine Predigt in der Kirche und - da läßt am Ende die Konzentrationsfähigkeit auch merklich nach...

Kleiner Tipp:
Kurze Beiträge = mehr aufmerksame Leser.

Aber nun zum eigentlichen Thema:

Es ist unübersehbar, daß Du Dich allumfassend mit dem Thema Gott, Glauben und Bibel befaßt hast, doch vermisse ich etwas ganz entscheidendes in Deinen Beiträgen: Wo bist Du? Ich meine nicht körperlich - ich meine wo finde ich Sailor wieder?
Ich lese von Zitaten, wer was wann wo wie und warum gesagt hat, aber ich erkenne keinen Gedanken, der von Dir stammt, keine Aussage, die ich nicht in irgendeiner Stelle der Bibel nachlesen kann - das erschreckt mich!

Lieber Gott...? Allmächtiger Gott...? Eins von beiden ist gelogen, den Gott ist definitiv nicht lieb,oder er ist nicht allmächtig.
Diese Erkenntnis ist genauso kurz wie zwingend und ist brutal konstant wie eine mathematische Beweisführung, die zielstrebig immer wieder zum selben Ergebnis kommt, unbeeindruckt der Ausgangswerte die man einsetzt!

Ich habe vor zwei Jahren meine kleine Tochter begraben müssen, glaube mir, ich habe mehr als einmal versucht seine Beweggründe dafür zu erkennen, WARUM?? Habe gebetet, habe nachts im Feld gestanden und ihn angeschrien - warum hat er das getan, ein unschuldiges Kind, das noch so klein war, daß es wirklich niemandem etwas Böses antun konnte.

Will er sich an mir oder meiner Frau für irgendwas rächen, was wir getan haben? Dann soll er das auch mit mir oder meiner Frau bereinigen, er weiß ja wo wir sind.

"Ich werde mich bis in den Tod hinein weigern, die Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden" sagt Dr. Rieux in "Die Pest" von Albert Camus.
Gott erzieht oder prüft den Menschen durch Leiden - das ist nicht Neues, aber ist der Tod eines Kindes ein nicht geradezu wahnsinninger Preis für das eigene Wachstum?

Vielleicht wirst Du jetzt argumentieren "Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hergab."
Dazu kann ich nur sagen: Bitteschön, das ist sein Bier.

Sicherlich - wenn man sich mit Erklärungen wie "Wer weiß was der Kleinen in ihrem Leben widerfahren wäre, vielleicht ist's besser so..." zufrieden gibt, hat man schnell seinen Seelenfrieden mit dem fürsorglichen (weil lieben) Gott wiederhergestellt. Aber war da nicht noch was? Ach ja, richtig: Gott ist ja obendrein allmächtig - klingt beeindruckend!

Aber warum (in aller Bescheidenheit gefragt) mußte er unsere Tabea sterben lassen, damit ihr nichts Schlimmes widerfährt? Warum kann der "Allmächtige" ihren Lebensweg nicht so gestalten, daß sie ein schönes Leben leben kann?

Wie kann es sein, daß total verrückte Terroristen in Beslan eine Schule voller Kinder in die Luft jagen können und Gott (der Allmächtige) dabei zusieht?

Ist er am Ende wirklich allmächtig und es ist ihm schnurzegal was die Kinder und Eltern erleiden müssen? Es tut mir leid, aber dann kann es mit der "Liebe Gottes" nicht weit her sein!

"Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt." (Hiob 1, 21)
Dieser wehrlosen Hingabe zum Werke Gottes kann ich mich beim besten Willen nicht anschließen. Schon allein der Deal, den Gott mit Satan abgeschlossen hat, um zu zeigen wie gut er seine Schäfchen im Griff hat, ist haarestreubend und erinnert an einen kindischen Wettbewerb, wer das bessere Spielzeug besitzt (Wer es nachlesen will: Hiob 1, 6-12).


Well that Spanish train still runs between,
Quadalquivir and old Saville,
And at dead of night the whistle blows,
And people fear she's running still...
And far away in some recess
The Lord and the Devil are now playing chess,
The Devil still cheats and wins more souls,
And as for the Lord, well, he's just doing his best...

"Spanish Train" von Chris de Burgh
 
 
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heya
Alt 13.11.2006, 21:47   #154
Beitrag

@Readduck:
Kleiner Tipp:
Kurze Beiträge = mehr aufmerksame Leser.
So viel dazu...

Das ist wirklich Wahnsinn, was du durchgemacht haben musst! Ich kann mir das kaum vorstellen, was das für ein Leid sein muss...
Es ist schwierig, gegen so viel Schmerz noch eine Art Gegenrede zu halten, doch ich will es versuchen...

Was du zu sailors Argumenten sagst kann ich nur bestätigen. Bei dir habe ich allerdings das Gefühl, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich will das nicht schlecht reden, aber ich glaube, dass du bei alldem, was du bei diesem Thema empfindest, über deinen Tellerrand kaum hinnaus kommst.

Wie gesagt, ich kann mir deine Situation kaum vorstellen, aber ich hoffe sie irgendwann besser zu verstehen, als ich es im Augenblick kann.

Mir geht es oft so, dass ich mich vom Leben wie getragen fühle. Ich liebe das Leben. Das beinhaltet für mich auch, dass ich den Tod liebe. Ich vertraue einfach darauf, dass alles, was wir hier durchmachen, einen Sinn hat/ ein Ziel verfolgt oder was auch immer. Dass alles, was hier und nach dem Tod passiert letztlich uns zum Guten dient. Egal, wie absurd uns das erscheint. Ich glaube, dass hinter allem eine große Liebe und eine Suche nach dem Glück steht.

Wer von uns versteht die Liebe unter Menschen ganz?
Wie soll man dann eine so große Liebe erfassen?
Ich denke, dass wenn man einen Menschen liebt auch in der Lage sein sollte ihn wieder loszulassen. Es wäre Egoismus ihn zu zwingen bei einem zu bleiben. Man würde das von keinem Menschen verlangen, den man wirklich liebt und der sein Leben nun anders gestalten will.
Warum sollte das nicht auch für Menschen gelten, die uns verlassen, weil sie aus irgendeinem Grund sterben müssen?

Kann man dann nicht auch sagen:"Wenn du gehen willst, dann geh. Ich möchte dir nicht im Weg stehen. Ich hoffe nur, dass wir uns vielleicht irgendwann wiedersehen... Lass es dir gut gehen! Ich wünsche dir alles Glück, das du kreigen kannst -- und denk bitte ab und zu an mich..."

Wie so kann man Sterbende nicht auf diese Weise entlassen?
Man braucht nur ein wenig Hoffnung und Vertrauen sich irgendwann wieder zu sehen.

Wie gesagt, ich bin erst 15, habe kaum Lebenserfahrung und gut reden.
Und vor allem habe ich keine Kinder, was es natürlich schwer macht deiner Lage gerecht zu werden...
Trotzdem hoffe ich, dich damit irgebdwie so ein bisschen zu erreichen...

Naja, ich wünsch dir was!
heya
 
 
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sailor
Alt 14.11.2006, 01:32   #155
Standard

@Readduck

Sei mir bitte nicht böse, aber die Länge Deiner Beiträge erinnert mich doch sehr an eine Predigt in der Kirche und - da läßt am Ende die Konzentrationsfähigkeit auch merklich nach...
Das ist schade. Du hast vollkommen recht -es ist immer gut, alles möglichst kurz zu fassen. Aber wie gesagt "möglichst".
Ich bemühe mich, das so hinzubekommen, daß das Verständnis der Zusammenhänge nicht darunter leidet. Andererseits möchte ich auch, daß meine Antworten schlüssig sind und nicht noch viele Fragen offen bleiben.
Aber...ich arbeite daran.
Bitte verstehe aber, daß die Antwort jetzt nicht so sehr kurz werden kann. Das läßt das Thema nicht zu und Dein Beitrag war auch nicht der kürzeste.

Ich lese von Zitaten, wer was wann wo wie und warum gesagt hat, aber ich erkenne keinen Gedanken, der von Dir stammt, keine Aussage, die ich nicht in irgendeiner Stelle der Bibel nachlesen kann - das erschreckt mich!
Wenn Du "sailor" anklickst, kommst Du auch zu den anderen Beiträgen zu anderen Themen, die ich verfasst habe. Siehe dazu u.a. meine unten angegebenen Links.
Dort findest Du sicher auch manches persönliche und Du dürftest erkennen, daß diese Aussage so nicht richtig ist. Wenn es sehr persönlich ist (auch in Bezug auf andere), dann neige ich auch manchmal dazu, lieber private Nachrichten zu versenden. Die wirst Du hier natürlich nicht finden.
Unter anderem habe ich in meinen anderen Beiträgen auch erwähnt, daß ich mir sicher bin, daß die Bibel das Wort Gottes ist.
Siehe dazu:Wer ist eigentlich wirklich Christ ... oder -was ist "Glaube" genau? Beitrag #1 und #3
Deshalb wird es von mir auch so häufig zitiert.
Dabei bemühe ich mich, das Wort Gottes in den entsprechenden Zusammenhang meiner eigenen Worte einzufügen.

Lieber Gott...? Allmächtiger Gott...? Eins von beiden ist gelogen, den Gott ist definitiv nicht lieb,oder er ist nicht allmächtig.
Diese Erkenntnis ist genauso kurz wie zwingend und ist brutal konstant wie eine mathematische Beweisführung, die zielstrebig immer wieder zum selben Ergebnis kommt, unbeeindruckt der Ausgangswerte die man einsetzt!
Ich kann aufgrund Deiner weiteren Schilderungen nachvollziehen, weshalb Du so etwas schreibst.
Gerne möchte ich Dir erklären, weshalb Gott -trotz Deiner Erlebnisse-sowohl allmächtig als auch liebevoll ist.
Sei mir allerdings bitte nicht böse, daß ich dazu (unter anderem!) die Bibel benutze. Ganz sicher werde ich Dir aber nicht stur die Aussage präsentieren, daß Gott Liebe ist. Ich kann verstehen, daß Dir das in dieser Situation nicht weiterhilft.
Aber was würde es bringen, wenn ich hier nur meine eigenen Ansichten, meine Philosophien darstelle? Deine Behauptung stände dann noch immer im Raum.

Was hältst Du von den Gedanken, die heya geschrieben hat?
Sie ist der Meinung (oder äußert zumindest ihre Gedanken), daß alles einen Sinn hat. Wir sollten loslassen können, da es egoistisch wäre, den anderen festhalten zu wollen.
Ich möchte hier noch einiges anfügen:


Gott gibt uns das Leben. Alles was wir haben und sind, ist von ihm. Wir sind nicht zufällig in Deutschland geboren, nicht zufällig so, wie wir sind, mit unserer Intelligenz und spezifischen Talenten, nichts ist Zufall.
Es ist Gottes Wille. Von ihm kommt Glück und Unglück, Reichtum und Armut, Leben und Tod. ALLES. (Dtn/5.Mose 30,15; Klgl 3,38-42; Psalm 32,5; [FONT=Verdana]Jesaja 45,6-7; Jeremia 29,11; Spr 3,7-10;1.Chr 29,14; Römer 11,36; 1.Korinther 4,7; 8,6)[/FONT]

So wie er Dich und mich geschaffen hat und das Leben gab, so gab er es auch Deiner Tochter. Und es war seine Absicht, sie DEINER und der Obhut Deiner Frau anzuvertrauen. Genauso tut er es mit meinen Kindern.
Da er der Geber des Lebens ist -der Schöpfer- hat er auch genauso das Recht, dieses Leben wieder zu nehmen.
Unsere Kinder sind nicht unser Besitz, sie sind uns eine Zeit lang anvertraut. Denn wir sind auch nur leibliche Väter oder Mütter. Was haben wir schon geleistet für ihre Erschaffung?! Trotzdem sind sie so vollkommen zur Welt gekommen.
Der Leib aber ist ohne den Geist nicht lebensfähig....und diesen Geist gibt oder nimmt Gott: Der Vater der Geister. (Hebräer 12,9)

Wenn wir sie lieben, dann ist der Schmerz über ihren Verlust sehr groß.
Auch wenn ich -wie schon heya- kaum wirklich beurteilen kann, wie es Dir in dieser Situation geht. Ich kann es nur erahnen.
Trotzdem: Auch ich habe schon einmal über die Situation nachgedacht, wie es wäre, wenn eines meiner Kinder sterben würde.
Konkret habe ich dabei über einen Verkehrsunfall nachgedacht. Das lag daran, daß ich selbst einmal ein dreijähriges Kind angefahren habe.
Zum Glück ist dem Kind kaum etwas passiert, es hat nur Prellungen und Abschürfungen erlitten. Dieses Kind flog durch die Luft und es ist ein Wunder, daß nicht mehr passiert ist. Diese Situation machte mir einige Dinge sehr bewußt:

1. Ich habe im Strassenverkehr Fehler gemacht. So wie es war, konnte es nicht bleiben. Auch habe ich mir Gedanken darüber gemacht, daß beim Autofahren fast immer die Gefahr besteht, daß so etwas passiert. Hinter jedem Baum/Auto könnte ein Kind stehen und plötzlich auf die Strasse laufen. Dieser Gedanke beschäftigt mich noch immer, denn so war es auch in meinem Fall.
2. Der Tod kann jeden von uns jederzeit treffen. Völlig unabhängig vom Lebensalter. So auch meine Kinder.
3. Das Leben ist kein Zufall. Es hatte einen Zweck, daß ausgerechnet mir so etwas passiert war. Vorher hatte es schon andere Situationen gegeben, die mir schon zur Warnung hätten dienen können. Das wurde mir aber erst im Nachhinein klar. Genauso war es kein Zufall, daß dem Kind kaum etwas passiert ist.
4. Jedem von uns passieren Dinge, vieles völlig unabsichtlich -doch für den Anderen bedeutet es Schmerz und Leid. Für ihn und seine Angehörigen.
Ich begann darüber nachzudenken, wie ich reagiert hätte, wenn mein Sohn angefahren worden wäre. Hätte ich den Anderen verklagt und gehasst?

Bei Dir ist der Fall ganz anders. Du hast nicht selbst etwas getan und es ist Dein eigenes Kind betroffen. Für uns Menschen Endgültig.
Was ich mit der Aufzählung sagen will, ist aber: Diese Situationen sollen uns zum Nachdenken anregen. Dabei ist unabhängig, um was für eine Situation es sich handelt. Es ist Gottes Wille, daß wir uns selbst hinterfragen. Wenn dies nicht geschieht, und wir nicht zu neuen Einsichten kommen, können wir nicht gerettet werden.
Warum, weil Gott nicht allmächtig wäre? Nein, denn wir sind keine Marionetten, sondern haben einen freien Willen. (Mt 23,37; 2.Petrus 3,9; Hesekiel 18,23) Sonst würde Gott nicht immer wieder von UMKEHR sprechen.
(Siehe Worterklärung des Wortes "Buße", wie wir es in einigen Übersetzungen häufig finden. Wichtig ist hier die eigentliche Wortbedeutung des Ursprungs- wortes und nicht das, was viele Kirchen daraus gemacht haben) Dazu im folgenden mehr.

Du hast Dir die Frage gestellt, ob Gott sich rächen will. Es ist gesagt, daß Gott nach dem Gericht allen ihre Taten vergelten wird. Im Guten wie im Schlechten. (Mt 25,31-46) Gott wird Gerechtigkeit üben, die hier nicht geschieht.
Ob er es schon jetzt getan hat, diese Frage kann ich Dir nicht beantworten. Sicher ist aber:
Er hat es nicht nötig, dies schon jetzt zu tun, denn für ihn gibt es noch reichlich Gelegenheit, Gerechtigkeit zu üben.
Es gefällt ihm nicht, sich an irgendjemandem zu rächen. Er liebt es, gnädig zu sein. (2.Chronik 30,9; Johannes 1,14)

Weil Gott der Vater der Geister ist, sind wir alle auch nach dem Tod in seiner Hand. Der Tod des Körpers stellt für Gott kein Problem dar. So ist auch Deine Tochter in seiner Hand. So auch die ganzen Kinder in Beslan. Genauso wie er uns zu Neuem Leben erwecken kann, wenn er es wollte. Er wird es bei einigen Menschen tun.
Bei denen, die ihm treu sind und seinen Willen tun.
Deshalb ist der Tod -so wie wir ihn empfinden- für Gott etwas völlig anderes. Es ist nur das Ende des jetzigen irdischen Lebens. Das Ende eines Abschnitts. Weißt Du, was Jesus zu den Kindern gesagt hat?

Jesus und die Kinder
(Parallelstellen: Mt 19,13-15; Lk 18,15-17)
"Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: »Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen.
Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen.«
Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie."
Markus 10,13-16

An anderer Stelle steht zu den Kindern:

"In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist denn der Größte im Reich der Himmel?
2 Und als Jesus ein Kind herbeigerufen hatte, stellte er es in ihre Mitte
3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.
4 Darum, wenn jemand sich selbst erniedrigen wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel;
5 und wenn jemand ein solches Kind aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt er mich auf.
6 Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlaß zur Sünde gibtA, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
A) o. Anstoß gibt, o. ärgert, andere Übersetzung: an mir irrewerden läßt
7 Wehe der Welt der Verführungen wegen! Denn es ist notwendig, daß Verführungen kommen. Doch wehe dem Menschen, durch den die Verführung kommt!"
Matthäus 18,1-7

Von Gottes Neuer Welt ist folgendes gesagt:

DIE NEUE WELT GOTTES
Der neue Himmel und die neue Erde

"Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden und das Meer war nicht mehr da.
2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam.
3 Und vom Thron her hörte ich eine starke Stimme rufen: »Dies ist die Wohnstätte Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein.
4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.«
5 Dann sagte der, der auf dem Thron saß: »Gebt Acht, jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib dieses Wort auf, denn es ist wahr und zuverlässig.«
6 Und er fuhr fort: »Es ist bereits in Erfüllung gegangen!
Ich bin das A und das O,A der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens.
A) Wörtlich Ich bin das Alpha und das Omega.
7 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden dies als Anteil von mir erhalten: Ich werde ihr Gott sein und sie werden meine Söhne und Töchter sein.a
a) 2Sam 7,14S; Ez 11,20S
8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenanbeter und alle, die sich nicht an die Wahrheit hielten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der zweite, der endgültige Tod."a
a) 21,27S; 20,10S; 2,11S; Galater 5,19-21; Matth 25,41; Jud 7

Offenbarung 21,1-8



Gott wird für Deine Tochter sorgen. Auch wenn sie es bei Dir und Deiner Frau schon gut hatte, bei ihm hat sie es mit Sicherheit ungleich besser.
Wir aber, Du, ich und viele Andere, sind noch hier. Wir haben noch nicht einmal den ersten Tod überwunden. Der zweite aber ist ewig, d.h. wir nehmen ihn für immer real wahr, es ist kein grosses nichts. Siehe die unterstrichenen Stellen.

Gott liegt viel an uns, auch an Dir und Deiner Frau. Er weiß, daß der jetzige Tod nur vorübergehender Natur ist und möchte uns für das ewige Leben gewinnen.
Denn wenn wir nicht umkehren und werden wie die Kinder, dann werden wir niemals in Gottes Neue Welt kommen. Niemals.
Wenn wir nicht umkehren von unserem falschen Weg und nach dem Willen Gottes fragen, ihm unser ganzes Leben geben, dann ist es zu spät. (Römer 12,1; Mt 19,21; Mt 22,37-39; 1.Kön 8,61; Galater 5,19-24---> "Fleisch" bedeutet "Selbstsucht/Egoismus")
Dafür hat sich sein Sohn freiwillig für uns geopfert. Nicht zur billigen Reinigung, sondern für die ungeteilte, kompromisslose Umkehr zu Gott.
Wenn wir uns daraufhin taufen lassen, dann wird unsere ganze Schuld von Gott abgewaschen werden.

Ich wünsche Dir wirklich von Herzen alles Gute! Trotz allem.

http://www.diebibel.de

http://www.youtube.com/watch?v=7hxmlUWceHg

Folgende Verfilmung des Johannesevangeliums kann ich Dir sehr empfehlen. Sie ist genau nach der GN-Übersetzung verfilmt, die beste Verfilmung, die ich kenne:
http://www.cinefacts.de/dvd/db/details.php?id=23633



Hier noch einige sonstige Beiträge, die in etwa zu diesem Thema passen:

Wer ist eigentlich wirklich Christ ... oder -was ist "Glaube" genau? Artikel #24 -Beitrag zum ersten Zitat von "OrionX"

Glaubt ihr an das Paradies?
Dazu Beitrag #2

Wenn es nicht mehr geht...
Dazu Beitrag #18 Seite 1

Das Leben ist wertvoll
Dazu Beitrag #28 Seite 2

Geändert von sailor (14.11.2006 um 13:56 Uhr).
 
 
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heya
Alt 14.11.2006, 17:34   #156
Frage

In vielen Dingen stimme ich mit dir überein, sailor. Doch ich frage mich immernoch, wie der liebende und der gerechte Gott zusammen passen. Wenn Gott alle Menschen liebt müsste er doch auch allen vergeben, oder? Gott hat dann als liebendes Wesen die Fähigkeit, uns mit ALLEN unseren Fehlern und Sünden zu akzeptieren. Aber das wäre in unserem Sinne nicht gerecht. Gerechtigkeit bedeutet für uns, jemanden seinen Vergehen entsprechend zu bestrafen, ihn Konsequenzen spüren zu lassen...
Wie geht beides gleichzeitig?
 
 
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Readduck
Alt 14.11.2006, 20:05   #157
Standard

...jaja ich weiß, die Bemerkung mit der Länge der Nachrichten hätte ich mir sparen sollen, war nicht so toll, 'tschuldigung! Habe ja selbst gemerkt,
wie schnell sich so ein Posting in die Länge ziehen kann.

@heya

Ich will das nicht schlecht reden, aber ich glaube, dass du bei alldem, was du bei diesem Thema empfindest, über deinen Tellerrand kaum hinnaus kommst.
Zugegeben - es ist nicht leicht, immer wieder den Kopf für neue Ideen, neue Argumente zu öffnen. In mir hat sich mittlerweile eine unglaubliche Wut angestaut, die mich natürlich in meiner Objektivität einschränkt - das weiß ich sehr wohl.
Aber ich beschäftige mich seit dem Tod unserer Kleinen sehr intensiv mit dem Thema und versuche es trotz allem auch von verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Die Schlüsse, die ich daraus gezogen habe sind nicht aus der hohlen Hand entstanden, sie sind das Ergebnis einer nicht enden wollenden Odyssee: Gespräche mit Geistlichen verschiedener Konfessionen, "normalen" Menschen, Psychiater, Psychologen, anderen verwaisten Eltern und natürlich mit FREUNDEN, habe mir Bücher dazu gekauft usw.

Doch alles mündet immer wieder im gleichen Ergebnis, deshalb auch die Metapher mit der mathematischen Gleichung.

"Wenn du gehen willst, dann geh. Ich möchte dir nicht im Weg stehen.
Natürlich gehört es zum Lieben, daß man jemanden gehen läßt, wenn er es will, einverstanden. Nur wie kommst Du darauf, daß ein Kind nicht auf dieser Welt leben will? Das ist mir zu spekulativ.
Ich sehe täglich unmögliche Zustände, Menschen leiden, Kinder leiden! Täglich höre ich von neuen Greueltaten, die NICHT für die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes sprechen, sondern die mir die Grausamkeit vor Augen führen, mit der er sein Volk führt.

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,..."
2. Moses, 20, 3-5

Die Bibel, die uns den rechten Weg weisen soll, ist voll von Drohungen, was alles passiert, wenn man nicht Gottes Willen tut - soviel zu unserem "freien Willen" - das ganze erinnert mich an ein kleines Kind, daß nicht bei anderen Kindern mitspielen darf und nun mit Gewalt versucht, sozial integriert zu werden.

Selbst wir "geringe Erdenbürger" untersagen per Gesetz, daß jemandem mit Gewalt der Wille eines anderen oktroyiert wird.
Ich habe keine Beweise für die Liebe und Barmherzigkeit Gottes gefunden, mir bleibt nur an was zu glauben, was täglich widerlegt wird.

Gott mag uns ja großzügig den gesunden Menschenverstand gegeben haben, doch er darf sich nicht wundern, wenn er auch eingesetzt wird.

Wie so kann man Sterbende nicht auf diese Weise entlassen?
Man braucht nur ein wenig Hoffnung und Vertrauen sich irgendwann wieder zu sehen.
Ich habe sehr viel Hoffnung meine Kleine irgendwann wiederzusehen, sie im Arm halten zu können und so merkwürdig sich das auch anhören mag, ich fühle oft ihre Anwesenheit und das gibt mir unglaublich viel Kraft.
Aber bevor ich sie wiedersehe, werde ich wohl noch eine sehr ernsthafte Diskussion mit Gott zu führen haben und dann will ich Antworten und keine Ausreden mehr!

@Sailor
Schade, ich muß los, aber ich werde morgen antworten und danke für die Mühe, die Du Dir gemacht hast, solch konstruktive Beiträge findet man nicht oft.


Liebe Grüße
Readduck

Geändert von Readduck (14.11.2006 um 20:12 Uhr).
 
 
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sailor
Alt 15.11.2006, 02:52   #158
Standard

@Readduck

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,..."
2. Moses, 20, 3-5
Dazu möchte ich folgendes anfügen. Gottes Wort ist immer im Gesamtzusammenhang zu verstehen. Auch ich kannte vorher Hesekiel 18 und 33 nicht und hatte mit dieser von Dir erwähnten Aussage mächtig Probleme.
Sie passte nicht in mein Verständnis von Gerechtigkeit. Wenn Gott also von sich sagt er sei gerecht, dann sollte es auch so sein.
Doch Gott ist gerecht, wie im folgenden deutlich wird. Er wird die Kinder der Väter nur im Falle gleichen Verhaltens für die Bosheit ihrer Väter zur Rechenschaft ziehen.
Der Hintergrund ist: Sie wussten, was ihre Vorfahren taten, hätten sich warnen lassen können, und änderten doch nichts daran. (Hes 18,14 s.u.)


Niemand soll für die Schuld seiner Vorfahren büßen (18,1-32)
18 1 Das Wort des HERRN erging an mich, er sagte:
2 »Was habt ihr da für ein Sprichwort im Land Israel? Ihr sagt: 'Die Väter essen unreife Trauben und die Söhne bekommen davon stumpfe Zähne.'a
a) (18,2-4) Jer 31,29-30; Dtn 24,16S
3 So gewiss ich, der HERR, lebe: Niemand von euch, niemand in Israel wird dieses Wort noch einmal wiederholen!
4 Ich habe das Leben jedes Einzelnen in der Hand, das Leben des Sohnes so gut wie das Leben des Vaters. Alle beide sind mein Eigentum. Nur wer sich schuldig macht, muss sterben.
5 Nehmt den Fall eines Menschen, der stets das Rechte tut und sich nichts zuschulden kommen lässt:
6 Er betet nicht zu den Götzen der Leute von Israel und hält für sie auf den Bergen keine Opfermähler. Er rührt keine fremde Frau an und keine Frau, die gerade ihre Blutung hat.a
a) 7,20S; 22,9; Jes 57,7; Lev 18,19.20
7 Er beutet andere nicht aus und gibt dem armen Schuldner sein Pfand zurück. Er nimmt niemand etwas weg, sondern gibt den Hungernden zu essen und den Frierenden etwas anzuziehen.a
a) Ex 22,25-26; Jes 58,7
8 Er nimmt keinen Zins, wenn er Geld ausleiht. Er unterstützt vor Gericht nicht die ungerechte Sache, sondern fällt stets ein unparteiisches Urteil.a
a) Ex 22,24S; 23,6-8
9 Mit einem Wort: Er gehorcht meinen Geboten und tut, was recht ist. Ein solcher Mensch hat keine Schuld, er soll am Leben bleiben. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.a
a) Lev 18,5S
10 Nun kann es sein, dass dieser rechtschaffene Mann einen missratenen Sohn hat, der Blut vergießt oder sonst etwas von alldem tut,
11 was sein Vater gemieden hat: auf den Bergen Opfermähler hält, mit fremden Frauen schläft,
12 die Schutzlosen unterdrückt und ausraubt, das Pfand nicht zurückgibt, sich mit den Götzen einlässt und zu ihnen betet
13 oder Geld gegen Zins leiht. Soll ein solcher Mensch am Leben bleiben? Nein! Wer solche Verbrechen begeht, muss getötet werden. Ihn trifft die gerechte Strafe.
14 Dieser verbrecherische Mensch hat vielleicht wieder einen Sohn, der die Untaten seines Vaters sieht und sich durch sein schlimmes Beispiel warnen lässt.
15 Er betet nicht zu den Götzen der Leute von Israel und hält für sie auf den Bergen keine Opfermähler; er rührt keine fremde Frau an;
16 er beutet niemand aus; er fordert kein Pfand, wenn er etwas ausleiht; er nimmt niemand etwas weg, sondern gibt den Hungernden zu essen und den Frierenden Kleidung;
17 er begeht kein Unrecht an den Schutzlosen und nimmt keinen Zins – mit einem Wort: Er gehorcht meinen Geboten und tut, was recht ist. Ein solcher Mensch muss nicht für die Schuld seines Vaters büßen; er soll am Leben bleiben.
18 Nur sein Vater, der andere erpresst und beraubt und seiner Familie ein schlechtes Beispiel gegeben hat, muss sterben.«

Jeder Mensch bereitet sich selbst sein Schicksal
»Ihr fragt, warum der Sohn nicht mit dem Vater bestraft wird? Weil er das Rechte getan und meine Gebote befolgt hat! Deshalb bleibt er am Leben.a
a) Ex 20,5
20 Nur wer sich schuldig macht, muss sterben. Der Sohn soll nicht für den Vater büßen und der Vater nicht für den Sohn. Am Rechtschaffenen wird sich seine Rechtschaffenheit auswirken und am Verbrecher sein Verbrechen.a
a) Dtn 24,16S
21 Wenn aber der Verbrecher umkehrt und das Böse lässt, das er getan hat, wenn er alle meine Gebote befolgt und das Rechte tut, bleibt auch er am Leben und muss nicht sterben.a b
a) (18,21-32) 33,10-20 b) (18,21-24) Jer 18,7-10
22 All das Böse, das er früher getan hat, wird ihm nicht angerechnet. Weil er danach das Rechte getan hat, bleibt er am Leben.
23 Meint ihr, ich hätte Freude daran, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss?«, sagt Gott, der HERR. »Nein, ich freue mich, wenn er von seinem falschen Weg umkehrt und am Leben bleibt!
24 Wenn aber der Rechtschaffene sich vom rechten Weg abwendet und Böses zu tun beginnt, dieselben Abscheulichkeiten wie der Verbrecher, soll er dann am Leben bleiben? Nein! All das Gute, das er früher getan hat, wird ihm nicht angerechnet. Weil er mir untreu geworden ist und Böses getan hat, muss er sterben.«a
a) 3,20
Hesekiel 18,1-24


Aber der HERR, der mächtige Gott, sagt: So gewiss ich lebe, mir macht es keine Freude, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss. Nein, ich freue mich, wenn er seinen falschen Weg aufgibt und am Leben bleibt. Darum kehrt um, kehrt schleunigst um! Warum wollt ihr in euer Verderben laufen, ihr Leute von Israel?'a
a) Jes 55,7; Joël 2,12-13
Hesekiel (Ezechiel) 33,11


Daß hier immer der ewige, der zweite Tod (der wahrgenommen wird, siehe Offb Offb 20,10; 21,8; Mt 25,41) gemeint ist, das geht aus dem Gesamtzusammenhang in Gottes Wort hervor. Gott ist gerecht! und liebevoll. Mir haben diese Worte sehr geholfen, es ist noch immer bewegend für mich, sie zu lesen. Es macht Sinn, wenn Du Kapitel 18 ganz und Kapitel 33 bis Vers 20 liest.

Gruß Sailor

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Geändert von sailor (15.11.2006 um 03:52 Uhr).
 
 
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Readduck
Alt 15.11.2006, 19:13   #159
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@Sailor

Da er der Geber des Lebens ist -der Schöpfer- hat er auch genauso das Recht, dieses Leben wieder zu nehmen.
STOPP!!!
Hallo?? Was sind wir in (Deinen?) Gottes Augen? Schachfiguren im "großen Spiel des Lebens"?

"-Dame auf G4, Schach -> ohhh, Deine Familie wird bedroht - die Kleine auf G5 - Dame auf G4 schlägt die Kleine auf G5 - so ein Pech, naja, ein Bauernopfer..."

Weiß Du was ich gerade kriege? PICKEL - und zwar einen ganz großen!


Es gefällt ihm nicht, sich an irgendjemandem zu rächen. Er liebt es, gnädig zu sein. (2.Chronik 30,9; Johannes 1,14)
Siehst Du, und genau das glaube ich nicht!
Jeder, der "Pulp Fiction" kennt wird Folgendes wiederkennen:

Ich will bittere Rache an denen üben, die da versuchen, meine Brüder zu vernichten (vgl. Deuteronomium 32, 40ff.), und sie mit Grimm strafen, dass sie erfahren sollen, dass ich der Herr bin, wenn ich Vergeltung an ihnen übe (Hesekiel 25, 17).

Wie war das mit der anderen Backe hinhalten?

Weißt Du, was Jesus zu den Kindern gesagt hat?

Jesus und die Kinder
(Parallelstellen: Mt 19,13-15; Lk 18,15-17)
"Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: »Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen.
Und was sagt Jesus jenen Eltern, die in Beslan standen, die geschundenen, toten Körper ihrer Kinder in den Armen hielten?
Vielleicht:"Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, gelobet sei der Herr"??? (Bombe auf G4... eine Schule, hmmm macht nichts, ich bin ja der Schöpfer, ich darf das)

Mir erschließt es sich nicht, wie Du daraus die Allmacht und Liebe Gottes ableiten kannst. Ich will es anders herum versuchen:

Ich mußte mir sehr oft anhören, daß Gott uns Menschen auf unseren Glauben prüft, indem er uns kleinere oder größere Schicksalsschläge schickt. Warum das so sein muß konnte mir allerdings auch niemand schlüssig erklären.

[FONT=Verdana][FONT=Arial]Gott ist a) die Liebe, b) allmächtig und damit natürlich auch allwissend - warum muß er dann unseren Glauben prüfen?
Prüfen oder besser Überprüfen ist nur notwendig, wenn ich etwas nicht weiß!
[/FONT]
[/FONT]


[FONT=Verdana][FONT=Arial]In Star Trek V flogen Captain Kirk und Mr Spock mit der Enterprise hinter die "Große Barriere", um dort Gott zu treffen. Das taten sie dann auch und Gott erkundigte sich, ob sie mit einem Raumschiff gekommen seien, daß seine Weisheit in das Universum tragen könnte. Captain Kirk fragte sodann Gott: "Wozu braucht Gott ein Raumschiff??"
[/FONT]
[/FONT]


[FONT=Verdana][FONT=Arial]O.K., sicherlich ist Star Trek nicht wirklich theologisch fundiert, aber auch ich möchte wissen, "wozu Gott ein Raumschiff braucht"...[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana]
[/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Und Du rufst in die Welt,[/FONT]
[/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]daß sie dir nicht mehr gefällt.[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]Du willst 'ne schönere erleben,[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]doch es wird keine andere geben![/FONT][/FONT]

[FONT=Verdana][FONT=Arial]: Wann kommt die Flut[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: über mich?[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: Wann kommt die Flut,[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: die mich berührt?[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: Wann kommt die Flut,[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: die mich mit fortnimmt[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: in ein anderes großes Leben -[/FONT][/FONT]
[FONT=Verdana][FONT=Arial]: irgendwo.[/FONT][/FONT]

[FONT=Verdana][FONT=Arial]Witt/Heppner "Die Flut"[/FONT][/FONT]

Geändert von Readduck (15.11.2006 um 19:18 Uhr).
 
 
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sailor
Alt 16.11.2006, 03:54   #160
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@heya

In vielen Dingen stimme ich mit dir überein, sailor. Doch ich frage mich immernoch, wie der liebende und der gerechte Gott zusammen passen. Wenn Gott alle Menschen liebt müsste er doch auch allen vergeben, oder? Gott hat dann als liebendes Wesen die Fähigkeit, uns mit ALLEN unseren Fehlern und Sünden zu akzeptieren. Aber das wäre in unserem Sinne nicht gerecht. Gerechtigkeit bedeutet für uns, jemanden seinen Vergehen entsprechend zu bestrafen, ihn Konsequenzen spüren zu lassen... Wie geht beides gleichzeitig?

Er vergibt allen, die nicht absichtlich sündigen. Ebenso vergibt er allen, denen ihr Leben aufrichtig leid tut, die sich ändern wollen.
Wenn wir aber meinen, daß wir nichts ändern müßten, so wie wir sind.....mit all dem Eigennutz, all der Berechnung, all der Ausbeutung anderer, ...., mit dieser ganzen Selbstsucht/Egoismus die uns auszeichnet.....
.....obwohl andere Menschen darunter definitiv leiden, dann vergibt er es nicht. Das sind Sünden die wir bewußt tun oder boshafte Charakterzüge, die wir bewußt tolerieren. Wenn uns dieses Verhalten nicht aufrichtig leid tut, d.h. wir nicht auch wirklich bereit sind, unser Leben zu ändern, dann bleibt die Schuld bestehen.

Wir müssen wissen Gott ist heilig. Vollkommen und ohne Sünde. Er hat die Menschen erschaffen, damit sie bei ihm leben, es richtig gut haben.
(Siehe vorheriger Text aus #155 Offenbarung 21,1-8, oder etwa 1.Mose 2,8-17) Dort soll es keinen Tod, keine Quälerei, keine Ungerechtigkeit, keine Tränen geben.
Die Ungerechtigkeit, das Leiden und der Tod ist auf der Welt, weil die Menschen gesündigt haben und noch immer sündigen. Von Klein auf sind die Menschen boshaft. Alle. Alle sind selbstsüchtig, sündig vor Gott.
Findest Du nicht auch bei Dir wieder, was hier genannt wird ? :

"Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offenkundig, nämlich: Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifung,
20 Götzenanbetung und magische Praktiken, Feindschaft, Streit und Rivalität, Wutausbrüche, Intrigen, Uneinigkeit und Spaltungen,
21 Neid, Trunk- und Fresssucht und noch vieles dergleichen. Ich warne euch, wie ich es schon früher getan habe: Menschen, die solche Dinge tun, werden nicht erben, was Gott versprochen hat; für sie ist kein Platz in Gottes neuer Welt.
22 Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue,
23 Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Gegen all dies hat das Gesetz nichts einzuwenden.
24 Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz genagelt."
Galater 5,19-24

10 Diebe, Wucherer, Trinker, Verleumder und Räuber werden nicht in Gottes neue Welt kommen.
1.Korinther 6,10

"Es findet sich bei ihnen jede Art von Unrecht, Niedertracht, Gier, Gemeinheit. Sie sind voll Neid, sie morden, streiten, betrügen und stellen einander Fallen. Sie reden gehässig über andere
30 und verleumden sie. Sie verachten Gott, sind gewalttätig, überheblich und prahlerisch. Sie sind erfinderisch im Bösen. Sie wollen sich ihren Eltern nicht unterordnen.
31 Unverständig sind sie und unzuverlässig, lieblos und ohne Erbarmen.
32 Dabei kennen sie genau den Willen Gottes und wissen, dass alle, die so etwas tun, vor seinem Gericht den Tod verdient haben. Trotzdem tun sie es und ermuntern mit ihrem Beifall auch noch andere, die so handeln."
Römer 1,29-32

Vor Gott ist es unrelevant, ob Du bei Dir überall ein Kreuz machen kannst oder nur bei einem. Zudem ist diese Liste unvollständig. Es sind Beispiele.
Beispiele für das, was aus der Selbstsucht/Ich-Sucht/Egoismus alles hervorgeht.

Wir werden nur dann bei Gott leben können, wenn wir diesen Dingen aus eigenem Willen absagen. Wären wir Marionetten, dann würde Gott uns so steuern, doch das will er nicht. Er möchte Menschen bei sich, die sich freiwillig für ihn und für ihre Mitmenschen entschieden haben. Menschen, die INNERLICH vollkommen Neue Menschen geworden sind.
Wenn wir diese Entscheidung treffen, den absolut ernsthaften Willen dazu haben, dann hilft uns Gott durch seinen Geist, dies auch einzuhalten. Er verändert uns, so daß wir Schritt für Schritt seinem Sohn Jesus Christus auch äußerlich immer ähnlicher werden. (2.Korinther 3,18)
Die Veränderung des Menschen ist also wirklich möglich, auch wenn immer wieder gerne das Gegenteil behauptet wird. Wichtig ist: Sind wir innerlich wirklich bereit??? Gott sieht uns ins Herz, kennt unsere geheimsten Gedanken.

Würde Gott auch diesen bewußt selbstsüchtigen und boshaften Menschen vergeben, dann würde er sich selbst lächerlich machen. Seine Gerechtigkeit gegen Ungerechtigkeit eintauschen. Seine Gebote vor die Hunde werfen. Er würde sich Selbstsüchtige, eigennützige Menschen in sein Reich holen, die sich selbst, ihr Geld und sonstwas lieben aber ihre Mitmenschen und ihn verachten.
Dabei gab uns Gott seine Gebote ja nicht, um uns zu schikanieren, sondern weil sie für uns und unsere Mitmenschen und unser Verhältnis zu Gott zum Guten dienen.
In diesen zwei höchsten Geboten sind alle anderen Gebote zusammengefaßt:

"Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, stellte Jesus eine Falle. Er fragte ihn:
36 »Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot des Gesetzes?«
37 Jesus antwortete: »'Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!'a
a) nach Dtn 6,4-5
38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot.
39 Aber gleich wichtig ist ein zweites: 'Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!'a
a) zit Lev 19,18; Mk 12,31S
40 In diesen beiden Geboten ist alles zusammengefasst, was das Gesetz und die Propheten fordern." a
a) Mt 7,12S
Matthäus 22,35-40

Du kannst dieses "Liebe...." oder "Du sollst....lieben" auch mit "Tue Deinem Mitmenschen und Gott Gutes" , "Tue Deinem Mitmenschen und Gott liebevolles" übersetzen. Oder: "Behandle Deinen Mitmenschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest."(Matth 7,12)

Ich bin mir sicher, Du wirst erkennen, daß daran nichts, aber auch gar nichts schlechtes zu finden ist, wenn Gott dies fordert.
Ebenso wirst Du erkennen, daß die Welt frei von aller menschlichen Bosheit und dem daraus erwachsenden Leid wäre, wenn die Menschen tun würden, was Gott hier gesagt hat. Oder?
Das Problem ist nur..... sie tun es nicht. Die meisten Menschen.

Gott liebt die Menschen, die zwar sündigen, aber innerlich dies doch verabscheuen, sie wissen vielfach nur nicht, wie sie von der Sünde befreit werden können. Durch seinen Sohn!!! Sein Opfer und unsere Umkehr!!!!*
Gott liebt die Menschen, die irgendwann -obwohl sie vielleicht sogar Massenmörder sind- bereuen, was sie getan haben und ihr Leben ändern. Gott liebt die Menschen, die es innerlich gut meinen und an sich arbeiten, auch wenn sie äußerlich noch lange nicht perfekt sind.
http://www.youtube.com/watch?v=RfHTk3sGcyY
Die Menschen aber, die in ihrem Herzen nur sich selbst, ihre Freunde, Familienmitglieder und Sympathisanten lieben, andere Menschen aber verachten, Gott verachten, womöglich sogar hassen, deren Herz, deren Innere Einstellung, deren Verhalten haßt Gott.
Doch auch Ihnen gibt er Liebe: Er gibt allen -ohne Ausnahme- immer wieder im Leben die Chance, zu ihm umzukehren und sich zu ändern.
http://www.youtube.com/watch?v=4wyg_...related&search=
Auch über ihnen läßt er die Sonne scheinen, auf ihre Felder regnen, seine Engel über sie wachen: http://www.youtube.com/watch?v=z9-qTAOKwD0
Wir werden oft gewarnt, irgendwann aber ist es zu spät. Dann ernten sie die Früchte, die sie selbst gesät haben. Wann dieser Zeitpunkt kommt, das wissen wir nicht, sonst würden wir versuchen uns darauf einzustellen:
1. http://www.youtube.com/watch?v=_gdxJdUMTlk
2. http://www.youtube.com/watch?v=zJnMGpUe-sI
3. http://www.youtube.com/watch?v=Tg_ZPZb5DKQ

Das ist Gottes Liebe: Die Chance, die Fürsorge, die Ermahnung, Erziehung und sein ganzes Bemühen um unsere Rettung bleibt für jeden von uns bis zuletzt bestehen. Eines Tages folgt aber ein gerechtes Gericht: Das ist seine Gerechtigkeit. So verbindet er beides.

*Gottes Rettung ist sein Sohn! Durch Ihn, NUR durch Ihn, können wir gerettet werden. Wenn wir uns an das halten, was er gesagt hat.
http://www.youtube.com/watch?v=aagtKMbdE7Q
http://www.youtube.com/watch?v=diASEeNwHwU



http://www.diebibel.de

Geändert von sailor (16.11.2006 um 04:01 Uhr).
 
 
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Readduck
Alt 16.11.2006, 19:07   #161
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Wer kann schon sagen, was mit uns geschieht,
vielleicht stimmt es ja doch,
dass das Leben eine Prüfung ist,
in der wir uns bewähren sollen.
Nur wer sie mit Eins besteht,
darf in den Himmel kommen.
Für den ganzen dreckigen Rest
bleibt die Hölle der Wiedergeburt.

...Um diesem Schicksal zu entfliehen,
sollen wir uns redlich bemühen,
jeden Tag mit 'nem Gebet beginnen
an Stelle von Aspirin.
Nur wer immer gleich zum Beichtstuhl rennt,
als wär es ein Wettlauf,
und dort alle seine Sünden nennt,
der handelt einen Freispruch aus.


Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist.
Ich stelle keinen Antrag auf Asyl,
meinetwegen bleib ich hier.


...Immer schön nach den Regeln spielen,
wie sie befohlen sind,
wie sie im Buch des Lebens stehn,
in Ewigkeit Amen.


Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist,
wer weiß, ob es uns dort besser geht -
hinter dieser Tür.


aus "Paradies" von den Toten Hosen
 
 
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sailor
Alt 18.11.2006, 01:09   #162
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@Readduck

Hallo. Du hast ja im anderen Forum geschrieben, Du könntest trotz allem objektiv sein. Darum möchte ich Dich jetzt bitten:

Zitat:
Da er der Geber des Lebens ist -der Schöpfer- hat er auch genauso das Recht, dieses Leben wieder zu nehmen.

STOPP!!!
Hallo?? Was sind wir in (Deinen?) Gottes Augen? Schachfiguren im "großen Spiel des Lebens"?
Ich hatte Dir oben geschrieben, daß das Leben nicht zuende ist, wenn Gott es hier zu Ende gehen läßt und der Leib zu Erde wird. Wir bestehen auch aus einem Geist, Gott hält alles in seiner Hand.
Ich hatte Dir auch geschrieben, daß es Deiner Tochter nach allem was wir wissen dort viel besser geht, als es jemals bei Dir möglich gewesen wäre.
Kannst Du nicht erkennen, daß diese Handlung Gottes nicht boshaft ist?

Das einzige, daß Du noch als boshaft empfinden kannst (soweit ich es nachvollziehen kann), ist die Tatsache, daß Deine Tochter nun nicht mehr bei Dir und Deiner Frau ist.
Aber meinst Du, wir hätten als Eltern das Recht, diese Menschen
-die uns vorübergehend anvertraut wurden- so festzuhalten?
Mit welchem Recht? Mit welchem Verdienst? Sind wir die Schöpfer, haben wir ihnen das Leben gegeben?
Wir waren vielleicht daran beteiligt, doch das Leben gab ihnen Gott, er schuf Deine Tochter und sonst niemand. Er ließ sie atmen, ließ sie leben.

Oben hatte ich Dir schon gesagt, daß uns diese Situationen zum Nachdenken anregen sollen, daß wir uns selbst hinterfragen sollen.
Tust Du das? Mein Eindruck ist ein anderer. Mein Eindruck ist, Du bist wütend, ja, so wie Du es selbst schon geschrieben hast.
Doch eben auf Gott! Oder etwa auf Dein eigenes Handeln? Aus meiner Sicht kann ich sagen: Ich hätte nicht das Recht, auf Gott wütend zu sein. So viel wie ich schon von ihm erhalten habe....

Selbst dann, wenn er mir alle meine drei Kinder und meine Frau nehmen würde, hätte ich nicht das Recht dazu! Denn was habe ich ihm für all seine Fürsorge, jeden Tag meines Lebens, für all seine Liebe, für meine Familie, meine Wohnung, meine Freunde, meine Arbeit, all seinen Schutz....all die Unfälle denen ich entgangen bin...was habe ich ihm bisher dafür gegeben???
Lange Jahre bin ich gesund und zufrieden aufgestanden, habe mich an meinen reich gedeckten Frühstückstisch gesetzt, mein Leben genossen , mir schöne Autos gekauft während meine Mitmenschen hungerten,...,.... und..... Ich habe ihn noch nicht einmal begrüßt. Nicht einmal morgens und abends. Kaum ein Wort mit ihm gesprochen. Nur auswendig zum Essen, mehr aus Tradition. Oder wenn es mir schlecht ging, dann war er gut genug.

Sonntags bin ich -manchmal häufiger manchmal weniger- in die Kirche gegangen und habe ihm 1,5 h der 112 Wachstunden in einer Woche gegönnt. Wenn überhaupt! Die restliche Zeit war ich wie alle anderen, habe es MIR gut gehen lassen und MEINER Familie, Freunden, u.s.w..
Was ich getan habe war einfach nur lächerlich, es war mehr zur Selbstberuhigung.....so nach dem Motto: Ich bin ja Christ, mir kann nichts passieren....
Wenn ich so meinen leiblichen Vater behandelt hätte, so ignorant, so verachtend, ohne Kommunikation .... was wäre das für eine Beziehung gewesen? Was wäre dabei herausgekommen? Etwas Gutes?

Ich habe ihm Traurigkeit und Zorn bereitet, daß ich ihn so verachtet habe, ihn ignoriert habe, nicht nach seiner Ansicht gefragt habe, bevor ich Entscheidungen traf, ihm einen klitzekleinen Teil meines Lebens gegeben habe, obwohl doch klar ist, was er für mich getan hat. Ich kannte auch seine Worte:

"Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!"

"Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst."
Mt 22,37.39

"Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt -das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern."
Matth 7,12

"Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen.
So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne scheinen auf böse Menschen wie auf gute, und er lässt es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten.
Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch ebenfalls lieben? Das tun auch die Betrüger!
Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euresgleichen freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen!
Nein, wie die Liebe eures Vaters im Himmel, so soll auch eure Liebe sein: vollkommen und ungeteilt." Matthäus 5,44-48

Man könnte für "Du sollst..." oder "Liebe...." auch "Tue Gott und Deinen Mitmenschen Gutes." "Tue ihnen liebevolles" schreiben. Das hört sich weniger zwanghaft an, sagt aber dasselbe aus. Gott meint es schließlich auch nicht zwanghaft, sondern zum Guten für uns und für unsere Mitmenschen und für sich selbst. Wenn Du meinst, er würde aus Eigennutz handeln, dann sollten wir uns klar machen, daß ER mit seinem Milliardenheer an Engeln und unbeschränkter Macht nicht auf uns angewiesen ist, wir aber auf ihn. ER könnte sicher ohne uns, wir nicht. Warum also tut er sich uns an? Bei all der Traurigkeit, die wir ihm bereiten!!? Könnte er uns nicht auf der Stelle vernichten? Endgültig!? Sicher!
Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Ich sage Dir, er tut es weil wir ihm nicht egal sind, weil er Hoffnung in uns setzt, weil er uns liebt.

Was davon hatte ich getan? Mit ganzem Herzen? Mit ganzem Willen?
Mit ganzem Verstand? Meine Mitmenschen geliebt? Sie so behandelt, wie ich es selbst gerne hätte, daß sie mich behandeln? Meine Feinde geliebt? Für sie gebetet? Vollkommen und ungeteilt geliebt? Wie weit hatte ich meine mir gegebenen Talente für ihn eingesetzt? Wieviel Zeit hatte ich ihm gegönnt, wieviel mir, meiner Familie und nutzlosen Dingen?!!
Ich kenne meine Bilanz und weiß, was ich Gott und seinem Sohn Jesus Christus schuldig bin. Sehr viel, unbeschreiblich viel.

Wenn es nun so ist, daß Gott Dich mit dieser Situation prüft, dann sage Dir,
daß Gott uns nie über unser Möglichkeiten prüft. Wir können seine Prüfungen bestehen.
Wenn es aber so ist, daß uns so etwas wiederfährt wie Dir, dann ist das durchaus ein Zeichen dafür, daß Gott uns nicht aufgegeben hat. Daß er an uns arbeitet, daß wir ihm ganz und gar nicht egal sind.

Zitat:
Es gefällt ihm nicht, sich an irgendjemandem zu rächen. Er liebt es, gnädig zu sein. (2.Chronik 30,9; Johannes 1,14)

Siehst Du, und genau das glaube ich nicht!
Jeder, der "Pulp Fiction" kennt wird Folgendes wiederkennen:

Ich will bittere Rache an denen üben, die da versuchen, meine Brüder zu vernichten (vgl. Deuteronomium 32, 40ff.), und sie mit Grimm strafen, dass sie erfahren sollen, dass ich der Herr bin, wenn ich Vergeltung an ihnen übe (Hesekiel 25, 17).

Wie war das mit der anderen Backe hinhalten?

Das folgende stammt aus 5.Mose 31, es gehört zu dem Textausschnitt den du oben aufgeführt hast:


"Der HERR sagte zu Mose: »Du wirst nun bald sterben, und nach deinem Tod wird dieses Volk mir untreu werden und sich von mir abwenden. Sie werden den Bund, den ich mit ihnen geschlossen habe, brechen und sich mit den Göttern des Landes einlassen, in das sie kommen.a
a) 29,24S
17 Deshalb werde ich zornig auf sie sein, ich werde mich von ihnen abkehren und ihnen nicht mehr helfen. Dann werden sie dahinschwinden, viel Not und großes Unglück werden über sie kommen. Sie werden dann zueinander sagen: 'Das alles müssen wir erleiden, weil unser Gott nicht mehr in unserer Mitte ist!'a
a) 1,42; Ri 6,13
18 Ich aber werde mich völlig von ihnen abkehren, zur Strafe dafür, dass sie mir ungehorsam waren und sich anderen Göttern zugewandt haben.
19 Schreib nun für sie das Lied auf, das ich dir sage. Sie sollen es lernen und nachsingen, damit ich es in Zukunft als Zeugen gegen sie benutzen kann.
20 Ich werde sie in das Land bringen, das ich ihren Vorfahren versprochen habe, ein Land, das von Milch und Honig überfließt; sie aber werden sich satt essen und fett werden und sich anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen. Mich werden sie verachten und meinen Bund brechen.a
a) 26,15S; 6,11-12; 8,12-14
21 Wenn dann Not und Unglück sie treffen, wird dieses Lied ihnen sagen, warum das geschieht. Sie werden es immer noch singen und so wird es als Zeuge gegen sie dastehen. Denn ich weiß wohl, wonach ihnen der Sinn steht, und das schon heute, noch ehe ich sie in das Land gebracht habe, das ich ihnen versprochen habe.«"
Dtn 31,16-21

Dieses Lied findest Du ab 5.Mose 32,1. Ich empfehle Dir, dort vor allem mal Vers 1-18, 36 und 45-47 zu lesen. Dann kannst Du erkennen, daß Gott sie...
1. Ausdrücklich warnt: Er hat es vorher immer wieder getan und tut es jetzt durch dieses Lied.
2. Sich trotz allem über sie erbarmt, weil sie am Ende sind.
3. Sie trotzdem gegen ihre Feinde beschützt.

Wenn Du dann noch in Betracht ziehst, wieviele Jahre Gott ihnen Chance auf Chance eingeräumt hat (Mache Dir die Mühe, das mal zu lesen, wie oft sie immer wieder gewarnt wurden, lese beispielsweise mal 5.Mose 29,15-30,20) dann wirst Du Gottes Handeln vielleicht eher verstehen. Das läuft nämlich auf das folgende hinaus:



»Ich habe euch klar und deutlich gesagt, dass Gehorsam euch Segen bringt, Ungehorsam aber Verderben. Wenn ihr und eure Nachkommen nun trotzdem die Gebote des HERRN missachtet und zur Strafe vom HERRN, eurem Gott, unter fremde Völker zerstreut werdet, kommt ihr vielleicht dort zur Besinnung,

kehrt zum HERRN, eurem Gott, zurück, werdet ihm gehorsam und befolgt mit ganzem Herzen und mit allen Kräften seine Gebote, die ich euch heute verkündet habe.
3 Dann wird der HERR, euer Gott, Erbarmen mit euch haben. Er wird alles für euch wieder zum Guten wenden und euch aus den Völkern, unter die er euch zerstreut hat, herausholen.

4 Selbst wenn er euch bis ans äußerste Ende der Welt verstoßen hat, wird er euch von dort zurückholen.... (Dtn 30,1-4)

.....Himmel und Erde sind meine Zeugen: Ich habe euch heute Segen und Fluch, Leben und Tod vor Augen gestellt. Wählt das Leben, damit ihr am Leben bleibt, ihr und eure Nachkommen! (Dtn 30,19)



Kommt Dir das nicht bekannt vor? Diese Aussagen finden sich immer wieder, darauf läuft es immer wieder hinaus. Siehe mein obiger Text
#158, davon ein kleiner Auszug:


Aber der HERR, der mächtige Gott, sagt: So gewiss ich lebe, mir macht es keine Freude, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss. Nein, ich freue mich, wenn er seinen falschen Weg aufgibt und am Leben bleibt. Darum kehrt um, kehrt schleunigst um! Warum wollt ihr in euer Verderben laufen, ihr Leute von Israel?'
Hesekiel (Ezechiel) 33,11


Auch bei den Feinden Israels handelte er nach dem selben Prinzip. Sie wurden nur vertrieben, weil sie trotz reichlicher Warnungen immer wieder Greueltaten verübt hatten. Im folgenden ein Auszug aus einem anderen Text von mir:


Viele Völker -gerade auch hochzivilisierte, hochentwickelte!!- sind in der Geschichte vollkommen eliminiert worden. Ich denke da an Babylonien, Assyrien, die Philister, die Inka´s und Maya´s etc. etc.
Bestimmt haben einzelne von ihnen überlebt und sich mit anderen Völkern vermischt. Aber die Völker sind untergegangen. Auffällig oft.
In der Bibel steht übrigens weshalb. Wegen ihrer "Gräueltaten". So steht es dort unter anderem. Damit sind gemeint:
Menschenopfer (Maya & Inka, nicht nur sie!), Folterungen wie etwa Häutungen bei lebendigem Leib oder Pfählen (Assyrer), Anbetungen von Göttern und Dämonen, Zauberei, Magische Riten und Kulte, Verachtung Gottes, Sexuelle Verirrungen und Sexkulte, Hochmut, etc. etc.
Alles Dinge, von denen Gott ganz klar gesagt hat, daß er sie hasst. Er hat zu den Israeliten gesagt:

"Wenn ihr in das Land kommt, das der HERR, euer Gott, euch geben wird, dann hütet euch, die abscheulichen Bräuche seiner Bewohner zu übernehmen.
10 Keiner von euch darf seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer auf dem Altar verbrennen. Ihr dürft keine Wahrsager und Wahrsagerinnen unter euch dulden, niemand, der aus irgendwelchen Zeichen oder mit irgendwelchen Praktiken die Zukunft voraussagt,
11 auch niemand, der Zauberformeln benutzt und damit Geister beschwört oder Tote befragt.
12 Wer so etwas tut, ist dem HERRN zuwider. Genau wegen dieser Dinge vertreibt der HERR die Bewohner des Landes vor euch.
13 Der HERR ist euer Gott; ihm sollt ihr ganz und ungeteilt gehören."
5.Mose 18,9-13

Das ist nur ein Beispiel. Siehe dazu auch: Hesekiel 22,3-5; 36,18; Jeremia 16,18; 3.Mose 18,24-28; 2.Chronik 28,1-8 etc.
Also nicht aus Ungerechtigkeit, oder weil Gott parteiisch wäre, sondern wegen ihrer Taten.

Wie ich letztens in einer Sendung über Mayas oder Inkas hörte, geschah die Vernichtung dort vermutlich durch Dauertrockenheit und anschließenden Monsunartigen Dauerregen.
Auffällig ist: Gerade um die "Regengötter" zu beschwichtigen hatten sie aber Menschen geopfert.
Anschließend waren ihre Gebäude und Hochkultur zerstört und sie erledigten den Rest dann selbst: Durch Bürgerkrieg. Das war´s dann.
Trotzdem bleiben (wahrscheinlich immer) einige am Leben, da auch nicht alle Menschen gleich sind. Obwohl zu diesen Völkern nichts konkret in der Bibel steht und ich die Sache deshalb auch nicht konkret beurteilen kann, sind die Parallelen zu den Beschreibungen in der Bibel auffällig.

Gott geht es dort auch nicht nur um die Vernichtung wegen ihrer Vergehen an sich, denn sterben müssen wir alle und im Folgenden müssen wir Rechenschaft ablegen.
Es geht ihm darum, daß solche Gräueltaten, -je ausgiebiger sie praktiziert werden- auch andere Menschen (speziell sein Volk Israel) zu ähnlichen Taten verführen. Deshalb diese Handlungen. Gott läßt sie lange gewähren, doch irgendwann ist das Maß voll.

Ist ein Vater glaubhaft, der sein Kind immer wieder ermahnt, ihm Strafe androht und niemals handelt? Wäre dem Kind damit gedient?
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß damit weder dem Vater noch dem Kind gedient ist und daß das Kind dem Vater irgendwann auf der Nase herumtanzt. Der Vater würde schlicht nicht mehr ernstgenommen.

Gott handelt genauso. Er ermahnt immer wieder, aber irgendwann handelt er. Er muß irgendwann handeln.
Was er aber tut, dient dazu, uns zurückzuführen zu ihm oder überhaupt erst zu ihm hinzuführen, weil wir uns z.B. vorher gar nicht mit ungeteiltem Herzen an ihn gehalten haben, weil wir ihm nur einen Teil unseres Lebens gegeben haben.
Dieses Zurückführen oder Hinführen zu ihm kann irgendwann nur noch über harte Strafe erreicht werden. Wenn es uns gutgeht und wir unser Leben selbst wunderbar managen können, werden wir ihn kaum ernstnehmen.


Soweit erst einmal. Auf Deine weiteren Fragen komme ich später zurück.
Alles Gute!

Gruß Sailor

http://www.diebibel.de

Geändert von sailor (18.11.2006 um 02:05 Uhr).
 
 
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Globi
Alt 18.11.2006, 09:04   #163
Daumen runter

Zitat von sailor
@heya

http://www.diebibel.de Wenn Du in der Bibel liest, fange am besten mit dem Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium) an.

Ich habe Dir deshalb keinen Gottesdienst empfohlen, weil es heutzutage sehr schwierig ist, echte Christen zu finden. Man kann also nicht einfach in die Kirche vor Ort gehen und fertig.
Gottesdienst ist für Gott Dein ganzes Leben. Wenn Du tatsächlich erkennst, wer Jesus Christus ist, wirst Du auch Gott erkennen. Und dann wirst Du dich auch wirklich verändern, wenn auch Stück für Stück.
Genau das ist es, was Gott will. Er will, daß wir uns zum Guten verändern, damit wir zu ihm kommen können.
Hallo? Mir hat man beigebracht ein Buch vom Anfang bis zum Schluss durchzulesen! Also bitte wenn man schon die Bibel anfängt zu lesen dann bitte von Genesis an.


Zu dem lege ich dir in Sachen Bibelübersetzungen die Einheitsübersetzung ans Herz. Wenn du im englischen gute Kenntnisse hast, ist natürlich die King Jame's Version das nonplus Ultra.
http://scriptures.lds.org/en/ot/contents

Zu dem ist es relativ einfach Christen zu erkennen und nicht wie du meinst. Es scheint mir, dass das Evangelium einer der Kompliziertesten Sache der Welt ist! HA! Falsch! Das Evangelium, die Wahrheit oder wie du sie immer nennen willst, ist für jeden gut und einfach zu verstehen. Egal ob der nun ein Studium absolviert hat, oder Augenoptiker ( wie ich ) gelernt hat. Wenn dem nicht so wäre, würde Gott Ungerecht entscheiden und er kann gar nicht ungerecht sein weill er sonst net Perfetk wäre, was wir alle von einem Gott erwarten.
 
 
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sailor
Alt 18.11.2006, 18:33   #164
Standard

@Globi

Wie Du sicher weißt, ist die Bibel kein Buch wie etwa ein Roman, sondern besteht aus verschiedenen Schriften, die zu einem Buch zusammengefaßt sind.
Deshalb ist es durchaus sinnvoll, mit dem Johannesevangelium anzufangen.
Der Grund ist übrigens auch, daß Jesus Christus als von Gott gesandter Retter der Mittelpunkt ist, um den sich alles dreht.
Durch ihn wird Gottes Rettung an uns wirksam und durch ihn können wir auch am besten erkennen, wie Gott wirklich ist. Meiner Meinung nach am allerbesten im Johannesevangelium.
Die alten Propheten sprachen bereits von Jesus Christus, bis es sich endlich erfüllte. Er kam zum Volk Israel, um durch und ausgehend von diesem Volk die Botschaft von Gottes Angebot zur Rettung in der ganzen Welt zu verbreiten. Genau das findet statt.

Ich habe nichts gegen Genesis und die anderen Mosebücher und sonstiges aus dem alten Testament, im Gegenteil. Trotzdem: Gott werden wir am leichtesten durch seinen Sohn Jesus Christus und seine Worte nahekommen. Danach sollte man dann auch das alte Testament lesen bzw. schon zwischendurch bei Verweisen auf Prophetien etc..

Über Übersetzungen gibt es viele Meinungen. Solange sie übereinstimmende Schriften enthalten, meine ich, daß alle uns Gottes Wort nahebringen und damit zu Gott und Jesus Christus führen können.
Am besten finde ich eine Übersetzung, die möglichst nahe am Grundtext, dabei aber trotzdem noch gut verständlich ist. Ich kenne da zum Beispiel die Revidierte Elberfelder Bibel. Gut finde ich auch die revidierte Gute Nachricht -Übersetzung, die gut und aktuell übersetzt ist. Weil sie für die gute Verständlichkeit/Lesbarkeit etwas freier übersetzt wurde, ist es in manchen Detailfragen dann zweckmäßig, eine andere Übersetzung zur Hand zu haben, wo man noch exakter nachlesen kann. Umgekehrt genauso. Eine etwas freiere und eine sehr genaue Übersetzung ergänzen sich sehr gut, wie ich finde. Gegen die Einheitsübersetzung habe ich auch nichts.

Ich meine übrigens nicht, daß das Evangelium oder sonstiges aus der Bibel kompliziert wäre. Woraus hast Du das geschlossen? Im Gegenteil! Ich meine -und das habe ich an anderer Stelle auch geschrieben- daß wir für das Verständnis keine Pastoren und -wie Du auch schreibst- besondere Vorbildung brauchen. Das einzige was wir benötigen ist eine Bibel und das ernsthafte Bemühen, sie zu verstehen. Wenn wir mit ganzem Herzen bei der Sache sind und ihn darum bitten, wird Gott uns das Verständnis geben.
Es ist wie Du sagst: Gott ist gerecht. Es wäre ja der grösste Unsinn, sein Wort so zu verschlüsseln oder zu verkomplizieren, daß nur Studierte es verstehen. Das wäre wohl kaum in Gottes Sinn. Ganz sicher nicht.

Was das erkennen von Christen betrifft, so halte ich es teilweise, aber nicht immer für einfach. Das erkennen von falschen Lehren (also auch Predigten, Schriften etc.) setzt aber fast immer die gute Kenntnis von Gottes Wort voraus. Ohne das läuft man sehr leicht Gefahr, irgendwelchen Irrlehren aufzusitzen. Das kann ich aus eigener Erfahrung von meiner bisherigen (zukünftig ehemaligen) Kirche sagen. Dort wissen auch viele Menschen nicht so genau, was in der Bibel steht und vertrauen den Pastoren. Bei mir war es auch so. Das hat sich sehr gebessert, seitdem ich regelmäßig darin lese.
Abgesehen davon, daß es nach Gottes Wort überhaupt nicht korrekt ist, einfach mal so eben in eine Gemeinde einzutreten (ich meine unwissend und ungetauft) könnte ich das auch nicht empfehlen: Eben weil man möglicherweise noch nicht ausreichend beurteilen kann, was dort erzählt wird.

Von den Grosskirchen (ich meine hier die sogen. "Grossen Reformatoren" Luther, Calvin und Zwingli und die katholische Kirche) sollte man sich aber aus den von mir erwähnten Gründen generell fernhalten.
Das Bild von den "grossen Reformatoren" und ihre Realität....Luther u.a.
Es gibt dort falsche Lehren.
Man sollte aber den Kontakt zu Christen suchen, von denen man den Eindruck hat, daß sie sich von ganzem Herzen an das Wort Gottes halten. Man wird es an ihrem Verhalten, an ihrer Liebe zu den Mitmenschen erkennen. Vielleicht findet man auf diesem Weg eine Gemeinschaft von echten Christen. Und wenn es nur zwei oder drei sind. (Matth 18,20)
http://www.diebibel.de

Geändert von sailor (18.11.2006 um 21:03 Uhr).
 
 
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Berz
Alt 18.11.2006, 22:41   #165
Standard

ich glaube nicht an Gott, aber ich glaube an den Glauben. Gott ist sicherlich kein alter Mann