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Was denkt ihr über Gott und den christlichen Glauben?

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reyals
Alt 26.06.2006, 13:38   #76
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...letztere Frage ist echt gut, Janshi..
 
 
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Dreamer
Alt 27.06.2006, 13:05   #77
Standard

..Es kann schon sein, dass sie sich decken, wenn du mit decken meinst, dass es zusammengehört. Oder meinst du damit, dass es das gleiche ist, nur weitergeführt?
Das mit dem verstehen ist eine gute frage...es kommt halt auch immer darauf an wie man begreifen definiert. Ich verstehe darunter, dass man etwas begreift, wenn man sachlich darüber nachdenkt und es irgendwo in seinem kopf in eine bestimmte schublade abspeichern kann. Das ist so eine verstandessache, verstehen hat auch was mit fühlen zu tun. Besser kann ichs irgendwie nicht erklären...=)
Vielleicht fällt dir ja noch was ein...?
 
 
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Janshi
Alt 27.06.2006, 13:19   #78
Standard

Zitat von Dreamer
..Es kann schon sein, dass sie sich decken, wenn du mit decken meinst, dass es zusammengehört. Oder meinst du damit, dass es das gleiche ist, nur weitergeführt?
Such es dir aus , ich wollte eigentlich nur anmerken dass wir nicht wissen können ob die von uns wahrgenommene Realität die einzige ist oder ob sie ein Teil einer anderen ist.


Das mit dem verstehen ist eine gute frage...es kommt halt auch immer darauf an wie man begreifen definiert. Ich verstehe darunter, dass man etwas begreift, wenn man sachlich darüber nachdenkt und es irgendwo in seinem kopf in eine bestimmte schublade abspeichern kann.
Können wir denn wirklich "sachlich" über etwas nachdenken? Meiner Ansicht nach ist alles was wir wahrnehmen subjektiver Natur, foglich basiert jegliche wissenschaftliche Erkenntnis auf empirischer sprich subjektiver Wahrnehmun bzw. Beobachtungen. Etwas das außerhalb unserer Realität liegt, können wir folglich nicht wahrnehmen noch erkennen.

Das ist so eine verstandessache, verstehen hat auch was mit fühlen zu tun.
Naja ich war lediglich verwirrt von deiner Begriffswahl, da für mich "begreifen" und "verstehen" prinzipiell das Gleiche ist.

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 27.06.2006, 13:52   #79
Standard

Natürlich können wir eigentlich gar nicht wissen, ob es nicht doch nur dieses eine kurze Leben gibt und wir danach wieder zu Nichts werden, aber wenn man mal darüber nachdenkt, über unser vermögen etwas nachzufühlen als ob wir es selbst erlebt haben ohne das wir es erlebt haben oder über die vielfalt unserer glaubensarten, Weißheiten und unrealistishe fähigkeiten dann fällt es doch schon schwer zu glauben, dass alles sei nur willkürlicher zufall.
Ganz sachlich über etwas nachdenken können wir wahrscheinlich nicht, da hast du recht, ich mein damit auch eher, dass wir mit dem über etwas nachdenken, was wir als unsere "Vernunft" verstehen und wir glauben, wir könnten anhand von kleinen bewiesenen tatsachen und lächerlich kleinen erfahrungen die wahrheit herleiten.

Du sagst, dass wir außerhalb unserer realität nicht wahrnehmen und erkennen. Das ist zwar logisch hergeleitet, aber... Wir können da vielleicht weder etwas beweisen noch erklären, aber wir können es wahrnehmen.
Realität ist nur das, was wir bis jetzt schon erklären und erkennen konnten und wir bis jetzt als "Wirklichkeit" anerkennen. Aber es wäre doch dumm zu glauben, dass das was wir bis jetzt erkannt haben schon alles wäre...Dann müssten wir ja allwissend sein und das sind wir bestimmt nicht...=)
 
 
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Janshi
Alt 27.06.2006, 22:13   #80
Standard

Zitat von Dreamer
aber wenn man mal darüber nachdenkt, über unser vermögen etwas nachzufühlen als ob wir es selbst erlebt haben ohne das wir es erlebt haben oder über die vielfalt unserer glaubensarten, Weißheiten und unrealistishe fähigkeiten dann fällt es doch schon schwer zu glauben, dass alles sei nur willkürlicher zufall.
Das liegt nun mal daran dass wir Menschen begrenzt sind , mir ist bewußt dass es schwer fällt "etwas" zu für möglich zu halten, das unser Gehirn komplett ausschließt, aber wir können es nun mal nicht mit 100% Gewißheit sagen.

Du sagst, dass wir außerhalb unserer realität nicht wahrnehmen und erkennen. Das ist zwar logisch hergeleitet, aber... Wir können da vielleicht weder etwas beweisen noch erklären, aber wir können es wahrnehmen.
Realität ist nur das, was wir bis jetzt schon erklären und erkennen konnten und wir bis jetzt als "Wirklichkeit" anerkennen. Aber es wäre doch dumm zu glauben, dass das was wir bis jetzt erkannt haben schon alles wäre...Dann müssten wir ja allwissend sein und das sind wir bestimmt nicht...=)
Ich halte den Menschen nicht für unbegrenzt lernfähig, Grenzen sind uns auferlegt, allein die Tatsache dass wir alles durch unsere "kausale" Brille wahrnehmen.

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 27.06.2006, 22:22   #81
Standard

...dann sollten wir wohl mal versuchen, die Brille abzunehmen... nagut, ich glaube nicht, das wir das so einfach hinkriegen,aber wir könnten wenigstens mal versuchen oben drüber zu schielen.
Unbegrenzt "lernfähig" sind wir vielleicht nicht, aber vielleicht sind wir irgendwann in der lage,mit unserem gelernten durch blickwinkel alles zu durchschauen. ---( das klingt ein bissle nach überdrehtem sciene-fiction, aber wer weiß...? )
 
 
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Janshi
Alt 27.06.2006, 22:28   #82
Standard

Zitat von Dreamer
...dann sollten wir wohl mal versuchen, die Brille abzunehmen... nagut, ich glaube nicht, das wir das so einfach hinkriegen,aber wir könnten wenigstens mal versuchen oben drüber zu schielen.
Wenn wir mal in der Lage sind etwas was uns total "unlogisch" vorkommt, als "logisch" akzeptieren zu können okay
Dann können wir gleich mal damit anfangen und sagen dass das Universum vlt. einen Anfang mal hatte, aber keine Ende mehr.

Unbegrenzt "lernfähig" sind wir vielleicht nicht, aber vielleicht sind wir irgendwann in der lage,mit unserem gelernten durch blickwinkel alles zu durchschauen. ---( das klingt ein bissle nach überdrehtem sciene-fiction, aber wer weiß...? )
Das impliziert doch indirekt unbegrenzte "Lernfähigkeit"

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 27.06.2006, 22:42   #83
Standard

..Es müsste dann einfach so sein, dass Wahrheit nichts mehr mit Logik zu tun hat (das wir es einfach nicht mehr so sehen).
Übrigens:
Denkst du, dass das universum einmal einen Anfang hatte?
Und denkst du, es hat auch mal ein Ende?
...Und glaubst du, dass wir je mal in der Lage sein werden, unsere Grenzen zu überwinden?

Einfach mal so gefragt...=)
 
 
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Janshi
Alt 28.06.2006, 13:43   #84
Standard

Zitat von Dreamer
..Es müsste dann einfach so sein, dass Wahrheit nichts mehr mit Logik zu tun hat (das wir es einfach nicht mehr so sehen).
Wie dann? (also sprich wie sollen wir dann die Realität sehen wenn nicht unter "logischen" Blickwinkeln)


Denkst du, dass das universum einmal einen Anfang hatte?
Ich stehe auf der Seite der Naturwissenschaft und sage daher ja

Und denkst du, es hat auch mal ein Ende?
Diese Frage kann ich nicht beantworten, dazu weiß ich als Mensch zu wenig um mir ein Bild zu machen von dem ich auch überzeugt wäre.

...Und glaubst du, dass wir je mal in der Lage sein werden, unsere Grenzen zu überwinden?
Nein, denn wenn wir uns mit Atombomben in kleinste Stücke gepustet haben, können wir folglich auch nicht mehr unsere vermeintlichen Grenzen überwinden

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 17:07   #85
Standard

...So wie du meinen ersten Satz inerpretiert hast, scheint es, als würdest du die wahrheit als realität sehen...stimmt das?
Ich meine damit, wir sollen DAS LEBEN (oder die Welt, wie dus nennen willst) nicht nur aus logischem Blickwinkel betrachten --- auch, klar, damit wir uns orientieren können, aber die wahrheit liegt eben ganz woanders...vielleicht im gesamten. Und das Gesamte sollten wir eben sehen, durch fühlen, verstehen und richtig hinschauen, nicht einfach nur durch logisch abwägen...
Wenn du mal logisch abwägen würdest, wie hoch die chancen sind, das dir etwas schlimmes passiert, wenn du aus dem Haus gehst, dann würdest du nur noch zuhause bleiben. Wenn du logisch abwägen würdest, ob es dir mehr gutes oder mehr schlechtes bringt, eine beziehung zu jemandem einzugehen, dann würdest du dir nie mehr erlauben etwas zu fühlen. Aber du tust es.
Weil das kleine bisschen Gute für dich dann mehr wiegt, als all das Schlechte. Und das ist es ja.
Und es ist nicht logisch,oder?
 
 
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Ford Prefect
Alt 28.06.2006, 17:48   #86
Standard

Zitat von Dreamer
...So wie du meinen ersten Satz inerpretiert hast, scheint es, als würdest du die wahrheit als realität sehen...stimmt das?
Was ist schon "Wahrheit"? Aus deiner Sicht wohl das Wissen um den genauen Funktionsnexus des Universums. Aber ich frage mich manchmal: Gibt es überhaupt eine solche Wahrheit? Kann es nicht sein, dass die Welt keine absolute Funktion hat, sondern grundsätzlich für jeden Menschen etwas anders funktioniert? Die Wahrheit, die wir finden wollen, ist deshalb nur ein Konsens aus diesen Differenzen, und wie wir wissen, geht bei einem Konsens der größte Teil verloren. Was wiederum bedeutet, dass jeder die Wahrheit für sich selbst finden muss. (42 )

Ich meine damit, wir sollen DAS LEBEN (oder die Welt, wie dus nennen willst) nicht nur aus logischem Blickwinkel betrachten --- auch, klar, damit wir uns orientieren können, aber die wahrheit liegt eben ganz woanders...vielleicht im gesamten. Und das Gesamte sollten wir eben sehen, durch fühlen, verstehen und richtig hinschauen, nicht einfach nur durch logisch abwägen...
Warum, wenn ich mal so blöd fragen darf, sollen wir eigentlich nach dieser "Wahrheit" suchen? Ich meine, was bringts uns? Indem wir alle das "Ganze" durchschauen können, wird das Leben doch letztendlich langweilig, oder?

Wenn du mal logisch abwägen würdest, wie hoch die chancen sind, das dir etwas schlimmes passiert, wenn du aus dem Haus gehst, dann würdest du nur noch zuhause bleiben.
85% Prozent aller Unfälle passieren im Haushalt. Hieß es jedenfalls in diesem Film "Pagemaster".

Wenn du logisch abwägen würdest, ob es dir mehr gutes oder mehr schlechtes bringt, eine beziehung zu jemandem einzugehen, dann würdest du dir nie mehr erlauben etwas zu fühlen. Aber du tust es.
Weil das kleine bisschen Gute für dich dann mehr wiegt, als all das Schlechte. Und das ist es ja.
Und es ist nicht logisch,oder?
Stimmt, wir handeln nach Gefühl. Aber hattest du jemals das Gefühl, die "Wahrheit" finden zu müssen? Wenn du ehrlich bist: Ist das nicht ein rein logischer Gedanke? Und wenn ja, warum solltest du ihm folgen?
 
 
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Janshi
Alt 28.06.2006, 18:10   #87
Standard

Zitat von Dreamer
...So wie du meinen ersten Satz inerpretiert hast, scheint es, als würdest du die wahrheit als realität sehen...stimmt das?
Ich dachte du meintest mit "Wahrheit" "Realität".

Ich meine damit, wir sollen DAS LEBEN (oder die Welt, wie dus nennen willst) nicht nur aus logischem Blickwinkel betrachten --- auch, klar, damit wir uns orientieren können, aber die wahrheit liegt eben ganz woanders...vielleicht im gesamten.Und das Gesamte sollten wir eben sehen, durch fühlen, verstehen und richtig hinschauen, nicht einfach nur durch logisch abwägen...
Gut, aber das ändert prinzipiell an dem Problem nichts. Betrachtet man das Leben respektive die Welt aus einer "menschlichen" Sicht, in der eben auch Dinge wie Logik, Gefühle etc., so kann es immer noch sein, dass man die "Realität" nicht oder nur unvollständig wahrnimmt.
Fühlen ist genauso anzweifelbar wie logisches Nachdenken, auch alles zusammengenommen muss nicht zur absoluten Erkenntnis führen, wenn diese überhaupt existiert.


Desweiteren, wie definierst du "richtig"? Woher maßt sich der Mensch überhaupt an etwas "richtig" wahrzunehmen?

Wenn du mal logisch abwägen würdest, wie hoch die chancen sind, das dir etwas schlimmes passiert, wenn du aus dem Haus gehst, dann würdest du nur noch zuhause bleiben. Wenn du logisch abwägen würdest, ob es dir mehr gutes oder mehr schlechtes bringt, eine beziehung zu jemandem einzugehen, dann würdest du dir nie mehr erlauben etwas zu fühlen. Aber du tust es.
Ich bezog die Logik ja auch eher mehr auf naturwissenschaftliche Belange, aber insofern hast du natürlich Recht, ändert aber trotzdem nichts für meine Argumentation

Weil das kleine bisschen Gute für dich dann mehr wiegt, als all das Schlechte. Und das ist es ja.
"Gutes" und "Schlechtes" existieren meiner Ansicht nach sowieso nicht, das sind rein menschliche Definitionen. Allein deshalb, weil wir mit so einem eingeschränkten Weltbild an die Welt und an das Leben herangehen, können wir die Realität meines Erachtens nach nicht vollständig wahrnehmen.

so far,
Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 18:18   #88
Standard

...Wenn jeder seine Wahrheit findet, ist das nicht dann im Prinzip am ende die gleiche Wahrheit? Oder alles ein Teil einer wahrheit?...Natürlich ist das einfach nur eine Frage, die man sich stellt, und vielleicht, wie du meinst, gibt es gar keine wahrheit...Aber dann müsstest du sich fragen, nach was du überhaupt hier suchst...Nur nach einem angenehmen Leben?
Ich persönlich such nicht nach der wahrheit oder so...aber sonst nach mehr. -- Du hast Recht, es gibt keine absolute Funktion im Leben, aber viellleicht eine verbindung der einzelnen. Was meinst du?
Zu den unfällen: Nagut, dann sollte man halt gleich im BETT bleiben...(ich hoff, dass dir jetzt kein Film einfällt bei dem Unfälle im Bett passieren- jedenfalls keine tödlichen...=) )
Ob das wohl ein logischer gedanke ist, diese Hintergründe suchen zu müssen, ist echt ein interessanter Gedanke... Man könnte behaupten, es wäre nur ein logischer Schluss aus verschiedenen, scheinbar hingestreuten Ereignissen, dass es einen grund geben muss. Aber ich glaube nicht, dass wir deswegen Träume haben und immer noch weitersuchen, weil alles Glück nur von kurzer dauer scheint und dich nicht ausfüllt... Was könnte also sonst der Grund sein???
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 18:19   #89
Standard

Janshi, warte, deine Antwort kommt gleich...
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 18:51   #90
Standard

@Janshi: Nicht alles, was Wahrheit ist, istt ja Realität...Das kommt da eben immer darauf an, was man unter Wahrheit versteht. Mal ne schwre Frage: Was verstehst du denn darunter?
Natürlich kann man die Realität niemals ganz in ihren Höhen und Tiefen wahrnehmen, man kann nicht alles erfahren. Aber daraus kann man ja nicht die erkenntniss insgesamt gewinnen -- wenn sie, wie du gesagt hast, existiert. Man soll ja nicht dem logischen abschwören und auf seine gefühle hören - wo kämen wir da denn hin. Man ´kann auch nicht beides verbinden und erwarten, plötzlich alles zu wissen und zu verstehen -- vielleicht sind denken und fühlen ja nur eher Hilfsmittel...
Wie ich "richtig" definiere ist echt eine schwere Frage...Richtig ist es eigentlich dann, wenn etwas gerade völlig deinem Wesen entspricht und du es als "genau richtig" empfindest - und zwar dann, wenn du es wirklich von allen seiten beleuchtet hast.
Unsere einteilung in "richtig" und "falsch" sind auch eher Hilfsmittel für uns Menschen, um unserem Leben eine Struktur von zwei seiten zu geben: Die richtige ist "gut", und die falsche ist "schlecht" - so wie du auch über gut und böse gesagt hast. Menschen machen es sich so einfach, sie sagen sich: Ich brauche also nur das Richtige zu tun, dann bin ich ein guter Mensch. Das es nicht "Das große Richtige" ist und das man das nicht festlegen kann, lassen wir menschen lieber weg. Jaja, wir sind schon noch beschränkt...=) Genau wie sich die Kirche auch anmaßte (oder anmaßt) zu urteilen können, was richtig ist, nur anhand eines uralten Schriftstückes, das nur unvollständig und teilweise falsch überliefert wurde- und das wir Menschen schon mal gar nicht richtig zu deuten wissen.
Du hast recht, der mensch kann sich das nicht anmaßen...
Ich hab das mit dem Guten und schlechten vorhin auch übertragen gemeint, übersetzt in etwa: Was wir als gut und angenehm empfinden, und was wir als unangenehm und schlecht empfinden.
Und zu der Logik: Es gibt ja mehr als naturwissenschaftliche Belange, die die Welt in einzelteile zerlegt um sie zu untersuchen... =)
 
 
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Janshi
Alt 28.06.2006, 19:00   #91
Standard

Zitat von Dreamer
@Janshi: Nicht alles, was Wahrheit ist, istt ja Realität...Das kommt da eben immer darauf an, was man unter Wahrheit versteht. Mal ne schwre Frage: Was verstehst du denn darunter?
Für mich deckt sich "Wahrheit" mit "Realität". Als "Wahrheit" bezeichne ich die Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit respektive Realität.

Natürlich kann man die Realität niemals ganz in ihren Höhen und Tiefen wahrnehmen, man kann nicht alles erfahren. Aber daraus kann man ja nicht die erkenntniss insgesamt gewinnen -- wenn sie, wie du gesagt hast, existiert.
Sorry aber könntest du vlt. nochmal kurz erklären was du mit diesem Abschnitt meinst?

Man soll ja nicht dem logischen abschwören und auf seine gefühle hören - wo kämen wir da denn hin. Man ´kann auch nicht beides verbinden und erwarten, plötzlich alles zu wissen und zu verstehen -- vielleicht sind denken und fühlen ja nur eher Hilfsmittel...
Natürlich du hast Recht, aber was ist wenn die Hilfsmittel von vornherein die "Realität" falsch widergeben, beschreiben etc.? Dann ist der Versuch die "Realität" zu ergründen bereits im Ansatz erstickt, das ist es eigentlich worauf ich hinaus will.

Wie ich "richtig" definiere ist echt eine schwere Frage...Richtig ist es eigentlich dann, wenn etwas gerade völlig deinem Wesen entspricht und du es als "genau richtig" empfindest - und zwar dann, wenn du es wirklich von allen seiten beleuchtet hast.
Also ein Objekt so zu beschreiben wie es ist? Jetzt nimm mal an die Mittel mit dennen du das Objekt beschreibst, spiegeln das Objekt nicht so wie es ist, was machst du nun?

Jaja, wir sind schon noch beschränkt...=)
Vollste Zustimmung

Was wir als gut und angenehm empfinden, und was wir als unangenehm und schlecht empfinden.
Wenn wir das festhalten, dann kämen wir ja auch irgendwann wieder zu dem Punkt dass das "gut" und "böse" Empfinden eines Menschen sich dummerweise nicht mit dennen seiner Mitmenschen decken muss...

Und zu der Logik: Es gibt ja mehr als naturwissenschaftliche Belange, die die Welt in einzelteile zerlegt um sie zu untersuchen... =)
Natuwissenschaft ist jedoch die Diziplin die sich die Dinge zu Nutze macht, die uns Menschen auszeichnen: Logik und Empirismus.
Aber sie ist nun mal nicht die Binsenwahrheit, so wie es manch Naturwissenschaftler vlt. gern hätte.

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 28.06.2006, 20:27   #92
Standard

...Das würde ja bedeuten, dass du den Tod (oder ein leben nach dem Tod, wenn es eins gibt) nicht als Wahrheit siehst, oder siehst das nach dem Tod als Realität? Was ist, wenn eine Aussage nicht in der Realität zu beweisen ist, aber trotzdem wahr ist? Einfach durch "wissen"...Ist es dann Wahrheit -- ohne bezug auf die Wirklichkeit?
Mit dem zweiten Absatz meine ich, dass wir niemals die Realität in ihrer ganzen Breite zu erfassen vermögen, weil sie einfach zu komplex ist, aber
wir sind in der lage sie trotzdem zu erfassen- auch wenn wir nur einen teil kennen. doch ich zweifle daran, dass wir dadurch die "erkenntniss" erlangen, wenn es eine gibt...
Ich glaube nicht, dass die Hilfsmittel falsch sein können, denn selbst "falsche" gedanken und Gefühle lassen uns ja gerade diese Erfahrungen machen die uns weiterbringen. Je mehr fehler man macht, desto mehr dringt man ja auch in die Realität ein und kann sie ergründen...Wer von anfang an etwas "richtig" macht, macht es unwissend, und hat dadurch nichts gelernt. man muss es schon "bewusst" machen.
-- Du willst darauf hinaus, den Begriff Realität zu ergründen?

Das ist ja das Problem, das deine "Mittel" das Objekt (oder was auch immer) falsch wiederspiegeln können, deshalb muss man versuchen, selbst der spiegel zu sein.
Ich glaube, der unterschied zwischen "richtig" und "Wahrheit" ist, dass man das "richtige" immer subjektiv definieren muss, in sich selber schlüpfen muss, denn es gilt nur, was für dich richtig ist -- es gibt in dem fall keinen Überbegriff. Die Wahrheit hingegen siehst du nur, wenn du völlig aus deinem subjektiven blickwinkel herauskommst und die wahrheit irgendwo siehst, wo sie nichts mehr mit dir zu tuh hat...Oder was meinst du so?
 
 
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Janshi
Alt 29.06.2006, 11:55   #93
Standard

Zitat von Dreamer
...Das würde ja bedeuten, dass du den Tod (oder ein leben nach dem Tod, wenn es eins gibt) nicht als Wahrheit siehst, oder siehst das nach dem Tod als Realität?
Was verstehst du unter "Tod"?

Was ist, wenn eine Aussage nicht in der Realität zu beweisen ist, aber trotzdem wahr ist? Einfach durch "wissen"...Ist es dann Wahrheit -- ohne bezug auf die Wirklichkeit?
Eine Aussage von der nicht bewießen werden kann dass sie die "Wirklichkeit/Realität" widergibt, kann man nicht einfach als "wahr" bezogen auf die "Realität" bezeichnen. Es wäre möglich dass sie tatsächtlich "wahr" ist, aber du hast keine Möglichkeiten zu überprüfen ob sie auch "wahr" ist.
Du kannst sagen sie ist für dich "wahr".


Mit dem zweiten Absatz meine ich, dass wir niemals die Realität in ihrer ganzen Breite zu erfassen vermögen, weil sie einfach zu komplex ist, aber
wir sind in der lage sie trotzdem zu erfassen- auch wenn wir nur einen teil kennen. doch ich zweifle daran, dass wir dadurch die "erkenntniss" erlangen, wenn es eine gibt...
Vollste Zustimmung

Ich glaube nicht, dass die Hilfsmittel falsch sein können, denn selbst "falsche" gedanken und Gefühle lassen uns ja gerade diese Erfahrungen machen die uns weiterbringen.
Wenn die Hilfsmittel die Realität nicht so beschreiben wie sie ist, dann kannst du unmöglich die Realität erkennen.

Je mehr fehler man macht, desto mehr dringt man ja auch in die Realität ein und kann sie ergründen...
Warum?

Wenn alle deine Hilfsmittel die Realität nicht so widerspiegeln können wie sie auch tatsächtlich ist, dann kannst du noch soviel dazu lernen, aber du hast einfach nicht die nötigen Vorrausetzungen die Realität zu bestimmen.

Das ist ja das Problem, das deine "Mittel" das Objekt (oder was auch immer) falsch wiederspiegeln können, deshalb muss man versuchen, selbst der spiegel zu sein.
Verstehe ich nicht , nur durch unsere Hilfsmittel, die ein Teil von uns sind, können wir versuchen die Realität zu ergründen.


Ich glaube, der unterschied zwischen "richtig" und "Wahrheit" ist, dass man das "richtige" immer subjektiv definieren muss, in sich selber schlüpfen muss, denn es gilt nur, was für dich richtig ist -- es gibt in dem fall keinen Überbegriff. Die Wahrheit hingegen siehst du nur, wenn du völlig aus deinem subjektiven blickwinkel herauskommst und die wahrheit irgendwo siehst, wo sie nichts mehr mit dir zu tuh hat...Oder was meinst du so?
Wie tritt man aus seinem subjektiven Blickwinkel hinaus?

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 13:32   #94
Standard

..Mit "Tod" hab ich in dem Zusammenhang einfach "sterben" gemeint...Tod ist einfach das verlassen deines Körpers, ohne dahin zurückkehren zu können, wo du mal warst...Also, siehst du jetzt nur alles in der realität als Wahrheit?
Ja, aber wenn ich nur für mich erkannt habe, dass etwas wahr ist, ist es dann nur meine Wahrheit, nur weil niemand anderes sie erkannt hat?
Du meinst also, dass man nur mit den richtigen Hilfsmitteln die realität ergründen kann...aber eine realität, die man mit dem wiederspiegelt, was man ist, kann doch nicht falsch sein, jedenfalls für dich in der situation überhaupt nicht -- dann ist es genau das richtige. Für andere mag sie vielleicht falsch erkannt erscheinen, weil sie selber irgendwo ganz anders stehen und somit auch ganz anders sehen. Wenn du nun aber wirklich die Realität ergründen willst wie sie ist und nicht, wie du sie siehst...
Aber wie tritt man aus diesem subjektiven Blickwinkel heraus? Das hast du ja auch gefragt... Mir passiert das manchmal, wenn ich so irre Träume habe...ich vergesse dann meinen bezug únd sehe etwas nicht mehr von mir aus...ist das dir auch schonmal passiert? Aber ob man das wirklich bewusst kann, ich weiß nicht...nicht so, wie wir beschränkt sind...(schon wieder =) ) Was sagst du eigentlich zum Tod? Das Ende? Oder was neues?

@ Ford Prefect: Du hast mir übrigens ja noch gar nicht geantwortet...=(

Skinni: editieren!
 
 
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Ford Prefect
Alt 29.06.2006, 14:38   #95
Standard

Zitat von Dreamer
@ Ford Prefect: Du hast mir übrigens ja noch gar nicht geantwortet...=(
Ja stimmt, bei eurer Schreibwut kommt man ja auch gar nicht mit . Ich hol das mal nach *Post von oben rauskram*

...Wenn jeder seine Wahrheit findet, ist das nicht dann im Prinzip am ende die gleiche Wahrheit? Oder alles ein Teil einer wahrheit?
Ich denke, dass sich individuelle "Wahrheiten" sogar widersprechen können und deshalb weder Teile einer größeren Wahrheit noch dieselbe Wahrheit sind. Deshalb geht beim Konsens dieser Wahrheiten der größte Teil verloren: Widersprüche müssen eliminiert werden. Und darum kann es aus meiner Sicht keine absolute Wahrheit geben.

...Natürlich ist das einfach nur eine Frage, die man sich stellt, und vielleicht, wie du meinst, gibt es gar keine wahrheit...Aber dann müsstest du sich fragen, nach was du überhaupt hier suchst...Nur nach einem angenehmen Leben?
Hört sich plausibel an. Aber damit das jetzt nicht so egoistisch rüberkommt: Ein angenehmes Leben hat man auch, wenn man anderen hilft und sie unterstützt. Wer nur auf sein eigenes Wohl aus ist, hat in der Regel kein angenehmes Leben.

Ich persönlich such nicht nach der wahrheit oder so...aber sonst nach mehr. -- Du hast Recht, es gibt keine absolute Funktion im Leben, aber viellleicht eine verbindung der einzelnen. Was meinst du?
Ich würde jedenfalls nicht soweit gehen, zu behaupten, dass die einzelnen Menschen keine - metaphysische - Verbindung zueinander haben. Ein Großteil der Menschen zumindest sucht ja auf die ein oder andere Weise nach einem angenehmen Leben. Die Verbindung zwischen einzelnen Funktionen ist der Konsens, den ich oben erwähnt habe.

Zu den unfällen: Nagut, dann sollte man halt gleich im BETT bleiben...(ich hoff, dass dir jetzt kein Film einfällt bei dem Unfälle im Bett passieren- jedenfalls keine tödlichen...=) )
Hihi, das vorherige Statement kam aus diesem einen Film, ohne dass da wirkich ein Unfall passiert ist. Ich wollte nur anmerken, dass die Information nicht 100%ig verlässlich ist.

Ob das wohl ein logischer gedanke ist, diese Hintergründe suchen zu müssen, ist echt ein interessanter Gedanke... Man könnte behaupten, es wäre nur ein logischer Schluss aus verschiedenen, scheinbar hingestreuten Ereignissen, dass es einen grund geben muss. Aber ich glaube nicht, dass wir deswegen Träume haben und immer noch weitersuchen, weil alles Glück nur von kurzer dauer scheint und dich nicht ausfüllt... Was könnte also sonst der Grund sein???
Die Frage nach dem Grund ist immer gefährlich und oft auch paradox. Wenn man fragt: "Was ist der Grund von Allem?" dann ist das aus logischer Sicht paradox, weil es außer Allem nichts weiteres gibt, und nichts im Universum kann sich selbst bezwecken. In philosophischer Hinsicht kann man durchaus sagen, dass das Universum ein Selbstzweck ist; dass es nur existiert, um zu existieren. Und genau dasselbe ist bei dem Menschen der Fall: Er existiert nur, um zu existieren. Und da der Mensch mit dem Wunsch existiert, ein angenehmes Leben zu haben, versucht er auch, diesen durchzusetzen.
Witzigerweise ist diese Argumentation nicht mal abstrus, wenn man einen "Gott" als Schöpfer annimmt: Warum "schuf" Gott die Menschen? Um sich daran zu erfreuen, um ein angenehmes Leben zu haben. Ich kenne jetzt zwar den Gottesglauben nicht so genau, aber ich nehme an, dass es schon irgendwie darauf hinaus läuft.
 
 
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Janshi
Alt 29.06.2006, 14:52   #96
Standard

Zitat von Dreamer
Also, siehst du jetzt nur alles in der realität als Wahrheit?
Sorry Dreamer vermutlich liegt es an mir aber ich hab manchmal doch etwas Schwierigkeiten zu verstehen was du meinst. Könntest du vlt. nochmal erklären was du damit meinst?

Ja, aber wenn ich nur für mich erkannt habe, dass etwas wahr ist, ist es dann nur meine Wahrheit, nur weil niemand anderes sie erkannt hat?
Das muss natürlich nicht so sein, es kann sein dass die Wahrheit die du erkannt hast, auch die tatsächtliche Wahrheit ist. Aber du hast nicht die Möglichkeiten zu beweißen dass es die tatsächtliche Wahrheit ist, das ist das Problem.


Du meinst also, dass man nur mit den richtigen Hilfsmitteln die realität ergründen kann...aber eine realität, die man mit dem wiederspiegelt, was man ist, kann doch nicht falsch sein, jedenfalls für dich in der situation überhaupt nicht -- dann ist es genau das richtige.
Wir sind ein Teil der Realität. Du kannst nich die schlussfolgerung machen nur weil du ein Teil dieser Realität bist, den Rest der Realität auch wahrheitsgemäß wahrzunehmen. Ein Brotkrümmel in der Mitte eines Brotes würde nur andere Brotkrümmel entdecken wenn er sich um 360 Grad dreht. Er sieht vlt. nicht wie das Brot als Ganzes auf einem Tisch liegt.

Aber wie tritt man aus diesem subjektiven Blickwinkel heraus? Das hast du ja auch gefragt... Mir passiert das manchmal, wenn ich so irre Träume habe...ich vergesse dann meinen bezug únd sehe etwas nicht mehr von mir aus...ist das dir auch schonmal passiert?
Als ich 12 Jahre alt war und 40 Grad Fieber hatte schon
Hast du etwa in deinen Träumen keinen subjektiven Blickwinkel?

Was sagst du eigentlich zum Tod? Das Ende? Oder was neues?
Kein Ende. Wir nehmen lediglich eine andere Existenzform an. Materie und Energie verschwinden nicht einfach so.

Janshi
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 14:55   #97
Standard

@Ford Prefect:
Ich hab das gefühl, ihr hüllt mich hier mit Logik ein...=)
Aber ist das nicht ein paradox in sich, was du gesagt hast: Das der Mensch existiert, um zu existieren? Das ist, als würdest du sagen, man isst, um zu essen. man isst aber um zu leben -- dann kann man vielleicht leben um zu essen. Aber es gibt eben immer diese zwischenstufe (in dem fall das leben) was also ist die zwischenstufe beim existieren? Und gibt es wirklich nichts, als eine zwischenstufe? - Wozu gibt es dann liebe? Wegen dem angenehmen leben? Zu glauben, dass alles nur auf auf ein angenehmes leben hinaus läuft, dass kommt mir doch ziemlich verloren vor...Wozu lernen wir dann und machen Erfahrungen, wozu haben wir dann Träume? Ein angenehmes Leben kannst du auch da haben, wo du gerade bist, du brauchst dich keinen millimeter wéiter zu bewegen...
Und noch zur wahrheit: Widersprüche heißen nicht, das die wahrheiten nicht zusammen gehören können...Ist nicht gerade der Widerspruch ein zeichen von etwas ganzem? Zum Beispiel Ying und Yang - 2 widersprüche bilden eins. Tag und nacht: 2 widersprüche bilden die zeit. Heiß und Kalt- 2 widersprüche bilden die temperatur...usw Ein komischer gedanke, stimmt schon, aber er hat was...Ohne Dunkelheit zB wüsstest du nicht, was licht ist...ohne trauer nicht, was freude ist...was meinst du?

@Janshi:
Oje, dass ist schwer zu erklären...ich kann selber nicht genau sagen. Ich meine, wenn wir sterben, dann sind wir doch nicht mehr in der realität? und es ist trotzdem wahrheit... wahrheit muss nicht unbedingt etwas durch einen vorgang erkanntes sein, sondern...ach, das ist schwer...=)
ja, dass ist das problem, das man immer etwas beweisen muss...und erst wenn etwas bewiesen ist wird es auch als wahrheit anerkannt.
Und müssen wir zwingend ein teil der realität sein? Es sieht so aus, in dem moment in dem wir geboren werden werden wir wahrscheinlich schon zur realität...Ich habe oft träume, in denen ich das gefühl von "oben drüber" habe, aber wenn ich wieder lächelnd aufwache mit dem gefühl, ich habe etwas erkannt, dann ist meine erinnerung schon verschwunden...meine Mutter hat mir mal erzählt, das ich als 3 jähriges kind ihr unglaubliche sachen über den himmel, die erde und die liebe erzählt habe und sie konnte nur stauen, woher ich dieses verstehen nehme...aber das problem ist, dass das alles verschwindet, sobald du in der realität bist, ich kann mich an nichts mehr erinnern...
Beim Thema tod habe ich genau die gleiche meinung wie du...*freu* =)

Skinni: Bitte nur einen Post verfassen oder danach editieren.

Geändert von Morris (29.06.2006 um 18:23 Uhr).
 
 
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reyals
Alt 29.06.2006, 16:52   #98
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Interessant, interessant...
 
 
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Ford Prefect
Alt 29.06.2006, 18:42   #99
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Zitat von Dreamer
Aber ist das nicht ein paradox in sich, was du gesagt hast: Das der Mensch existiert, um zu existieren? Das ist, als würdest du sagen, man isst, um zu essen. man isst aber um zu leben -- dann kann man vielleicht leben um zu essen.
Nein, dass man isst, um zu essen, ist ist Schwachsinn, und zwar aus deshalb, weil es einen Grund gibt, nämlich den, nicht zu verhungern. Dieser lässt sich logisch beweisen.
Wenn man aber fragt: "Warum gibt es das Universum?" so kann man das nicht logisch beantworten und deshalb sagte ich, philosophisch gesehen, kann man das Universum als Selbstzweck auffassen.
Das Problem ist allgemein, dass man immer eine Kausalkette hat, also wenn man fragt: "Warum essen wir?" und entgegnet "um zu leben", fragt man weiter "Warum leben wir?" und hier wird es schon schwierig. Ich glaube, dass jede Kausalkette irgendwann zu einer Frage in der Art "Warum funktioniert das Universum so, wie es funktioniert?" führt, und weil hier keine logische Antwort mehr möglich ist, fängt die Philosophie hier an. Korrekter hätte ich also auf die Frage "Warum existiert der Mensch?" antworten müssen "weil das Universum existiert", so sieht man eindeutig, dass dies in eine logische Sackgasse führt.

Wozu gibt es dann liebe? Wegen dem angenehmen leben? Zu glauben, dass alles nur auf auf ein angenehmes leben hinaus läuft, dass kommt mir doch ziemlich verloren vor...Wozu lernen wir dann und machen Erfahrungen, wozu haben wir dann Träume? Ein angenehmes Leben kannst du auch da haben, wo du gerade bist, du brauchst dich keinen millimeter weiter zu bewegen...
Glaubst du? Ich würde sagen, dass ein angenehmes Leben nur durch Abwechslung und Entwicklung möglich ist. Je mehr dein Leben zur Routine verkommt, desto weniger angenehm ist es. Aber das mag von Mensch zu Mensch verschieden sein.
Ich hätte jedenfalls kein angenehmes Leben, wenn ich keine neuen Erfahrungen machen würde und meine Lebensumstände nicht hin und wieder ändern würde.
Es kommt vielleicht an, was man unter einem angenehmen Leben versteht, aber ich würde sagen, auf jeden Fall etwas anderes als das Leben eines Faulenzers.

Und noch zur wahrheit: Widersprüche heißen nicht, das die wahrheiten nicht zusammen gehören können...Ist nicht gerade der Widerspruch ein zeichen von etwas ganzem? Zum Beispiel Ying und Yang - 2 widersprüche bilden eins. Tag und nacht: 2 widersprüche bilden die zeit. Heiß und Kalt- 2 widersprüche bilden die temperatur...usw Ein komischer gedanke, stimmt schon, aber er hat was...Ohne Dunkelheit zB wüsstest du nicht, was licht ist...ohne trauer nicht, was freude ist...was meinst du?
Der Punkt ist, dass es nicht direkt auf den Widerspruch ankommt, sondern eher auf den Unterschied. Temperatur kannst du schon durch Heiß und Lauwarm erreichen. Yin und Yang steht doch soweit ich weiß für Gut und Böse, ich sehe nicht, wie die beiden eins bilden... Tag und Nacht haben noch eine Dämmerung dazwischen. Und wenn es keine Trauer gäbe, wüsste ich auch was freude ist, weil ich bin ja nicht immer traurig, wenn ich mich nicht freue. Allgemein spielst du hier auf das Relativitätsprinzip an: Es braucht Unterschiede, damit man einen Bezugspunkt setzen kann, um etwas, das anders ist, zu definieren.
Zu sagen, dass die Unterschiede eins bilden, finde ich jetzt so nicht richtig, sie bilden viel eher Skalen (wie die Temperatur) durch ihren Unterschied. Und dass das Universum aus Unterschieden aufgebaut ist, ist ja klar, sonst gäbe es kein Universum, sondern nur etwa sowas wie Schwärze.
Mit der Aussage, dass verschiedene Wahrheiten zusammengehören, kann ich mich prinzipiell anfreunden, weil ich nicht sage, dass sie grundverschieden sind, sondern einfach dass sie Differenzen aufweisen.
 
 
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Dreamer
Alt 29.06.2006, 19:25   #100
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...Ja, da hast du recht mit der Kausalkette...Natürlich führen uns all die fragen, warum man überhaupt existiert in eine logische Sackgasse, aber das heißt nicht, das es dort zu ende ist, nur die logik hört dort auf. Aber wahrscheinlich muss das für uns menschen bedeuten, dass es dort aufhören, denn wir hängen so sehr an der logik...=)
Natürlich gehört zu einem angenehmen Leben auch abwechslung und Liebe. Aber wie erklärt es sich dann, dass wir manchmal etwas völlig verrücktes machen, was logisch gesehen überhaupt nichts bringt und uns nur unglück bringt? Warum laufen wir z.B drei stunden lang im regen auf einen berg, nur um bei jemandem zu sein, von dem man weiß, dass er einen sowieso nicht liebt und nur Qualen zu fügt? Das ist ja kein angenehmes leben... Das ist wahrscheinlich auch der grund, warum viele Menschen versuchen ihre Emotionen zu unterdrücken und sie nicht zu Wort lassen...
Was übrigens Yin und Yang angeht, die beiden bedeuten nicht gut und böse, ja klar auch, aber sie bedeuten auch erde und himmel, weiblich und männlich, usw...sie sind einfach die bedeutung für die gegensätze in sich. Und die form, (das ineinander fügen und der Kreis), weißt daraufhin, dass sie zusammen eins bilden. das würd ich jedenfalls davon ableiten...oder?

Ja, genau, auf dieses Prinzip hab ich angespielt...man könnte sagen, dass sie skalen bilden aber wenn man mal überlegt: Ohne Dunkelheit wüsstest du echt nicht was Licht ist...
Aber um zu den Wahrheiten zurückzukehren: Glaubst du, dass es einmal eine Wahrheit gab und sie sich nur aufgeteilt hat, oder glaubst du, dass es schon immer diese verschiedenen Sichtweisen gab?...Wenn ich mal so fragen darf...=)
 
 
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