Zitat von rincewind Hallo,
die Frage nach dem Glauben ist doch schon sehr philosophisch. Man wird nie ein richtig oder falsch bekommen. Denn es ist alles Glaube. Im Namen des Glaubens war und wird viel schlechtes getan. Und zwar von allen Religionen. Wohin man sieht, wird im Namen des Glaubens getötet. Nicht nur im christlichen.
Ich stimme dir zu das die Frage nach dem Glauben auf philosophischer Basis behandelt werden sollte. Das Menschen viel "schlechtes" in ihrer Geschichte getan haben, ist unumstritten, Tatsache ist aber auch das viele den Religionen eine zu große Rolle in dieser hinsicht beimessen. Religion stellt meiner Meinung nach in erster Linie eine Möglichkeit Taten zu rechtfertigen, weniger ist er der Hauptantrieb für die Taten selbst. Die liegen schon in der Natur des Menschen selber. Meistens geht es doch um geo-politische Gründen, da waren die Kreuzzüge beileibe keine Ausnahme.
Insofern sollte man vlt. eher sagen dass aus "Überzeugung" viel getötet wird, siehe z.B. Nazionalsozialismus.
Das Bild, das man von "Gott" hat, sollte man jedem selbst überlassen. Ich persönlich habe ein mittlerweile stark gewandeltes (habe Anfang des Jahres meine Zwillinge verloren).
Mein Beileid hierzu. Dies ist jedoch exakt das Problem mit dem Glauben und Gott: Sieht man als "begrenztes" Wesen keinen Sinn in den Handlungen respektive Untätigkeiten eines vermeintlichen "Gottes" so neigt man zur Unzufriedenheit.
Folglich frage ich mich, welchen Sinn hat eine Religion die ihren Gläubigen keine Hoffnung versprechen kann? Wahrheit tut weh und ist bitter, das ist das was Religion nicht wahrhaben will bzw. ausschließt.
Der Glaube ist etwas, an dem man sich festhalten kann; aber wenn man von wirklich harten Schlägen getroffen wird, kann es sein, daß sich alles in Frage stellt. Aber dieses in Frage stellen, sorgt für einen neuen Glauben. Und sei es der Glaube an nichts. Aber selbst dann glaubt man ja. Und zwar an das Nichts.
Wenn man an nichts glaubt, dann nenne ich das "Nihilismus". Ich finde nicht dass du das mit "Religionen" vergleichen kannst.
Und auch die ganze Materie muß ja irgendwo herkommen.
Warum? Wir in unserem beschränkten Geist und unserer Logik können uns nichts anderes vorstellen, aber wieso sollte unsere Logik unfehlbar sein?
Selbst Einstein war ja der Meinung, das er durch seine Relativitätstheorie Gott nicht widersprochen, sondern eher belegt hat. Auch die großen Physiker sind eher weniger Atheisten. Im Gegenteil.
Richtig, den Wissen ist begrenzt, Fantasy unbegrenzt.
zum thema gott und kirche mag ich nicht viel sagen, ausser das vielen menschen ihr glaube hilft, und was daran verwerflich sein soll, is mir nicht bekannt.
Prinzipiell nichts, jedoch ist Fanatismus gefährlich. Desweiteren sind Religionen allgemein sehr engstirnig, was nicht gerade zu einem aufgeklärten Bild der Welt und der Realität beiträgt.
Janshi