Zitat von Kräutertofubrötchen wer sie braucht und wozu sie gut ist, kann ich auch nicht sagen. das ist wohl zu sehr aus der Sicht des religiösen Menschen gedacht, denn das Universum kümmert sich vermutlich nicht darum, ob wir etwas sinnvoll finden oder nicht. ist das gleiche wie mit der Schwerkraft.
Das Universum kümmert sich wohl nicht darum ob wir es für nötig halten,jedoch wird es nichts unnützes beinhalten und mit der Schwerkraft kann man das schon garnicht vergleichen,denn ohne die wäre unser Leben nicht möglich,sie ist also ohne Zweifel nötig.
Zitat von Kräutertofubrötchen ich denke, Zeit ist, zusammen mit Kausalität, eine Folgeerscheinung vom Raum. Raum bedeutet für mich Pluralität, da wohl allgemein die Tendenz besteht, dass etwas immer deutlicher in Bestandteile auseinander dividierbar ist und zerfällt, je größer es wird (z. B. im Rahmen der Expansion des Universums nach dem Urknall) bzw. je genauer man hinschaut, Stichwort Auflösung. und einzelne Teile interagieren in der Regel miteinander, irgenwie und irgendwann. wenn sie es nicht täten, gäbe es wohl trotz Raum und all den Komponenten darin keine Zeit. aber dank der diversen Kräfte sind alle Teile direkt oder indirekt miteinander verbunden und interagieren. so hatte ich mir das immer vorgestellt.
Warum brauch man für die Kausalität unbedingt Zeit ? in unserem denken ist sie wohl nötig um sich Kausalitätsketten vorzustellen,jedoch warum sollten Ereignisse nicht auch ohne die Zeit möglich sein,es hört sich zwar komisch an,aber könnte die Zeit nicht nur die Speicherung unserer Gedanken sein,damit wir aus "unserer" Vergangenheit lernen können,denn wenn wir das nicht könnten wären wir wohl schon lange ausgestorben...
Zitat von Kräutertofubrötchen was mich aber irritiert sind die Aussagen von einigen Wissenschaftlern, wonach die Wirkung der Ursache vorausgehen kann, was angeblich im subatomaren Bereich beobachtet wurde.
Stimmt,womit ich mit meiner Annahme recht hätte,dass die Kausalität verletzbar ist oder zumindest unabhängig von der Zeit.
Hab da mal was rausgesucht.
Der Zeitbegriff hängt eng mit dem Kausalitätsbegriff zusammen. So betrachten wir es als selbstverständlich, dass die Ursache vor ihrer Wirkung auftritt. Die Vergangenheit ist unveränderlich, sie kann nicht von gegenwärtigen Ereignissen beeinflusst werden. Die Zukunft hingegen hängt von der Gegenwart kausal ab, kann also durch Ereignisse oder Handlungen in der Gegenwart beeinflusst werden.
In der Relativitätstheorie wird die zeitliche Reihenfolge mancher Ereignisse, die an verschiedenen Orten stattfinden, von relativ zueinander bewegten Beobachtern unterschiedlich beurteilt. Das ist genau dann der Fall, wenn die beiden Ereignisse nur durch ein Signal mit
Überlichtgeschwindigkeit in Kontakt treten könnten. Könnte eine
Wechselwirkung mit Überlichtgeschwindigkeit stattfinden, dann könnte man mit folgendem System eine Botschaft in die Vergangenheit schicken:
- Das Signal wird mit Überlichtgeschwindigkeit an eine weit genug entfernte Relaisstation geschickt.
- Diese beschleunigt konventionell vom ursprünglichen Sender weg (alternativ: sie überträgt es konventionell auf eine weitere, sich vom Empfänger weg bewegende Relaisstation, z.B. die andere Seite einer rotierenden Plattform). Dadurch wird das Absendeereignis aus der Vergangenheit in die Zukunft „verschoben“.
- Schließlich wird das Signal wieder mit Überlichtgeschwindigkeit zurückgesendet. Sind die beteiligten Geschwindigkeiten hoch genug, so kommt das Signal vor dem Aussenden des Ursprungssignals an.
Daher wäre das Kausalitätsprinzip verletzt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde vermutet, dass es überlichtschnelle
Tachyonen geben könnte. Sollten sie mit gewöhnlicher Materie in Wechselwirkung treten können, so wäre die Kausalität verletzt. Die
Hypothese der Existenz von Tachyonen hat daher kaum Anhänger.
Zitat von Kräutertofubrötchen das würde bedeuten, dass Kausalität zumindest auf dieser Ebene Illusion wäre, vielleicht ist sie es grundsätzlich und wir Lebewesen haben Zeit nur erfunden wie Religionen, um uns ein Gefühl von Takt, Ordnung und Sinn zu geben


Sagte ich schon einige Antworten drüber.
Zitat von Kräutertofubrötchen wo ich jetzt darüber nachdenke, eigentlich kann man Kausalität auch aus der Perspektive der Zukunft rückwärts betrachten. aus isolierten Sachverhalten mag der Umkehrschluss nicht immer eindeutig sein, aber wenn man die Summe aller Zustände zum Zeitpunkt der vermeintlichen Ursache und Wirkung in Betracht zieht, kann man auch aus der Wirkung die Ursache herleiten. mit anderen Worten, die Wirkung definiert die Ursache, was eigentlich auch Kausalität wäre

Ja klar kann man die Kausalität auch von "hinten" betrachten,wenn Du ein Fußballspiel siehst und es fällt ein Tor,dann muss eine berechenbare Bewegung aller Spieler voran gegangen sein,oder ein Ball liegt in einem Haus und das Fenster dem er gegenüber liegt ist zerbrochen und Glasscherben liegen noch am Boden...was ist passiert ?
Es ist nicht schwer die Kausalität von hinten zu betrachten,jedoch worum es den Wissenschaftlern geht die Du beschriebst,ist dass das Ereigniss
vor der Ursache passiert.
Was natürlich wieder die Zeit voraussetzt,was mich wieder nachdenken lässt.
