
02.05.2003, 06:46
# 2 tut mir leid, dazu muss ich doch noch einen amerika betreffend aspekt erwaehnen, aber soll kein diskussionspunkt, sondern nur eine kurze anemerkung sein.
die vereinigten staaten mit ihrer christlichen bevoelkerung, dem herrn george w. bush mit seiner wiedergeburt und seiner bekehrung, und dann diese (un-)logik, das will mir nicht einleuchten, vor allem wenn man sich so christliche gebote wie nächsten- oder auch feindesliebe (mat 5, 44) ins gedaechtnis ruft. da kommt einem eine religionspropaganda, wie sie dort betrieben wird doch manchmal oppurtunistisch vor, auch wenn weitlaeufig bekannt ist, dass die us auslegung vom christentum nicht grad die am meisten auf ethik basierende ist.
die denkweise hat ja einen gewissen fundamentalismus inne, das sieht man dann auch dort, wo sie gebraucht wird. den zweiten teil der aussage kann ich ja noch nachvollziehen (jedoch nicht moralisch!), steigert dieses prinzip doch die effektivitaet in gewissem maße, bei der bekaempfung des gemeinsamen feindes. aber der diese philosophie verkehrt doch den freundschaftsbegriff voellig, es handelt sich doch nur um nicht andauernde, situationsangepasste buendnisse.
den ersten teil, also die feindesdefinition, finde ich ebenso unsinnig wie verwerflich. damit kann man klasse die fronten klaeren. dazu las ich mal: man laesst jedem die wahl sich zu entscheiden, solange er sich fuer das richtige entscheidet.
wenn jemand etwas, was andere tun, nicht gutheisst, sich also nicht hinter diesen stellt, ist diesem dann doch nicht feindlich gesinnt. es erfordert schon etwas dummheit, oder manchmal auch kalkuel, um hierraus das allgemeine verhaeltnis von, seien es menschen, staaten, irgendetwas, abzuleiten.
naja, wer denn gerne so viele feinde haben moechte... |