Für mich kann so etwas nur jemand behaupten, der ziemlich geistesgestört ist. Ich betrachte die ganze Philosophie in dieser Buridan-Richtung als verzweifelte Versuche frustrierter Menschen, sich dafür zu rechtfertigen, dass sie nicht in der Lage sind, ihrem eigenen Leben einen Sinn zu entnehmen.
Wer sich schon den Überlebensdrang (der ja nun wirklich zu den wichtigsten Antrieben gehört) abschreibt für einen Fall, in dem er sich nicht entscheiden können soll, der tickt nicht mehr ganz richtig

. Und auf Hunger und Durst trifft das alles noch viel weniger zu, weil der Durst spätestens nach einigen Tagen größer ist als der Hunger.
Bleibt zu hoffen, dass die Situation mit dem Essen nur Symbolgehalt hat und auf Entscheidungen für Lebenswege bezogen ist. Dann wäre der Urheber dieser These nicht ganz so bescheuert. Denn auch für Lebenswege gilt meiner Ansicht nach: Der Mensch hat von Grund auf das Bedürfnis, sein Leben in bestimmter Weise zu gestalten und kann garnicht in eine Situation kommen, bei der er auf ewig stagniert. Dass sich viele Leute trotzdem so entscheidungsunfähig FÜHLEN, hängt damit zusammen, dass sie kein Vertrauen in sich und ihre Entwicklung haben und Veränderungen an sich und ihrem Leben vor lauter depressivem Tunnelblick garnicht mehr zur Kenntnis nehmen (können).