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berechenbares schicksal

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distressed
Alt 13.03.2005, 22:47   #1
Cool berechenbares schicksal

mein freund hat mir was interessantes erzählt:

man stelle sich vor, man wüsste den genauen zustand von hammer und fensterscheibe.
und man hätte eine formel.
dann könnte man vorraussagen, wie die scheibe "reagiert", also ob und wie sie zerbricht. man kann es genau berechnen, aber nur wenn man den exakten zustand kennt.
kapiert? ja, dann kanns ja weitergehn.

also kann man den nächsten augenblick vorraussagen, wenn man den genauen zustand und die formel hat.

also kann man auch die zukunft vorraussagen, wenn man zu einem zeitpunkt den zustand des universums wüsste.

man kann den nächsten augenblick berechnen.
und daraus den nächsten.
und wieder.

hätten wir dann nicht ein bestimmtes schicksal?
nichts wäre dem zufall überlassen...

man könnte sagen, wann und wo und woran man stirbt.

einfach nur den zustand des universums zu einem einzigen zeitpunkt und die richtige formel.

so ganz theoretisch.
nichts ist dem zufall überlassen.

was sagt ihr?

gruß, distressed
 
 
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Wodar Hospur
Alt 13.03.2005, 22:57   #2
Standard

jap, ginge schon, meiner auffassung nach
jedoch lässt sich wegen des unschärfe theorems nichts genau berechnen, da du entweder den punkt oder die geschwindigkeit genau messen kannst, aber nie beides
 
 
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Morris
Alt 13.03.2005, 22:59   #3
Standard

Diese Theorie baut letztlich nur darauf auf, als ob es nichts anderes gebe außer der Physik.

Doch muss man sich dann auch fragen, wie wahrscheinlich es ist, dass die Physik lauter Gegebenheiten produziert, die alle aufeinander abgestimmt sind und sich zu guter Letzt auch noch selbst entlarvt durch solche bizar(!)-ren Theorien *g*. Muss denn wohl jeder für sich selbst entscheiden...
 
 
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PowerWapiti
Alt 13.03.2005, 23:55   #4
Standard

hmm.. berechnen lässt sich das denk ich nicht, man müsste soviel Sachen miteinbeziehen.. zB auch Windstärke, Licht, Tiere usw die einem ins Auge fliegen könnten


achja, im Winter ist es kälter als draußen
 
 
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outfreyn
Alt 14.03.2005, 13:36   #5
Standard

wodar hat recht, den determinismus hats weggesemmelt

allerdings kannst du immerhin mit wahrscheinlichkeiten rechnen... das is aber nich wirklich dasselbe.
 
 
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Bi-Zar
Alt 14.03.2005, 14:04   #6
Standard

Dennoch bleibt der Determinismus auch in der QM existent, sofern man die Existenz eines Multiversums animmt.

http://www.hep.upenn.edu/~max/everett.html
 
 
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hackvresse
Alt 14.03.2005, 14:13   #7
Standard

Chaostheorie ownz Determinismus...

Man kann laut gängigen Thesen trotz aller Informationen nichts genau bestimmen
 
 
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Bi-Zar
Alt 14.03.2005, 15:01   #8
Standard

Original geschrieben von hackvresse
Chaostheorie ownz Determinismus...

Man kann laut gängigen Thesen trotz aller Informationen nichts genau bestimmen
Mit genügend Rechenleistung wäre auch das möglich, aber eine solche Berechnung könnte nichts vorraussagen. Ihre Ergebnisse würden mit der Realität zwar übereinstimmen, aber ihr ein wenig hinterherhinken. Mal abgesehen davon, dass nicht klar ist ob wir je eine solche Rechenleistung haben werden.

Aber in das Gedankenexperiment spielt dann auch wieder der Indeterminismus mit rein.
 
 
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raffis
Alt 15.03.2005, 21:21   #9
Standard

Was bedeutet "Multiversum"? Die Existenz mehrerer Universen?
 
 
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Bi-Zar
Alt 15.03.2005, 21:34   #10
Standard

Original geschrieben von raffis
Was bedeutet "Multiversum"? Die Existenz mehrerer Universen?
Leztlich schon. Aber ganz so einfach sollte man es sich nicht machen.

Der Begriff wird für 2 physikalische Gedankengebilde verwendet. Beide recht ähnlich, doch die Unterschiede aufzudecken lohnt sich.

Der eine Begriff Multiversum ist Andrei Linde und Alan Guth zuzuordnen. Ihrer Ansicht nach ist der Urknall kein einmaliges Ereignis sondern nur einer von vielen. In dem Higgsfeld laufen parallel mehrere Urknälle ab. Deswegen gibt es mehrere voneinander getrennte Universen - die Gesamtheit wird Multiversum genannt.

Der andere Begriff des Multiversums ist der der mihr mehr liegt und den ich fast immer meine. Geprägt von David Deutsch. Obiger Begriff ist eine Schlußfolgerung aus der Physik, die sich vielleicht eines Tages bestätigen wird(oder auch nicht). Diese Vorstellung lässt aber die Interpretation des Zufalls außen vor. Hugh Everett prägte den Begriff MWI - Many Worlds Interpretation. Der Begriff MVI meint Multiversums-Interpretation. Er ist eine Weiterentwicklung der MWI wenn man ein anderes Verständnis von Zeit in Kauf nimmt.

Das Multiversum laut Guth und Linde könnte eine Untermenge des Multiverums von Deutsch sein. Da Deutschs Multiversum größer ist, ist es für mich eher geeignet den Namen Multiversum zu beanspruchen.
 
 
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Lachrymology
Alt 17.03.2005, 12:19   #11
Standard

Tach Leite,

sehr imteressantes Thema, aber man wird solche Vorraussagen nie machen könne, zumindestens nicht genau - höchstens ungefähr mit der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Du hast gesagt:

"man könnte sagen, wann und wo und woran man stirbt.

hätten wir dann nicht ein bestimmtes schicksal?"

Nein, wir haben kein bestimmtes Schicksal, ausser das du irgendwann einmal sterben wirst.
Das ist denke ich mal ganz einfach zu erklären, du änderst deinen Zustand immer und immer wieder was auch immer du machst. Wie das Wasser und die Luft, der Aggregatszustand ändert sich auch ständig.

Ich würde das mit dem Schicksal ganz einfach so sehen:
Es gibt tausende Schicksalslinien, die irgendwie mit einander Verbunden sind. Wenn du geboren wirst, bist du auf einer diser Schicksalslinien, sofern du dich bewegst oder irgendetwas machst (du machst immer etwas), springst auf eine andere Schikcsalslinie. Da jede Schicksalslinie ein anderes Ende und auch einen anderen Verlauf vorschreibt, kannst du wie "Wodar Hospur" schon sagte nicht alle Variablen für diese "Super Formel" haben.

MFG
 
 
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