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Beihilfe zum Suizid

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tombär
Alt 05.07.2008, 21:34   #26
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Hier ist Tombär! Wenn ich ein Recht auf Leben habe, warum dann nicht auch das Recht zu sterben? Ich würde mir schon wünschen, wenn es denn mal soweit ist, ich ich es allein nicht schaffe, das mir dabei geholfen wird.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 08.07.2008, 16:48   #27
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Zitat von senjo midori no
Die einzigen menschen denen gegenüber ich eine gewisse verpflichtung habe zu Leben sind meine eltern, da sie so viel (damit meine ich nichtmal geld) in mich investieren mussten... und das ohne gegenleistung taten... also ist es ihnen gegenüber meine Pflicht zu leben...
Etwas OT aber, ich sehe es genau umgedreht. Zwei Sätze vorher sagst du doch selber:
Zitat von senjo midori no
Mich zum Beispiel hat niemand gefragt ob ich leben möchte.
Es war IHR Wunsch (stellvertretend für dich), daß du lebst. Warum solltest du aus Pflicht ihnen gegnüber leben? Lebe, weil du es möchtst, nicht aus Pflichtgefühl!
 
 
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senjo midorí no
Alt 09.07.2008, 08:36   #28
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XD glaub mir, würde ich so denken wär ich schon lange nich mehr hier... aber is auch egal, ich bin einfach de rmeinung das mir meine Eltern so viel gegeben haben, da wird man doch als gegenleistung sowas banales wie leben hinkriegen oder?
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 15.07.2008, 18:11   #29
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Na sicher, dennoch, ich versuche es etwas klarer. Ich habe vorhin einen Mann im U-Bahnhof auf so einem profanen Keyboard ein Klavierstück spielen sehen, bei dem er voll aufgegangen war. In erster Linie denkt man, der Mann spielt für die Passanten. Aber das ist nur ein Teil. Der zweite Grund ist, er spielt für sich selbst.

Ich glaube nicht, daß es Verantwortung ist, die dich am Leben hält. Solange du Verantwortung empfinden kannst, gibt es genug andere Gefühle, die in dir den Wunsch nach Leben halten. Da ist eine Menge Energie.
 
 
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senjo midorí no
Alt 16.07.2008, 09:30   #30
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Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, natürlich gibt es ethliche dinge die mich am Leben halten, nicht nur irgendwelche Verantwortunggefühle... ich hänge offengestanden an meinem Leben. Dei Frage nach dem warum ist recht leicht zu beantworten, ich habe klare ziele vor augen, und ich bin erst dann bereit zu sterben wenn ich dies mit dem ruhigen Gewissen alles daran getan zu haben jene zu erreichen tun kann.

Nein, aber um zum Thema zurück zu kommen. Ich meine ja nur, das die eigenen Eltern meiner Meinung nach die einzigen sind, die ein Recht haben in etwaige Gedanken bezüglich des Freitodes einzufließen. Kein anderer Mensch sollte bei dieser entscheidungsfindung einen Einfluss haben oder einem gar davon abhalten. Nur weil die Gesellschaft meint mich schützen zu müssen darf sie mir diese entscheidung nicht verwehren, denn mein Leben gehört meines Wissens nach noch mir, zumindest zahle ichnoch keine Steuern dafür, zumindest nicht direkt.

(der ich bezug dient lediglich der besseren Darstellung, als ich mir meine Posts nocheinmal durchlas bemerkte ich das sie einen doch recht negativen Grundtenor haben, das war in keinster weise meine Absicht. In Bezug auf die eigene person lassen sich solche Sachverhalte rein linguistisch besser verdeutlichen)
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 16.07.2008, 15:21   #31
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Alles klar, dann ist ja alles Bestens.
 
 
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Moonchild
Alt 17.07.2008, 15:58   #32
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Was mich viel mehr erschreckt als irgendwelche Selbstmorde, ist die Selbstverständlichkeit, mit der in der Öffentlichkeit Menschen ihr Recht genommen wird, selbst über Ort und Zeitpunkt ihres Ablebens zu bestimmen...
Wir haben da meines Erachtens eine geradezu absurde Situation...
Nämlich dass jene, die andere leiden lassen und die es gutfinden, dass die Menschen bis zu ihrem natürlichen Tod dahinsiechen müssen, sich als Moralapostel aufspielen und von "Menschenwürde" sprechen.
Dabei gibt es wohl kaum etwas, was die Menschenwürde mehr gefährdet, als wenn man Menschen verbietet, über ihr Leben und dessen Ende selbst zu bestimmen.

Diese unsägliche Verlogenheit der Kirchen und vieler Politiker ist einfach nur zum Kotzen.
Sie reden von der angeblich drohenden Gefahr von Euthanasie, obwohl Euthanasie eben doch gerade auf ihrem Denken basiert... nämlich darauf, dass es moralische Werte gibt, die höher einzustufen sind als der Wille des Einzelnen, und dass man notfalls den Einzelnen leiden lassen darf, um diese höheren Werte nicht zu gefährden.
Die wahren Faschos sind Leute, die im Namen anderer über deren Leben entscheiden... Nicht Leute, die anderen Menschen helfen, etwas zu tun, was diese selber möchten.

Gewerbliche Form von Sterbehilfe finde ich hingegen natürlich pervers.
Aber so gesehen ist es auch pervers, dass man Geld zahlen muss, um auf einem Friedhof bestattet zu werden, und dass es was kostet, zum Arzt zu gehen.
Scheiß Kapitalismus, bis in den Tod.
 
 
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