Liebe Freunde,
vorletzten Montag kam es in Hamburg zu einem schweren Unfall. Ein Unfall mit 2 Toten und 3 Schwerverletzten...
Es ist ein Unfall mit Todesfolge von vielen in einem Jahr, bei dem mal wieder ein Fahranfänger involviert ist. Auch wenn ihn in diesem konkreten Fall nicht die Hauptschuld trifft, so gewiss aber auch eine Teilschuld, da er mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs war und es glimpflich hätte ausgehen können, wenn er sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten hätte.
Mich hat dieses Schicksal sehr betroffen gemacht, weil man auf den folgenden Internetseiten -die von ihren Freunden gestellt wurden- die Gesichter hinter der nüchternen Nachrichtenmeldung sieht und die Trauer der Hinterbliebenen (besonders im Gästebuch!) hautnah spürt. Es macht mich so wütend, wenn ich sehe, wie man so völlig sinnlos als 18jähriger... als Jemand, der noch sein ganzes Leben vor sich hat einfach so aus dem Leben gerissen werden kann... von einem Moment auf den Anderen...
Und
nur an uns, die uns diese Meldung so betroffen macht, liegt es ihrem Tod einen Sinn zu geben, indem wir uns darauf besinnen (besonders aber nicht nur!!!) als Fahranfänger mit mehreren Freunden im Auto sich nicht als supertoller Fahrer profilieren zu wollen oder sonstwie auf Schumi zu machen, damit wir ein paar bewundernde Schulterklopfer bekommen oder womöglich unter Drogeneinfluss zu fahren.
Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine Dekorationen am Straßenrand, sondern haben gewiss ihren Sinn.
Denkt immer daran, dass Ihr viele Menschen hinterlasst, die in ihrer grenzenloser Trauer und ihrem Schmerz sich immer und immer wieder die Frage stellen: "WARUM?"... und, dass diese Frage niemals beantwortet wird schmerzt noch mehr.
Ihr beendet damit nicht "nur" Euer Leben, sondern reisst auch eine Riesenlücke in das Leben Eurer Familie und Eurer Freunde...
Wenn Ihr schon nicht an Euch denkt, dann denkt wenigstens an Eure Liebsten, wenn Euch der Teufel reitet.
Es hätte JEDEN von uns treffen können... drum lasst uns ihrem Tod einen Sinn geben und daraus lernen!
LOHBRÜGGE | 27.04.2005 Fahranfänger rasen in den Tod
Voll besetzter Fiat Uno prallt auf Transporter / Zwei 18-Jährige sterben, drei Jugendliche werden schwer verletzt
Was für Autos es waren, lässt sich kaum noch erahnen. Es sind Klumpen aus verbogenem Blech, die an der Kreuzung Lohbrügger Landstraße/Heidkampsredder (Lohbrügge) liegen. Kurz zuvor waren der Mercedes-Transporter und der Fiat Uno zusammengekracht. Zwei Menschen, gerade mal 18, sterben, drei sind schwer verletzt.
Montag, 22.45 Uhr: Uno-Fahrer Babak F. (18) ist tot. Sein Beifahrer Kay Peter N. (18) stirbt wenig später in einem Rettungswagen. Drei weitere Freunde (15, 15, 17), die auf dem Rücksitz schwere Verletzungen erlitten, sind auf dem Weg ins Krankenhaus. Johann K. (53), der in seinem Transporter wie durch ein Wunder unverletzt blieb, steht unter Schock.
Was war passiert? Johann K. ist mit seinem Wagen auf der Lohbrügger Landstraße in Richtung Sander Damm unterwegs. Er will links in den Heidkampsredder abbiegen. Offenbar übersieht er den Uno, der ihm entgegenkommt. Fahrer Babak F., der erst im Dezember seinen Führerschein gemacht hatte, ist schnell unterwegs - viel zu schnell. Das genaue Tempo können die Polizisten vor Ort nicht ermitteln. Die Bremsspur ist zu kurz. Polizeisprecher Ralf Kunz: "Sachverständige werden die Geschwindigkeit anhand der Deformierungen an den Fahrzeugen feststellen." http://babak-und-kai.de.ms
http://www.in-memory-of-babak-and-kai.de.vu Ruhet In Frieden Ihr Beiden... ich bin mir sicher, dass ich in Eurem Namen gesprochen habe...