Hallo!
Ich möchte mal ein Thema ansprechen, bei dem es um Auto´s geht.
Aber.... Es ist trotzdem ein philosophisches Thema.
Ein bisschen humorvoll, aber trotzdem ernsthaft.
Ich würde nämlich gerne mal die Frage diskutieren -oder diskutieren lassen- ob Ihr der Meinung seid, daß wir mit den Auto´s auf den Straßen
so weitermachen sollten wie bisher. Besonders denke ich da an die Großstädte.
Da gibt´s ja schon U-Bahnen, Strassenbahnen u.s.w., aber...die Strassen sind trotzdem vielfach total überfüllt.
Das ganze hat ja Auswirkungen: Abgase/Smog mit Benzol
, Toluol, Xylol, Ethylbenzol, Benz(a)pyren und allem drum und dran; Mikropartikel (u.a. aus Dieselruß und Abriebteilchen), die sich in der Lunge ablagern, dort chronische Entzündungsprozesse verursachen und dann zu Folgeerkrankungen wie z.B. Asthma, Krebs, Allergien etc. führen können. Lärmbelastung, Gefahren für Kinder und ältere Leute (für andere natürlich auch) u.s.w. u.s.w.
Irgendwann sind ja "findige Leute" -wie zum Beispiel auch ein gewisser Adolf Hitler- auf die Idee mit dem "Auto für das Volk" gekommen.
Vorher war das ja alles unerschwinglich, weil durch Handfertigung u.s.w. zu kostenaufwändig. Dann kam die industrielle Massenfertigung.
Na ja, Herr Hitler und Co haben ja dann für die Sache mit dem "Volkswagen" (auch andere Marken) Werbung gemacht. Sehr erfolgreich wie bekannt. Übrigens mit dem eigentlichen Zweck, das Geld der Sparer für Kriegszwecke zu verwenden, einen Volkswagen gesehen haben die wenigsten.
Nebenbei hat er Autobahnen gebaut (natürlich auch aus unterschiedlichen strategischen Gründen), die natürlich für Propagandazwecke hervorragend geeignet waren. u.s.w. u.s.w..
Jedenfalls haben wir nun (fast) alle ein privates Auto oder auch mehrere, oder ein Moped mit schön stinkendem unkatalysiertem Zweitaktmotor, oder oder, oder.
Ich persönlich finde, daß die Welt dadurch
nicht besser geworden ist. Das war nicht immer meine Meinung. Ich war auch mal GTI-Fahrer, hatte auch mal ´nen stinkenden 200er Vesparoller und bin auch mal mit achtzig Sachen durch den Ort gefahren. Aber das war einmal...
Irgendwann habe ich dann mal in Hamburg an einer fünfspurigen Hauptstrasse gewohnt. Immer wenn ich Wohnzimmer- oder Schlafzimmerfenster aufmachte, zog der Duft der
"Auto´s für das Volk" in meine Wohnung und ich hatte das Vergnügen ihn einzuatmen.
Im Krankenhaus hatte ich vorher schon Asthmakranke und diverse Lungenkranke Menschen, auch Kinder, erlebt. Viele davon wohnen in Grossstädten und haben ebenfalls dasselbe Vergnügen. Der Rat ist ja dann unter anderem: "Fahren sie doch zur Kur".... oder: "Ziehen sie um"....
Das ist ein guter und sinnvoller Rat! Ohne Zweifel. Aber: So einfach ist das ja dann meistens doch nicht. Aus unterschiedlichen Gründen...
Alternativen? Ja, ich denke die gibt es. Man könnte zum Beispiel.... auf die Autos verzichten, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen,...
Immerhin haben doch die Menschen, die in den Städten, an den Autobahnen,
-oder wo auch immer- wohnen, mehr Recht als die Autofahrer....Oder?
Oder sollen die alle Wegziehen, damit wir u.a. in den Städten nur noch Autofahren können?
"Wie?"... werden da sicher einige sagen. "DAS geht nun ganz und gar nicht." "Aus den und den und den und den Gründen." "Auf gar keinen Fall.... geht das." "Ich muß zur Arbeit." u.s.w.
"Wozu ist das Auto denn gut?" könnte man fragen. Ich meine...dient es richtig zum Guten für die Menschen?
Zum Beispiel ist es gut um damit kranke Menschen zu besuchen. Stimmt. Oder... es ist gut um damit Leute zum Krankenhaus zu fahren. Stimmt.
Oder... es ist gut, um.... na ja, es gibt da schon einiges.
Und natürlich müssen die Leute zur Arbeit kommen. Nicht als etwas Gutes, sondern weil sie müssen. Aber müssen sie täglich 100km als Pendler fahren?
Die Tendenz zu längeren Stecken ist steigend....
Auch könnte man sich die Frage stellen: Brauche ich dazu zwangsläufig ein Auto oder braucht
jeder ein Auto, oder brauche ich dazu einen Mercedes-, Volvo-, BMW-, hastenichtgesehen -
Geländewagen mit nahezu Strassenbreite?
Oder... geht´s vielleicht auch mit Bus und Bahn? Mit Fahrgemeinschaften? Viele hab´ ich gehört, fahren nicht mehr, weil keiner damit fahren wollte...
Früher bin ich ab und zu getrampt. Ich war halt noch keine 18 und... früher wurde man auch mitgenommen. Wenn ich heute Tramper in meinem Auto mitnehme, dann erzählen die mir immer so Sachen von 1-2h Wartezeit und länger. Gut, das mag daran liegen, daß ich auf dem Land wohne. Aber: Früher hat das meist nicht viel länger als zehn Minuten gedauert.
KOMISCH!

Irgendwie gibt´s heute viel mehr Autos´s als früher... aber trotzdem hat sich die Wartezeit verzigfacht. Und weniger Tramper gibt es auch. Ich fand das schon auffällig. Ob die alle Angst haben, ihre Karosse zu beschmutzen? Fürchten sie sich vor den bösen Trampern? Ich weiß es nicht....
Na, und wegen all dieser Sachen bin ich nun auf die Idee gekommen, daß das mit den Auto´s ja im überwiegenden Maße wohl
keine menschenfreundliche Sache ist.
Es scheint zwar äußerst angenehm, auch sehr praktisch... aber... irgendwie nur für´s Individuum.
Das fängt schon damit an, daß Auspuffrohre immer
HINTEN am Wagen sind, und
nicht vor der Nase des Fahrers.

Dann würden nämlich einige Leute durchaus auf die Idee kommen, daß ihr Zweitaktmoped oder unkatalysierter "Hummer" (oder auch jedes andere Auto) doch ´ne Menge Schmutz produziert....und Menschen auch ernsthaft krank machen kann.
Nun setzt sich jedes Individuum, jeder einzelne, Familie etc. in seine "Karre" und... der Rest atmet´s ein. Aber diese Leute natürlich auch wieder....nämlich von den anderen. Das nennt man dann ausgleichende Gerechtigkeit, oder wie???
"Dachte ich´s mir doch." sagte ich mir. "Daß von dem Hitler nicht´s Gutes kommen kann."

Stimmt. Das steht auch in der Bibel:
Von einem schlechten Baum kann niemals eine Gute Frucht kommen.
Wie mit den Volksempfängern....die waren nämlich auch nicht dazu da, um den Leuten freundlicherweise ein gutes Radioprogramm zu bescheren...
Der Propagandaminister, Herr Goebbels, u. andere Kollegen wollten nämlich ihre Kommentare zum Besten geben. Aber das nur nebenbei....
Ich für meinen Teil denke jedenfalls ernsthaft darüber nach, wie man das Autofahren am effektivsten reduzieren kann und es bei Gelegenheit evtl. ganz absetzen. Sowas braucht immer etwas Zeit zum Nachdenken. Euch wollte ich auch nen Anreiz dazu geben.
Was ist Eure Meinung dazu? Sind Euch solche oder ähnliche Gedanken auch schon gekommen? Seid ihr selbst Asthmageplagt oder habt auch Probleme im Sommer in der Grossstadt zu atmen?
Oder findet ihr die Auto´s einfach nur toll und alles soll so bleiben?
Ich hoffe es wird ein spannendes und abwechslungsreiches Forum...
Gruß Sailor
Alternativen zum Autowahn:
http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/verkehr/artikel/alternativen_zum_autowahn/
Autoverkehr macht krank:
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Autoverkehr und Megastädte:
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Autoverkehr und Klimachaos:
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"Critical Mass" Aktionen gegen Autowahn
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Autowahn- Probleme und Alternativen
http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reportage.php?repid=279