>>enter
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>unknown progress...
>date unkown, try to figure out...
>starting reality check...
>starting senses...
ich öffne die augen, schaue hinab, und sehe eine fläche dunkelbraun-
rötlich mir entgegenschimmern... die braune, flockige schicht wird von einer kleinen schicht wasser bedeckt... hm... braun, sieht aus wie "birne helene" wenn sich das zuckerwasser der birne nicht mit der schokoladensauce mischt, und so eine schicht entsteht... hm... eine schicht... schokolade... braun...
ich schaue auf die weißliche erscheinung auf der oberfläche...
während ich meine augen schärfer stelle und versuche zu focusieren was sich mir da offenbart merke ich daß mir kalt ist, besonders meine hände, und daß mir die knie zittern. sitze ich auf meinen knien ? scheint so, jawohol... auf jedenfall bemerke ich jetzt eine luftblase rechts auf der oberfläche. also muß es wohl eine flüssigkeit sein. hm. wieder kommt mir der gedanke an schokolade.
ich überlege.
schokolade.
peace.
peace aufgelöst in milch, und dazu kakao.
getrunken.
wein, wein, wein
mördertüte durchgereicht
[GLOW=silver]"RAUCH!"[/GLOW]
wein, wein, wasser
[GLOW=silver]"RAUCH!"[/GLOW]
wein, wasser, wasser
[GLOW=silver]"RAUCH!"[/GLOW]
wasser, wasser, wasser
während meiner wenigen klaren momente indenen ich den joint verweigern konnte neckte der gastgeber mich mit dem spruch:
"du wolltest noch bong rauchen"
hehehe, das is als würde man wem, der mittem kopf inner bferdetraufe voller bier hängt, nen whisky anbieten.
dann hab ich mich rübergelegt, krampfhaft gegen beständiges drehen und immense beschleunigungsgefühle gekämpft, die auch noch
gegen den uhrzeigersinn auftreten mußten, und mich zu mirao auf die couch gelegt.
"mirao," hatte seine mutter, die kiffend in der küche abhing ihn vorhin noch gefragt, "was schaust du an?"
mirao ist 13.
"jackass" antwortete er
"jaja, genau. heute ist montag! -schaust du pornos!?"
"nein jackass" sagte er und verzog sich wieder zum Fernseher.
ich aufgestanden, nachdem ich fast den rettenden sprung über die dunkle klippe, hinüber ins rettende reich der ruhe geschafft hätte.
der gastgeber weckt mich.
"der herr hatte sich seine üblichen 15 minuten ruhe ausgebeten.
nun ist es wieder zeit zu saufen, und einen durch zu ziehen. die bong wartet" -ich werde dieses fiese grinsen nie vergessen, aber ich nehme es ihm nicht übel.
ich blicke hinab auf die in ovalem weiß eingefaßte form aus erbrochenem rotwein und kakao, eine schaumblase schwimmt rechts und formt mit diversen formen eine art kontur, die als gesichtsähnlich interpretiert werden kann.
der geruch beißt sich zu mir durch und regt mein übelkeitsempfinden zu neuen höchstleistungen an.
"reinigungsvorgang abgeschlossen, also langsam wirds ekelhaft" dringt die rationalität in mir hoch.
ich stehe auf, und finde mich minuten später in der oben beschriebenen situation wieder. mein erbrochenes spüle ich runter, robbe zum wasserhan und trinke erstmal etwas.
dann stehe ich auf und begebe mich zu regine und dem gastgeber an den tisch.
doch ihr unaufhörlich auf meine strapazierte synapsen einprasselndes gelaber nervt mich bald derart, daß ich schwindelanfälle bekomme.
"hört auf damit, ihr psychos" versuche ich sie zu stopepn, doch solche und ähnliche attacken prallen wirkungslos an ihrem panzer der zweisamkeit ab, meine einsamkeit ist mein verderben.
"gute nacht" will ich einen schlusstrich ziehen.
"was du gehst schon?" fragt der gastgeber.
"du hast die bong noch nicht genossen"
"leck mich grinse ich, lass mir was für morgen da, und dann passt das"
regine meldet sich auch nochmal
"jo gute nacht simon, und lass uns morgen den film schaun! -ach nee, ich hab morgen elternabend. lass mal verschieben."
"klar, kein thema, aber ich bin nicht simon. ich bin..."
"ach du scheiße, ja klar, clemens, sorry"
"kein thema - tschüss!"
"nacht"
ich taumle nach hause, und falle fast vom klo als ich den lang vermissten nazi-weihnachtsmann hell erleuchtet mir gegenübersteht und ewig seinen, in buntem plastik erstarrten, hitlergruß zeigt.
"na du auch wieder hier ?"
die rethorische frage bleibt gesundermaßen unbeantwortet, doch eine antwort des plastikenen gegenstandes, den mein bruder und ich ein jahr zuvor an weihnachten (in totalem rausch nat.) bei einer armen familie klauten, hätte nur zu dem schluss geführt, ich hätte mir mal wieder viel zu dreckig gegeben, und die tatsächliche überraschung das ein kitschiger weihnachtsmann um halb zwei uhr nachts mit einem total zugekifften jungen man redet wäre völlig verloren gegangen.
letzte rettung ist und bleibt die dunkelheit, die mit ihrem warmen schweigen die arme um mich schlingt und mich in das wohlfühlende gefühl des vergessens legt.
decke übern kopf, licht aus, augen zu, ab ins gelobte land.
seeliges schlummern kriecht die beine hoch, der bauch wird warm, ruhem, stille, sinken...
>starting sleep
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>>exit
hope you liked it
klee 5085