Lupuz.de: Artikel-Portal / Magazin

Zurück   Postpla.net - die Forum Community > Postplanet Talk > Philosophie und Gedanken

Atheismus<->Glaube<->Kirche<->Religion

Anzeigen:

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
raffis
Alt 19.09.2004, 14:46   #251
Standard

"Ich finde Religionen vom Konzept her schlecht, zumindest sehe ich in allen Religionen die selben menschenverachtenden Dinge und nur dort wo die Religion die Zügel gelockert hat kann es den Menschen gut gehen. "

Nein, du findest vielleicht das Christentum und den Islam vom Konzept her schlecht, weil du nur diese Religionen wirklich kennst. Du kannst also nicht für alle Religionen sprechen, wenn du in Wirklichkeit nur von einer oder zwei Religionen sprichst.

Menschenverachtend?
Weil Terroristen einen religiösen Vorwand dafür nehmen, Leute zu töten?
Nun gut, wenn du denn Islam kennen würdest, würdest du wissen, dass solche Terroristen wenig mit dem wirklîchen Islam zu tun haben, ihn mehr gar missbrauchen, um ihre liberal-politischen Ziele durchzusetzen.

Göttin Kali z.B. wird im Hinduismus in mehreren Aspekten angebetet. Einige beten sie in ihrem Aspekt als ernährende Göttermutter an, andere in ihrem Aspekt als Zerstörerin.
Auf was kommt es also an? Auf den GLAUBENDEN, und nicht auf den Glauben.
Genauso verhält es sich mit islamischen Terroristen. Sie ziehen den eigentlich schönen Glauben des Islams in den Dreck, in dem sie ihn in ein anderes Licht rücken, und vielleicht gerade mal den Aspekt des Jihad aus dem Koran nehmen, um ihre Taten zu rechtfertigen.

"Wieso gibt es dann dennoch so viele verschiedene Religionen. Wenn es tatsächlich einen Gott gibt, dann sollten sich die Religionen viel mehr ähneln."

Und hier schon wieder - nicht wirklich mit den Religionen befasst, sonst hättest du schon lange bemerkt, wie sehr sich alle grossen Weltreligionen ähneln. Interpretationen mögen durch individuelle Erfahrungen, durch Unterschiede in Kultur und Mentalität, leicht varieren, aber der Kern ist in jeder Religion der Gleiche.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
raffis
Alt 19.09.2004, 15:13   #252
Standard

Ausserdem sehe ich Religion und Wissenschaft nicht als Oppositionen, sondern als sich ergänzende Gegensätze.
Gerade wer östliche Philosophie-Systeme wie Advaita Vedanta, den Taoismus oder den Buddhismus studiert, welche auf der Ein-heit aller Dinge basieren, erkennt die Nähe zu den neuesten physikalischen Entdeckungen.
Ich habe gelesen, dass Taoismus sogar von manchen Nanophysikern als äusserst interessant in Bezug auf die ihre Wissenschaft angesehen wird und sich deutliche Parallelen finden lassen.
Dies nur als Beispiel.

Auch finde ich, sollten Atheisten von dem Gedanken ablassen, Gott als Wesen im Sinne einer Personifizierung zu sehen, sondern in Gott mehr ein absolutes Bewusstsein, eine Kraft, zu sehen, die zugleich immanent und (auch wenn der Ausdruck hier vielleicht bei manchen Kopfschmerzen verursacht) transzendent ist, und sich durch seine manifestierten Dinge wie Religionen, Propheten, als aber eben auch Wissenschaften selbst erreichbar macht.
Fragt sich nur, welchen dieser Manifestationen man mehr Aufmerksamkeit schenkt.
Ich will jetzt nicht eine religiöse Diskussion darüber starten, sondern lediglich eine Einsicht in eine andere Interpretation von Gott geben und dass letzten Endes alle Glaubensarten Wahrheiten sind, sie unterscheiden sich eben nur im Grad.
Aber jeder Glaube (ich zähle den Atheismus auch dazu) führt einen weiter. Fragt sich nur ob hinauf oder hinunter.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Buschmeister
Alt 19.09.2004, 17:35   #253
Standard

Original geschrieben von raffis
Ausserdem sehe ich Religion und Wissenschaft nicht als Oppositionen, sondern als sich ergänzende Gegensätze.
Sind Oppositionen nich sich ergaenzende Gegensaetze ?

Original geschrieben von raffis
Aber jeder Glaube (ich zähle den Atheismus auch dazu) führt einen weiter. Fragt sich nur ob hinauf oder hinunter.
Gruss Raffis
Danke, ich freu mich schon darauf, wie es mit mir bergab geht

Auf den Rest geh ich spaeter ein.
Fuer die Gemeinsamkeiten der Religionen, mein ich schonmal was geschrieben zu haben ...
 
 
Nach oben
Buschmeister
Alt 20.09.2004, 23:36   #254
Standard

@raffis' letztem post:
Man muss den Ursprung alles Vorhandenen ja nich immer direkt Gott nennen. Zaehlt fuer dich jetzt Wissenschaft zum Glauben dazu, oder nicht ?

@Terrorismus im Islam
Es gibt halt nun mal diesen Terrorismus
(,wenn ich mich nicht taeusche) und er praegt halt auch das Bild des Islam in den Augen der "westlichen" Welt. Natuerlich faellt der Islam dadurch den Medien zum Opfer, was nicht unbedingt gerecht ist, aber, wenn man sich von Religionen distanzieren will, weil sie bei manchen Leuten zu ueberdimensionalem Extremismus fuehren, dann kann ich das durchaus verstehen.
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 20.09.2004, 23:50   #255
Standard

Original geschrieben von Buschmeister
@raffis' letztem post:
Man muss den Ursprung alles Vorhandenen ja nich immer direkt Gott nennen. Zaehlt fuer dich jetzt Wissenschaft zum Glauben dazu, oder nicht ?

@Terrorismus im Islam
Es gibt halt nun mal diesen Terrorismus
(,wenn ich mich nicht taeusche) und er praegt halt auch das Bild des Islam in den Augen der "westlichen" Welt. Natuerlich faellt der Islam dadurch den Medien zum Opfer, was nicht unbedingt gerecht ist, aber, wenn man sich von Religionen distanzieren will, weil sie bei manchen Leuten zu ueberdimensionalem Extremismus fuehren, dann kann ich das durchaus verstehen.

Wenn man sich von Religionen wegen *ein paar* Extremisten distanzieren will, ist das meiner Meinung nach nicht besonders vernünftig gedacht. Denn Religion führt nicht automatisch zu Fanatismus, man sollte sich schon genauer mit einer jeweiligen Religion auseinandersetzen, bevor man sie kritisiert geschweige denn sich davon distanziert. Wer sich von Extremisten distanziert, tut genau das richtige, sich aber wegen ihnen von der Religion zu distanzieren ist der falsch Schluss.
 
 
Nach oben
Buschmeister
Alt 20.09.2004, 23:59   #256
Standard

Original geschrieben von Zeruel



Wenn man sich von Religionen wegen *ein paar* Extremisten distanzieren will, ist das meiner Meinung nach nicht besonders vernünftig gedacht. Denn Religion führt nicht automatisch zu Fanatismus, man sollte sich schon genauer mit einer jeweiligen Religion auseinandersetzen, bevor man sie kritisiert geschweige denn sich davon distanziert. Wer sich von Extremisten distanziert, tut genau das richtige, sich aber wegen ihnen von der Religion zu distanzieren ist der falsch Schluss.
Was aber, wenn man auch ohne diese Religion Gutes tun kann, ein vernuenftiges Leben fuehren, gluecklich sein. Das einzige, was da fehlt ist dann halt der Glaube an Gott.

Wer ist denn besser, der unglaubige Nachbar von Nebenan, der aelteren Damen ueber die Strasse hilft, und sich aergert, wenn besoffene Jugendlich sich Nachts auf der Strasse pruegeln,
oder der Pfarrer, der jeden Tag von hinterm Altar predigt und sonst eigentlich auch so ist, wie jeder ander ?

Fuer mich sind das zwei voellig identische Menschen, da sie sich beide nichts zu Schulden kommen lassen, ich wuesste jetzt nicht, warum der Unglaeubige in die Hoelle kommen sollte .....
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 21.09.2004, 00:02   #257
Standard

Original geschrieben von Buschmeister

Fuer mich sind das zwei voellig identische Menschen, da sie sich beide nichts zu Schulden kommen lassen, ich wuesste jetzt nicht, warum der Unglaeubige in die Hoelle kommen sollte .....
Ich habe doch auch nichts gegensätzliches behauptet oder? Man auch ohne Religion *Gutes* tun, daran habe ich kein Zweifel. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen ob er das animmt was die Religion einem bietet oder dies ablehnt. Wenn man ablehnt, sollte man dies jedoch dadurch tun, dass man sich zumindestensmal mit der Religion auseinandergesetzt hat.

Denn wenn man sich nur deswegen von der Religion abwendet, weil man glaubt die Religion führt nur zu Extremisten, so ist das ein falscher Schluss und zeugt von Ignoranz.
 
 
Nach oben
IVI
Alt 21.09.2004, 04:27   #258
Standard

Ach ja...ich schreibe zu so später Stunde noch. Vorher hatte ich eines der wichtigsten Gespräche meines Lebens. Aber nichts näheres dazu - viel zu privat.

Lasst mich euch einen Rat geben. Lest mal von Dan Brown - "Illuminati". Einfach nur, um mal etwas mehr zu sehen, als das eingefahrene Weltbild, das ihr schon habt. Lasst euch davon inspirieren. Es kann nicht schaden oder? Und die kleinen Euros (nichtmal 10), die es kostet, werden eine der besten Investitionen sein, welche ihr in diesem Leben machen werdet - ich gebe euch mein Wort.


In diesem Sinne...

IVI
 
 
Nach oben
Erich
Alt 21.09.2004, 13:19   #259
Standard

Was ist Deine bessere Welt? Wie lauten Deine Axiome? Auf welches Fundament willst Du sie stellen?

Das blind geborene Kind muss Euch ueberhaubt keine Sorgen machen. Gott schaut fuer seine Geschoepfe. Es hat mit Strafe rein gar nichts zu tun.
Die frohe Botschaft ist die: Alles Leid alles klagen, alle Traenenen, alle Leiden der Unschuligen werden vergehen. Alle grossen boesen Herscher und Unterdruecker werden vergehen, sie werden erschauern. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen zur Gerechtigkeit.


Der Christ hilft dem Armen aus Liebe und nicht weil er dafuer ein Geschenk zu erwarten hat.
 
 
Nach oben
raffis
Alt 21.09.2004, 13:28   #260
Standard

"Danke, ich freu mich schon darauf, wie es mit mir bergab geht"

Sorry Buschmeister, vielleicht hast du mich falsch verstanden. Ich habe ja nie gesagt, dass es für einen Atheisten bergab gehe, nur weil er nicht an Gott glaube.
Im Gegenteil, ich denke der wesentliche Faktor ist gerade hier die Einstellung des Menschen an sich.
Ein Atheist kann an das Gute glauben, auch wenn er nicht an eine Religion glaubt.
Ein Atheist kann sich für die Welt und die Menschheit einsetzen (politisch, sozial, wie auch immer), auch wenn er nicht an Gott glaubt.
Ich denke, dass die Taten, und die ethischen Werte des Menschen ausschlaggebender sind als die Religion bzw. der Glauben.
Nur ist in meinen Augen (das ist jetzt eine individuelle Interpretation) der atheistische Glaube nicht die letztendliche Wahrheit - aber deswegen heisst das nicht, dass ein Atheist ein schlechter Mensch sei oder es mit ihm nach dem Leben bergab geht.

Ein Atheist wie du z.B: Du scheinst mir freundlich und aufgeschlossen. Klar, du glaubst vielleicht nicht an Gott, aber der Glaube an einen Gott entscheidet doch nicht, ob ein Mensch einen guten Charakter hat.
Desweiteren weisst du über Gott und Religion Bescheid, kannst dich aber nur mal nicht mit diesem Glauben identifizieren. Aber DASS du dich mit solchen Seinsfragen überhaupt auseinandersetzt, beweist doch gerade, dass du viel weiter bist als ein Gläubiger, der blind einen Glauben übernimmt oder dem der Glaube eingeschwätzt wird.
Denn solch einer hinterfragt nicht - du hingegen schon, und das finde ich richtig so!
Es ist dann nur die Frage, wie weit man hinterfragen kann bzw. soll, und wo der Glauben an eine höhere Macht anfängt.
Wenn du immer nur rational hinterfragst und hinterfragst, und nicht fähig bist, den Mut zu haben, zu glauben, in eine höhere Kraft zu vertrauen, drehst du dich im Kreis - irgendwo muss das rationale Hinterfragen dem Vertrauen, oder zumindest dem VERSUCH des Vertrauens in eine höhere Kraft, weichen.
Du wirst dann ja auch durch die eigene praktische Erfahrung selbst herausfinden, ob du eine Veränderung oder was auch immer wahrnimmst, welche auf solch einer höheren Kraft basieren könnte, oder ob eben nicht.

Deswegen auch meine starke Kritik an bspw. Christen, welche die Einstellung haben "man muss daran glauben, sonst..."

Das find ich eine der schlimmsten Aussagen, die man treffen kann. Es ist eine versuchte Aufzwingung des Glaubens, und kein eigenes Entdecken des Selbigen.
Mich wundert es nicht, dass gerade westliche Atheisten der westlichen Hauptreligion, also dem Christentum, abschwören, denn das Christentum hat nun mal die starke Tendenz zu sagen, "du musst glauben, sonst.."

"Man muss den Ursprung alles Vorhandenen ja nich immer direkt Gott nennen. Zaehlt fuer dich jetzt Wissenschaft zum Glauben dazu, oder nicht?"

Wissenschaft zählt für mich insofern zum Glauben, als dass die Wissenschaft ein Wegbegleiter auf dem Weg des Glaubens ist.
Nur finde ich es falsch, die Wissenschaft als den eigentlichen Weg zu nehmen, und damit die Wissenschaft als die ultimative Wahrheit zu interpretieren, was Atheisten in dem Sinne ja tun (bzw. nicht Wissenschaft an sich, sondern die wissenschaftlichen Erkenntnisse).

Eben hier, wie ich schon vorhin geschrieben habe, kommt das Modell von niederen und höheren Wahrheiten ins Spiel. Jeder Glaube ist eine Wahrheit, nur ist diese Wahrheit unterschiedlich stark verschleiert.
Wer also Wissenschaft (bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse) alleine als die Grundlage allen Seins interpretiert, glaubt im verschleierten Sinne an das Gleiche wie jemand, der an Gott glaubt.
Denn in meinen Augen steckt Gott hinter jeglicher Wissenschaft, auf welcher der Atheismus aufbaut.
Nur ist die Wissenschaft in meinen Augen eine "niedere Manifestation" der Gotteskraft, mit welcher gerade die "höheren", spirituellen "Manifestationen" erreicht werden können.
Bsp: Gäbe es keine Wissenschaft, gäbe es keine Schrift. Wie hätten wir dann jemals die Chance, die Zitaten grosser Propheten zu studieren?

Deswegen sollte man der Wissenschaft nicht abgeneigt sein, sondern sie zu schätzen wissen. Das Problem ist nur, die Wissenschaft so stark zu schätzen, dass dadurch die Quelle aller Wissenschaft verloren geht, und man jene wissenschaftliche Erkenntnisse als die eigentliche Quelle interpretiert (-> Atheismus).

"Es gibt halt nun mal diesen Terrorismus
(,wenn ich mich nicht taeusche) und er praegt halt auch das Bild des Islam in den Augen der "westlichen" Welt. Natuerlich faellt der Islam dadurch den Medien zum Opfer, was nicht unbedingt gerecht ist, aber, wenn man sich von Religionen distanzieren will, weil sie bei manchen Leuten zu ueberdimensionalem Extremismus fuehren, dann kann ich das durchaus verstehen."

Aber das Problem ist doch gerade, dass solche Extremisten ein völlig falsches Bild von der eigentlichen Religion geben, und die Medien dieses falsche Bild erst noch verbreiten.
Was ist der Effekt davon?
Die Religion wird ebenso falsch von den Menschen aufgenommen, die sich durch solche Medien informieren lassen (und das sind im Grunde genommen wir alle).

Falsches Bild -> Verbreitung dieses falschen Bildes -> Übernehmen dieses falschen Bildes -> falsche bzw. Nicht-Kenntnis des wahren Bildes

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 21.09.2004, 15:35   #261
Standard

Original geschrieben von Erich
Was ist Deine bessere Welt? Wie lauten Deine Axiome? Auf welches Fundament willst Du sie stellen?

Das blind geborene Kind muss Euch ueberhaubt keine Sorgen machen. Gott schaut fuer seine Geschoepfe. Es hat mit Strafe rein gar nichts zu tun.
Die frohe Botschaft ist die: Alles Leid alles klagen, alle Traenenen, alle Leiden der Unschuligen werden vergehen. Alle grossen boesen Herscher und Unterdruecker werden vergehen, sie werden erschauern. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen zur Gerechtigkeit.


Der Christ hilft dem Armen aus Liebe und nicht weil er dafuer ein Geschenk zu erwarten hat.
Gerechtigkeit ist utopisch. Böse und Gut gibt es nicht, reine Definition des Menschen.

Dass Gott für seine Geschoepfe schaut, davon merkt man relativ wenig.
 
 
Nach oben
Ripper08
Alt 21.09.2004, 15:53   #262
Standard

Alles Leid alles klagen, alle Traenenen, alle Leiden der Unschuligen werden vergehen.
Irgendwann zerfällt alles wieder zu Staub, nur die Ewigkeit bleibt für immer...

PS: Was mich schon immer interessiert hat...
Du hast doch gesagt, dass du auch mal ein 'Ungläubiger' warst, Erich. Wie hast du denn deinen Weg 'zu Gott' gefunden ?

MfG, Ripper
 
 
Nach oben
IVI
Alt 21.09.2004, 16:00   #263
Standard

So, mal wieder ich

Also zu...
raffis: du liegst im Kern sowieso meistens richtig, halt doch deine Postings etwas kürzer ...glaub mir, das macht schon viel Wirkung aus. Du sagst meistens mehr, als du müsstest..das ist weniger unterhaltend. Davon abgesehen -> ist deinem Inhalt kein Vorwurf zu machen.

Erich:
Sag mal, glaubst du an das karmische Prinzip? Das alles Gute zurückkommt zu dir, genauso wie das Böse? Und das deshalb z.B. das Kind "blind" ist - egal, ob es nun darunter leidet oder nicht?

Buschmeister:
Gerechtigkeit ist für dich vielleicht utopisch, weil du dich nicht mit dem karmischen Prinzip auseinandersetzt. Du streichst es einfach weg, obwohl die Wiedergeburt praktisch wissenschaftlich bewiesen und belegbar ist. Wenn es die Wiedergeburt schon gibt, warum sollte Gott dann nicht auch das karmische Prinzip eingerichtet haben, damit jeder kriegt, was er verdient? Das System kennen Religionen, die mehr als doppelt so alt sind, wie das gesamte Christentum. Und dadurch, dass es aus der Bibel weggekürzt wurde, fühle ich mich noch mehr bestätigt, dass es stimmt - die Wegkürzung ist nur da, um Leute von Gott fernzuhalten. Wie das? Ja wenn es das karmische Prinzip für einen nicht gibt, gibt es auch keine Gerechtigkeit. Und wo keine Gerechtigkeit ist, gibt es für die meisten auch keinen Gott.

Übrigens ist Gut und Böse keine Erfindung des Menschen. Nur die Wörter dafür sind es. Sogar die Wissenschaft hat mitbekommen, dass unsere Welt eine Dualität aufweißt. Plus und Minus, Liebe und Hass, Schwarz und Weiß...und eben Gut und Böse. Ich glaube, da wirst selbst du, Herr Buschmeister, Probleme kriegen, das auch eben "wegzustreichen" ....damit hat sich sogar die Wissenschaft abgefunden ;-)

Buschmeister, lies einfach Illuminati von Dan Brown...tu dir den Gefallen
 
 
Nach oben
raffis
Alt 21.09.2004, 16:10   #264
Standard

"Dass Gott für seine Geschoepfe schaut, davon merkt man relativ wenig."

Wenn du Gott als einen Schöpfer definierst, und wir seine Geschöpfe im Sinne von Untertanen sind, dann merkt man in der Tat relativ wenig.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
-Du sagst, Gott kann nicht existieren, denn er ist ja ein Wesen, das über uns ist und uns versorgen sollte. Da es mit dem heutigen Weltbild jedoch so schlecht aussieht, kann es diesen Gott nicht geben.

-Oder du lässt ganz einfach mal von dieser mental stark eingepflanzten Auffassung von Gott als einem Wesen über uns ab, und suchst eine andere Interpretation von Gott.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 21.09.2004, 16:12   #265
Standard

Original geschrieben von raffis
"Dass Gott für seine Geschoepfe schaut, davon merkt man relativ wenig."

Wenn du Gott als einen Schöpfer definierst, und wir seine Geschöpfe im Sinne von Untertanen sind, dann merkt man in der Tat relativ wenig.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
-Du sagst, Gott kann nicht existieren, denn er ist ja ein Wesen, das über uns ist und uns versorgen sollte. Da es mit dem heutigen Weltbild jedoch so schlecht aussieht, kann es diesen Gott nicht geben.

-Oder du lässt ganz einfach mal von dieser mental stark eingepflanzten Auffassung von Gott als einem Wesen über uns ab, und suchst eine andere Interpretation von Gott.

Gruss Raffis
Es gibt aber auch die Möglichkeit dass Gott nicht der barmherzige, alles rettende Schöpfer ist, wie es viele wahrhaben wollen.

Im übrigen habe ich keine Auffassung von Gott wie du im zweiten Teil deiner Möglichkeiten beschreibst.
 
 
Nach oben
raffis
Alt 21.09.2004, 16:18   #266
Standard

"Im übrigen habe ich keine Auffassung von Gott wie du im zweiten Teil deiner Möglichkeiten beschreibst."

Ein Irren meinerseits.
Ich ging aufgrund deines vorigen Zitates von dieser Auffassung aus:
-->"Dass Gott für seine Geschoepfe schaut, davon merkt man relativ wenig."

"Es gibt aber auch die Möglichkeit dass Gott nicht der barmherzige, alles rettende Schöpfer ist, wie es viele wahrhaben wollen."
Wie ich in Punkt 2 sagte - eine andere Interpretation von Gott.
(auch hier redest du wieder von Gott als barmherzigen Schöpfer, apropos Auffassung)

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Morris
Alt 21.09.2004, 21:56   #267
Standard

Original geschrieben von Erich
Was ist Deine bessere Welt? Wie lauten Deine Axiome? Auf welches Fundament willst Du sie stellen?

Das blind geborene Kind muss Euch ueberhaubt keine Sorgen machen. Gott schaut fuer seine Geschoepfe. Es hat mit Strafe rein gar nichts zu tun.
Die frohe Botschaft ist die: Alles Leid alles klagen, alle Traenenen, alle Leiden der Unschuligen werden vergehen. Alle grossen boesen Herscher und Unterdruecker werden vergehen, sie werden erschauern. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen zur Gerechtigkeit.


Der Christ hilft dem Armen aus Liebe und nicht weil er dafuer ein Geschenk zu erwarten hat.
Das ist ja alles ganz richtig, doch hast du nun noch immer nicht erklärt, warum die Jünger Jesu nun glaubten, das Kind sei einer Sünde wegen blind geboren. Man kann das karmische Prinzip nicht einfach vom Tisch fegen, weil es uns nicht zu kümmern habe. Natürlich hat es uns zu kümmern.

@IVI:
Huhu *g*
 
 
Nach oben
Buschmeister
Alt 22.09.2004, 01:17   #268
Standard

@raffis: Mmh kann sein, dass ich das falsch verstanden hab, war glaub ich der letzte Satz von dem post, der mich da so drauf gebracht hast. Stimme eigentlich mit deinem Post ueberein, nur das bei dir da anscheinend noch der Gott obendruff sitzt und bei mir net.
An die Grenze, wo meine Naturwissenschaften auf Gott stossen bin ich noch nicht gekommen.

@IVI: Illuminati hab ich schon gelesen, deswegen hab ichs ja auch erwaehnt, allerdings hab ich, soviel ich weiss, noch nie was in diesem Thread ueber Gerechtigkeit verloren.
Das hol ich jetzt aber nach, indem ich sage, dass Gerechtigkeit im Grunde nur durch Vergebung stattfinden kann, das soll heissen, dass es keine Rache oder so gibt. Wie ich jetzt darauf komme wuerde laenger dauern zu beschreben, und ich hab das passende Buch auch nicht da.

Das es in unserer Welt ueberall plus und minus gibt hab ich sogar schon selbst behauptet, muesste irgendwo auf den letzten 2-3 Seiten zu finden sein. Ich glaube, dass du mich gerade mit Zeruel verwechselst.

Ueber dein\das karmische Prinzip hab ich noch nicht naeher nachgedacht, muss ich mir mal nochma nen paar Gedanken drueber machen...
Wer hat hier eigentlich mt dem Karma angefange und warum, hamwa nicht schon genug Punkte zu diskutieren ....
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 22.09.2004, 18:18   #269
Standard

Original geschrieben von IVI

Übrigens ist Gut und Böse keine Erfindung des Menschen. Nur die Wörter dafür sind es. Sogar die Wissenschaft hat mitbekommen, dass unsere Welt eine Dualität aufweißt. Plus und Minus, Liebe und Hass, Schwarz und Weiß...und eben Gut und Böse. Ich glaube, da wirst selbst du, Herr Buschmeister, Probleme kriegen, das auch eben "wegzustreichen" ....damit hat sich sogar die Wissenschaft abgefunden ;-)
*Gut* und *Böse* sind subjektive Bewertungen der Menschen für andere Menschen, für Ereignisse, für Gegenstände usw. Ich sehe darin keinen passenden Vergleich mit Plus oder Minus der Elektronik, da Plus und Minus weder *gut* oder *böse* ansich sind, es ist wie es ist. Die Wissenschaft hat Dualität erkannt, aber ein Ereigniss/Gegenstand usw. ist weder *gut* noch *böse*, es ist wie es ist. Erst der Mensch macht es zu *gut* oder *böse*, indem er es bewertet. Es gibt die Dualität *Gut* und *Böse* deshalb nicht in der Natur/Welt, erst und nur der Mensch macht sie, es ist ein fiktives Gebilde.



gruß Zeruel
 
 
Nach oben
Florian_21
Alt 23.09.2004, 15:58   #270
Standard

"glauben" ist etwas für Menschen die sich nicht eigestehen wollen das das Leben ein haufen Scheisse is.
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 23.09.2004, 16:02   #271
Standard

Original geschrieben von Florian_21
"glauben" ist etwas für Menschen die sich nicht eigestehen wollen das das Leben ein haufen Scheisse is.
Das Leben ist weder *gut* noch *scheisse*.
 
 
Nach oben
Florian_21
Alt 23.09.2004, 16:11   #272
Standard

wie solls denn sonst sein, wenns net scheisse ist?????
 
 
Nach oben
Janshi
Alt 23.09.2004, 16:17   #273
Standard

Es ist weder noch, *gut* und *scheisse* wird die Welt erst dann, wenn der Mensch sie so bewertet.
 
 
Nach oben
Erich
Alt 25.09.2004, 21:24   #274
Standard

Es gibt weder gut noch böse? Wenn Dir einer die Gurgel zudrückt dann ist das nichts, wenn ein nahestehender Mensch im Irak abgeschlachtet wird, weil er karitativ tätig war, dann war das weder gut noch böse?
Seltsame Ideen! Und das Gewissen das der Mensch sich im Ursprung nicht selbest gegeben hat, ist anderer Meinung und rebeliert, wird zornig. Das ist auch nichts? Nur Einbildung oder was?

Richtig christlich glauben heisst den Tatsachen ins Auge sehen.

Ob das leben scheisse ist oder nicht, hat mit dem Glauben nichts zu tun, sondern wie man das Leben selber empfindet.
Das leben kann scheisse sein weil man sich selber in die Scheisse geritten hat. Was aber nicht heissen will dass es so weitergehen muss.

Ein wahrhaft christlich glaubender hat eine andere Beziehung zu Leben. Er kann sich mit schwersten Lebenssituationen fertig werden. Dort wo alle keinen Mut und keine Hoffnung mehr haben, da fühlt er sich im Element.

Gott hilft in der heutigen Zeit nicht, wird soviel behaupetet. Jeder der das behauptet, sollte mal ganz fest an sich selber denken und sich fragen ob er genug zu Essen hat, ob er genug und warme Kleider hat, ob er ein Dach über dem Kopf und so weiter hat?
Jetzt kommt die gescheite Meldung: Ja aber er hat mich auf die Welt gestellt.
Ja, und was hast Du aus Deinem Leben bis jetzt gemacht? Warst Du relativ frei in Deinen Entscheidungen oder nicht?
So und jetzt war das alles im selbstverständlich oder nicht?
Wie oft hast Du Gott dafür ehrlich danke gesagt?

Wenn Gott menschlich denken würde dann würde er sagen: Alle die Jahre habe ich Dir fast alle Wünsche erfüllt. Du warst undankbar ich helfe Dir nicht mehr. In Sekunden bist Du tod, Herzversagen, Herzschlag, Hirnschalg oder irgend so etwas.

Du atmest so lange Gott es will, so lebst so lange Gott es will. Du kannst Deinem Leben keine Stunde hinzufügen.
 
 
Nach oben
Anthroxx
Alt 25.09.2004, 22:28   #275
Standard

*edit* hmm,sry aber lass es doch lieber
 
 
Nach oben
Anzeigen:
Thema geschlossen

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:28 Uhr.


Lupuz.de - wir können auch anders!
©1998 - 2009, Lupuz:Information-Network
Powered by vBulletin Version 3.7.1 (Deutsch), Jelsoft Enterprises Ltd.

SEO by vBSEO 3.2.0 ©2008, Crawlability, Inc.