Eine kleine Annektode:
Ein alter Yogi sitzt wie immer auf einem Stein am Ufer eines Flusses und meditiert. Als er die Augen öffnet, sieht er einen Skorpion, der im Wasser strampelt und zu ertrinken droht. Er beugt sich zu ihm herunter, hebt ihn auf und setzt in auf das trockene Land.
Der Skorpion sticht ihn.
Mit Schmerzen in der Hand meditiert der Yogi weiter, bis er ein zweites mal die Augen öffnet und denselben Skorpion wieder im Wasser treibend sieht. Ohne zu zögern, zieht er ihn an Land und wird ein weiteres mal gestochen. Diesmal tut es noch mehr weh als zuvor.
Der yogi schließt die Augen und meditiert weiter. Ein drittes mal rettet er den skorpion und ein drittes mal wird er gestochen.
Da kommt ein Hirte und sagt zu dem Mann: *Also wirklich, ich beobachte dich schon den ganzen Tag ... was machst du? Du lässt dich wieder und wieder stechen und lernst nicht daraus?*
*Was gibt es hier zu lernen?*, fragt der Yogi. *Es ist die Natur des Skorpions zu stechen und es ist meine Natur barmherzig zu sein.*
Können wir gegen unsere *Natur* handeln? Haben wir eine *Natur* nach der wir handeln? Und wo bleibt dann der *freie Wille*?
gruß Zeruel