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Alleingelassen?

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moechen
Alt 05.02.2005, 12:16   #1
Standard Alleingelassen?

Habt ihr auch manchmal/öfters/regelmäßig das Gefühl ihr seid alleingelassen von freunden/bekannten/wichtige Personen? obwohl die person/en da sind? sogar mit euch feiern? Man eigentlich weiß, dass sie da sind für einen, aber trotzdem alle sehr weit von einander entfernt sind? Es entsteht auf einer komischen Art und Weise ein Gefühl der Entfernung, selbst wenn man mit ihnen lacht, man umarmt wird, man sich gut mit ihnen versteht.
Kennt ihr das auch? Was tut ihr dagegen? Oder macht ihr übrehaupt etwas dagegen?
 
 
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Raubtier
Alt 05.02.2005, 12:33   #2
Standard

auf jeden fall kenn ich das,das gefühl hab ich sogar oft. was ich dagegen tu kann ich dir nicht sagen,weil ich das selbst nie genau weiß was ich dagegen machen könnte. meistens versuch ich mich zurück zu ziehen,was meistens nicht klappt,freunde sind schon komisch,sie denken immer dir auf die pelle rücken zu müssen und zu fragen was denn los sei.ich lass das gefühl einfach da wo es ist,und versuch mich abzu lenken,oder so. :/
 
 
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Pretender
Alt 05.02.2005, 13:53   #3
Standard

moechen...betrachte es als ne art Gabe Tu ich auch...
In einem Raum zu sein mit hunderten von Leuten und sich dennoch allein zu fühlen
 
 
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juLY
Alt 05.02.2005, 14:16   #4
Standard

ohja das gefühl hab ich eigentlich sehr oft.... wobei es wahnsinnig angenehm ist... darum werde ich auch nie versuchen was dagegen zu unternehmen
 
 
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Sonic
Alt 05.02.2005, 22:24   #5
Standard

ich kenne das Gefühl, alleingelassen von Freunden zu sein nur allzu gut, vor allem wenn es einem schlecht geht - braucht man etwas Zuwendung, man braucht vor allem Zuwendung von seinen Freunden, ein paar aufbauende Worte können viel bewirken, - oder auch etwas menschliche Nähe...

...nur ist das so, dass ich mit der Zeit gemerkt habe wer meine richtigen Freunde sind, und vor allem habe ich gemerkt, dass ich von so "oberflächlichen" Kumpelfreunden nichts erwarten kann, - früher haben die sich bei mir immer nur gemeldet wenn die was brauchten, aber jetzt habe ich gemerkt, dass die nix für mich sind.

Früher, - als die sich bei mir kaum gemeldet haben, habe ich bei einigen angerufen, - und gefragt wie es denen so geht, - habe sie auch zu meinem Geburtstagen eingeladen, - zu Grillparties mit meinen Eltern.

Aber mit der Zeit hatte ich einfach keine Lust mehr auf einige, weil von denen einfach nix kam, - nichteinmal ein Anruf, - um mich zu Weihnachten oder Geburtstag zu gratulieren.

- aber das macht mir nix aus, - ich bin auf meine Freunde nicht angewiesen, - und mittlerweile rufe ich die auch nicht mehr an...

soll ja nicht heißen dass ich gar keine Freunde habe, - es gibt einige Freunde, - zu denen ich ein super Verhältnis habe (nicht falsch verstehen), - und mit denen ich super klarkomme. - aber die sind leider in der Minderheit. Das macht aber nix, - weil ich meinen Weg kenne, - ich weiß was ich will, und ich weiß auch, dass ich meine Ziele aus eigener Kraft erreichen kann, -

DIE GANZE WELT DIE KANN MICH MAL!
 
 
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hackvresse
Alt 06.02.2005, 02:53   #6
Standard

ber die sind leider in der Minderheit
Es ist doch ganz natürlich dass diese "Art" in der Minderheit ist. Alles andere wäre auch nicht wünschenswert...
 
 
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Raubtier
Alt 06.02.2005, 19:19   #7
Standard

@JulY,meinst du das gefühl über dem ganzen "zeugs" zu stehen??
 
 
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Morris
Alt 06.02.2005, 19:33   #8
Standard

Original geschrieben von hackvresse


Es ist doch ganz natürlich dass diese "Art" in der Minderheit ist. Alles andere wäre auch nicht wünschenswert...
Wieso ist es nicht wünschenswert, wenn die Leute mit denen man super klarkommt in der Mehrheit wären von den Leuten die man kennt? Umso weniger Ärger gibt es doch...
 
 
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juLY
Alt 07.02.2005, 01:18   #9
Standard

@ psychomanu.... ja sozusagen.... grade ist es auch so... freunde da un ich höre zu was sie sagen, sag alle 5 minuten ein paar wörter.... denk mir meinen teil.... aber was ich fühle ist nichts..... gar nichts.... einfach still sein, dem allen sein lauf lassen und die einsamkeit spüren..... das ist das was ich mag.... dieses gefühl zu leben ist unbeschreiblich......
 
 
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RegularJohn
Alt 07.02.2005, 11:46   #10
Standard

ich denke, dass jeder irgendwo das gefühl kennt. mir macht das persönlich nicht immer was aus, weil ich weiß, dass ich es oft so will und ich weiß immer, dass es menschen gibt, die für mich da sind. ich habe es auch teilweise selbst verursacht, dadurch dass ich nicht rede oder die anderen an meinem leben teilnehmen lasse. inzwischen gibt es aber eigentlich kaum noch was, was mich wirklich stört
 
 
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Raubtier
Alt 07.02.2005, 18:03   #11
Standard

@July..ich versteh was du meinst,bei mir ist es genau so,meine freunde labern und ich denk mir meinen teil sag hin und wieder was u.s.w...aber ist das gefühl nicht zerberstend? ich meine man hat das gefühl nur eine hülle zu sein,nix weiteres nur eine hülle die vorgibt das zu sein was andere wollen oder nicht?
 
 
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juLY
Alt 07.02.2005, 18:40   #12
Standard

sicher... da magst du recht haben.... aber dieses gefühl von einsamkeit ist so wunderbar und machte einmal mein leben aus.....
nun ist es nicht mehr an erster stelle aber schon noch vorne mit dabei.... ich will das nicht missen darum mach ich mich oft selbst einsam.... alleine sein ist schön, einsam sein ist ebenfalls schön...... es wird erst bedenklich wenn du dich nach der absoluten einsamkeit sehnst....
 
 
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mizue
Alt 07.02.2005, 19:23   #13
Standard

was ist denn bitte die absolute einsamkeit? eine verkitschung des worts selbstmord? irgendwie kann ich damit nix anfangen.

hmm... gehe ich mit menschen um, die ich nicht besonders gut kenne, eben nur oberflächlich kenne und auch nicht besser kennen möchte, dann ist es nur gut, wenn ich die leute nicht näher an mich ran lass. ich mein, ich lehne ernsthaftere gespräche mit solchen zeitgenossen nicht ab, ich bin auch nicht genervt, wenn sie mir die liste ihrer probleme runterrattern... aber mich selbst öffnen? wäre fatal. da verschließe ich mich, wie ein buch und beobachte bzw. beurteile als mehr oder weniger neutrale person. es entsteht keine nähe und diese gewisse unverbindlichkeit bleibt gewährleistet.

bei wirklichen freunden und dem partner ist das natürlich was ganz was anderes... dort kenne ich das gefühl der distanz schon auch. meistens spüre ich es, wenn ich mich selbst verschließe und hm... mich quasi verweigere. das geht aber meistens nicht gut, weil es zumindest bei mir ein zeichen von unzufriedenheit ist. was bedeutet, dass ich einige dinge meines leben, denkens, handelns überdenken muss und ändern muss, um wieder offen für "input" (sehr blödes wort) zu sein. solche phasen erleb ich immer mal wieder... sagen wir alle acht wochen man lässt sich viel zu leicht gehen...
 
 
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juLY
Alt 09.02.2005, 23:20   #14
Standard

ich definiere absolute einsamkeit, als den drang einsam zu sein, was ich so auslege: du kapselst dich völlig ab, redest nicht mehr, du lebst in deiner eigenen stillen welt, du kommst mit keinem menschen mehr klar, brichst jeglichen kontakt ab.... na so würd ich mal sagen
 
 
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moechen
Alt 15.02.2005, 19:08   #15
Standard

@ July, ja das ist für mich auch die absolute einsamkeit, aber das möcht ich eben erst recht nicht. soweit versuch ich es ja auch nie kommen zu lassen.
Ist es das was du willst? die totale einsamkeit??

Manchmal bilde ich mir das auch alles einfach nur ein, alleine zu sein. schon komisch. ist es bei euch auch leute abhängig? ich mein, wenn ihr leute eigentlich kennt und jeden tag die seht, in der schule, arbeit oder sonst wo und ihr jeden tag aufs neue wieder "warm" werden müsst? ...
 
 
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juLY
Alt 15.02.2005, 20:15   #16
Standard

nein von der absoluten einsamkeit bin ich weg obwohl ich mich danach noch manchmal sehne.
 
 
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Pretender
Alt 22.02.2005, 02:31   #17
Standard

Ich bin glaub ich einer der wenigen Menschen die auf diese Art von Einsamkeit abfahren... Genauso wie ich auf Einsamkeit zB wegen singleleben abfahre...
Ich liebe es zu spüren das man es satt hat allein zu sein und das die Sehnsucht nach etwas einen quält uns es doch nicht zuzulassen
Ich glaub ich penetrier meine Seele aufs übelste...
kA... Würd mich mal interessieren ob es sonst noch Leute gibt die es mögen solchen Seelenschmerz zu spüren...
 
 
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Ephestia
Alt 22.02.2005, 11:23   #18
Standard

Ich empfehle euch eine Gruppentherapie. Sich im Schmerz zu suhlen, wirklich seelischen Grausamkeiten auszusetzen? Ich befürchte, ihr wisst nicht, was das heißt. Ein bißchen Sehnsucht verspüren, nur weil man keine Freundin hat, ist Kinderpisse dagegen. Ein bißchen depressiv daher laber "Ja, ich will die ultimative Einsamkeit" ist auch ziemlich pubertär. Ich nehme auch niemandem ab, dass er den Drang zur Einsamkeit verspürt. Denn letztenlich wollen wir uns doch alle geliebt und geborgen fühlen.
Es sei denn, man ist ein Flaschenkind und weiß gar nicht, was Liebe und Geborgenheit bedeuten.
 
 
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Felicitas
Alt 22.02.2005, 13:11   #19
Standard

Original geschrieben von Ephestia
Denn letztenlich wollen wir uns doch alle geliebt und geborgen fühlen.
maslow stufe 4

also ich glaub auch nicht das ein mensch sich danach sehnt einsam zu sein. seine ruhe haben, mal allein sein. aber das ist ungleich einsam.

einsam sein ist für mich eine eher schreckliche vorstellung. ich will dieses gefühl nie wieder haben. ich hab regelrecht angst davor. ich klammer mir geradezu an alles was mich nicht einsam macht.

ich würd behaupten das du diese *hüstel* "absolute einsamkeit" nie kennengelernt hast. denn die ist schmerzhaft. das zerreist dich sozusagen.

jeder hat sich mal allein gefühlt. jeder hat sich mal einsam gefühlt. aber niemand kann mir erzählen das er diesen zustand genossen hat und ihn herbeisehnt.

das ist doch krank........
 
 
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raffis
Alt 22.02.2005, 14:12   #20
Standard

Ich denke, es wäre klug, zwischen "Einsamkeit" und "Allein sein" zu unterscheiden.
Einsamkeit ist Allein sein gegen den Willen des Einsamen. Er sehnt sich nach zwischenmenschlichen Beziehungen, ist jedoch derart von der Aussenwelt bzw. seinen Mitmenschen abgekapselt, hat also keine Freunde, an die er sich wenden könnte, dass er sich einsam fühlt.

Allein sein wiederum ist das alleine-mit-sich-selbst-sein, ohne sich dadurch einsam zu fühlen. Ich denke, July und jene PPler, die hier die "Einsamkeit" als etwas positives oder angenehmes dargestellt haben, meinen eher das Gefühl des Allein Seins als die Einsamkeit im Sinne von allein sein, ohne dass man das eigentlich will.

Jemand kann allein sein, sich aber nicht einsam fühlen.
Jemand kann sich einsam fühlen, obwohl er nicht allein ist.

Gruss Raffis
 
 
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Pretender
Alt 22.02.2005, 20:06   #21
Standard

So... erstmal vorweg zu unserem Ephestia der mit Behauptungen wie:
"Denn letztenlich wollen wir uns doch alle geliebt und geborgen fühlen." Locker eben die gesamte Weltbevölkerung einschätzen kann... Guter Junge *klopf klopf*

" "Ja, ich will die ultimative Einsamkeit" ist auch ziemlich pubertär."
Das ist ein Spiel worum es um die eigene Betrachtungsweise geht... Deshalb denke ich...jeder der es sich rausnimmt so einen Müll zu schreiben wie du hat keine Ahnnung... Willkommen in der Welt der Erwachsenen...

"Es sei denn, man ist ein Flaschenkind und weiß gar nicht, was Liebe und Geborgenheit bedeuten."
Wenn ich nicht wüsste was Liebe und Geborgenheit ist würde ich ich mich nicht zur Einsamkeit hingezogen fühlen...
(Mein gesamtes "Temperament" in diesem Text ist begründet auf
Ephestias schwaaaachsinniger Art der Betrachtung)

@felicitas
"also ich glaub auch nicht das ein mensch sich danach sehnt einsam zu sein. seine ruhe haben, mal allein sein. aber das ist ungleich einsam."

Hm bei mir ist es so das ich das Gefühl der "Trauer" mag... Das ganze ist natürlich schwer auf den Punkt zu bringen weil sich hinter jedem wort 10000Ansichten stehen... Ich versuch es anhand eines Beispiels deutlich zu machen... Ich liebe das Gefühl von Einsamkeit welches man verspürt wenn man auf ner Party ist wo nur Paare sind... Ich liebe es wenn ich Abends allein in ner Kneipe sitze und einen auf den Frust trinke... Das hat alles nix mit Unabhängigkeit zu tun oder so......
Ich liebe halt die Einsamkeit... Ob man mich nun versteht *lächel* kA! *schulterzuck*
 
 
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Felicitas
Alt 22.02.2005, 20:28   #22
Standard

auf deine beispiele bezogen würd ich gern raffis zitieren, weil er genau das erklärt was ich auch meine:

Einsamkeit ist Allein sein gegen den Willen des Einsamen
 
 
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Ephestia
Alt 23.02.2005, 10:32   #23
Standard

Jawohl, ich unterstelle der gesamten Weltbevölkerung, dass sie sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt (Falls sie solche nicht schon gefunden hat).
Manchmal mag es nett sein, sich in seinem eigenen Elend zu baden ("Alle hassen mich, keiner liebt mich, ich bin sooo allein *heul*"), aber das hat doch nichts mit Einsamkeit zu tun!
Ich nehme dir auch nicht ab, dass es dich ergötzt, wenn du ständig auf Partys rumwuselst und leidest. Falls doch empfehle ich dir eine Psychotherapie.
Niemand will wirklich leiden! Niemand will wirklich einsam sein! Leiden und einsam sein macht nen Menschen psychisch kaputt und wer will das schon wirklich? Freust du dich auch, wenn jemand aus deiner Familie stirbt? "Juhu, gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich kann leiden UND bin ein wenig einsamer geworden"?!
Katastrophen, vor denen wir uns fürchten, begegnest du mit offenen Armen? Nein, du leidest auch nur das postpubertäre "Ich hab keine Freundin und mir gehts soooo mies"-Elend.
 
 
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mizue
Alt 23.02.2005, 11:04   #24
Standard

so schwachsinnig ist ephestias art der betrachtung gar nicht. er/sie argumentiert auf den ersten blick etwas dramatisch, aber im endeffekt geb ich ihm/ihr recht... sich in " einsamkeit " zu suhlen ist oft nur reine koketterie. richtige einsamkeit ist unfreiwillig und daher schmerzhaft.
 
 
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