Habe schon vor einiger Zeit von Kafka die Kurzgeschichtensammlung "das Urteil" gelesen. Es geht dort im Grunde um das Verhältniss von Kafka zu seinem Vater.
Interessant ist folgende Stelle: "Die Verwandlung"
Gregor, die Hauptfigur, wacht eines Morgens auf und ist ein riesiger Käfer.
Meine Interpretation dieser Geschicht bezieht sich auf die Verwandlung bzw. die VERÄNDERUNG. Der Mensch lebt und registriert viele kleinste Veränderungen der Umwelt, aber die Veränderung der Persönlichkeit kann er nicht wahrnehmen.
Besonders deutlich wird dieser Gedanke im ersten Kapitel des Buches, indem Gregor zum Anti-Vater-Sohn mutiert und diese Veränderung nicht wahrnimmt.
Meine Frage: Wie soll der Mensch dann Veränderungen der Persönlichkeit gezielt steuern, wenn er sie nicht wahrnehmen kann.
Steuern lässt sich die Persönlichkeit auf jeden Fall, aber um sie gezielt zu verändern oder zu steuern müssen soooviele Einflüsse, äußerlich wie innerlich, behandelt werden, dass eine gezielte Veränderung nicht möglich ist.
