bball, meinst du diesen Artikel?
http://www.heise.de/ct/03/03/132/ Auszug:
Doch auch darauf hat die P2P-Szene reagiert: Seit eDonkey 2000 so genannte Direct- oder Quicklinks einführte, stellen auch die Fake-Fluten kein wirkliches Problem mehr dar. Websites wie Sharereactor und Filenexus stellen Links der Form ed2k://|file||<Dateiname>| <Dateigröße>|<Hash-Wert>| mit ‘redaktionell’ auf Authentizität geprüften Dateien ins Web, die per Mausklick in die Download-Queue der Tauschbörse übernommen werden. Inzwischen gibt es auch eine Vielzahl entsprechender deutscher Directlink-Seiten, die nicht nur Tausende Videos und MP3-Alben listen, sondern auch stets die aktuellen Top-Ten-Hits der Kino- und Musik-Charts im Repertoire haben.
Die Betreiber der Seiten sind sich auch hier keiner Schuld bewusst, dabei besteht rein juristisch kein Unterschied zwischen Weblinks und Directlinks - laut Hartmut Spiesecke, Leiter der PR-Abteilung des deutschen Phono-Verbandes, sind daher auch ein gutes Dutzend Verfahren gegen derartige Websites anhängig.
Für die, die es interessiert, hier noch ein anderer Artikel mit einem interessanten Absatz:
http://www.heise.de/ct/02/20/024/ Auszug:c't liegt ein Konzeptpapier vor, das die nahe liegende Strategie gegen die Tauschbörsen beschreibt: Die auf den Namen ‘Mirador’ (spanisch: der Schauende; Aussichtsturm) getaufte Software will Tauschbörsen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Fingierte Clients sollen als reguläre Teilnehmer auftreten, das Tauschnetzwerk durchsuchen und die Ergebnisse samt zugehöriger IP-Adressen zur Sammlung an ‘Datenserver’ übermitteln, die diese auswerten und an Strafverfolgungsbehörden weiterleiten. Die Autoren des Papiers schlagen vor, eine Vielzahl von Clients in dem jeweiligen Filesharing-Netz zu platzieren, um etwa Ausfallsicherheit und hohe Erfolgsquoten zu garantieren.
Das Hauptaugenmerk der Videobranche dürfte zunächst in der Bekämpfung von eDonkey 2000 liegen - die P2P-Börse hat sich inzwischen zur größten ‘Online-Videothek’ entwickelt. Solange es Open-Source-Implementierungen der zu durchforstenden P2P-Börse gibt, lassen sich recht einfach fingierte Clients programmieren. Ist sie indes ‘Closed Source’ (wie etwa Kazaa, Filetopia oder iMesh) und müssen sich die Clients bei der Anmeldung authentifizieren, steigt der Programmieraufwand erheblich. Dann kann man nur mittels ‘Reverse Engineering’ fingierte Clients basteln, was ironischerweise seinerseits auf Urheberrechtsverletzungen hinauslaufen könnte. Zudem dürfte ein Katz- und Mausspiel zwischen den Entwicklern von Tauschbörse und Schnüffelsoftware entbrennen.
Tja, damit ist emule gefundenes Fressen für die Antipiraten.