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Radlunfall - wer muss zahlen?

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BlackIce
Alt 11.08.2003, 21:30   #1
Standard Radlunfall - wer muss zahlen?

Hi Leute!

Ich bin heute abend mit meinem Fahrrad von der Arbeit heimgefahren und wurde von einem Autofahrer übersehen und erfasst. Hierbei bin ich auf einem Radlweg gefahren der für eine vielbefahrene Hauptstraße extra gebaut wurde. Der Radweg verläuft auf beiden Seiten, ich bin dabei aber auf dem falschen Radweg gefahren, da ich, wie normal nicht auf die richtige Seite gekommen bin, da der Überweg zur Zeit saniert wird und ich ein paar Meter weiter von der Unfallstelle aus gesehen auf die richtige Seite wechseln wollte. (Ich muss dazu sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich an einer anderen Stelle die Fahrbahn noch überqueren hätte können, werde ich morgen in der Früh dann gleich mal nachsehen) An einer Bäckereieinfahrt hat mich dann ein Autofahrer erfasst. Ich habe noch versucht zu bremsen, aber weil er zu nahe war, hat das nicht mehr allzuviel gebracht. Ich bin frontal in sein Auto gefahren, bin dabei auf die Motorhaube geflogen und durch die Wucht des Aufpralls wieder auf meinem Rad gelandet. Eine Frau, die anscheinend den Unfall beobachtet hat, hat laut geschrien und sofort gefragt, wies mir geht. Der Autofahrer (mit seinen beiden Kindern) ebenso. Schmerzen hab ich im Moment keine, nur ein paar blaue Flecken, kann aber morgen noch kommen. Meinem Fahrrad hat auf dem ersten Blick auch nichts gefehlt und so bin ich, trotz des Angebotes der Frau, die mich heimbringen wollte, heimgeradelt. Der Autofahrer hat mir sein Kennzeichen, seinen Namen und seine Handynummer auf einen Zettel geschrieben und gesagt, dass wenn irgendwas los sein sollte, sollte ich mich unbedingt bei ihm melden. Deshalb habe ich mir auch die Anschrift der Frau nicht besorgt, da ich dachte, dass er dann schon den eventuellen Schaden beheben wird. Bei der Heimfahrt habe ich bemerkt, dass doch etwas mit dem Rad nicht mehr so ganz stimmt. Habe es dann zu einem Fachhandel gebracht. Nun hat mein Dad vor einer Stunde den Typen angerufen und ihm das erzählt. Auf einmal will er jetzt nicht mehr zahlen, sagt, dass wir beide an dem Unfall schuld seien, einmal weil er nicht aufgepasst hat und das andere mal, weil ich auf der falschen Seite gefahren bin. Jeder sollte seinen Schaden selbst bezahlen, seiner Meinung nach. Ich also mein Fahrrad und er sein Auto (is ein alter 2er Golf, der eh schon ziemlich hinüber war und nun noch eine Beule mehr hat und die Zierleiste habe ich ihm abgefahren).

Nun meine Fragen, wer hat Recht bzw. wer muss für den Schaden aufgekommen? Ich alleine? Er alleine? Oder wie er meinte, wir beide jeder seinen Schaden?

Da ich auf dem Heimweg von der Arbeit war und deshalb ja auch hierbei versichert bin, möchte ich gerne wissen, welche Kosten diese Versicherung abdeckt? Personenschaden und Sachschaden oder wie schaut es damit aus??

Ich hoffe, dass sich jemand von euch damit auskennt.
Danke für eure Antworten.

cya,
BlackIce
 
 
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blackmesa
Alt 11.08.2003, 21:52   #2
Standard

Jeder zahlt seinen Schaden. Dein Fahrrad bezahlt dir keine Versicherung. Und Personenschaden gab's doch gar nicht.

Und nächstes Mal fährst du halt auf der richtigen Seite, wenn er dich dann umfährt, kriegste ein neues Fahrrad von seiner Haftpflicht!
 
 
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outfreyn
Alt 11.08.2003, 22:10   #3
Standard

@bm: Stop mal da bleibt immer noch die Sache mit der Baustelle. Solange du kein Rechtsanwalt bist der sich mit
Verkehrs/Versicherungs/was-weiss-ich-Recht auskennt denke ich das du nicht sowas "absolutes" brabbeln solltest.

Und was den Personenschaden angeht wäre ich auch vorsichtig, denke mal auch blaue Flecken zählen - und du weisst nicht ob da nicht sonstwas hängengeblieben ist (Rücken etc.). Ich mein auch Autofahrer haben darauf zu achten ob links und rechts frei ist. Es heisst nicht umsonst "Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme" oder wie auch immer.

Aussderdem geht es nicht um das Rad sondern um Schäden die am Rad behoben werden müssen. Und ich denke das Versicherungen sehr wohl für solche Sachen zuständig sind.

greetz
out
 
 
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MOR
Alt 11.08.2003, 22:18   #4
Standard

meiner bescheidenen Meinung nach müsstest du keinen Cent bekommen da du auf dem falschen Fahrweg gefahren bist... bin mir aber nicht sicher.

gruss MOR
 
 
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blackmesa
Alt 11.08.2003, 22:20   #5
Standard

Da es hier keine Rechtsanwälte gibt, braucht sie auch keine qualifizierte Auskunft zu erwarten. Und das "absolute" sollte sie veranlassen für eine vernünftige Auskunft einen Anwalt zu konsultieren.

Die Baustelle ist subjektives Kuddelmuddel, sicherlich gab es da trotzdem eine Möglichkeit zur Überquerung. Blaue Flecken sind blaue Flecken und kein Personenschaden, hätte sie halt gleich zum Arzt gehen müssen, hätte sie halt die Kontaktdaten der Zeugin aufschreiben sollen: hätte, wäre, wenn, nun ist's vorbei. Vielleicht hat sie sich mittlerweile verprügeln lassen, um noch Geld aus dem Autofahrer zu pressen? Und die Unfallversicherung ihrer Firma zahlt das Fahrrad oder Reparaturen am Rad sehr wohl nicht.

Und weil eben der Autofahrer drauf zu achten hat, ob frei ist, kriegt auch nicht die Radfahrerin die Alleinschuld, sondern jeder trägt seinen Schaden eben selbst. Damit ist der Teilschuld beider genüge getan - so wird das in solchen Fällen in der Regel immer gehandhabt.
 
 
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BlackIce
Alt 12.08.2003, 21:29   #6
Standard

Erstmal danke für eure Antworten!

@ blackmesa: Nette Ideen, die du dir hier so ausmalst, habe mich aber trotzdem ned verprügeln lassen und außerdem möchte ich dich mal sehen, wenn du den totalen Schock hast, dass du dann noch nach dem Namen einer vermeintlichen Zeugin frägst. Also versuch bitte sachlich zu bleiben.

Zur Überquerungsmöglichkeit: Ich habe mich heute nochmal genau auf dem Weg von der Arbeit zur Unfallstelle umgeschaut und es hätte noch eine Möglichkeit gegeben die Fahrbahn früher zu überqueren (auch wenn sie ziemlich umständlich gewesen wäre, aber das spielt ja in dem Fall keine Rolle, da ja nur zählt, dass es eine gegeben hätte)

Folgeschäden habe ich keine, soweit ich das selber beurteilen kann, zumindestens tut mir nichts weh.

Mein Dad hat heute einen Fahrlehrer zu dem Unfall befragt und der meinte, dass es mittlerweile ein Gesetz dafür gibt. In dem steht, dass in solchen Fällen jeder seinen Schaden selber zahlen muss.

Eine andere Frage, die mich mittlerweile beschäftigt, ist, was los gewesen wäre, wenn ich zuvor ein Schaufenster auf der "falschen" Seite angeschaut hätte und dann zur nächsten Ampel auf dem falschen Radweg gefahren wäre und zwischen Schaufenster und Ampel der Unfall passiert wäre. Wer müsste dann zahlen? (nein blackmensa, ich sage das dem Autofahrer nicht so, da ich mir meiner Schuld auch bewusst bin und dafür grade stehe )

cya,
BlackIce
 
 
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blackmesa
Alt 12.08.2003, 21:34   #7
Standard

SchwarzesEisen schrieb
Mein Dad hat heute einen Fahrlehrer zu dem Unfall befragt und der meinte, dass es mittlerweile ein Gesetz dafür gibt. In dem steht, dass in solchen Fällen jeder seinen Schaden selber zahlen muss.
Na ja, mit der Antwort konnte der Fahrlehrer deinen Vater am leichtesten abspeisen, ein Gesetz in dem das _so_ steht gibt es nicht. Aber die Rechtssprechung landet in der Regel bei "jeder zahlt seinen Schaden selbst", was ich übrigens schon in meinem ersten Beitrag behauptete
 
 
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BlackIce
Alt 13.08.2003, 21:15   #8
Standard

Kurze Info noch zu dem Fall für alle dies interessiert:

Die Radlreperatur hat zum Glück nur 20€ gekostet. Ist also doch noch alles gut ausgegangen. Und ich bzw. ihr auch merkt euch, dass man niemals auf der falschen Seiten fahren sollte, auch wenn die Verkehrssituation noch so mies is und es nur Umwege gibt, um auf die richtige Seite zu kommen.


cya,
BlackIce
 
 
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