Hallo.
Sorry, wenn ich nach diesem Riesenthread auch noch meinen Senf dazugebe.
Ich habe von dem Thread etwa 11 Seiten gelesen

und dann aufgegeben, da ich irgendwie keine klare Antwort finden konnte, denn bei mir sieht das ganze vielleicht noch einwenig anders aus... daher sorry, wenn ich danach noch eine Antwort finden hätte können.
Also, ich habe heute dieses ja bereits hinlänglich bekannte Schreiben von Midray aus dem Briefkasten gezogen, natürlich ohne Einschreiben. Es ist datiert auf den 13.04.2005
Darin fordern die von mir 353,60€ für 711745 Sekunden gefakte Onlinezeit. Gleiche Drohungen wie bei den bereits zitierten Schreiben, strafrechtliches Verfahren, zivilrechtliche Klage usw. Auf der Rückseite erklären die mir ebenfalls, dass das Ganze noch nicht zivilrechtlich verjährt ist, da sie erst in 2004 die Personendaten erhalten hätten, um ein Verfahren zu eröffnen.
Sie schreiben auch, dass sie "bedingt durch organisatorische Veränderungen beim LKA-BW" die Daten erst im Mai 2004 erhalten hätten und geben ein Aktenzeichen des, Zitat "Sammelverfahrens" beim LKA-BW an. Ausserdem befindet sich in der Anlage eine 3-seitige Auflistung der Verbindungsdaten vom 31.07.-07.08.1999.
Warum die Sache jetzt vielleicht bei mir etwas anders aussieht:
1. Ich war zur "Tatzeit" Anschlussinhaber in meiner eigenen Wohnung, in der ich alleine wohnte.
2. Ich war da bereits volljährig.
Natürlich habe ich nicht alleine den Rechner benutzt und wir haben die Fakes auch immer gleich für den ganzen Freundeskreis erstellt.
Die Sache mit dem Verantwortlichen und der Minderjährigkeit fällt daher bei mir schonmal flach, die meisten anderen Poster hier waren ja noch minderjährig und wohnten bei ihren Eltern.
Ich bin zwischen damals und heute bereits 3mal umgezogen - zuletzt in eine andere Stadt (könnte vielleicht ein Grund für die lange Bearbeitungszeit der Sache sein?).
Tut das in meinem Fall was zur Sache? Oder kann ich auch auf Verjährung hoffen (zivil- sowie strafrechtlich).
Achso, ich habe vorher natürlich noch nie einen Brief von Staatsanwalt, Polizei oder sonstwem wegen der Fakerei bekommen, auch keine Fälle anderer Firmen, bei denen ich mal gefakt haben könnte (wir haben damals mangels Flaterate gefakt wie die Weltmeister, ich hab echt kein Plan mehr, wo überall) der Midray-Brief ist der erste dieser Art überhaupt in meinem Briefkasten.
Bevor ich einem Anwalt bei dem Verdienen seiner Brötchen helfe, indem ich eine Auskunft bei ihm einhole, frage ich da doch lieber hier.
Vielleicht ist es aber auch nebenbei interessant für die anderen, dass Midray offensichtlich im April 2005 immernoch in der Sache aktiv ist und neue Schreiben aufsetzt. Die scheinen also wirklich nicht an sowas wie Verjährung zu glauben...