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Krankenversicherung

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Felicitas
Alt 24.05.2005, 06:45   #1
Standard Krankenversicherung

die frage stellt sich jetzt mal wirklich an leute die sich auskennen. also keine spekulationen, denn ich finds sehr sehr wichtig. vllt weiß moechen ja etwas ganz genaues.


folgende situation:

man stelle sich vor man macht sich selbstständig. man wird irgendwie gefördert und trotz der förderung bleibt kein geld für eine krankenversicherung.

fragen:

- ich dachte immer jeder ist pflichtversichert. gilt auf jeden fall für arbeitnehmer, aber was ist mit selbstständigen?

- ich dachte immer das selbstständige die wahl haben zwischen gesetzlicher und privater versicherung. je nach einkommen. ich glaube die grenze ab wann man überhaupt in eine private reingelassen wird liegt irgendwas bei 3.xxx eur/mona bruttoeinkommen. right?

- wenn man unter dieser grenze liegt muss man doch in eine gesetzliche reinkommen?

- ich glaube zu wissen das selbstständige in einer gesetzlichen mehr bezahlen, sprich den vollen beitragssatz, weil in einem angestellten arbeitsverhältnis die hälfte vom arbeitgeber übernommen wird. da man aber sein eigner chef ist muss man alles selbst bezahlen. richtig?

- geht man davon aus das man trotz selbstständigmachen und förderung pima daum bei einem azubigehalt am ende rauskommt. also schätzungsweise 400 EUR/Monat. davon gehen alle lebenserhaltenden kosten ab (wohnung, lebensmittel, nebenkosten usw) bleibt am ende nicht viel übrig. was passiert wenn man einfach nicht das geld für KV hat geschweigedenn für Rente und Pflegeversicherungen usw.

- da man selbstständig ist muss man auch lohnsteuer bezahlen (als azubi ja nicht)

- wenn man aber trotzdem unter diesem freibetrag von 400 EUR für die sozialversicherungen und 325 EUR für die lohnsteuer kommt, muss man dann nicht noch unterstützung vom sozialamt (oder sonstigen ämtern)bekommen?


- wird man als selbstständiger wirklich total sitzen gelassen?

worauf ich hinaus will: ich will da jmd helfen der sich selbstständig gemacht hat und nun klappts anscheinend doch nicht so wie es klappen sollte und nun sitzt er ohne KV da und muss beim arzt ordentlich blechen.

es kann doch nicht sein das man in diesem staat so allein gelassen wird? es muss doch irgendwelche sozialfonds geben oder so von denen man trotzt förderung schöpfen kann? ich mein hier gehts bei einem geschätzten einkommen von 400 EUR/Monat und einem beitragssatz von 14,x % KV um 50-70 EUR. die muss doch jmd bereit sein zu übernehmen?

hm

naja vllt lern ja jmd so nen rechtkram (zu moechen guck) und kann mir da mal helfen :/


danke schön


feli
 
 
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Anarchnophobia
Alt 24.05.2005, 06:58   #2
Standard

mich würden da ja auch mal _günstige_ private krankenversicherungen interessieren. Wenn man danach sucht findet man nur werbemüll oder/und alle werben damit günstig zu sein... unabhängige vergleiche kosten immer geld.

Ich hab nämlich irgendwie das selbe problemchen wie derjenige dem du helfen willst
 
 
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El Sparko
Alt 24.05.2005, 08:09   #3
Standard

du hast die lage sehr gut dargestellt feli. alleinig das mit der lohnsteuer gilt nicht. du bekommst ja keinen lohn... du bezahlst wohl für dein gewerbe jährlich die gewerbesteuer und auf dein privates einkommen eben einkommenssteuer wie gehabt. kommt nun darauf an was man wie deklariert. aber so nen monatlichen betrag den man abgibt, gibts soweit ich informiert bin eben nicht.
 
 
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hackvresse
Alt 24.05.2005, 08:20   #4
Standard

- ich dachte immer jeder ist pflichtversichert. gilt auf jeden fall für arbeitnehmer, aber was ist mit selbstständigen?
Ein weit verbreiteter Irrglaube. ARBEITNEHMER sind über die GKV pflichtversichert. Selbstständige natürlich nicht...

- ich dachte immer das selbstständige die wahl haben zwischen gesetzlicher und privater versicherung. je nach einkommen. ich glaube die grenze ab wann man überhaupt in eine private reingelassen wird liegt irgendwas bei 3.xxx eur/mona bruttoeinkommen. right?
Falsch. Die Versicherungspflichtgrenze liegt bei 3900 €. Wenn ein ARBEITNEHMER darunter verdient darf er sich NICHT privat versichern. Selbstständige dürfen hier frei wählen. Sie können sich entweder freiwillig in einer GKV oder halt privat versichern. Einkommen spielt keine Rolle.

wenn man unter dieser grenze liegt muss man doch in eine gesetzliche reinkommen?
Nur der Arbeitnehmer

- ich glaube zu wissen das selbstständige in einer gesetzlichen mehr bezahlen, sprich den vollen beitragssatz, weil in einem angestellten arbeitsverhältnis die hälfte vom arbeitgeber übernommen wird. da man aber sein eigner chef ist muss man alles selbst bezahlen. richtig
Natürlich ist die PKV gerade auch für junge Leute ohne irgendwelche Krankheiten viel günstiger. Und natürlich muss der Unternehmer seine Versicherung auch komplett selber zahlen

- wird man als selbstständiger wirklich total sitzen gelassen?
Das hat ja nichts mit sitzen lassen zu tun. Normal fängt man als Selbstständiger ja auch nicht bei 0 an sondern hat etwas Geld im Rücken um die erste Zeit zu überbrücken. Sei dies dann über Kredite oder sonst irgendwas.
 
 
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Felicitas
Alt 24.05.2005, 08:45   #5
Standard

hm na wie gesagt, ich hab davon keinen plan. danke für n bissl aufklärung.

aber gibts nun hilfen und/oder unterstützung oder nicht.

weil ansonsten bringt mir das außer horizonterweiterung erst mal nichts.
 
 
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michaelg
Alt 24.05.2005, 09:02   #6
Standard

Also als Selbstständiger sich freiwillig zu versichern ist irre teuer, da bringt es dir auch nichts, wenig zu verdienen, da selbst die unterste Beitragsbemessungsgrenze irre hoch ist!
Bei Selbsständigkeit sollte man wirklich Hemmungen gegenbüber der privaten abbauen.

Glück hat man natürlich mit einer Ich AG, dank Förderung, aber das ist ja auch nicht mehr so einfach, leider.

Ein klasse Fall ist natürlich, nur nebenberuflich selbsständig zu sein und haupotberuflich logischerweise Angestellt, da man sich in dem Fall gar nicht mehr extra krankenversichern muss. Für Nebenberuflichkeit gibts ein ein paar Kriterien, Verdienst und wieivle Zeitaufwand für die Tätigkeit, aber wenn man sich gar nicht darum kümmert, das zu melden fragt die Kasse auch nicht.

Und als Kleinunternehmer kommt man auch einen guten Zeitraum ohne Umsatzsteuer aus.
 
 
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