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Kirche - Austreten oder nicht?


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Manno
Alt 19.03.2008, 22:35   #1
Standard Kirche - Austreten oder nicht?

Also, erstmal, ich bin mir hier nicht so sicher, ob das Thema hier im richtigem Forum ist (bin neu hier^^)


So, mein Problem ist:

Also, ich glaube eigentlich nicht an die Kirche, Gott, die Bibel und so eigentlich alles was damit zu tun hat.
Mein Problem ist allerdings, das ich in einem kleinem Dorf wohne, wo eigentlich jeder katholisch ist und in die Kirche geht. Zudem kommt noch hinzu das meine Mutter es nicht akzeptiert das ich aus der Kirche austreten will (ich bin 14). Sie meint die Kirche wäre ideal um auch mal was für das Umfeld zu tun und sie wäre eine schöne Gemeinschaft. (ich bin auch Messdiener)

Meine Frage nun:
Wie mache ich ihr am besten klar, das ich finde das die Kirche wirklich nichts für mich ist und ich WIRKLICH gerne austreten möchte? (aufs Grundgesetz beziehen bringt bei ihr nix)

Ich denke schon, das die Kirche eine schöne Gemeinschaft ist, aber ich mag es nun mal nicht, jede Woche in die Kirche gehen zu müssen, obwohl ich ja nunmal nicht dran glaube. Und es ist ja auch so, das es auch bei anderen Leuten so gesehen wird, das sie es nicht schön finden (genau wie ich) wenn Leute in die Kirche gehen, die sich nicht zugehörig fühlen bzw. nicht dazu gehören wollen. Zudem find ich (und auch einige andere) es nicht schön gezwungen zu werden an etwas zu glauben, an das man nunmal nicht glaubt und auch in naher Zukunft nicht glauben wird. (später kann man ja immernoch wieder eintreten)


Wäre nett wenn ihr mir Ratschläge (und gute argumente^^) geben könnt, womit ich sie doch noch (hoffentlich) überzeugen kann, das Kirche und Gott nix für mich ist.

lg
Manno
 
 
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El Sparko
Alt 19.03.2008, 22:41   #2
Standard

bist du katholisch? wenn ja dann hast du mit der firmung selbst bestätigt zu dieser glaubensgemeinschaft gehören zu wollen. wenn wirklich jeder in deiner umgebung an gott glaubt dann solltest du dich fragen warum gerade du es nicht tust. sind etwa alle der falschen meinung?
 
 
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Manno
Alt 19.03.2008, 22:46   #3
Standard

also als erstes, danke für deine antwort.

Und ich bin noch nicht gefirmt (hoffe das es in zukunft auch so bleiben wird).

Ich weiß nicht ob wirklich jeder in meiner Umgebung katholisch ist und regelmäßig in die Kirche geht, ich weiß nur das es die meisten tun.

Warum gerade ich das nicht tue? Vielleicht weil ich ein sehr kompliziert, genau, logisch und rational denkender Mensch bin. Und gerade weil die Bibel meiner Meinung nach nicht logisch ist, glaube ich nicht an Gott.
Ich denke nicht, das es viele Menschen in meiner Umgebung gibt, die das ähnlich sehen, vielleicht ist das der Grund.
 
 
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-V-
Alt 19.03.2008, 22:55   #4
Standard

Wenn du schreibst du bist Messdiener und willst aus der Kirche austreten. Wurdest du von deiner Mutter (bzw. Eltern) dazu gedrängt Messdiener und hast du dich aus freien Stücken dazu entschieden oder einfach nur weil halt im Dorf so üblich ist.
 
 
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Manno
Alt 19.03.2008, 22:59   #5
Standard

Naja, damals als ich Messdiener wurde, war es halt so üblich das alle Messdiener wurden, die halt katholisch waren bei uns im Dorf.
Aber sagen wir es mal so, ich denke, wenn ich damals nicht freiwillig Messdiener geworden wäre, hätte mich meine Mutter schon irgendwie dazu gekriegt.
 
 
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Tay
Alt 19.03.2008, 23:56   #6
Standard

Ich verstehe dein Problem nicht so recht. Ab 14 kannst du meines Wissens nach ohne die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten eigenmächtig aus der Kirche austreten. Geht es lediglich um den häuslichen Segen?? Ich glaube diesen wirst du nie erhalten. Meine Mutter wollte mich auch stets davon abhalten, obwohl sie selbst nicht gläubig ist. Die Argumente dagegen waren jedoch sehr an den Haaren herbeigezogen von wegen was ist denn z.B. ne Heirat ohne kirchlichen Segen? Also wenn ich sonst das ganze Jahr nicht in die Kirche gehe, brauch ich es zu meiner Hochzeit erst recht nicht.
Anders betrachtet verpflichtet dich die Religionszugehörigkeit nicht dazu in die Kiche gehen zu müssen. Von daher wüsste ich nun nicht, was für Nachteile du in deinem jungen Alter davon hast, wenn du noch weiterhin ein bisschen drin bleibst und doch versuchst die Familie zu besänftigen. ;-)
 
 
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baedr
Alt 20.03.2008, 00:06   #7
Standard

Ich würde auch nicht austreten. Wenn du mal von deinem eigenen Geld Kirchensteuer abführen musst, dann kannst du austreten ohne dass irgendjemand was davon mitbekommt, aber bis dahin kannst du doch einfach versuchen nicht unnötig Konflikte hervorzurufen. Gerade bei so einem emotionalen Thema würd ich einfach "mitspielen"...
 
 
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Manno
Alt 20.03.2008, 00:15   #8
Standard

Ich denke das größte Problem ist das meine Mutter sehr christlich ist...und es geht um den Häuslichen Segen.

Weshalb ich es eben nicht aushalten würde noch ein paar Jahre drin zu bleiben ist, das ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann in der Kirche zu sein, obwohl ich ja eben nicht dran glaube. Das ist für mich sowas wie "eine Lüge zu leben". Ich find das einfach nicht in ordung, irgendwie.

Und solche Sachen wie Kirchliche Heirat und ähnliche Scherze sind mir da sowieso herzlich egal ^^.

Dazu kommt, das meine Mutter drauf und dran ist mich zur Firmung zu schicken....das heißt für mich dann soviel wie, das ich den Glauben erneuere, den ich sowieso nicht habe...


Irgendwie ist mir das alles viel zu kompliziert...
 
 
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baedr
Alt 20.03.2008, 00:33   #9
Standard

Warum Gewissensbisse? Du bist ja nicht zu deinem Vorteil mitglied, und würdest deine Mutter sicher sehr kränken wenn du aus der Kirche austrittst. Ich glaub auch nicht an Gott, und noch weniger an die Kirche... Aber an deiner Stelle würd ich auf gut deutsch gesagt einfach drauf scheißen, und mitglied bleiben, bis du einen finanziellen oder anderweitigen nachteil durch deine Mitgliedschaft erhälst.
 
 
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PowerWapiti
Alt 20.03.2008, 01:07   #10
Standard

warte auf die Firmung, da gibts nochmal Kohle von der Verwandschaft.. danach kannst du ja austreten (wenn du willst) ^^

oder du machst einen ersten Schritt und trittst vielleicht in der Schule aus Religion aus. Da gibts dann vielleicht "Ethik" als Fach oder Reli fällt komplett aus . Ethik ist ähnlich wie Religion, nur wird sich dort über allgemeine Dinge des Lebens unterhalten. Es ist auch interessanter und "reeler"
 
 
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Manno
Alt 20.03.2008, 01:13   #11
Standard

In der Schule hab ich sowieso schon gewechselt. Ethik ist, mal ganz zuschweigen von den meiner Meinung nach qualifizierteren Lehrer in Ethik, viel interessanter von den Themen als auch von den Sichtweisen aus, mit denen man die Dinge betrachtet.

Und ich glaub bevor ich hier jetzt nochma was schreibe, sollte ich vielleicht nochmal was schlafen.
Also in diesem Sinne, gute Nacht!
 
 
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dth2110
Alt 20.03.2008, 01:18   #12
Standard

So was ähnliches kenn ich doch auch.

Versuch deiner Mutter klar zu machen, das du ihren Glauben aktzeptierst. Du aber nach lange genug Erfahrungen gesammelt hast und herausgefunden hast das dir das alle nicht zu spricht.

Zitat von PowerWapiti
warte auf die Firmung, da gibts nochmal Kohle von der Verwandschaft.. danach kannst du ja austreten (wenn du willst) ^^
Es wäre nicht grad fair gegenüber der Verwandschaft.


Bei uns in Ehtik darf man Hausaufgaben machen, wir gucken Filme und der Lehrer merkt eigentlich gar nix. Die Noten sind auch von 1-3. Ich verstehe zwar nicht wieso es dafür Noten gibt aber egal.
 
 
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Manno
Alt 20.03.2008, 01:27   #13
Standard

So, eigentlich wollte ich ja grade schlafen gehen, aber irgendwie ist das jetzt doch nix geworden (ein hoch auf die Ferien).

Das erste halbe Jahr wie ich Ethik hatte ist das bei uns ähnlich abgelaufen. Jetzt haben wir aber eine Lehrerin bei der Ethik zwar anstrengend ist aber trotzdem Spaß macht. Wir haben immer recht interessante Themen, schauen auch mal hin und wieder einen Film und schreiben auch mal (leider) ein paar Tests. Ihre Notenbewertung finde ich jetzt auch nicht besonders tragisch, obwohl es schon Leute bei uns im Kurs gibt, bei denen die 4 durchaus angemeßen ist.

Vielleicht sollte ich einfach solange warten bis Kirche bei uns wieder zum Streitthema wird....oder bis ich anfange zu studiere (also ausziehe).

Ich hab ihr auch schon klar gemacht, das ich ihren Glauben akzeptiere, aber irgendwie scheint die was anderes zu denken...Ich hab manchmal das Gefühl das ich selber nicht verstehe, was der eigentliche Grund dafür ist wieso sie nicht will das ich aus der Kirche austrete...
 
 
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Felicitas
Alt 20.03.2008, 12:04   #14
Standard

ich versteh ja den drang nach jugendlicher rebellion, aber so aus der sicht von jmd der die pubertät schon hinter sich hat würde ich dir ja raten: lass es einfach bleiben. es lohnt sich nicht den häuslichen segen einzureißen. so wie ich das sehe gehts um dieses sonntagliche ritual ein paar stunden zu opfern und in die kirche zu gehen und da mehr oder weniger aktiv dran teilzuhaben. versuch in der zeit einfach das viele gute zu hören, was auch unabhängig von einer bestimmten religion nicht verkehrt ist sich anzunehmen. wenn du irgendwann ausziehst kannst du immer noch austreten und dann muss man darüber auch nicht groß ein wort verlieren.

so würde ich es zumindest heute machen. stress und streit vermeiden wenn es nicht unbedingt sein muss. und bei sowas muss es wohl nicht unbedingt sein.
 
 
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El Sparko
Alt 20.03.2008, 12:31   #15
Standard

meiner meinung nach wäre der weg mit dem geringesten aufwand einfach seine bockigkeit aufzugeben und an gott zu glauben. dann gehst du auch gerne in die kirche und alle sind glücklich.
 
 
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OrionX
Alt 20.03.2008, 12:38   #16
Standard

ich finds nur schade das es immer noch leute gibt die in den köpfen nur geringfügig weiter sind als bei den kreuzzügen und leute zwingen zu glauben und in die kirche zu gehen.

die gibts aber bei katholiken wie evangelen (komisches wort) absolut gleichermaßen. ich für meinen teil hab das auch alles gemacht, aber freiwillig und ich wurde von niemandem irgendwohin gezwungen.
 
 
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IceBaer
Alt 28.03.2008, 20:39   #17
Standard

also, nur um es mal klarzustellen: Die katholische Kirche kennt keinen Kirchenaustritt. Einmal getauft gehörst du dem Verein auf immer und ewig an. Du kannst, i.d.R. gegenüber dem Standesamt, erklären, dass du der kath. Kirche nicht mehr angehörst, mit der Folge, dass du keine Kirchensteure mehr bezahlen müsstest - ist in deinem Fall aber ja eh noch nicht so weit.

Aus Sicht der katholischen Kirch, verläßt du aber mit diesem Kirchenaustritt keinesfalls den "Schoß der einzig selig machenden Mutter Kirche". Du bist getauft, und gehörst damit unverbrüchlich zur katholischen Kirche.

(Es gibt Diskussionen, ob die Erklärung des Kirchenaustritts das Zeichen einer so schweren Verfehlung ist, dass sie automatisch die Exkommunikation nach sich zieht, aber selbst wenn dies der Fall sein sollte: Durch die Exkommunikation verlässt du die "Kirchengemeinschaft", nicht die "Kirche")

Noch ein letzter Hinweis: Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, werden von kirchlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser,...) grundsätzlich nicht eingestellt.
 
 
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El Sparko
Alt 29.03.2008, 15:01   #18
Standard

ah ja. was ist dann mit dem viel gehörten argument dass man als kirchenaustreter nicht aufm friedhof beerdigt werden kann?
 
 
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PowerWapiti
Alt 29.03.2008, 16:06   #19
Standard

wo sollen die einen sonst hinpacken? auf den Sperrmüll? ^^

Ich glaube man wird dann verbrannt oder kommt an eine Randstelle vom Friedhof. Aber vielleicht willst du ja eh verbrannt werden
 
 
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reyals
Alt 29.03.2008, 16:30   #20
Standard

in anbetracht dessen, wer oder was da sonst noch so auf dem friedhof liegen könnte bzw. was mit einem selbst und dem grab nach 25 jahren gemacht wird, möchte ich nicht auf dem friedhof beerdigt werden.

was den austritt betrifft... nunja. mit 14 fand ich das auch alles ziemlich scheiße, ebenso, dass man mir damals keine wahl gelassen hatte.
aber: hatte es denn einen nachteil?

im nachhinein kann ich sagen, dass es vorteile hatte, wenn auch ich nicht an diesen ganzen hokuspokus geglaubt habe (auch immer noch nicht glaube und nie glauben werde). in meinen konfirmationsstunden habe ich gelernt, dinge auf eine andere weise zu betrachten und mich mit dingen (liebe, tod, andere religionen und deren hintergründe) beschäftigt, mit denen ich mich sonst nie so intensiv auseinandergesetzt hätte. es ist übrigens auch sehr gut, wenn man dort lernt, die bibel zu verstehen. in gewisserweise ist die bibel doch auch gerade für kinder ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes bildungsmedium.
wiegesagt, ziehs durch, nachteile hat es eigentlich nicht.
desweiteren kann man in so ner kirchengemeinschaft halt doch verdammt viel spaß haben.
brauchst ja nicht mehr in die kirche zu gehen (mache ich auch nicht) aber gleich austreten zu wollen? das überleg dir nochmal.
 
 
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IceBaer
Alt 29.03.2008, 16:43   #21
Standard

Zitat von El Sparko
ah ja. was ist dann mit dem viel gehörten argument dass man als kirchenaustreter nicht aufm friedhof beerdigt werden kann?
da bin ich ehrlicherweise überfragt,... ich würde wenn ich mal losspekuliere folgende wilde behauptungen aufstellen:
- kommt auf die trägerschaft des friedhofs an - auf einem städtischen friedhof dürfte immer ein plätzchen frei sein
- kommt auf die anzahl der "verfügbaren" friedhöfe an, in einer großstadt wo sowohl "konfessionelle" als auch städtische friedhöfe sind, eher nein, auf dem platten land mit nur einem dorffriedhof eher ja.
-wahrscheinlich hat auch der priester noch einen ermessensspielraum: entweder nix, oder nur verscharren ohne messe oder volles programm...
 
 
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OrionX
Alt 29.03.2008, 22:09   #22
Standard

So ein Unsinn, es gibt keine katholischen oder evangelischen friedhöfe. Es gibt nur getrennte Friedhöfe oder grabfelder für die einzelnen religionen an sich, bei den christlichen konfessionen hängts halt daran welcher pfarrer das macht.

Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Friedhof
Verwaltung und Betrieb von Friedhöfen sind gesetzlich geregelt und daher in der überwiegenden Zahl der Fälle öffentlich-rechtlich organisiert. Hierbei unterscheiden sich die Rahmenbedingungen nach Land oder Region, Trägerinstitutionen und örtlichen Gegebenheiten. Die Regulierung durch die Öffentliche Hand geht bereits auf das Ende des Dreißigjährigen Krieges zurück, als die Kirchen erstmalig durch Staaten verpflichtet wurden, die Tore ihrer Friedhöfe für Verstorbene anderer Konfessionen zu öffnen.
staat und kirche sind bei uns getrennt, und irgendwie musst du bestattet werden, oder halt forchschungszwecke usw.. Man darf dich allerdings nicht zwingen dich zb verbrennen zu lassen. Weils halt alles gesetzlich geregelt ist.
 
 
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ein benutzer
Alt 29.03.2008, 22:39   #23
Standard

also ich würde mal sagen dass du noch in der kirche bleiben sollst immerhin bist du noch ziemlich jung und weißt auch noch nicht richtig was richtig, wichtig usw. für dich ist.
wenn du dich dann später mal gegn die kirche entscheidest trits du einfach aus. Ausserdem denke ich dass es in diesem alter immer so ist dass man sich überlegt auszutreten is bei mia ja auch so:P man denkt sich wie die andren grad chilln und man selber in der kirche sitzt und alten omas beim singen z
 
 
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Felicitas
Alt 30.03.2008, 00:49   #24
Standard

Zitat von IceBaer
-wahrscheinlich hat auch der priester noch einen ermessensspielraum: entweder nix, oder nur verscharren ohne messe oder volles programm...
blödsinn³

der pfarrer oder wer auch immer hat da rein gar nichts zu sagen. der pfarrer kann höchstens verweigern irgendeine rede zu halten. ob atheistische menschen allerdings ne rede von nem pfarrer wollen und nicht lieber eine von einem trauerredner oder angehörigen wage ich mal zu bezweifeln. genauso bezweifle ich dass atheisten scharf auf eine "messe" sind.

ansonsten gilt in deutschland bestattungspflicht. die einzelheiten variieren von kommune zu kommune, aber einfach "verbrannt und verscharrt" werden max. menschen die keinerlei verwandte haben, unbekannt sind und bei denen es von daher keinerlei menschen gibt die die kosten einer bestattung übernehmen. tatsache werden diese verbrannt und dann anonym beigesetzt. diese anonymen felder gibts auf so ziemlich jedem (größerem) friedhof.

ansonsten kann jeder mensch unabhängig seiner religion und sexuellen vorlieben die bestattung bekommen die er sich via bestattungsvorsorge vorgestellt hat oder die seine verwandten für ihn vorsehen.

auch für atheisten und agnostiker kann es eine große festlichkeit geben, mit aufbahren, reden, trauerfeier, musikalischer untermalung usw. die trauerhalle auf einem friedhof ist mit sicherheit für jeden buchbar, ob katholik, evangelist, moslem oder atheist. die trauerhalle ist schlichtweg eine räumlichkeit die zur verfügung gestellt wird und die gemietet und bezahlt werden muss - egal welcher glaubensrichtung der tote angehört hat. darüber hinaus ist die trauerhalle zumeist in besitz der kommune und nicht des friedhofs oder gar irgendeines pfarrers.

im übrigen gibt es genug pfarrer, die auch für atheisten oder angehöriger anderer religionen reden halten. letztendlich ist das für sie ein job für den sie geld bekommen.
 
 
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IceBaer
Alt 30.03.2008, 12:23   #25
Standard

Wie gesagt, ich habe da mal wild rumgeraten... Was mich allerdings interessieren würde.

Wieso sollte es keine konfessionell gebundenen Friedhöfe geben? Selbst Wikipedia spricht doch von "der überwiegenden Zahl der Fälle"...

Und selbstverständlich *kann* ein Priester eine Trauerfeier für einen Atheisten halten. Ich bezweifle aber, dass er eine Messe zelebrieren wird, wenn es sich um einen ausgewiesenen Atheisten handelt. Damit würde er weder dem Menschen der beerdigt werden soll, noch der eigenen Religion gerecht werden.


edit: der zitierte wikipedia-artikel beihaltet mehrere Verweise auf Friedhöfe religiöser Glaubensgemeinschaften...
 
 
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